Paar enttäuscht über schlaffen Penis

Viele Männer haben schon einmal die Situation erlebt, dass ihr Penis vor dem Geschlechtsverkehr nicht steif genug wurde und sie wegen einem schlaffen Penis keinen befriedigenden Geschlechtsverkehr vollziehen konnten. Etwa 19 Prozent aller Männer in Deutschland leiden sogar dauerhaft unter Erektionsstörungen. DrEd erklärt, wann ein schlaffer Penis krankhaft ist und was man dagegen tun kann.

Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, können bei den Ärzten von DrEd ein Rezept für eine medikamentöse Behandlung anfordern.

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Was ist ein schlaffer Penis?

Wird der Penis beim Sex nicht steif, sondern bleibt schlaff, muss dies noch nicht krankhaft sein. Viele Männer haben diese Situation schon einmal erlebt. Dies kann beispielsweise im Rahmen einer belastenden oder stressigen Lebensphase auftreten oder auch bei einer neuen Partnerin. In einzelnen Fällen kann sich dahinter jedoch auch eine Erkrankung verbergen, die sogenannte „erektile Dysfunktion“.

Hierbei gelingt es dem Betroffenen über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten in 70 Prozent der Fälle nicht, eine Erektion aufzubauen oder so zu halten, dass ein befriedigender Geschlechtsverkehr möglich ist. Der Begriff der „Dysfunktion“ zeigt hier, dass der Penis aufgrund von physischen oder psychischen Ursachen seine Rolle innerhalb der Sexualität nicht mehr ausführen kann, was oftmals große Frustration hervorruft.

Davon abzugrenzen ist der sogenannte Libidoverlust. Bei der erektilen Dysfunktion hat der Mann zunächst noch Lust, mit seiner Partnerin zu schlafen, auch wenn dies im weiteren Verlauf aufgrund der Frustration über einen zu schlaffen Penis weniger werden kann. Lustempfinden und Erektion hängen nicht mehr zusammen. Bei einem Libidoverlust dagegen wird aufgrund mangelnder sexueller Lust keine Erektion aufgebaut. Ist der Grund für einen schlaffen Penis durch einen Libidoverlust ausgelöst, kann der Penis theoretisch wieder ausreichend steif werden, wenn wieder mehr Lust verspürt wird.

Was kann man ohne Medikamente gegen einen zu schlaffen Penis machen?

Einen dauerhaft schlaffen Penis sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, da er Vorbote von schwerwiegenden Erkrankungen sein kann. Dazu zählen beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall. Dies hängt damit zusammen, dass der Penis auf funktionstüchtige Gefäße angewiesen ist, um steif zu werden. Der Körper muss für eine Erektion Blut in den Penis pumpen. Falls eine Gefäßerkrankung vorliegt, die auch Herz und Gehirn betreffen kann, kann sich dies also zunächst in Form eines schlaffen Penis‘ zeigen.

Ein über einen längeren Zeitraum bei sexueller Erregung schlaffer Penis sollte daher ärztlich abgeklärt werden, um der Ursache zu klären. Ist dies erfolgt, kann man zur Unterstützung einer festen Erektion folgende Punkte beachten:

