Herpesbläschen und Symptome von Genitalherpes

Die Infektion mit Genitalherpes zählt zu einer der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Durch das Herpes-Simplex-Virus ausgelöst, können Symptome wie schmerzhaft juckende Rötungen und nässende Hautbläschen im Intimbereich auftreten. Im folgenden Artikel wird erklärt, wie die Symptome von Genitalherpes erkannt werden können, wie im Falle einer Infektion behandelt wird und wie einer Ansteckung vorgebeugt werden kann. Bei weiteren Fragen stehen die Ärzte in der DrEd Sprechstunde zur Verfügung und beraten zur Therapie der Genitalherpes Symptome.

✓ Schweizer und deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin und Wartezimmer
✓ Vertraulich

Was ist Genitalherpes?

Genitalherpes (Herpes genitalis) zählt zu den verbreitetsten Geschlechtskrankheiten. Schätzungsweise 10-30 Prozent der Weltbevölkerung sind von einer Infektion mit dem Herpes-Simplex-Virus Typ 2 betroffen, welches auch Genitalherpes auslöst. Die durch das Herpes-Simplex-Virus ausgelöste Infektion verbleibt nach Erstinfektion ein Leben lang bestehen, ohne dass bei einem intaktem Immunsystem Symptome auftreten. Man spricht deshalb von einer latenten Infektion.

Der Genitalherpes kann aber unter bestimmten Bedingungen erneut ausbrechen und zu unangenehmen Symptomen für den Patienten führen. Zu den Genitalherpes-Symptomen gehören beispielsweise schmerzender Juckreiz und Bläschen im Genitalbereich.

Welche Symptome treten bei Genitalherpes auf?

Erste Anzeichen des Genitalherpes treten etwa drei bis sieben Tage (in seltenen Fällen bis zu drei Wochen) nach der Erstinfektion auf. Betroffene berichten oft von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschmerzen oder geschwollenen Lymphknoten. Zudem können bereits im Frühstadium Symptome auftreten, die von unangenehmen Kribbeln bis hin zu schmerzhaften Jucken und einer allgemeinen Reizung mit Rötung des Intimbereich reichen.

Der akute Herpes genitalis äußert sich durch schmerzhaft brennende und juckende Rötungen, Quaddeln und Hautbläschen im Genitalbereich und an den Geschlechtsorganen. Im fortschreitenden Verlauf bilden sich von Rötungen umgebende nässende Hautbläschen, die meist von Eiter bedeckt sind. In diesem Stadium ist das Übertragungsrisiko besonders hoch. Bei Männern sind besonders Penis-Schaft, Eichel und Vorhaut betroffen. Bei Frauen können sich die Hautdefekte (Erosionen) und Geschwülste (Ulzerationen) über Vagina und Vulva bis auf den Gebärmutterhals und die Dammregion erstrecken.
In seltenen Fällen können auch außerhalb des Intimbereichs – beispielsweise im Gesicht oder an den Fingern – Läsionen auftreten. Nach dem Aufplatzen der Bläschen bilden sich Krusten, die spontan abheilen.

Wie werden die akuten Symptome behandelt?

Genitalherpes ist nicht vollständig heilbar, denn nach der Erstinfektion bleiben die Viren dauerhaft im Körper und es kann im Laufe des Lebens zu erneuten Herpesausbrüchen kommen. Jedoch können die Symptome des akuten Genitalherpes bekämpft und gelindert werden, sodass der Betroffene über lange Zeit beschwerdefrei ist.

Die Therapie ist abhängig vom Schweregrad des Herpes. Leichter Herpes genitalis muss nicht zwingend behandelt werden und kann innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Auftreten von selbst abheilen. Zinksalbe kann auf die Hautläsionen aufgetragen werden und führt zu einem schnelleren Austrockenen der Bläschen.

Bei stärkeren und nicht abklingenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Genitalherpes wird dann mit antiviralen (virushemmenden) Medikamenten, sogenannten Virostatika, behandelt. Diese zum Teil verschreibungspflichtigen Medikamente können oral in Form von Tabletten oder seltener als Salbe verabreicht werden. Der Medikationszeitraum beträgt normalerweise fünf bis zehn Tage. Zu den gängigsten und sehr wirksamen Virostatika zählen Aciclovir, Valaciclovir und Famciclovir.

Die Medikamente lindern die Symptome und beschleunigen das Abheilen des Genitalherpes. Je früher die virushemmenden Medikamente zum Einsatz kommen, desto effizienter wirken diese.

Besteht der Verdacht, an einer Genitalherpesinfektion zu leiden, lohnt sich der Besuch der DrEd Sprechstunde. Auch besteht die Möglichkeit, ein Foto des betroffenen Hautareals zur Fotodiagnose an DrEd zu versenden.

