Eine junge Frau erhält eine Verhütungsspritze beim Arzt
Mit der 3-Monats-Spritze wird eine Dosis des Hormons Gestagen (Progesteron) in den Körper injiziert, welches für ungefähr 3 Monate (12 Wochen) Schutz vor Schwangerschaft gewährt .

Die 3-Monats-Spritze verhindert 99% aller Schwangerschaften, wenn sie korrekt alle 12 Wochen erneuert wird. Neben möglichen Nebenwirkungen durch die Hormongabe ist der Hauptnachteil, dass die Wirkung der Spritze für 12 Wochen nicht rückgängig gemacht werden kann. Zudem schützt Die 3-Monats-Spritze nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STIs).

Diese Seite bietet eine Einführung in die Vor-und Nachteile der Behandlung mit der Spritze. Sollte diese für sie unpassend sein können sie sich über unsere Sprechstunde über Folgerezept für die Pille informieren.

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Was ist eine 3-Monats-Spritze?

Wie der Name schon sagt, wird die 3-Monats-Spritze alle 12 Wochen in das Gesäß oder den Oberarm verabreicht. Die Injektion sollte innerhalb der ersten 5 Tage einer Periode von einem Arzt durchgeführt werden.

Aus diesem Progesteron-Depot im Muskel wird anschliessend kontinuierlich eine kleine Menge des Hormons ins Blut abgegeben mit dem Blut weiter zur Gebärmutter und zu den Eierstöcken transportiert.

Die Wirkung beginnt sofort nach der Injektion, Folge-Injektionen werden jeweils 14 Tage vor Ablauf der 3 Monate, also zwischen der 10. und 12. Woche, notwendig.

Wie sicher ist sie?

Die Spritze ist eine sichere Methode zur Empfängnisverhütung. Allerdings hängt der effektive Schutz wie bei allen Hormonpräparaten vom Alter der Frau und der Einhaltung der Termine für eine Auffrischungsinjektion ab.

Bei optimaler Anwendung liegt die Verhütungssicherheit bei 99% in den ersten 2 Jahren. Danach fällt die Sicherheit nach Information englischer Statistiken ein wenig ab, auf 97%. Trotzdem gilt die 3-Monats-Spritze als eine der sichersten Verhütungsmethoden. Dies liegt insbesondere daran, dass das Risiko für Anwendungsfehler äusserst gering ist.

Vorteile der 3 Monats Spritze

Die Spritze ist insbesondere für Frauen geeignet, die andere östrogenhaltige Präparate nicht einnehmen können, die aber eine dauerhafte hormonelle Verhütungsmethode bevorzugen. Sie ist auch für Frauen von Vorteil, die eine regelmäßige Einnahmezeit der Pille nicht einhalten können (wie z.B. Schichtdienst oder viele Zeitverschiebungen durch Reisen).

Durch die konstante Wirkung über 3 Monate ist spontaner Sex möglich und man muss sich während dieser Zeit keine Gedanken über eine mögliche Schwangerschaft machen. Die Injektion bietet zusätzlich die gleichen Vorteile wie die Pille: Sie schwächt die Blutung ab oder kann sogar dazu führen, dass sie für einige Zeit aussetzt. Zusätzlich können die Schmerzen während der Periode geringer sein und das Risiko auf Gebärmutterkrebs wird gesenkt.

Im Gegensatz zur Pille wird die Wirkung durch Erbrechen nicht beeinträchtigt. Folglich wird eine Injektion auch Frauen angeraten, die unter chronischen Magen-und Darm-Krankheiten leiden.

Da die injizierten Hormone auch den Zervixschleim (Gebärmutterhalsschleim) verdicken, werden nicht nur Spermien sondern auch Bakterien daran gehindert, weiter in die Gebämutter zu gelangen. Dies resultiert in einem zusätzlichen Schutz vor Beckenentzündüngen (pelvic inflammatory disease, PID). PID kann zu ektoper Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebämutter) oder auch zu einer Fehlgeburt führen.

Nachteile der 3 Monats Spritze

Der Hauptnachteil dieser Methode ist, dass sie nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, sobald die Injektion verabreicht worden ist. Die Wirkung und auch eventuell auftretende Nebenwirkungen sind für die nächsten 3 Monate nicht reversibel.

Zusätzlich kann es ein wenig dauern, bis die volle Fruchtbarkeit wieder hergestellt worden ist. In den meisten ist dies nach 2-3 Monaten der Fall, es kann aber auch gelegentlich bis zu einem Jahr dauern.

Obwohl Nebenwirkungen selten sind, kann es trotzdem, wie bei allen anderen hormonhaltigen Verhütungsmethoden, auch zu Kopfschmerzen, Ziehen in der Brust, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Magenproblemen und Akne kommen.

Obwohl Periodenblutungen durch die Injektion im allgemeinen schwächer ausfallen, machen manche Frauen gegenteilige Erfahrungen. In diesen Fällen kann es zu lang anhaltenden Zwischen- und Schmierblutungen kommen, sodass meist keine Folge-Injektionen gewünscht werden.

Weitere Risiken der 3 Monats Spritze

Wird die 3-Monats-Spritze über einen langen Zeitraum (über 2 Jahre) angewandt, kann sich das Risiko auf Osteoporose erhöhen. Dieser Prozess ist reversibel und die Knochendichte steigt wieder an, sobald die Injektionen gestoppt werden.

Dies ist auch der Grund, warum jungen Frauen und Mädchen unter 18 Jahren von der 3-Monats-Spritze abgeraten wird. In diesen Fällen soll das noch nicht ganz abgeschlossene Knochenwachstum nicht unnötig beeinträchtigt werden, weshalb andere Verhütungsmethoden vorzuziehen sind.

Gegenanzeigen

Von eine 3-Monats-Spritze wird abgeraten, wenn:

  •   Sie schwanger sind;
  •   Sie gerade ein Geburt hinter sich hatten (warten sie mit einer Injektion wenigstens 6 Wochen);
  •   Sie Brustkrebs haben;
  •   Sie an Zwischenblutungen leiden;
  •   Sie in den letzten Monaten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
  •   Sie an hohem Blutdruck,  Blutgerinseln, Diabetes oder Leberkrankheiten leiden;
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