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Pulmicort Turbohaler ist ein Inhalationsspray von AstraZeneca, das zur Therapie des Asthma eingesetzt wird. Bei dem Wirkstoff, der in Pulmicort enthalten ist, handelt es sich um Budesonid. Budesonid gehört zur Medikamentengruppe der Kortikosteroide und wirkt in der Lunge entzündlichen Reaktionen und dem Anschwellen der Bronchialschleimhaut und somit einem Verschluss der Atemwege entgegen.

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Die Rezeptgebühr beträgt €9.

Wofür wird der Pulmicort Turbohaler eingesetzt?

Pulmicort wird zur Behandlung von asthmatischen Erkrankungen eingesetzt. Asthma Sprays lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen: Controller und Reliever.

Reliever kommen bei einem akuten Asthma-Anfall zum Einsatz und wirken sehr schnell, indem sie die Bronchien weit stellen und Bronchospasmen entgegen wirken. Es handelt sich dabei um so genannte Beta-2-Mimetika, wie z.B. Salbutamol. Controller hingegen dienen der langfristigen Besserung der asthmatischen Erkrankung. Pulmicort ist ein solcher Controller. Er wird parallel zu einem Reliever verordnet. Durch die tägliche Anwendung von Pulmicort können Asthma-Symptome und die Häufigkeit von akuten Asthma-Anfällen reduziert werden.

Wie wirkt Pulmicort?

Der Wirkstoff Budesonid, der in Pulmicort enthalten ist, zählt zu den inhalativen Glukokortikoiden. Glukokortikoide sind Hormone, die gut über die Zellmembran gelangen und intrazellulär an ihre Rezeptoren binden. Ihre Effekte treten über eine veränderte Genexpression ein. Veränderung der Genexpression bedeutet eine Veränderung auf Proteinebene. Diese Effekte treten zum Beispiel an Immunzellen (Makrophagen) auf, die durch Ausschüttung von Botenstoffen (Chemokinen) in der Lunge an den entzündlichen Veränderungen beim Asthma beteiligt sind. Unter anderem über diese Effekte auf Makrophagen entfalten die Glukokortikoide letztlich eine entzündungshemmende, immunsuppressive und antiallergische Wirkung.

Kann sich die Einnahme von Glukokortikoiden wie Budesonid auf den körpereigenen Hormonhaushalt auswirken?

Glukokortikoide zählen zu den Steroidhormonen. Steroidhormone haben alle eine ähnliche Grundstruktur, die sich vom so genannten Sterangerüst des Cholesterins ableitet. Die körpereigenen Steroidhormone werden in der Nebennierenrinde produziert und haben vielfältige Funktionen. Neben den Glukokortikoiden zählen auch die Sexualhormone und das Mineralokortikoid Aldosteron, das an der Blutdruckregulation beteiligt ist, zu den Steroiden.

Die Einnahme von inhalativen Glukokortikoiden in Pulmicort kann in einigen Fällen die normale Produktion der Steroidhormone beeinflussen, insbesondere wenn die Einnahme von hohen Dosen über eine längere Zeit erfolgt. Dies kann sich in verschiedenen Formen äußern. Die Knochendichte kann sich verändern und abnehmen. Am Auge kann es zu einer Linsentrübung oder zu erhöhtem Augeninnendruck kommen.

Bei Kindern und Jugendlichen kann das Wachstum verlangsamt werden. Derartige Effekte sind bei der Anwendung inhalativer Glukokortikoide jedoch viel geringer als bei der oralen Einnahme von Glukokortikoidpräparaten in Form von Tabletten.

Wann muss ich besonders vorsichtig mit der Einnahme von Pulmicort sein?

Wenn Sie unter einer Infektion der Lunge leiden, eine Erkältung oder Probleme beim Atmen haben, sollten Sie einen Arzt konsultieren, bevor Sie Pulmicort anwenden. Auch bei Leberproblemen oder wenn Sie Tuberkulose haben oder bereits hatten, sollten Sie zunächst Rücksprache halten.

Wie wird Pulmicort angewendet?

Pulmicort Turbohaler wird täglich angewendet. Je nach Verordnung durch Ihren Arzt wird ein- bis zweimal am Tag mit dem Turbohaler inhaliert. Ein Inhalationsstoß mit dem Pulmicort Turbohaler 200 enthält 0,2 Milligramm Budesonid.

Bei zweimaliger Anwendung pro Tag liegt die normale Dosis bei ein oder zwei Sprühstößen jeweils morgens und abends. Für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren liegt die Maximaldosis bei 800 Mikrogramm pro Tag, das entspricht jeweils zwei Inhalationsstößen mit dem Pulmicort Turbohaler 200 morgens und abends.

Kinder ab 13 Jahren und Erwachsene nehmen ebenfalls normalerweise ein bis zwei Inhalationsstöße jeweils morgens und abends ein. Die Maximaldosis liegt bei 1600 Mikrogramm pro Tag. Wenn sich die Asthma Symptome verschlechtern, kann die Dosis verdoppelt werden, indem jeweils die Zahl der Sprühstöße pro Inhalation verdoppelt wird.

