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Die Filmtablette Ramipril HCT bestehen aus den Wirkstoffen Ramipril und Hydrochlorothiazid (HCT). Ramipril HCT wird zur Blutdrucksenkung eingenommen. Ramipril ist ein sogenannter ACE-Hemmer. ACE steht für Angiotensin-Converting-Enzym. Es handelt sich um ein Enzym, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt. Angiotensin II ist einer der stärksten körpereigenen Blutgefäßverenger. Bei einer Verengung der Gefäße steigt der Blutdruck. Wenn also über eine Hemmung des ACE-Enzyms durch Ramipril weniger Angiotensin II entsteht, sinkt die Wirkung dieses Gefäßverengers und somit auch der Blutdruck.

Wenn Sie seit 3 Monaten Ramipril/HCT nehmen und von Ihrem Hausarzt wissen, dass Ihr Blutdruck damit gut eingestellt ist, können wir Ihnen in der DrEd-Sprechstunde ein Folgerezept dafür ausstellen.


Dosierungen 2,5 bis 10mg
Packungsgröße 90 Tabletten

Die Rezeptgebühr beträgt €9

Wie wirkt Ramipril bei Bluthochdruck?

Angiotensin II ist eine wichtige Substanz im gesunden Körper, die aus einer Kaskade von Reaktionen aus dem Enzym Renin entsteht. Dieses setzt die Niere selbst frei, wenn der Blutdruck zu stark absinkt. Die Niere kann bei zu niedrigem Blutdruck ihre Arbeit – nämlich Blutfiltration – nicht mehr erledigen. In zu hohen Dosen ist die Substanz allerdings sehr schädlich für das Gefäßsystem und für die Niere. So wurde bei Ramipril auch eine nephroprotektive (schützende Wirkung auf die Niere) festgestellt.

Der zweite Bestandteil von den Ramipril/HCT-Filmtabletten ist Hydrochlorothiazid. Es handelt sich um ein Diuretikum (Wirkstoff, der Flüssigkeit ausschwemmt). Über den Wirkort an der Niere wird mehr Salz und Wasser aus dem Körper ausgeschieden. Das führt zu einem geringeren intravasalen Volumen (weniger Flüssigkeit und somit weniger Volumen in den Blutgefäßen), was wiederum zu einem geringeren Druck im Gefäßsystem führt.

Die Ramipril/HCT-Tabletten wirken also über zwei verschiedene Wirkstoffe, die an unterschiedlichen Stellschrauben des Gefäßssystems angreifen. Die Blutdruckminderung wird einerseits über eine verminderte Produktion von Angiotensin II und andererseits über die Verminderung des Flüssigkeitsvolumens im Gefäßsystem erreicht. Der Vorteil in der Kombination zweier Wirkstoffe in geringer Dosis liegt darin, dass so die Nebenwirkungen des jeweiligen Wirkstoffes gering gehalten werden.

Was ist ein guter Blutdruckwert unter der Einnahme von Ramipril?

Gesunde Blutdruckwerte lassen sich aus einer Blutdruck-Tabelle ablesen. Wird Ihr erhöhter Blutdruck mit Ramipril/HCT behandelt, sollte er im Durchschnitt unter 140/90 mmHg liegen, bei Nierenkranken und Diabetikern liegt der "Ziel-Blutdruck"sogar noch darunter. Bei größeren Anstrengungen sind Abweichungen nach oben, bei Ruhephasen Abweichungen nach unten normal und auch erwünscht. Sie können den Blutdruck zu Hause mit einem Blutdruckmessgerät selbst messen. Diese Untersuchung wird auch in Hausarztpraxen durchgeführt. Beides sind allerdings stichprobenartige Messungen, deren Aussagekraft und Genauigkeit variieren können. Valider ist eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, bei welcher beim Patienten mit Hilfe einer Manschette über einen Tag der Blutdruck gemessen wird. Über diese längere Messung kann ein sehr aussagekräftiger durchschnittlicher Blutdruckwert ermittelt werden. Diese Messung ist sinnvoll, wenn Sie Ramipril oder andere Blutdrucksenker einnehmen, damit die Wirksamkeit und die Dosierung überprüft werden können.

