Arzt erkärt einem Patietnten die symptome von Genitalherpes

Genitalherpes ist eine sexuell übertragbare Infektion, welche sich durch einen unangenehmen Bläschenausschlag im Genitalbereich bemerkbar macht. Das Herpesvirus wird beim Geschlechtsverkehr übertragen und verbleibt auch nach dem Abklingen der akuten Beschwerden im Körper. Bei manchen Patienten kommt es dadurch zu wiederkehrenden Schüben, welche durch eine dauerhafte Therapie unterdrückt und so verhindert werden können.

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Was ist Herpes?

Die Herpesinfektion wird durch die Viren Herpes-simplex-virus 1 und Herpes-simplex-virus 2 hervorgerufen. Im Gegensatz zu einer Bakterieninfektion ist eine Virusinfektion nicht ganz zu beseitigen. So verbleibt das Herpesvirus nach der Infektion ein Leben lang im Körper, normalerweise jedoch im Ruhezustand, ohne Beschwerden zu verursachen. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass etwa 84 -92% der Bevölkerung Antikörper gegen das HSV1 aufweisen, und somit im Laufe Ihres Lebens in Kontakt mit Herpes gekommen sind. Etwa 40% aller Erwachsenen berichten, dass Sie einmal im Leben ein Herpesbläschen am Mund beobachtet haben, viele auch mehrmals. Es handelt sich also um eine generell sehr weit verbreitete Virenart.

Was ist der Auslöser von Genitalherpes?

Genitalherpes wird im Gegensatz zum Lippenherpes zumeist durch das Herpes-simplex-virus 2 (HSV2) ausgelöst und wird fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Wie kann ich die Infektion vermeiden?

Ein akuter Herpesschub ist meist entweder durch den Kontakt mit einem anderen Patienten oder eine Schwäche des Immunsystems bedingt. Beim Geschlechtsverkehr mit einem Partner, der an einem akuten Ausbruch leidet, kann sich das Virus über den Kontakt der Schleimhäute übertragen und es kommt zu unangenehmen Symptomen. Am effektivsten lässt sich die Übertragung des Virus verhindern, indem man beim Geschlechtsverkehr ein Kondom verwendet und so den direkten Kontakt der Schleimhäute vermeidet. Es kann jedoch dennoch eine Übetragung des Virus über die vom Kondom unbedeckten Hautbereiche erfolgen.

Wie wird das Virus übertragen?

Das Virus wird beim Kontakt des Erregers mit den Schleimhäuten übertragen. Dies gilt sowohl für den Lippenherpes als auch den Genitalherpes. Beim oralen Geschlechtsverkehr kann es auch durch die Übertragung von Lippenherpes zur Infektion im Genitalbereich kommen.

Wann besteht Ansteckungsgefahr?

Die Ansteckungsgefahr ist dann groß, wenn bei einem Patienten Bläschen vorliegen, also bei einem akuten Herpesschub. Die Flüssigkeit in den Herpesbläschen enthält das Virus, entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr sehr hoch, da die Bläschenflüssigkeit in direkten Kontakt mit den Schleimhäuten des Partners kommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein mit Herpes infizierter Mann beim Verkehr eine Frau ansteckt ist dabei wesentlich höher, als die Ansteckungsgefahr im umgekehrten Fall.

Woran merke ich, dass ich Herpes habe?

Nach einer Infektion kommt es gewöhnlich innerhalb von 3 -14 Tagen zu einem akuten Schub. Dieser macht sich durch einen Ausschlag und Bläschen im Genitalbereich bemerkbar, welche jucken, Schmerzen verursachen und sehr unangenehm sein können. Bei den betroffenen Hautarrealen handelt es sich meist um den Vulva- und Vaginalbereich der Frau und den Penis beim Mann, sowie die angrenzenden Hautpartien.

Verursacht Herpes immer Symptome?

Bei manchen Menschen macht sich die Erstinfektion zunächst gar nicht bemerkbar, oder die Symptome fallen so schwach aus, dass sie dem Patienten kaum auffallen. Insbesondere bei Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Infektion mit HSV1 stattgefunden hat, bleiben die Anzeichen der Krankheit oft aus, da das Immunsystem das Virus bereits erkennen und kontrollieren kann.

