Eine Frau mit Zystitis trinkt ein Glas Wasser
Die Frage nach Behandlungsmöglichkeiten stellt sich meist dann, wenn eine Blasenentzündung länger als 3 Tage anhält und sich die Beschwerden trotz der Anwendung von Hausmitteln nicht bessern. Informieren sie sich hier über die medikamentöse Behandlung mit einem Antibiotikum.

Eine detailiierte Beschreibung der Symptome und nicht-medikamentösen Behandlung finden sie auch auf unserer Info-Seite zur Zystitis.

Falls Sie direkt zur Behandlung einer Blasenentzündung durch DrEd gelangen wollen, besuchen Sie bitte unsere Sprechstunde.

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Wann ist ein Antibiotikum notwendig?

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Generell wird ein Arztbesuch immer dann empfohlen, wenn die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht nachgelassen haben. Dies bedeutet, dass das Immunsystem nicht in der Lage ist, die Blasenentzündung aus eigener Kraft zu bekämpfen. Die Einnahme eines Antibiotikums zur Behandlung bei Blasenentzündung sollte in diesem Fall erfolgen, um die körpereigene Anwehr zu unterstützen und die Heilungschancen zu erhöhen.

Weitere Gründe für einen unverzüglichen Arztbesuch sind ungewöhnliche oder heftige Beschwerden. Wenn Sie unter den folgenden Symptomen leiden, kann sich die Entzündung bereits weiter ausgebreitet haben:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Blutiger Urin
  • Erbrechen
  • Schmerzen in der unteren Magengegend

Patienten mit relevanten Vorerkrankungen oder häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen sollten ebenfalls umgehend einen Arzt konsultieren. Zum Beispiel haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Zystitis und weitere Komplikationen. Zu guter Letzt sollten auch schwangere Frauen bei Auftreten von Harnwegsinfekten immer einen Arzt aufsuchen.

Wie kann der Auslöser der Infektion bestimmt werden?

Bei Frauen werden Blasenentzündungen in 90% der Fälle durch E.coli Bakterien verursacht. Diese Bakterien sind normalerweise im Darm und auf der Haut im Analbereich zu finden. Frauen haben ein höheres Risiko, an derartigen Entzündungen zu erkranken als Männer, da die Harnröhre und somit der Weg in die Blase bei ihnen deutlich kürzer ist. Durch falsches Hygieneverhalten oder aber auch während des Geschlechtsverkehrs können diese Bakterien aus dem Anal- in den Genitalbereich gelangen.

In vielen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung bei Blasenentzündung ohne weitere Tests durch den Arzt eingeleitet werden. Ein Urintest kann allerdings dabei helfen, die Ursache der Entzündung genauer zu bestimmen und deutlich gezielter zu therapieren. Zusätzlich kann durch weitere Tests festgestellt werden, ob die auslösenden Bakterien gegen bestimmte Medikamente möglicherweise resistent sind. Diese Resistenzbestimmung ist insbesondere bei wiederholten Blasenentzündungen besonders wichtig.

Was kann man noch tun?

Männer oder Kinder erkranken weitaus seltener an Blasenentzündungen als Frauen. Allerdings dauert die Entzündung bei Männern häufig länger und erfordert fast immer den Einsatz eines Antibiotikums über 7 oder mehr Tage. Bei Frauen ist eine kurze Behandlung von nur 3 Tagen Dauer oft schon ausreichend.

Abgesehen von der Behandlung mit Trimethoprim oder Nitrofurantoin gibt es auch noch eine Reihe weiterer Antibiotika, die zur Behandlung bei Blasenentzündung eingesetzt werden. Je nach individueller Situation können auch Amoxicillin, Fluoroquinolon, Sulfonamide oder Ampicillin verordnet werden. Zusätzlich können Patienten, die unter starken Schmerzen beim Urinieren leiden, weitere Medikamente verschrieben werden.

Wie bei jeder Behandlung mit Antibiotika ist es wichtig, dass die Tabletten für die vom Arzt empfohlene Dauer eingenommen werden. Dies gilt auch, wenn die Beschwerden schon vorher abgeklungen sein sollten. Wenn das Antibiotikum nicht wie vorgeschrieben angewandt und die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, kann es vorkommen, dass die Entzündung erneut aufflammt. Langfristig können diese unzureichenden Behandlungen auch zu resistenten Bakterien führen.

Zur Unterstützung der Heilung sollte in jedem Fall die tägliche Trinkmenge gesteigert werden. Dies erhöht die Urinproduktion und hilft ganz erheblich dabei, die Bakterien, die die Entzündung ausgelöst haben, wieder los zu werden. Nicht selten haben Frauen, die unter immer wieder auftretenden Blasenentzündungen leiden, schon ihr individuelles Bündel an Hausmitteln, die sich bewährt haben.

Behandlung bei chronischer oder akuter Zystitis

Bei ausgeprägten oder weiter fortgeschrittenen Harnwegsinfekten kann die vollständige Genesung deutlich länger dauern. Schwerwiegende Fälle einer Blasenentzündung können vor allem dann auftreten, wenn der Patient an weiteren relevanten Vorerkrankungen leidet. Zum Beispiel haben Diabetiker oftmals ein geschwächtes Immunsystem und in diesem Fall kann eine mehrwöchige Behandlung notwendig sein. Nierensteine andererseits können ebenfalls Harnwegsinfekte auslösen und hier kommen meist chirurgische Maßnahmen zu Einsatz.

Im Fall einer chronischen (regelmäßig wiederkehrenden) Blasenentzündung sollte eine gründliche urologische Untersuchung erfolgen. Nur so können die Erreger genau bestimmt werden und evtl. weitere komplizierende Faktoren diagnostiziert werden. Bei chronisch wiederkehrenden Blasenentzündungen wird auch häufig eine mehrmonatige Behandlung mit Antibiotika durchgeführt, allerdings in niedrigerer Dosierung als sonst bei der Behandlung der akuten Blasenentzündung üblich.

Im Zweifelsfall ist es stets zu empfehlen einen Arzt aufzusuchen und die individuellen Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

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