  • Ausdauersport ist effektiv für die Vorbeugung von erektiler Dysfunktion: Der Grund wird darin vermutet, dass Sport auch die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System trainiert.
  • Radsport kann sich jedoch durch die Kompression von Penisgefäßen eher negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken: Wer mehr als 3 Stunden pro Woche Rad fährt, hat ein 1,7-fach erhöhtes Risiko, eine erektile Dysfunktion zu entwickeln.
  • Neben dem Sport kann es von Vorteil sein, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • In der Alternativmedizin werden häufig sogenannte „Potenzmittel“ oder Kräuter als „natürliches Viagra“ beworben. Dass diese Mittel wirken, ist jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen und kann daher höchstens individuell als Behandlung helfen.
  • Falls der Arzt feststellt, dass der erektilen Dysfunktion psychische Ursachen zugrunde liegen, kann eine Psychotherapie hilfreich sein. Hier hilft es auch, generell mehr entspannende Elemente im Alltag einzubauen und die persönlichen Stressoren zu erkennen und zu beseitigen.
  • Eventuell kann das Schauen von Pornos den persönlichen Leistungsdruck verstärken oder auch die sexuellen Erwartungen an die Partnerin oder den Akt so sehr erhöhen, dass keine ausreichende Erregung für eine Erektion aufgebaut werden kann. Versuchsweise könnte daher der längerdauernde Verzicht auf pornografische Inhalte hilfreich bei einem schlaffen Penis sein.
  • In einigen Fällen kann auch das Weglassen bestimmter Medikamente erfolgsversprechend sein, da bestimmte Arzneimittel wie z.B. Antidepressiva Erektionsstörungen als Nebenwirkung aufweisen. Dies sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Könnte der schlaffe Penis mit der persönlichen Anatomie zusammenhängen?

In Einzelfällen kann ein schlaffer Penis durch einen Leistenbruch verursacht werden. Etwa 23 Prozent aller Männer mit einer Leistenhernie geben an, dass sie Probleme mit einem schlaffen Penis haben. Wird diese Leistenhernie operativ beseitigt, so kann sich die Funktion des Penis wieder erholen.

Die Anatomie kann auch durch Operationen verändert sein, z.B. durch Operationen an der Prostata oder Darm. Hierbei kann es sein, dass Gefäße oder Nerven verletzt werden, was eine Erektion unmöglich macht. In diesem Fall kann ein schlaffer Penis nicht medikamentös behandelt werden, sondern bedarf auf Wunsch des Patienten eines Implantats oder die Erektion kann mich Hilfe einer Penispumpe unterstützt werden.

Was kann man tun, wenn die Partnerin über den schlaffen Penis Witze macht?

Wenn die Partnerin über den schlaffen Penis Witze macht, kann dies eine traumatische Wirkung auf den Betroffenen haben. Nicht selten stehen die männliche Potenz und damit das männliche Ego auf dem Spiel. Wird dieses durch witzelnde Bemerkungen verletzt, so kann sich schnell ein Teufelskreis entwickeln, bei dem der Betroffene durch eine hohe Erwartungshaltung erst recht in einen Stresszustand versetzt wird, welcher es ihm unmöglich macht, eine Erektion aufzubauen. Diese Situation wird abgespeichert und fortan sind sexuelle Handlungen negativ besetzt. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, könnten folgende Dinge hilfreich sein:

Zum einen kann man versuchen, die Situation gemeinsam mit Humor zu nehmen. Dass ein Penis nicht steif wird, kann ab und zu passieren und kann vielfältige Ursachen haben. Es muss nicht bedeuten, dass der Mann seine Partnerin nicht anziehend findet oder keine Lust hat. Entscheidend ist, dass dies vom Mann kommuniziert wird.

Zum anderen kann es sinnvoll sein, wenn man mit der Partnerin ein klärendes Gespräch außerhalb der Situation führt, damit auch sie helfen kann, einen Teufelskreis zu vermeiden. In der Situation selbst kann auch der Mann humorvoll reagieren, indem er den schlaffen Penis auf seine Nervosität angesichts seiner überaus attraktiven Freundin schiebt.

Für den Fall, das tatsächlich eine dauerhafte Erektionsstörung vorliegt, ist es umso wichtiger, dass dies mit der Partnerin besprochen wird, sodass sie sich auf das Krankheitsbild einstellen kann. Auch hier sollte kommuniziert werden, wie sich beide Partner den Umgang mit der Erkrankung wünschen. Nimmt der Betroffene eine Psychotherapie wahr, kann eine Einbeziehung der Partnerin sinnvoll sein.

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Quellen:

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