Verhütung
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Heutzutage haben Frauen die Wahl zwischen vielen verschiedenen hormonellen Verhütungsmethoden. Neben der Antibabypille, der Dreimonatsspritze und dem Verhütungsring entscheiden sich viele Frauen für das Hormonpflaster Evra. Es ist momentan das einzige in Deutschland erhältliche Verhütungspflaster.

Das verschreibungspflichtige Verhütungspflaster Evra ist ein etwa 4,5 x 4,5 cm großes, der Hautfarbe nachempfundenes Pflaster, das zwei weibliche Geschlechtshormone enthält und beispielsweise am Oberarm oder auf dem Gesäß aufgeklebt wird. Die Wirkstoffe gelangen über die Haut in den Körper und entfalten dort ihre empfängnisverhütende Wirkung. Evra wirkt wie die weit verbreiteten einphasigen Kombinationspillen und schützt ebenfalls effektiv vor einer Schwangerschaft. Das Evra Pflaster wird einmal wöchentlich gewechselt.

Sollten Sie bereits das Verhütungspflaster Evra verwenden, können Sie in der DrEd-Sprechstunde ein Folgerezept erhalten.


Die Rezeptgebühr beträgt € 9.

Wie wirkt das Verhütungspflaster Evra?

Das Verhütungspflaster enthält eine Kombination aus den Geschlechtshormonen der Frau. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Präparat Evra erhältlich, welches das künstliche Östrogen Ethinylestradiol und das Gestagen Norelgestromin enthält. Somit wirkt das Pflaster in vergleichbarer Weise wie die meisten Antibabypillen.

Die Hormone befinden sich auf der die Haut berührenden Seite des Pflasters und werden durch sie in den Blutkreislauf aufgenommen. In der Fachsprache wird diese Wirkungsweise als transdermal bezeichnet.

Vergleichbar mit der Wirkung von Einphasenpillen wird der Eisprung der Frau verhindert. Zusätzlich erschwert das Verhütungspflaster die Einnistung der Eizelle und verdickt den Schleim im Gebärmutterhals, sodass Spermien kaum eindringen können.

Wie sicher ist das Hormonpflaster Evra?

Das Hormonpflaster hat in klinischen Studien bei Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren einen Pearl-Index von 0,88 ergeben. Damit ist die Sicherheit des Verhütungsmittels mit der Antibabypille vergleichbar. Selbst unter speziellen Bedingungen, wie beim Sport, Schwimmen oder Saunieren, zeigt das Hormonpflaster eine beständige Wirksamkeit und das Pflaster verliert nicht seine Klebeigenschaft.

Die gewissenhafte Anwendung durch die Frau trägt maßgeblich zur Sicherheit der Empfängnisverhütung durch das Präparat bei. Hält sich die Frau nicht ganz genau an die Anwendungshinweise, z.B. wenn es zu einer Überschreitung der siebentägigen Pause nach 3 wochenweise benutzten Pflastern kommt, ist die volle Wirkung nicht garantiert. In diesem Fall muss für eine Woche ein zusätzliches nicht-hormonelles Verhütungsmittel, wie z.B. Kondome, benutzt werden. Gleiches gilt, wenn das Pflaster während des Anwendungszeitraums länger als 24 Stunden teilweise oder ganz von der Haut abgelöst ist. Bei Frauen mit einem Körpergewicht über 90 kg zeigt das Verhütungspflaster eine geringere Wirksamkeit und sollte deshalb nicht verwendet werden.

Wie unterscheidet sich das Verhütungspflaster von der Pille?

Der Vorteil von Verhütungspflastern ist, dass anders als bei der Antibabypille nicht jeden Tag an die Anwendung gedacht werden muss. Bei der Einhaltung des wöchentlichen Pflasterwechsels können Ihnen Pillen-Erinnerungs-Apps helfen. Verhütungspflaster werden zudem vorerst nicht über die Leber verstoffwechselt, was schonender ist als bei normalen Antibabypillen. Da die Hormone direkt von der Haut in das Blut aufgenommen werden, wird die Leber deutlich weniger belastet. Auch wird der Verhütungsschutz anders als bei der Pille nicht durch Erbrechen oder Durchfall beeinträchtigt, sodass ein Verhütungspflaster bei Essstörungen und Magendarmerkrankungen sicherer als die Pille ist.

Welche Vorteile hat das Verhütungspflaster Evra?

