Eine junge Patientin mit Asthma benutzt ein blaues Asthmaspray
Das Asthmaspray ist ein wichtiges Medikament bei Asthma bronchiale. Das Medikament zielt insbesondere darauf ab, die Schleimhautschwellung zu reduzieren und die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur zu lösen.

Bei häufigen Asthmaanfällen ist es für Asthmatiker wichtig, immer ein Notfallspray mit sich zu führen. Gerade auch bei Kindern muss der richtige Umgang mit dem Spray geübt werden, damit im Ernstfall richtig inhaliert wird.

Es wird zwischen kurz- und langwirksamen Varianten unterschieden, die entweder besser für die Akuttherapie oder aber für die Dauertherapie geeignet sind. Wenn das Spray bei schweren Anfällen nicht ausreicht, muss zusätzlich Sauerstoff verabreicht werden.

Falls Sie schon ein Asthmaspray benutzen, können Sie auch direkt zu unserer Sprechstunde zur Behandlung von Asthma gelangen.

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Wie wird das Spray angewendet?

Die richtige Inhaliertechnik

Damit der im Spray enthaltene Arzneistoff tief genug in die Bronchien eindringt und dort wirken kann, ist es notwendig, richtig zu inhalieren. Man muss gleichzeitig einatmen und sprühen. Man darf nicht vergessen, nach dem Sprühstoß kurz die Luft anzuhalten, da der Wirkstoff ansonsten direkt wieder ausgeatmet wird.

Wenn in der Packungsbeilage gefordert, schütteln Sie das Spray kräftig mit der Öffnung nach unten. Dann nehmen Sie die Schutzkappe ab und atmen tief aus. Nun halten sie das Asthmaspray mit der Öffnung vor den Mund und umschließen es mit den Lippen. Atmen sie tief und langsam ein und lösen Sie gleichzeitig den Sprühstoß aus. Atmen Sie weiter ein und halten Sie anschließend für fünf bis zehn Sekunden die Luft an, damit sich das Medikament gut verteilen kann. Schließlich nehmen sie das Mundstück weg und atmen langsam mit geschlossenem Mund durch die Nase aus.

Die zweite Inhalation sollte erst mit einer Minute Abstand durchgeführt werden. Für Kinder und ältere Menschen gibt es Inhalierhilfen („Spacer“).

Das richtige Inhalieren ist auch bei Pulverinhalatoren besonders wichtig. Der Wirkstoff wird hier nicht wie beim Aerosol durch den Sprühvorgang automatisch fein in der Lunge verteilt, sondern zerkleinert sich erst durch das Einatmen in winzige Teilchen. Wenn man nicht tief genug einatmet, bleibt ein großer Teil des Asthmamittels in den oberen Lungenbereichen hängen und der wirksame Inhalt gelangt nicht tief genug in die Lunge.

Weitere Informationen zur richtigen Inhalationstechnik gibt es hier.

Kortisonhaltige Sprays

Ein Kortisonspray ist ein weiteres sehr wirksames Mittel in der Asthmatherapie. Es wirkt direkt in der Lunge und führt daher nicht zu den gefürchteten Nebenwirkungen. Die hohen Kortisondosen, die noch in den 70-er Jahren in Tablettenform verabreicht wurden, sind heute Vergangenheit.

Kortison ist eigentlich ein körpereigener Stoff (ein Hormon), der in der Nebennierenrinde produziert wird. Kortison hilft Asthmapatienten dabei, Entzündungsreaktionen in den Bronchien zu stoppen. Es hat keine Wirkung bei einem akuten Asthmaanfall, sondern wirkt nur bei regelmäßiger Einnahme. In schweren Fällen wird Kortison auch in Tablettenform verabreicht.

Wenn Sie Kortison inhaliert haben, sollten Sie den Mund nach der Anwendung mit dem Asthmaspray gründlich mit Wasser ausspülen und etwas essen, um Pilzinfektionen vorzubeugen.

Man sollte das Spray regelmäßig alle drei bis sieben Tage reinigen. Durch abgelagerte Wirkstoffreste im Mundstück kann es verstopfen, deshalb sollte man nach der Benutzung das Mundstück abnehmen, mit Wasser durchspülen und schließlich an der Luft trocknen lassen.

Pulverinhalatoren - eine moderne Variante

Pulverinhalatoren werden nicht geschüttelt. Zuerst muss das Gerät vorbereitet werden, um die richtige Dosis inhalieren zu können. Dieser Schritt kann je nach Typ des Inhalators variieren. Anschließend atmet man aus, setzt das Mundstück an und neigt den Kopf nach hinten, damit der Wirkstoff leichter in die Lunge gelangen kann.

Man muss darauf achten, nicht in das Mundstück auszuatmen, denn sonst wird das Pulver feucht und verklumpt. Man atmet tief mit einem kräftigen Zug ein, damit der Wirkstoff in die Bronchien befördert wird. Dann setzt man das Mundstück wieder ab und atmet langsam durch die Nase aus.

Bei Pulverinhalatoren darf das Mundstück nur mit einem trockenen Tuch gesäubert werden. Kinder unter vier Jahren sind in der Regel nicht in der Lage, den Pulverinhalator korrekt anzuwenden.

Wertvolle Tipps zur Anwendung

Allgemein sollte man sich das Asthmaspray gut von einem Arzt oder Apotheker erklären lassen, besonders vor der ersten Nutzung. Auch sollte man einen Probe-Sprühstoß machen, der zeigt, ob man alles richtig gemacht hat. Bei manchen Inhalatoren hört man ein Klicken, wenn der Sprühvorgang erfolgreich war. Bei einigen Geräten hat man einen leicht brennenden Geschmack im Hals und weiß dann, dass die Inhalation korrekt erfolgt ist.

Die frühzeitige und konsequente Durchführung einer Asthmatherapie – mit Spray oder gegebenenfalls auch mit Tabletten – ist wichtig, um eine Verschlechterung des Asthmas zu verhindern. Langjährige Entzündungen in den Bronchien können dazu führen, dass eine chronische Bronchitis entsteht oder sogar ein Lungenempyhsem.

Daher ist die frühzeitige Behandlung mit einem Spray heutzutage aus der Asthmabehandlung nicht mehr wegzudenken. Um zu überprüfen, ob man an Asthma erkrankt ist, kann der Arzt eine Lungenfunktionsprüfung („Peak-Flow-Messung“, Spirometrie) sowie eine Ganzkörperplethysmographie (Leistungsmessung der Lunge) durchführen.

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