Was sind die Symptome?

Zusätzlich zum typischen Bläschenausschlag kann es bei akuten Schüben, insbesondere bei der Erstinfektion, zu Fieber und Kopfschmerzen kommen. Auch Muskelschmerzen sind möglich. Der schmerzhafte Ausschlag führt oftmals zu Problemen beim Urinieren. Bei manchen Patienten sind auch Hautpartien außerhalb der Genital- und Lippenregion betroffen, in diesen Fällen liegt meist ein stark geschwächtes Immunsystem vor. Die Schwere der Beschwerden variiert beträchtlich und so wird Genitalherpes von manchen Frauen und Männern als sehr schmerzhaft empfunden, während die Erstinfektion an anderen unbemerkt vorübergeht.

Wie kommt es zu Ausbrüchen?

Nach der Erstinfektion bleibt das Virus in seiner Ruhephase im Körper bestehen. Wird das Immunsystem durch Krankheit, eine Operation, eine HIV-Infektion oder psychischen Stress geschwächt, so kommt es wieder zu einem akuten Ausbruch. Bisweilen kann es zu einem erneuten Schub ohne Symptome kommen, wobei dabei eine große Ansteckungsgefahr besteht, da dem Patienten sein akuter Schub nicht bewusst ist.

Können Komplikationen auftreten?

Bei Patienten mit einem schwachen Immunsystem (etwa bei HIV-Patienten) kann sich eine Infektion mit HSV2 im Körper ausbreiten. Hierbei sind zunächst größere Hautarreale betroffen und der Bläschenausschlag fällt besonders ausgeprägt und schmerzhaft aus. Hierbei besteht die Gefahr einer Superinfektion der offenen Hautpartien, d.h. die betroffenen Hautstellen werden von zusätzlichen Bakterien besiedelt oder es kommt zur Pilzinfektion.

Zu schweren Komplikationen kommt es, wenn sich das Virus bei immunschwachen Patienten über das Blut im Körper verbreitet und zu einer Herpesentzündung im Gehirn führt.

Was muss ich während der Schwangerschaft beachten?

Gundsätzlich stellt Herpes während der Schwangerschaft kein besonderes Risiko dar, da das Kind sich gewöhnlich nicht im Mutterleib infiziert, beziehungsweise durch die Antikörper der Mutter geschützt ist. Bei der Geburt jedoch kann das Herpesvirus auf das neugeborene Kind übertragen werden. Dies ist dann problematisch, wenn sich die Mutter erst kurz vor der Geburt angesteckt hat oder einen Schub erleidet. Eine Behandlung mit Salben kann erforderlich sein und bisweilen ist sogar ein Kaiserschnitt angeraten, da das Herpesvirus in Säuglingen zu Hirnhautentzündung führen kann.

Wie gestaltet sich die Behandlung bei Herpes?

Wie Herpes zu behandeln ist, ist davon abhängig, ob ein akuter Schub besteht oder die Behandlung zur Vorbeugung weiterer Ausbrüche dienen soll. Bei einem akuten Schub genügt meist eine Einnahme von 3 Aciclovir-Tabletten täglich über 5 Tage. Treten die Schübe regelmäßig auf und sollen sie durch eine vorbeugende Therapie unterdrückt werden, so wird meist die Einnahme zweier Tabletten pro Tag über mehrere Monate hinweg verordnet.

Wer sollte eine vorbeugende Therapie wählen?

Die vorbeugende Behandlung zur Unterdrückung von Rückfällen ist besonders für Patienten relevant, die sehr oft, d.h. mehr als sechs Mal in 12 Monaten, an Herpesschüben leiden. Gleiches gilt, wenn die Schübe als sehr schmerzhaft empfunden werden oder eine psychische Belastung darstellen.

Welche Medikamente gibt es?

Zur Behandlung von Herpes dienen die beiden anti-viralen Medikamente Aciclovir und Valaciclovir. Beide Wirkstoffe haben die gleiche Wirkung und Nebenwirkungen, wobei Valaciclovir schneller im Darm aufgenommen werden kann.

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