Warum ist ein guter Blutdruckwert wichtig?

Hypertonie (zu hoher Blutdruck) ist eine weit verbreitete Erkrankung, die gehäuft in den Industrieländern auftritt. Wird ein hoher Blutdruck festgestellt, sollte dieser nach dem Versuch einer Umstellung der Ernährung und Bewegung medikamentös eingestellt werden, denn der zu hohe Druck in den Arterien führt zu einem Verschleiß der Gefäße: Der übermäßige Druck führt zu Mikroeinrissen in der Gefäßinnenwand. Botenstoffe und Entzündungsstoffe treten aus der Gefäßwand aus und lösen eine lokale Entzündungsreaktion in der Gefäßwand aus. Fettpartikel (LDL-Cholesterinpartikel) aus dem Blut lagern sich durch die Entzündungsreaktion in dieser Stelle der Gefäßwand leichter an. All das führt zu einer Verdickung der Gefäßwand, der Entstehung der sogenannten Plaques. Diese Plaques führen zur Versteifung und Verengung der Gefäße. Das Vollbild nennt man Arteriosklerose. Dieser Plaque kann aufreißen, und es lagern sich weitere Blutzellen an, es bildet sich ein Thrombus, der das betreffende Gefäß verstopft. Wenn ein Thrombus instabil wird und von der Gefäßwand abreißt, resultiert ein Embolus (Blutgerinnsel), der das Gefäß – je nach Größe des Thrombos und des Gefäßes – verstopfen kann. So wird das Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und stirbt ab, wenn der Verschluss des Gefäßes lange andauert. Wenn das Gefäss am Herzen liegt, resultiert ein Herzinfarkt, im Gehirn ein Schlaganfall oder an den Beinen oder Armen ein Verschluss der großen Bein- oder Armgefäße.

Auch begünstigt zu hoher Blutdruck die Entstehung von Aneurysmen (Aussackungen der Gefäßwände), die platzen und zu immensen Blutungen führen können.

Alle vorbenannten Auswirkungen können schnell lebensbedrohlich werden, weshalb die Entstehung von Thromben verhindert werden muss.

Abgesehen von der akuten Thrombenbildung werden die Organe durch die arteriosklerotische Verkalkung der Gefäße schlechter durchblutet. Das führt vor allem zu Nieren- aber auch anderen Organschäden. Die Niere ist allerdings sehr häufig betroffen, weil sie im Hinblick auf ihre Blutversorgung am Limit arbeitet und nur geringfügig schlechte Blutversorgung tolerieren kann. Eine ausreichende Blutversorgung der Niere ist sehr wichtig, um die Filterung des Blutes zu gewährleisten.

Wie wird Ramipril eingenommen?

Die Tablette Ramipril sollten Sie wie von Ihrem Arzt verordnet einnehmen.

Ramipril gibt es in verschiedenen Wirkstoffdosenkombinationen, nämlich

2,5 mg Ramipril und 12,5 mg HCT

5 mg Ramipril und 12,5 mg HCT

5 mg Ramipril und 25 mg HCT.

Je nach Höhe des Blutdrucks bekommen Sie eine bestimmte Dosis von Ihrem Arzt verschrieben. Idealerweise werden die Tabletten immer zur gleichen Tageszeit mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Die Ramipril/HCT-Filmtabletten sind in Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten erhältlich.  

Welche Inhaltsstoffe sind in einer Ramipril Tablette enthalten?

Abgesehen von den Wirkstoffen Ramipril und HCT enthalten gängige Ramipril/HCT-Filmtabletten Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, vorverklebte Maisstärke, Natriumhydrogencarbonat und Natriumstearylfumarat.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie Zeichen einer allergischen Reaktion (Hautausschlag, Schwellung im Rachenbereich, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken) bei sich bemerken.