Wenn nur eine einmalige Anwendung pro Tag vorgesehen ist, werden ebenfalls ein bis zwei Inhalationsstöße durchgeführt. Die Einnahme erfolgt in diesem Fall abends. Die Maximaldosis liegt für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren bei 400 Mikrogramm pro Tag. Für Kinder über 13 Jahre und Erwachsene kann bei Verschlimmerung der Symptome oder vermehrtem Einsatz des Relievers bei ursprünglich einer Anwendung pro Tag die Dosis erhöht werden, indem zusätzlich morgens die gleiche Dosis wie abends eingenommen wird. Sollte dies nötig werden, sollten Sie zudem schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Erhältlich sind der Pulmicort Turbohaler 100 (enthält ca. 200 Sprühstöße mit jeweils 100 Mikrogramm Budesonid), Pulmicort Turbohaler 200 (enthält ca. 100 Sprühstöße mit jeweils 200 Mikrogramm Budesonid) und Pulmicort Turbohaler 400 (enthält ca. 50 Sprühstöße mit jeweils 400 Mikrogramm Budesonid).

Was ist im Pulmicort Turbohaler enthalten?

Pulmicort enthält neben dem Wirkstoff Budesonid keine Zusätze. 

Mit welchen Nebenwirkungen muss ich bei der Anwendung von Pulmicort rechnen?

Wie jedes Medikament, kann auch Pulmicort unerwünschte Nebeneffekte haben.

Häufig, bei mehr als einem von 100, aber weniger als einem von 10 Anwendern von Pulmicort treten Candida-Infektionen im Mund- und Rachenraum auf. Das Risiko für eine solche Pilzinfektion lässt sich reduzieren, indem Sie die Inhalation vor einer Mahlzeit durchführen oder, wenn dies nicht möglich sein sollte, nach der Inhalation den Mund ausspülen. Dies hat den Hintergrund, dass Glukokortikoide eine immunsuppressive Wirkung haben und sich diese nicht nur in der Lunge entfalten, sondern auch im Bereich der Mundschleimhäute. Dadurch können Infektionen schwerer abgewehrt werden. Candida albicans ist eine häufige Infektion bei Immunsuppression.

Ebenfalls häufig kommt es zu leichten Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit.

Selten, bei weniger als einer von 1.000 Personen, die Pulmicort einnehmen, trat eine der folgenden Nebenwirkungen auf:

  • Schlafprobleme
  • Depressionen
  • Gefühle von Besorgnis, Unruhe, Nervosität, Aufregung oder Reizbarkeit
  • Hautprobleme, wie blaue Flecken oder Ausschlag
  • Stimmverlust
  • Reizung des Rachens

In seltenen Fällen kommt es zu heftigen Reaktionen auf den Pulmicort Turbohaler, die es nötig machen, sofort einen Arzt aufzusuchen. Wenn Ihr Gesicht schnell anschwillt, insbesondere um den Mund herum, die Zunge, Lippen, Augen oder Ohren mitbetroffen sind, Sie einen Ausschlag entwickeln eventuell mit Jucken und Kontaktallergie, weist dies auf eine allergische Reaktion hin, die schnell behandelt werden sollte. Dies gilt auch, falls Sie unter plötzlicher Luftnot leiden, die durch ein Verkrampfen der Bronchien (Bronchospasmus) entstehen kann. Solche allergische Reaktionen sind selten und treten bei weniger als einem von 1.000 Anwendern von Pulmicort auf.

In ebenfalls seltenen Fällen, bei weniger als einem von 10.000 Anwendern, kann es zu plötzlichem Keuchen kommen. Sollte Ihnen dies passieren, benutzen Sie sofort Ihren Reliever.

Mit welchen Medikamenten kann es durch Pulmicort zu Wechselwirkungen kommen?

Einige Medikamente können den Abbau von Budesonid hemmen. Dazu zählen Wirkstoffe gegen Pilzinfektionen wie z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol, das Hormon Ethylestradiol, das Immunsuppressivum Ciclosporin, das Antibiotikum Troleandomycin sowie Ritonavir und Nelfinavor, zwei Wirkstoffe, die zur Behandlung von HIV-Infektionen eingesetzt werden. Insbesondere bei Langzeitbehandlungen sollten diese Effekte berücksichtigt werden. Sollten Sie parallel zum Pulmicort Turbohaler andere Medikamente einnehmen, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten oder sich an das Team von DrEd wenden.

Ein zusätzlicher und durchaus erwünschter Nebeneffekt ist, dass Pulmicort Turbohaler die Wirksamkeit von inhalativen Beta-2-Sympathomimetika, Asthmamitteln, die die Bronchien erweitern, verstärken kann.


Quellen:

  • van de Garde, M. D., Martinez, F. O., Melgert, B. N., Hylkema, M. N., Jonkers, R. E., & Hamann, J. (2014). Chronic exposure to glucocorticoids shapes gene expression and modulates innate and adaptive activation pathways in macrophages with distinct changes in leukocyte attraction. The Journal of Immunology, 192(3), 1196-1208. Online: www.jimmunol.org
  • Karow, T., & Lang-Roth, R. (2015). Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie: vorlesungsorientierte Darstellung und klinischer Leitfaden für Studium und Praxis 2012;]. Selbstverl. des Verf. S. 344-349
  • Rote Liste, Stichwort Pulmicort
  • Informationen des Herstellers AstraZeneca für Patienten in Großbritannien www.astrazeneca.co.uk

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