Gegenüber anderen hormonellen Verhütungsmitteln, insbesondere der Pille, zeigt das Hormonpflaster einige Stärken. Hierzu zählen: 

  • leichte Anwendung
  • keine tägliche Einnahme nötig
  • vollständige Wirkung trotz Erbrechen und Durchfall
  • größeres Sicherheitsfenster bei Vergessen oder Ablösung
  • geringere Belastung der Leber

Durch das wöchentliche Aufkleben ist es nicht mehr nötig, täglich zur selben Zeit eine Tablette einzunehmen. Ein Vergessen und Wegfall der Empfängnisverhütung ist somit unwahrscheinlicher. Insbesondere für Frauen, die unter Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes mit starken Durchfällen oder Erbrechen leiden, ist das Pflaster eine geeignete Verhütungsalternative. Auch bei Vorliegen eine Ess-Brech-Störung (Bulimie) kann das Pflaster das geeignete Mittel zur Schwangerschaftsverhütung sein. Sollte das Auftragen des Pflasters vergessen oder ein Ablösen rechtzeitig erkannt werden, ist die Wirkung noch über einen Zeitraum von 24 Stunden gewährleistet. Je nach Präparat beträgt dieses Zeitfenster bei der Antibabypille nur 4 bis 12 Stunden.

Ein wichtiger Vorteil des Verhütungspflasters liegt in der Aufnahme über die Haut. Durch die Umgehung des Verdauungstraktes wird die Leber deutlich geschont. Zudem werden die Hormone so gleichmäßig über den Tag verteilt an den Körper abgegeben, wie dies bei kaum einem anderen Kontrazeptivum möglich ist.

Welche Nachteile hat das Hormonpflaster?

Wie alle hormonellen Verhütungsmethoden, kann auch das Pflaster verschiedene Nebenwirkungen in unterschiedlich starker Ausprägung auslösen. Diese ähneln im Allgemeinen denen der Antibabypille. Eine vollständige Auflistung der möglichen Nebenwirkungen findet sich in der Packungsbeilage. Die häufigsten Beschwerden sind:

  • unregelmäßige Blutungen
  • Brustspannen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erhöhtes Thromboserisiko
  • Hautreaktionen an den Klebestellen
  • Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Insbesondere zu Beginn der Verwendung des Präparats kommt es bei vielen Frauen durch die hormonelle Umstellung zu Zwischenblutungen. Diese verringern sich aber meist, je länger das Pflaster als Verhütungsmethode angewendet wird. Zu den sehr häufigen Nebeneffekten gehören Brustbeschwerden ebenso wie Kopfschmerzen und Übelkeit. Das Risiko für venöse Thromboembolien, also Blutgerinnsel, die sich ablösen und Gefäße verstopfen können, ist ebenfalls erhöht. Einen zusätzlichen negativen Einfluss üben hierbei Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen aus.

An den Hautpartien, an denen das Pflaster für 7 Tage klebt, kann es zu Rötungen, Juckreiz und Schwellungen kommen. Daher wird empfohlen, wochenweise die Hautpartien abzuwechseln.

Die Wirkungsweise der transdermal aufgenommenen Stoffe kann durch verschiedene Medikamente, zum Beispiel Antibiotika, Medikamente gegen HIV, Antiepileptika und Johanniskraut-haltige Mittel beeinflusst werden.

Wie trage ich das Hormonpflaster Evra auf?

Das Evra Pflaster wird von der Anwenderin selbst direkt auf eine gereinigte, trockene und möglichst enthaarte Hautstelle aufgeklebt. Die bevorzugten Körperregionen sind hierbei der äußere Arm, der Oberkörper, der Bauch oder das Gesäß. Ein Auftragen an den Brüsten und den Oberschenkeln wird nicht empfohlen. Sämtliche Körperstellen, die einer starken Reibung durch Kleidung ausgesetzt sind, sollten vermieden werden.

Das transdermale Pflaster darf nicht zerschnitten oder anderweitig verändert werden, um eine Beeinträchtigung der Wirkung zu umgehen. Es sollte, insbesondere an den Ecken, fest auf die Haut angedrückt und die ausreichende Haftung jeden Tag überprüft werden. Die Benutzung von Cremes, Make-up oder Lotionen im Bereich des Hormonpflasters sollte vermieden werden.

In welchem Zeitraum erfolgt die Anwendung?

Die Verwendung von Evra beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und erfolgt über einen Zeitraum von 21 Tagen. Bei der vorherigen Einnahme der Antibabypille oder kurz nach einer Entbindung, wird Ihr Arzt Sie genau aufklären, wann Sie das erste Pflaster aufkleben.

Alle sieben Tage wird das Pflaster gewechselt und ein neues Pflaster an einer anderen Hautstelle aufgeklebt, um Hautirritationen vorzubeugen. Die gewählte Körperregion kann beibehalten werden. So wird das nächste Pflaster zum Beispiel auf den linken statt des rechten Oberarms aufgetragen. Es darf immer nur ein Pflaster gleichzeitig getragen werden.