Welche Risikofaktoren können zu einem erneuten Auftreten von Genitalherpes führen?

Nach einem ersten Genitalherpesausbruch und dessen Abheilung ist der Körper dauerhaft mit dem Herpes-Simplex-Virus infiziert. Die überstandene Erstinfektion kann im weiteren Leben symptomlos bleiben, jedoch kann es auch zu einem erneuten Ausbruch des Genitalherpes kommen. Häufig sind ein geschwächtes Immunsystem, eine Erkältung, Fieber oder Stress die Ursachen für ein erneutes Auftreten der Symptome des zuvor symptomlosen (latenten) Herpes genitalis.

Wie wird Genitalherpes übertragen?

Ursache für Genitalherpes ist eine Infektion mit Herpes-Simplex-Viren (HSV). Man unterteilt die Viren in acht Typen, wovon besonders Typ 2, seltener auch Typ 1, zum Ausbruch des Genitalherpes mit den damit verbundenen Symptomen führen kann.

In 50-70 Prozent der Fälle ist der Genitalherpes durch eine Infektion mit dem Erreger des Herpes-Simplex-Virus Typ 2 (HSV 2) begründet. Dieser häufig auftretende Virustyp wird hauptsächlich über sexuelle Kontakte und den Austausch infektiöser Körperflüssigkeiten, oftmals bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen.

Das Risiko eine Genitalherpesinfektion zu erleiden ist für Frauen größer als für Männer. Die Übertragungswahrscheinlichkeit des Herpes vom Mann auf die Frau ist schätzungsweise um den Faktor fünf größer.

Kann Genitalherpes auch ohne Geschlechtsverkehr übertragen werden?

In selteneren Fällen wird Herpes genitalis durch das Herpes-Simplex-Virus Typ 1 übertragen, dem Haupterreger des Lippenherpes (Herpes labialis). Dies geschieht mittels Tröpfcheninfektion, also über den Luftweg, oder über eine Schmierinfektion, z.B. bei oraler Befriedigung durch einen HSV-1 infizierten Partner. Ursächlich für Lippenherpes ist eine meist schon im Kindesalter erfolgende Übertragung durch engen Kontakt zu infizierten Eltern, Geschwistern oder anderen Kindern.

Genitalherpes kann außerdem bei der Geburt von der infizierten Mutter auf das neugeborene Kind übertragen werden. Man spricht von Neugeborenen-Herpes. Hierbei können Haut, Schleimhäute und Augen infiziert und Schäden am Gehirn und inneren Organen hervorgerufen werden.

Eine Erstinfektion der Schwangeren mit HSV 2 in der Spätschwangerschaft kann eine Fehlgeburt zur Folge haben. Der Körper produziert nicht schnell genug Abwehrstoffe gegen das Herpesvirus und kann das Neugeborene nicht rechtzeitig vor dem Virus schützen.

Wie schütze ich mich vor Genitalherpes?

Ein Genitalherpes wird in den meisten Fällen über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Besonders ansteckend ist er, wenn Rötungen und Bläschen sichtbar sind und diese nässen. In diesem Fall ist es empfehlenswert auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Vor allem bei wechselnden Partnern sollten immer Kondome verwendet werden. Auch Kondome bieten keinen garantierten Schutz vor einer Übertragung. Das Anfassen und Kratzen an der Läsionsstelle sollte vermieden und nach Kontakt sollten die Hände gründlich gewaschen oder desinfiziert werden.

Um einer Ansteckung vorzubeugen ist es empfehlenswert vom Partner getrennte Waschutensilien (Handtücher, Waschlappen) zu verwenden.

Zur Zeit des akuten Ausbruchs ist besonders der enge Kontakt zu immungeschwächten Personen, älteren Menschen und Kindern zu vermeiden, da diese einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

 

✓ Schweizer und deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin und Wartezimmer
✓ Vertraulich

Quellen:

  • Petersen, Eiko E., et al. "Der Herpes genitalis." Deutsches Ärzteblatt-Ärztliche Mitteilungen-Ausgabe A 96.38 (1999): 2358-2364. Online: www.aerzteblatt.org (aufgerufen am: 29.6.2015)
  • Wald, Anna, et al. "Virologic characteristics of subclinical and symptomatic genital herpes infections." New England Journal of Medicine 333.12 (1995): 770-775. Online: www.nejm.org (aufgerufen am: 29.6.2015)
  • Widener, R. W., & Whitley, R. J. "Herpes simplex virus." Neurovirology: Handbook of Clinical Neurology Series (Series Editors: Aminoff, Boller, Swaab) 123 (2014): 251 (2014). Herpes simplex virus. Handb Clin Neurol, 123, 251-63.
Alle Medikamente
Empfehle diesen Artikel