Ein junges Paar im Bett

Die Chlamydien-Infektion ist eine sehr häufige, ansteckende und sexuell übertragbare Krankheit. Unbehandelte Chlamydieninfektionen können zu ernsten Folgeerkrankungen wie Erblindung und Unfruchtbarkeit führen.

Während bei der Frau im Fall einer Chlamydien-Infektion vor allem Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eileiter betroffen sind, sind beim Mann meist Harnröhre, Prostata und Nebenhoden entzündet.

Die typischen Symptome, sowohl bei Frauen, als auch bei Männern sind leichter, dünnflüssiger Ausfluss, der auch gelblich sein kann. Brennen beim Wasserlassen kann damit einhergehen. Da solche Infektionen oft unentdeckt bleiben, kann es später zu den gefürchteten Eileiterschwangerschaften kommen, weil die Eileiter dauerhaft verklebt sind.

Chlamydien-Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Eventuell sollte man sich auch auf weitere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

Falls Sie bereits wissen, dass es bei Ihnen zu einer Chlamydien-Infektion gekommen ist, können Sie hier direkt zu unserer Sprechstunde zur Behandlung von Chlamydien gelangen.

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Wie kann ich herausfinden, ob ich von einer Chlamydien Infektion betroffen bin?

Ungefähr 20 Prozent der schweizer Bevölkerung sind mit Chlamydien infiziert. Die Symptome treten ein bis drei Wochen nach der Chlamydien-Infektion auf. Viele Frauen und Männer haben aber auch gar keine Symptome und geben die Erreger so leicht weiter.

Chlamydien werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Hautkontakt übertragen. Sie können aber auch von einer infizierten Mutter auf das Neugeborene übertragen werden und dort zu Bronchitis, Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder Bindehautentzündung führen.

Was sind Chlamydien?

Chlamydien gehören zur Gruppe der gram-negativen Bakterien. Die Erkrankung des Genitalbereichs wird durch den Erreger Chlamydia trachomatis ausgelöst.

Bei infizierten Personen sind die Schleimhäute der Augen, Atemwege oder des Genitalbereichs von Symptomen betroffen. Da sie sich nur im Inneren einer Zelle vermehren können, wurden sie lange Zeit für Viren gehalten.

Beim Geschlechtsverkehr kommt es zum Eindringen der Bakterien in die Schleimhaut des Genitaltraktes. Dort werden sie mit Antibiotika – in der Regel mit Tetrazyklinen oder Makroliden– bekämpft. Antibiotika bewirken, dass sich die Chlamydien nicht mehr vermehren. Die Entzündung kommt dann automatisch zum Erliegen.

Normalerweise erfolgte die Einnahme der Antibiotika über eine Woche. Es gibt aber auch Medikamente zur einmaligen Einnahme.

Symptome und Test

Bei Frauen, wie Männern treten brennender Ausfluss, Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen auf. In seltenen Fällen kommt Fieber hinzu.

Da die Symptome bei einer Chlamydien-Infektion denen, der Gonorrhoe (Tripper) ähneln, ist eine Abklärung und Abgrenzung zu anderen Krankheiten wichtig. Hierfür ist eine Laboruntersuchung unbedingt notwendig.

Der Nachweis der Bakterien durch die sogenannte PCR-Methode (Polymerasekettenreaktion) erfolgt per Abstrich aus dem Gebärmutterhals, der Harnröhre oder dem Urin. Mit dieser sehr sensiblen Methode kann man direkt das Erbgut des Erregers nachweisen. Allerdings funktioniert dieser Chlamydien-Test nur in der akuten Phase der Erkrankung. Ein solcher Urintest ist auch über unsere Sprechstunde erhältlich.

Bei Schwangeren gehört der Chlamydien Test zum Standardverfahren.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

Den einzigen Schutz vor einer Chlamydien-Infektion durch den Geschlechtsverkehr bietet die Verwendung von Kondomen, weil damit der Hautkontakt vermieden wird. Allerdings können Chlamydien auch beim oralen Sexualkontakt übertragen werden. Hier kann ebenfalls die Rachenregion infiziert werden.

Es gibt spezielle Vorsorgeuntersuchungen für Frauen unter 25 zum Nachweis von Chlamydien. Wenn ein ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner stattgefunden hat, sollte man immer einen Arzt kontaktieren und eine Behandlung einleiten, da die Ansteckungswahrscheinlichkeit hoch ist.

Welche Folgen hat eine Infektion?

Chlamydien verursachen Erkrankungen des Genitalbereichs. Dabei treten bei Männern am häufigsten Entzündungen in Harnröhre, Prostata und Nebenhoden auf. Meistens kommt es nicht zu gravierenden, weiteren Erkrankungen. Zusätzlich bemerken Männer häufig morgens eine erschwerte Harnentleerung, Jucken, Schmerzen und Ausfluss.

Bei Frauen entzündet sich auch die Harnröhre oder die Schleimhaut des Gebärmutterhalses. Von dort aus wandern die Erreger über die Gebärmutter zu den Eileitern. Wenn diese verkleben oder vernarben, können die betroffenen Frauen unfruchtbar werden.

Eine andere Folge kann die Eileiterschwangerschaft sein, wenn ein befruchtetes Ei wegen der verklebten Eileiter nicht mehr die Gebärmutter erreichen kann. Auch Bauchhöhlenschwangerschaften können vorkommen.

Eine Chlamydien-Infektion erhöht bei einer Schwangerschaft das Risiko für einen vorzeitigen Blasensprung und damit die Gefahr einer Frühgeburt.

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders junge Frauen sind gefährdet, weil die Chlamydien eine bestimmte Art von Zellen, wie sie bei jungen Frauen im Genitaltrakt vorkommen, bevorzugen. Raucherinnen sind aufgrund der eingeschränkteren Abwehrkräfte besonders anfällig. Auch Hormonschwankungen aufgrund von Essstörungen machen Personen für eine Chlamydien-Infektion empfänglich.

Außer der Infektion des Genitalbereichs gibt es weitere Erreger der Gattung Chlamydia. Auch diese betreffen hauptsächlich eine Besiedelung der Schleimhäute. Bekannt sind Chlamydia pneumoniae, die hauptsächlich Lungenentzündungen, aber auch chronischen Husten hervorrufen, und Chlamydia psittaci, die durch Vögel übertragen wird. Hierbei sind insbesondere diejenigen gefährdet, die beruflich engen Kontakt mit Tieren haben.

Der für die Genitalerkrankung zuständige Erreger Chlamydia trachomatis kann bei Menschen auch eine reine Bindehautentzündung auslösen.

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Quellen: