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Carvedilol gehört zu der Medikamentengruppe der Betablocker und wird zur Therapie von erhöhtem Blutdruck eingesetzt. Die Besonderheit ist, dass es nicht nur an den Beta-Rezeptoren wirkt, sondern auch an Alpha-Rezeptoren. Damit wirkt es nicht nur am Herzen, sondern auch direkt an den Blutgefäßen. Es beugt Verkalkungen und Verstopfungen der Gefäße vor und verbessert die Blutversorgung der Organe. Carvedilol beugt somit schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vor.

Ist Ihr Blutdruck gut mit Carvedilol eingestellt, können Sie bei den Ärzten von DrEd ein Folgerezept anfordern. Dafür müssen Sie sich lediglich registrieren und den ärztlichen Fragebogen ausfüllen.


Die Rezeptgebühr beträgt €9.

Wofür wird Carvedilol eingenommen?

Das Medikament Carvedilol wird eingenommen um hohen Blutdruck, stabile Angina Pectoris (Brustenge) und milde bis schwere Herzinsuffizienz (Herzschwäche) zu behandeln.

Wie entfaltet Carvedilol seine Wirkung?

Carvedilol gehört zur Wirkstoffgruppe der Betablocker, deren Wirkung meist sehr ähnlich ist und durch die Blockade der Betarezeptoren der beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin wirkt. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede in der Wirkung auf verschiedene Bereiche des Organsystems, da die Betablocker unterschiedlich spezifisch die Rezeptoren blockieren. Dazu kommen noch weitere positive Wirkungen auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem.

Carvedilol wirkt, indem es nicht-spezifisch den Beta-1-Rezeptor und Beta-2-Rezeptor für Adrenalin und Noradrenalin blockiert. Die Blockade des Beta-1 Rezeptors bewirkt eine Entlastung des Herzens. Das Herz schlägt langsamer und gleichmäßiger, dadurch kann es sich effektiver mit Blut füllen und es in den Körper pumpen. Bei der Blockade des Beta-2-Rezeptors wird die Muskulatur in den Atemwegen und den Blutgefäßen beeinflusst.

Wie wirkt Carvedilol auf den Alpha-1 Rezeptor und weitere positive Faktoren?

Die Besonderheit an Carvedilol ist, dass es nicht nur an den Betarezeptoren wirkt, sondern auch spezifisch am Alpha-1-Rezeptor. Dieser Rezeptor befindet sich vorwiegend in den Zellen der Blutgefäßwände und ist für die Verengung der Gefäße zuständig. Wird er durch Carvedilol blockiert, werden die Blutgefäße erweitert und das Blut kann besser durchfließen. Der Blutdruck sinkt dadurch und auch das Risiko für Gefäßverschlüsse. Zusätzlich hat Carvedilol antioxidative Wirkungen gezeigt, indem es bewirkt, dass die Zellen der Gefäßwände Stickstoffmonoxid ausschütten. Stickstoffmonoxid wirkt zusätzlich gefäßerweiternd.

Darüber hinaus hat sich in Studien gezeigt, dass Carvedilol eine Schutzfunktion hinsichtlich reaktiven Sauerstoffradikalen besitzt. Freie Sauerstoffradikale werden bei Stoffwechselvorgängen in jeder Zelle gebildet. Diese Sauerstoffradikale sind bei der Entstehung von Verkalkungen der Gefäßwände (Arteriosklerose) beteiligt. Normalerweise ist der Körper in der Lage die Sauerstoffradikale eigenständig zu eliminieren. Wenn jedoch die Reparatur-und Entgiftungsfunktion im Körper bereits beeinträchtigt sind, können diese Radikale die Gefäße beschädigen. Carvedilol zeigte eine schützende Funktion hinsichtlich der Bildung von Gefäßablagerungen (sogenannten Plaques) durch Cholesterinbestandteile. Die Wände der Gefäße bleiben elastisch und somit wird deren Verkalkung mit dem erhöhten Folgerisiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls vorgebeugt.

Wann darf Carvedilol nicht eingenommen werden?

Carvedilol darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen diesen Wirkstoff oder sonstige Inhaltsstoffe besteht. Außerdem darf es nicht eingesetzt werden, wenn ein erniedrigter Blutdruck unter 85 mmHg besteht. Das Medikament Carvedilol wird über die Leber wieder ausgeschieden. Bei schwerwiegenden Leberfunktionsstörungen darf es nicht eingenommen werden. Schwerwiegende Herzrhythmusstörungen oder eine erniedrigte Herzfrequenz unter 50 Schläge pro Minute sind auch Gegenanzeigen, bei denen Carvedilol nicht eingenommen werden darf. Da Carvedilol auch eine Wirkung an den Beta-2-Rezeptoren besitzt, die sich in der Muskulatur der oberen Atemwege befinden, darf Carvedilol bei Bronchialasthma nicht angewendet werden.

Kann ich Carvedilol rezeptfrei im Internet bestellen?

Bei Carvedilol handelt es sich um ein Medikament, welches verschreibungspflichtig ist. Sie können es nur auf Rezept von einem Arzt verschrieben bekommen. Er plant mit Ihnen auch die Behandlung und wie Sie das Medikament einnehmen sollen. Wenn Ihr Blutdruck mit Carvedilol gut eingestellt ist, können Ihnen die Ärzte von DrEd ein Folgerezept ausstellen.

Ist eine Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

Zurzeit gibt es noch keine klinischen Untersuchungen hinsichtlich der Wirkung bei Schwangeren. In tierexperimentellen Studien hat sich gezeigt, dass die Entwicklung des Neugeborenen im Mutterleib sowie nach der Geburt beeinträchtigt ist. Deshalb wird empfohlen, Carvedilol in der Schwangerschaft nicht einzunehmen. Im Allgemeinen beeinflussen Betablocker die Durchblutung der Plazenta (Mutterkuchen) und somit die Versorgung des ungeborenen Kindes. Es kann zu einer Minderversorgung des Ungeborenen mit Entwicklungsstörungen, Frühgeburten und Unreife sowie intrauterinem Fruchttod kommen. Des Weiteren können beim Neugeborenen Nebenwirkungen auftreten wie Unterzuckerung oder erniedrigte Herzfrequenz.

Gibt es Auswirkungen auf die Konzentration und Verkehrstüchtigkeit bei der Einnahme von Carvedilol?

Bisher gibt es keine Untersuchungen die beweisen, dass sich Carvedilol negativ auf die Konzentration und Verkehrstüchtigkeit auswirkt. Dennoch kann es bei Einnahme zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit und Sehstörungen kommen, die das Bedienen eines Fahrzeuges beeinträchtigen können. Besonders können diese unerwünschten Wirkungen auftreten, wenn die Behandlung mit Carvedilol gerade erst begonnen, die Dosierung erhöht oder das Präparat gewechselt wurde. Auch der zusätzliche Konsum von Alkohol kann diese unerwünschten Wirkungen verstärken.

In welchen Dosierungen gibt es Carvedilol?

Carvedilol gibt es als Tablette in verschiedenen Dosierungen:

  • Carvedilol 3,125 mg Tabletten
  • Carvedilol 6,25 mg Tabletten
  • Carvedilol 12,5 mg Tabletten
  • Carvedilol 25 mg Tabletten

Bei Betablockern wie Carvedilol wird meist mit einer geringen Dosis von 12,5 mg täglich begonnen. Es wird dabei beobachtet, ob die gewünschte Wirkung eintritt, oder sich gegebenenfalls bereits Nebenwirkungen zeigen. Nach einer gewissen Einnahmezeit von ca. zwei Wochen kann Ihr Arzt mit Ihnen zusammen die Dosis nach Ihrem Bedarf anpassen. Für die optimale Therapie des Bluthochdrucks wird eine tägliche Dosis von 25 mg empfohlen. Bei höherem Bedarf kann die Dosierung aber auch höher sein. Bitte nehmen Sie Carvedilol immer nach Anweisung ihres behandelnden Arztes ein und ändern Sie nicht eigenmächtig die Dosierung oder brechen die Behandlung ab. Die Einnahme der Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen.

Welche Bestandteile enthält eine Tablette Carvedilol?

Je nach Dosierung enthält eine Tablette Carvedilol 3,125 mg, 6,25 mg, 12,5 mg oder 25 mg des Wirkstoffes. Sonstige Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Lactose-Monohydrat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Crospovidon (Typ A) (Ph.Eur.) und Povidon K30. Diese sonstigen Bestandteile können je nach Hersteller geringfügig variieren.

Welche Wechselwirkungen gibt es mit der Einnahme von anderen Medikamenten und Carvedilol?

Die meisten Medikamente wie Carvedilol werden über die Leber oder Nieren verarbeitet und wieder ausgeschieden. Nicht selten wirken Medikamentenwirkstoffe auf die Verarbeitung von anderen Wirkstoffen und beeinflussen deren Konzentration im Körper. So kann die Konzentration von bestimmten Medikamenten durch andere verringert oder erhöht werden, was in beiden Fällen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben könnte. Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, welche Medikamente Sie einnehmen und ob es unter der Behandlung mit Carvedilol mit diesen zu Wechselwirkungen kommen kann.