In der vierten Woche (22. Zyklustag), also nach den ersten drei Pflastern, wird das letzte Hormonpflaster entfernt. Es folgen sieben Tage ohne Pflaster. In dieser Zeit sollte eine Entzugsblutung eintreten, die unterschiedlich lang andauern kann. Die pflasterfreie Zeit darf nicht länger als sieben Tage dauern.

Am ersten Tag des neuen Zyklus wird die Anwendung mit dem ersten Verhütungspflaster wieder begonnen. Auch wenn die Blutung zu diesem Zeitpunkt noch andauert, muss dieser Termin unbedingt eingehalten werden.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Evra auftreten?

Sehr häufig, das heißt bei mehr als 1 von 10 Frauen, die Evra verwenden, können Kopfschmerzen, Übelkeit und Brustspannen auftreten.

Häufig, also bei weniger als 10 von 100 Anwenderinnen, kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • vaginale Pilzinfektionen
  • Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen
  • Hautirritationen, Hautausschlag, Akne
  • Ausbleiben der Regelblutung, Zwischenblutungen
  • Vaginaler Ausfluss
  • Unwohlsein, Müdigkeit
  • Stimmungs- und Angststörungen
  • Muskelkrämpfe
  • Gewichtszunahme

Bei bis zu einer von 100 Frauen, also gelegentlich können auftreten:

  • Überempfindlichkeit
  • Schlafstörungen
  • Verminderte Libido
  • Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Trockenheit der Scheide

Seltene Nebenwirkungen, die sich bei bis zu einer von 1.000 Anwenderinnen zeigen:

  • Pustelartiger Hautausschlag
  • Insulinresistenz, erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie)
  • Verminderte Blutglucose
  • Hirnblutungen
  • Herzinfarkt
  • Arterielle und venöse Thrombose
  • Lungenembolie, Thrombose in den Pulmonalarterien
  • Entzündungen der Gallenblase (Cholezystitis)
  • Entzündung des Dickdarms (Colitis)
  • Wasseransammlungen in der Haut (Ödem)
  • Wut, Frustration, verstärkte Libido
  • Gutartige Lebergeschwülste

Hormonelle Verhütungsmittel wie Evra lassen möglicherweise das Risiko für Brust- und Gebärmutterhalskrebs gering ansteigen.

Was ist zu tun bei Nebenwirkungen?

Kommt es nach der Anwendung von Evra zu körperlichen Beschwerden, auch wenn diese nicht in der Packungsbeilage erwähnt sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser entscheidet mit Ihnen über die Behandlung der Nebenwirkungen oder alternative Verhütungsmethoden.

Welche Wirkstoffe sind in Evra enthalten?

Jedes Evra Verhütungspflaster enthält 6 mg Norelgestromin (NGMN) und 600 Mikrogramm Ethinylestradiol (EE). Ein Pflaster gibt in 24 Stunden im Schnitt 203 Mikrogramm Norelgestromin und 33,9 Mikrogramm Ethinylestradiol ab.

Welche zusätzlichen Bestandteile sind in Evra enthalten?

Neben den beiden Wirkstoffen Ethinylestradiol (Östrogen) und Norelgestromin (Gelbkörperhormon) zur Schwangerschaftsverhütung enthält Evra folgende Hilfsstoffe:

Außenschicht

  • Äußere Lage aus pigmentiertem Polyethylen
  • innere Lage aus Polyester

Mittlere Schicht

  • Polyisobutylen/Polybuten-Klebstoff,
  • Crospovidon,
  • Polyestervlies,
  • Dodecyllactat

Dritte Schicht

  • Polyethylenterephthalat-(PET)-Folie,
  • Polydimethylsiloxan-Überzug.

Quellen:

  • JANSSEN-CILAG INTERNATIONAL N.V. (2012). Fachinformationen- EVRA® 203 Mikrogramm/24 Stunden + 33,9 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster. Online: www.janssen-med.de, aufgerufen am 11.07.2015.
  • Colquitt, C. W., & Martin, T. S. (2015). Contraceptive Methods A Review of Nonbarrier and Barrier Products. Journal of pharmacy practice, 0897190015585751. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 11.07.2015.
  • De Groot, L. J., Beck-Peccoz, P., Chrousos, G., Dungan, K., Grossman, A., Hershman, J. M., ... & Weickert, M. O. (2000). Contraception--Endotext. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 11.07.2015.
  • Bahamondes, L., Bahamondes, M. V., & Shulman, L. P. (2015). Non-contraceptive benefits of hormonal and intrauterine reversible contraceptive methods. Human reproduction update, dmv023. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 11.07.2015.

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