Rezeptfreie Potenzmittel und Viagra Fälschungen

Potenzmittel gegen erektile Dysfunktion wie Viagra, Cialis und Levitra sind rezeptpflichtige Medikamente und nur nach vorheriger Verschreibung durch einen Arzt erhältlich. Trotzdem wird vor allem Viagra rezeptfrei auf dubiosen Internetseiten angeboten, meist aus dem Ausland. Bei den rezeptfreien Potenzmitteln handelt es sich häufig um gefälschte Medikamente aus illegalen Briefkastenfirmen. Immer wieder sterben Personen, weil sie gefälschte Medikamente mit falscher Wirkstoffzusammensetzung eingenommen haben. Außerdem ist das Einführen von gefälschten Arzneimitteln per Post aus dem Ausland nicht erlaubt. Wer Arzneimittelfälschungen aus dem Ausland kauft oder verkauft macht sich strafbar. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist mittlerweile jedes zweite über das Internet bestellte Medikament gefälscht, besonders rezeptfreies Viagra ist davon betroffen. DrEd erklärt wie (un)sicher rezeptfreie und pflanzliche Potenzmittel sind.

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Was unterscheidet gefälschtes Viagra von dem Originalprodukt?

Das rezeptpflichtige Medikament Viagra gehört zu den weltweit am meisten gefälschten Arzneimitteln. Im Vergleich zum Original kann rezeptfreies Viagra

  • Ohne Wirkstoff sein,
  • den falschen Wirkstoff enthalten,
  • die falsche Dosis enthalten (also zu viel oder zu wenig Wirkstoff),
  • Verunreinigungen durch teilweise gefährliche Stoffe enthalten oder
  • in einer gefälschten Verpackung sein.

Wer also rezeptfreies Viagra bestellt, hat im günstigsten Fall ein Imitat mit dem gleichen Wirkstoff in richtiger Dosierung. Im schlimmsten Fall kann Viagra rezeptfrei auch zur großen gesundheitlichen Gefahr werden, wenn es sich um Fälschungen mit falscher Zusammensetzung handelt.

Woran erkenne ich originale Viagra-Verpackungen?

Meistens kann man schon an der Verpackung der Viagra Tabletten erkennen, ob es sich um ein Originalprodukt handelt. An den Seitenlaschen der Faltschachtel findet man den Hinweis „Nicht verwenden, wenn Schachtel bereits geöffnet war“. Auf der Vorderseite befindet sich das Pfizer-Logo als sogenanntes Color-Shift-Ink-Hologramm. Charakteristisch an dem Hologramm ist, dass sich je nach Blickwinkel das Pfizer-Logo optisch verändert. An der Verpackungs-Seite sind außerdem das Haltbarkeitsdatum und die Chargennummer aufgedruckt. In Blindenschrift (Braille-Schrift) sind mit tastbaren Punkten die Dosierungsangaben 50 oder 100mg eingestanzt.

Wie müssen originale Viagra Blister aussehen?

Man nennt die Verpackung aus Aluminium und Plastik, in der die Tabletten eingeschweißt sind, Blister-Packung. Auf diesen ist der Wirkstoffname Sildenafil in 23 europäischen Sprachen aufgedruckt. Darüber hinaus findet man das Logo des Herstellers Pfizer in Form eines Wasserzeichens auf der Rückseite. Die Chargennummer und das Haltbarkeitsdatum sind am oberen Rand der Alufolie des Blisters aufgebracht.

Wie sehen gefälschte Tabletten aus?

Gefälschte Viagra-Tabletten zeichnen sich oft durch eine ungewöhnlich raue Oberfläche aus, sie können einen mangelhaften Aufdruck haben und die Farbe weicht mit einem falschen Blauton ab. In gefälschten Viagra-Plagiaten können gesundheitsgefährdende oder sogar lebensgefährliche Stoffe wie Borsäure, Blei oder Aufputschmittel enthalten sein.

Aus welchen Ländern kommen die meisten gefälschten Produkte?