Im Folgenden sind wichtige bereits untersuchte Wechselwirkungen von Carvedilol mit anderen Medikamenten aufgelistet:

Medikamente gegen Bluthochdruck: Mit der Einnahme von weiteren Medikamenten, die den Blutdruck senken wie Barbiturate, trizyklische Antidepressiva, andere Medikamente, die die Gefäße erweitern, sowie Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt werden.

Insulin und orale Antidiabetika: Betablocker können den blutzuckersenkenden Effekt von Insulin und oralen Antidiabetika verstärken. Darüber hinaus können Symptome einer Unterzuckerung wie Herzrasen abgeschwächt werden. Eine engmaschige Blutzuckerkontrolle ist bei der Einnahme von Carvedilol erforderlich.

Schmerzmittel (NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen): Bei gleichzeitiger Gabe mit Carvedilol kann es zu einer Erhöhung des Blutdrucks kommen, der dann schwer einzustellen ist.

Schmerzmittel (NSAR), Östrogene und Cortison: Die blutdrucksenkende Wirkung von Carvedilol kann abgeschwächt werden.

Weitere Medikamente (Reserpin, Guanethidin, Methyldopa, Guanfacin und Monoaminooxidase-Hemmer): Bei der gleichzeitigen Einnahme mit einem Betablocker wie Carvedilol ist eine strenge Kontrolle des Blutdrucks notwendig, denn es kann zu einem erniedrigten Blutdruck und einer erniedrigten Herzfrequenz kommen.

Digoxin: Zusammen mit der Einnahme von Carvedilol kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Antiarrhythmika wie Verapamil, Diltiazem, Amiodaron: Wenn Carvedilol gleichzeitig eingenommen wird, kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Auch gab es Berichte von gleichzeitigen Behandlung mit Betablockern, bei denen es zu den Symptomen wie erniedrigte Herzfrequenz, Herzstillstand und Kammerflimmern (lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung) gekommen ist. Es sollte deshalb bei gleichzeitiger Gabe eine engmaschige Überwachung erfolgen.

Beta-Agonisten (Salbutamol, Albuterol, Salmeterol, Formoterol): Carvedilol vermindert die Wirkung von den die Atemwege erweiternden Medikamenten. Eine strikte Überwachung ist erforderlich.

Welche Nebenwirkungen sind unter der Einnahme von Carvedilol möglich?

Bei der Behandlung mit Carvedilol können abhängig von der Wirkung auf die spezifischen Rezeptoren unterschiedliche Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht von der Dosis abhängen. Davon ausgenommen sind verlangsamter Herzschlag, Sehstörungen und Schwindel.

Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Niedriger Blutdruck

Häufig, also bei mehr als einem von 100 Anwendern, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Verringerte Herzfrequenz, Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Lageabhängig niedriger Blutdruck, periphere Durchblutungsstörungen (Verschlechterung der Beschwerden bei der Schaufensterkrankheit oder Raynaud-Syndrom)
  • Trockene Augen, Reizungen des Auges, Sehstörungen
  • Infektionen wie Entzündungen der oberen Atemwege und Harnwege, Lungenentzündung, Bronchitis
  • Blutarmut (Anämie)
  • Depressive Verstimmung, Depression

Gelegentlich, also bei mehr als einem von 1.000 Anwendern, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Angina Pectoris (Brustenge), Herzrhythmusstörungen
  • Missempfindungen, Bewusstlosigkeit
  • Verwirrung, Schlafstörungen

Selten, also bei mehr als einem von 10.000 Anwendern können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Verringerung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten)

Sehr selten, also bei weniger als einem von 10.000 Anwendern können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
  • Verringerung der Anzahl der weißen Blutzellen (Leukozyten)

Quellen:

  • Frishman, William H., Linda S. Henderson, and Mary Ann Lukas. "Controlled-release carvedilol in the management of systemic hypertension and myocardial dysfunction." Vascular health and risk management 4.6 (2008): 1387.
  • Leonetti, Gastone, and Colin G. Egan. "Use of carvedilol in hypertension: an update." Vasc Health Risk Manag 8 (2012): 307-322.
  • Ripley, Toni L., and Joseph J. Saseen. "β-Blockers A Review of Their Pharmacological and Physiological Diversity in Hypertension." Annals of Pharmacotherapy 48.6 (2014): 723-733.

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