Sie sollten Ramipril nicht einnehmen, wenn sie schwanger sind, stillen, eine beidseitige Nierenarterienstenose haben, an einer schweren Lebererkrankung leiden, an der Dialyse (Blutwäsche) sind, von Elektrolytverschiebungen im Blutbild (Hyperkaliämie) oder von einer stattgehabten allergischen Reaktion wissen.

Zu den häufigen (bis zu 10 Prozent der behandelten Patienten) Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwäche- oder Schwindelgefühl, Blutzuckererhöhungen, die einen Diabetes mellitus verschlimmern können, erhöhte Harnsäurewerte, erhöhte Blutfettwerte, Gelenkschmerzen und –rötungen. Auch bekannt ist der sogenannte „ACE-Husten“. 10 Prozent der Patienten entwickeln diesen unter der Einnahme eines ACE-Hemmers wie Ramipril. Sollten Sie bei sich einen trockenen Husten ohne Auswurf und Fiebersymptomatik bemerken, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. In diesem Fall wird der Arzt mit Ihnen einen Medikamentenwechsel besprechen. Es gibt zum Beispiel Sartane, welche im Hinblick auf die Blutdrucksenkung eine ähnlich gute Wirkung haben, diese Nebenwirkungen jedoch nicht auslösen.

Auch sind weitere, seltenere Nebenwirkungen bekannt, die potenziell auftreten können. Dazu gehören dermatologische Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Haarausfall, zentrale Wirkungen wie Gleichgewichtsstörungen, Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Erektionsstörungen beim Mann, gastrointestinale Beschwerden wie Verstopfung, erhöhte Harnausscheidung und damit auch Dehydratation (zu geringe Wassermenge im Körper durch das HCT), Verschlechterung der Blutwerte von Leber und Niere und unregelmäßiger Herzschlag.

Wenn Sie eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen bei sich bemerken, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Welche Wechselwirkungen mit Ramipril gibt es?

Wenn Sie zeitgleich mit Ramipril/HCT ein Sartan – ebenfalls ein Blutdrucksenker – wie beispielsweise Valsartan oder Candesartan – einnehmen, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eines der beiden Medikamente absetzen. Auch sollten Patienten, die an einem Diabetes mellitus erkrankt sind, im Blut überprüfen lassen, ob sich die Einnahme von Ramipril auf ihren Blutzuckerspiegel auswirkt.

Ebenso sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie neben Ramipril folgende Arzneimittel einnehmen oder Therapien durchführen:

  • NSARs wie Aspirin, Ibuprofen
  • Chemotherapie bei Krebserkrankungen
  • Diuretika (Wassertabletten) außer HCT
  • Heparin
  • Steroide wie Cortison gegen Entzündungen
  • Allopurinol gegen erhöhte Harnsäurewerte
  • Kalzium als Nahrungsergänzungsmittel

Diese Medikamente können mit Ramipril zu Wechselwirkungen führen oder Nebenwirkungen verstärken.

Generell ist es bei der Einnahme von Blutdrucksenkern wichtig, regelmäßig den eigenen Blutdruck zu Hause zu kontrollieren und einmal in zwei Jahren eine Langzeit-Blutdruckmessung über 24 Stunden vom Hausarzt durchführen zu lassen, um eine Aussage über die Wirksamkeit des Medikaments zu treffen und die Einstellung der Dosis zu überprüfen. 


Quellen:

  • Trends in Antihypertensive Medication Use and Blood Pressure Control Among Adults With Hypertension in Germany (Autor: Saraganas G. et al.) online: www.pubmed.de
  • Trends in antihypertensive medication use and blood pressure control among United States adults with hypertension: the National Health And Nutrition Examination Survey, 2001 to 2010. (Autoren: Gu Q. et al.) online: www.pubmed.de

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