Zwei Apotheker klären über die Wechselwirkungen von Viagra mit anderen Medikamenten auf

Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für diverse Krankheiten, darunter auch Potenzprobleme bei Männern. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der eingenommenen Medikamente, die miteinander wechselwirken können. Viagra mit dem Wirkstoff Sildenafil sowie die Potenzmittel Levitra (Wirkstoff Vardenafil), Cialis (Tadalafil) und Spedra (Avanafil) werden zur Behandlung von männlichen Erektionsstörungen verwendet.

Wie alle wirksamen Medikamente kommen auch Viagra und Co nicht ohne Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aus und können so unter bestimmten Umständen schädlich für die Gesundheit sein. Viagra, Cialis, Levitra und Spedra können andere Medikamente in ihrer Wirkung abschwächen oder verstärken. Aber auch die potenzsteigernde Wirkung kann durch parallel eingenommene Medikamente verändert werden. Wir haben für Sie eine Übersicht mit Medikamenten erstellt, die in Kombination mit Viagra unerwünschte Arzneimittelinteraktionen hervorrufen können. 

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Mögliche Arzneimittelinteraktionen mit Potenzmitteln

Hinweis: In der folgenden Tabelle sind überwiegend Wirkstoffe und nicht die Medikamentennamen aufgeführt. Sie können in Ihren eigenen Medikamenten im Beipackzettel unter „Zusammensetzung“ schauen, ob einer der unten aufgeführten Stoffe enthalten ist. Wenn Sie ein Mittel gegen Erektionsstörungen nehmen und gleichzeitig ein unten aufgeführter Wirkstoff in Ihren Medikamenten enthalten ist, kann es zu teils gefährlichen Komplikationen kommen. Besprechen Sie das weitere Vorgehen in diesem Fall mit DrEd oder dem Arzt in Ihrer Nähe. Nehmen Sie keine Potenzmittel ein, falls Sie sich unsicher sind, ob ihre aktuell eingenommenen Medikamente mit ihnen wechselwirken können. Die Tabelle dient lediglich als Hilfestellung vor einem Gespräch mit dem Arzt über eine Einnahme von Potenzmitteln.

 

Medikament-Typ

Wirkstoffe

Alpha-Blocker gegen Bluthochdruck oder Prostatahyperplasie

Alfuzosin, Bunazosin, Doxazosin, Phentolamin, Prazosin, Silodosin, Tamsulosin, Terazosin, Urapidil, Yohimbin (cave Blutdurcksenkung)  
Pilzmittel (Antimykotika) Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol, Voriconazol
HIV/AIDS     Saquinavir, Ritonavir Atanazavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Nelfinavir und Tipranavir
Antidepressiva Nefazodon, Fluvoxamin
Antibiotika (gegen bakterielle Infektionen) Ciprofloxacin, Clarithromycin, Erythromycin, Rifampicin
Pulmonale arterielle Hypertonie (Bluthochdruck in den Lungengefäßen)

Bosentan, Revatio (enthält auch Sildenafil)

Kombination von Potenzmitteln Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra), Tadalafil (Cialis), Avanafil (Spedra) 

Nitrathaltige Medikamente und NO-Donatoren (zur Gefäßerweiterung bei Durchblutungsstörungen v.a. Herzinfarkt und Angina pectoris) Pentaerythrityltetranitrat, Molsidomin, Glycerintrinitrat, Amylnitrit, Nicorandil, Isosorbidnitrat, Isosorbidmononitrat, Sexdroge „Poppers“ (Amylnitrit, Isopropylnitrit, Cyclohexylnitrit)
Lebensmittel Grapefruitsaft (kann die Wirkung von Viagra leicht verstärken)
H2-Blocker (gegen Magensäure) Cimetidin
Immunsupressiva  Tacrolimus

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Quellen:

  • Stockley's drug interactions: a source book of interactions, their mechanisms, clinical importance, and management. 10th ed. edited by Karen Baxter; Claire L. Preston., UK: Pharmaceutical Press; 2013.
  • Arzneimittellexikon Drugs.com