Mehr als die Hälfte der gefälschten Arzneimittel kommt aus Indien. Ungefähr ein Drittel der Fälschungen kommt aus Syrien und knapp 10 Prozent der Imitate stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Häufig werden auch in Urlaubsorten z.B. in Thailand Potenzmittel rezeptfrei für niedrige Preise angeboten. Decken Sie sich also lieber vor Ihrem Urlaub mit ausreichend Medikamenten von Zuhause ein. Preise für Viagra unter 10€ sind sehr unrealistisch, da eine Pille selbst im Einkauf durch Händler nicht unter 10€ erhältlich ist. Auch wenn die Lieferzeit übertrieben lang ist, lässt dies auf einen Import von gefälschtem rezeptfreien Viagra aus dem Ausland schließen. Bestellen Sie nur bei europäischen Versandapotheken (hier hilft der Blick ins Impressum) und gehen Sie nie auf die Viagra-Werbung in Spam-Emails oder auf Schmuddel-Websites ein. Um die Sicherheit der Medikamente zu gewährleisten, können Sie die Rezepte des Online-Arztes DrEd bei der Apotheke Ihres Vertrauens vor Ort einlösen oder das Medikament bequem von einer zertifizierten deutschen Versandapotheke direkt nach Hause erhalten.

Was sind pflanzliche Potenzmittel?

Es gibt keine kontrollierten medizinischen Studien, die bestätigen, dass pflanzliche Produkte wirksam gegen erektile Dysfunktion sind und die Potenz steigern. Dennoch kursiert vor allem im Internet viel Werbung für pflanzliche rezeptfreie Medikamente, die angeblich die Potenz steigern sollen. Diese sind häufig wirkungslos und enthalten unbekannte Substanzen in ungewisser Dosierung, die sogar lebensgefährlich sein können. Zu den häufigen pflanzlichen Potenzmitteln gehören

  • Epimedium (andere Namen sind Elfenblumen, Sockenblumen, Horny Goat Weed, Rowdy Lamb Herb, Barrenwort, Bishop's Hat, Fairy Wings, Yangheye)
  • Damiana (Turnera diffusa, Misibcoc, Chac-Mixib)
  • Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris, Erdsternchen)
  • Sägepalme (Serenoa repens)
  • Maca-Pflanze (Lepidium meyenii)
  • Muirapuama (Ptychopetalum olacoides, Muira puama lignum, Potenzbaum)
  • Yohimbin (Pausinystalia yohimbe)
  • Pausinystalia johimbe
  • Gingko biloba
  • Ginseng

Wie gefährlich sind pflanzliche Potenzmittel?

Sowohl die Amerikanischen Arzneimittel-Überwachungsbehörde (FDA) als auch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnen ausdrücklich vor pflanzlichen Potenzmitteln auf Kräuterbasis aus dem Internet. Als sogenanntes herbal Viagra sind diese Mittel rezeptfrei über das Internet zu kaufen. Häufig werden sie als rein pflanzliche Produkte oder traditionelle chinesische Medizin z.B. unter dem Namen „Ceedra“, „Man Up Now“ oder „PerfeX-men“ deklariert. Als Hersteller wird nach Angabe des Bundesinstituts z.B. das Unternehmen Naviti/Vitavaris aus Warschau genannt. Nach Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) enthalten die Mittel häufig Substanzen wie Hydroxyacetildenafil, die nicht in klinischen Studien getestet wurden, sodass von ihnen eine erhebliche gesundheitliche Gefahr ausgehen kann. Hydroxyacetildenafil ist ein noch nicht ausreichend untersuchter Abkömmling des in Viagra enthaltenen PDE5-Hemmers Sildenafil. Da die pflanzlichen Potenzmittel häufig unter dürftigen und dubiösen Bedingungen hergestellt werden, können sie eine Zusammensetzung haben, von der Lebensgefahr ausgeht. Lassen Sie also auf jeden Fall die Finger von Potenzmitteln auf pflanzlicher Basis.

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