Arzt berät Frau mit Feigwarzen über Podophyllotoxin

Podophyllotoxin ist ein Spindelgift, das von Pflanzen hergestellt wird, um sich vor Fraßfeinden und Schadstoffen zu schützen. Als Salbe oder Lösung aufbereitet, kann es gegen Feigwarzen helfen. Bekannt ist Podophyllotoxin vor allem durch die Wartec-Creme, Condyline, Condylox und Warix. In Wartec ist Podophyllotoxin in der Wirkstoffkonzentration von 0,15 Prozent enthalten, in Warix, Condyline und Condyloxin der Konzentration 0,5 Prozent. Im Gegensatz zu dem früher verwendeten Rohstoff Podophyllin ist Podophyllotoxin sehr gut verträglich und einfach in der äußerlichen Anwendung gegen Feigwarzen bei Männern und Frauen.

In der DrEd Fotosprechstunde bewertet ein Arzt das vom Patienten eingesendete Foto der betroffenen Körperregion und kann ein Rezept zur Behandlung von Feigwarzen ausstellen.

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Wie entstehen Feigwarzen?

Die Entstehung von Feigwarzen ist ein Hinweis auf die Besiedlung des betroffenen Hautareals mit dem Humanen Papillomavirus (HP-Virus). Das HP-Virus überträgt sich durch Kontakt mit infizierten Hautstellen von Mensch zu Menschen. Ein häufiger Übertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. HP-Viren können durch kleinste Verletzungen in der Haut in nicht-infizierte Zellen beim Menschen eindringen. Hier regt das Virus die befallene Zelle permanent zur Zellteilung an. Feigwarzen sind also Ausdruck einer stark vermehrten Zellteilung und sehr infektiös.

Wo kommt Podophyllotoxin in der Natur vor?

Podophyllotoxin ist nach dem Maiapfel benannt, einer Pflanzengattung, die im Himalaya-Gebirge (Podophyllum hexandrum) und in Nordamerika (Podophyllum peltatum) vorkommt. Der Wirkstoff befindet sich vor allem in den Harzen der Pflanzen und wird nach der Extraktion gereinigt, getrocknet und anschließend pulverisiert.

Was sind Spindelgifte?

Podophyllotoxin ist ein Spindelgift. Toxin bedeutet Gift. Spindelgifte hemmen die Zellteilung von allen Zellen, die mit dem Gift in Berührung gekommen sind - daher trägt man die Salbe nur lokal an betroffenen Hautarealen auf. Das Gift gelangt in die Zellen und blockiert den sogenannten Spindelapparat (daher der Name „Spindelgift“). Dieser Zellbestandteil spielt eine wesentliche Rolle bei der Zellteilung (Mitose). Podophyllotoxin hemmt so die Zellteilung und es kommt zum Wachstumsstillstand in dem betroffenen Hautareal. So wird das Wachstum von Feigwarzen gestoppt.

Wofür wird Podophyllotoxin genutzt?

Die Wirkung von Podophyllotoxin ist bereits seit über 100 Jahren bekannt und wurde schon von Indianern als Brechmittel und Substanz gegen Würmer verwendet. Heutzutage ist der Arzneistoff nur zur Therapie von Feigwaren zugelassen. Seit einigen Jahren wird außerdem nach einem günstigen Effekt von Podophyllotoxin bei bestimmten Tumorerkrankungen geforscht. Bislang liegen dazu jedoch noch keine eindeutigen Daten vor.

Wie wirkt Podophyllotoxin beim Menschen?

Ein entscheidender Ansatz bei der Bekämpfung von Feigwarzen ist, infizierte Zellen an der Zellteilung zu hindern, damit sich das Virus nicht weiter vermehren kann. Podophyllotoxin ist ein effektives und gut verträgliches Gegenmittel. Es kommt in der Natur vor und wirkt stark wachstumshemmend auf Zellen, mit denen es in Berührung kommt. Das Wirkprinzip von Podophyllotoxin lässt sich so erklären: Podophyllotoxin hemmt die Zellteilung in der Haut. Durch die Hemmung der Zellteilung entstehen keine neuen Zellen mehr. Da bereits entstandene Zellen eine geringe Lebensdauer von wenigen Tagen haben, beginnen Hautwucherungen wie Feigwarzen schnell zu schrumpfen und sind meistens nach einiger Zeit nicht mehr sichtbar.

Wie häufig und wie lange wird Podophyllotoxin angewendet?

Üblicherweise wird Podophyllotoxin zweimal täglich an drei aufeinander folgenden Tagen auf das betroffene Hautareal aufgetragen. Da das Toxin trotz geringer Dosierung nach einiger Zeit auch gesunde Zellen schädigen kann, wird nach drei Anwendungstagen eine viertätige Anwendungspause eingelegt, in der keine Salbe aufgetragen wird.

Dieses Schema (zweimal tägliche Anwendung über drei Tage, gefolgt von vier Tagen Pause) kann bei Bedarf über einen Zeitraum von vier Wochen fortgeführt werden. Die Dauer der Anwendung ist abhängig vom Krankheitsbild und -ausmaß.

Muss ich bei der Anwendung von Podophyllotoxin etwas beachten?

Podophyllotoxin-haltige Medikamente dürfen nur zur Behandlung von Feigwarzen eingesetzt werden. Andere Arten von Warzen oder Muttermale dürfen nicht mit Podophyllotoxin behandelt werden. Gesunde Haut sollte nach Möglichkeit ebenfalls nicht mit Podophyllotoxin in Berührung kommen. Sind die Augen versehentlich mit der Creme in Kontakt gekommen, sollten sie sofort mit Wasser ausgespült werden. Bei Bedarf sollte ein Arzt aufgesucht werden. Während der Behandlung sollte Geschlechtsverkehr gemieden oder zumindest unbedingt ein Kondom benutzt werden.

Wann sollte ich Podophyllotoxin nicht anwenden?

Podophyllotoxin darf nicht zur Anwendung kommen, wenn eine Schwangerschaft vorliegt oder die Anwendung in den Zeitraum der Stillzeit fällt. In Studien konnte gezeigt werden, dass die Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten und Behinderungen steigt. Ist eine Schwangerschaft nicht sicher auszuschließen, sollte vor Beginn der Behandlung ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Darüber hinaus ist das Medikament nicht für Kinder unter 12 Jahren zugelassen.

Bei einer bekannten Unverträglichkeit von den Stoffen Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat oder anderen Bestandteilen des Medikaments sollte es ebenfalls nicht zur Anwendung kommen. Blutende oder entzündete Feigwarzen sollten nicht mit der Creme behandelt werden.

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Quellen: