Ein Paar lässt sich vom Arzt über die Wirkung von Levitra beraten

Levitra ist der Handelsname des Potenzmittels Vardenafil. Es wird bei erwachsenen Männern eingesetzt, die Probleme haben, einen ausreichend stark erigierten Penis zu bekommen oder eine Erektion aufrechtzuerhalten.

Vardenafil ist chemisch verwandt mit Sildenafil, dem Wirkstoff von Viagra. Beide Wirkstoffe zählen zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Sie greifen in den natürlichen Prozess einer Erektion ein, indem sie den Abbau des Botenstoffes cGMP verhindern. Dadurch ist eine längere und härtere Erektion möglich. 

Die Ärzte von DrEd können Ihnen nach dem Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens ein Rezept für Levitra ausstellen. Sie können auswählen, ob Sie das Medikament selbst in einer Apotheke abholen wollen oder versandkostenfrei in einer diskreten Verpackung an Ihre Wunschadresse geliefert bekommen.

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Wie entsteht eine Erektion und wie wirkt Levitra?

Eine Erektion entsteht, wenn sich die Blutgefäße des Penis weiten und die Schwellkörper mit Blut gefüllt werden. Stellen sich die Blutgefäße wieder enger, führt dies zu einem Druckabfall im Penis und die Erektion klingt ab. Um diese Verengung der Blutgefäße und damit das Abklingen der Erektion einzuleiten, braucht der Körper das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5). Levitra hemmt dieses Enzym. Das hat vor allem zur Folge, dass eine Erektion leichter herbeigeführt werden kann und härter ist. Entgegen der weit verbreiteten Meinung hält eine Erektion unter Phosphodiesterase-5-Hemmern nicht länger an als gewünscht. Auch braucht es eine sexuelle Erregung, um eine Erektion auszulösen.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung eintritt? Und wie lange hält sie an?

Levitra sollte 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, damit der Wirkstoff vom Körper aufgenommen wird. Die Wirkung tritt verspätet ein, wenn zuvor eine fettige Mahlzeit eingenommen wurde. Eine Levitra-Tablette kann bis zu 5 Stunden nach der Einnahme noch zu einer Erektion führen, wenn es zu eine sexuellen Erregung kommt. Eine Erektion entsteht also nur, wenn es zu einer sexuellen Stimulation kommt. Ebenso natürlich klingt die Erektion auch wieder ab, zum Beispiel weil die sexuelle Stimulation nachlässt oder es zu einem Orgasmus gekommen ist.

Wie wurde die erektionssteigernde Wirkung entdeckt?

Levitra ist als Alternativprodukt zu Viagra entwickelt worden und seit 2003 in Europa zugelassen. Sildenafil, der Wirkstoff in Viagra, ist ursprünglich in den 90er Jahren als Medikament bei Herzschwäche getestet worden, erwies sich allerdings als unwirksam gegen Herzschwäche. Dafür berichteten die Studienteilnehmer gehäuft über eine verbesserte Erektionsfähigkeit. Diese Nebenwirkungen führten dazu, dass man weitere Studien anfertigte, allerdings nicht mehr zum Nachweis der Wirksamkeit bei Herzschwäche, sondern bei erektiler Dysfunktion.

Wie ist seither die Studienlage zur Wirkung von Levitra?

Eine großangelegte Phase-III-Studie mit 452 Probanden zur Wirksamkeit von Levitra kam 2003 zu dem Ergebnis, dass Levitra hochwirksam und dabei nebenwirkungsarm ist. 73 von 100 Männern berichteten nach der Einnahme von Levitra über eine zufriedenstellende Erektion. In einigen weiteren Studien konnte dieses signifikante Ergebnis mehrfach bestätigt werden.

Wie unterscheidet sich Levitra im Vergleich zu Viagra?

Levitra hat denselben Ansatzpunkt im Körper wie Viagra, nämlich die Hemmung der Phosphodiesterase-5. Allerdings unterscheidet sich der Levitra Wirkstoff. Der Viagra-Wirkstoff heißt Sildenafil und ist chemisch verwand mit Vardenafil, dem Wirkstoff von Levitra.

Entsprechend dieser Verwandtschaft ist die European Association of Urology zu dem Ergebnis gekommen, dass Levitra einen ähnlichen erektionsfördernden Effekt hat wie Viagra.

Darüber hinaus kommt eine 2005 veröffentlichte Studie zu dem Schluss, dass Levitra auch dann noch wirken kann, wenn sich unter Viagra keine signifikante Verbesserung der Erektionsfähigkeit zeigt. Zusammenfassend bemerkt die Studie, dass Levitra eine grundsätzlich sichere und effektive Behandlungsmöglichkeit bei Erektionsproblemen ist. Darüber hinaus kann Levitra nachweislich auch bei Diabetikern wirken.

Wann ist bei der Einnahme von Levitra besondere Vorsicht geboten?

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Levitra sollte gelten, wenn eine der folgenden Aussagen zutrifft:

  • Sie leiden unter Herzbeschwerden - sexuelle Aktivität kann gefährlich für Sie sein
  • Sie leiden unter unregelmäßigem Herzschlag (Herzrhythmusstörungen) oder haben eine angeborene Herzerkrankung, die Ihr Elektrokardiogramm (EKG) beeinflusst
  • Sie haben eine Erkrankung oder Deformation Ihres Penis. Dazu gehören Angulation (Winkelbildung des Penis), Peyronie-Krankheit (Verhärtung der Schwellkörper des Penis) und Fibrose im Bereich der Corpora cavernosa (Vermehrung des Bindegewebes im Bereich des Schwellkörpers des Penis)
  • Sie leiden an einer Erkrankung, die zu schmerzhafter Dauererektion des Penis ohne sexuelle Erregung (Priapismus) führen kann. Dazu gehören Sichelzellenanämie (Veränderung der roten Blutkörperchen), Multiples Myelom (Knochenmarkkrebs) und Leukämie (Blutkrebs)
  • Sie haben ein Magengeschwür (auch Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre genannt)
  • Sie haben eine Störung der Blutgerinnung wie z. B. Bluterkrankheit (Hämophilie)
  • Sie wenden andere Mittel zur Behandlung der Erektionsstörungen an, einschließlich Levitra Filmtabletten

Können auch Kinder und Jugendliche das Medikament einnehmen?

Die Einnahme von Levitra ist ausschließlich für den Gebrauch durch erwachsene Männer getestet und geeignet. Levitra sollte nicht von Kindern oder Jugendlichen eingenommen werden.

Gibt es Arzneimittel, die ich eher nicht mit Levitra zusammen einnehmen sollte?

Falls Sie zusätzlich zu Levitra noch andere Arzneimittel einnehmen, sollten Sie vor der Einnahme von Levitra Rücksprache mit einem Arzt halten, da einige Arzneimittel zu Problemen führen können. Beispiele dafür sind:

  • Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschmerzen/Angina pectoris) oder Stickstoffmonoxid-Donatoren wie z. B. Amylnitrit. Dieser Wirkstoff befindet sich auch in der Partydroge „Poppers“. Die Kombination dieser Medikamente mit Levitra könnte Ihren Blutdruck stark beeinflussen
  • Herzrhythmusmedikamente wie z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron oder Sotalol
  • Ritonavir oder Indinavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)
  • Ketoconazol oder Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Erythromycin oder Clarithromycin (Makrolid-Antibiotika)
  • Alpha-Blocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und gutartiger Prostatavergrößerung/benigne Prostatahyperplasie)
  • Andere Arzneimitteln zur Behandlung der erektilen Dysfunktion

Auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben überprüfen die Ärzte von DrEd in unserer Online-Sprechstunde mögliche Risiken, die mit der Einnahme von Levitra verbunden sind.

Wann sollte ich Levitra nicht einnehmen?

Wenn eine oder mehrere der folgenden Aussagen auf Sie zutreffen, sind besondere Vorsicht und gegebenenfalls regelmäßige ärztliche Kontrollen bei der Einnahme von Levitra oder anderen PDE-5-Hemmern geboten:

  • Sie sind allergisch gegen Vardenafil oder einen der sonstigen Bestandteile von Levitra. Eine allergische Reaktion kann in Form von Hautausschlag, Jucken, Gesichts- oder Lippenschwellung und Kurzatmigkeit auftreten
  • Sie nehmen Arzneimittel ein, die Nitrate enthalten, wie Glyceroltrinitrat gegen Herzschmerzen oder Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Amylnitrit. Die Einnahme dieser Arzneimittel mit Levitra könnte Ihren Blutdruck schwerwiegend beeinflussen
  • Sie nehmen Ritonavir oder Indinavir ein, welche Arzneimittel zur Behandlung von Humanen Immundefizienz-Virus-Infektionen (HIV) sind
  • Sie sind über 75 Jahre alt und nehmen Ketoconazol oder Itraconazol ein (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen)
  • Sie haben eine schwere Herz- oder Lebererkrankung
  • Sie sind dialysepflichtig
  • Sie hatten vor kurzem einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt
  • Sie haben oder hatten bereits einmal einen niedrigen Blutdruck
  • In Ihrer Familie kommen bestimmte erbliche Augenerkrankungen vor (wie Retinitis pigmentosa)
  • Sie haben oder hatten einen Sehverlust aufgrund einer Schädigung der Sehnerven durch eine ungenügende Blutversorgung, bekannt als nicht arteriitische ischämische Optikusneuropathie (NAION)

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Quellen:

  • Irwin Goldstein et al. (2015) Vardenafil, a New Phosphodiesterase Type 5 Inhibitor, in the Treatment of Erectile Dysfunction in Men With Diabetes: A multicenter double-blind placebo-controlled fixed-dose study. American Diabetes Association http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12610037
  • Shinlapawittayatorn K et al. (2005) Effect of sildenafil citrate on the cardiovascular system. Brazilian Journal of Medical and Biological Research http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16138212
  • Giuliano F, Jackson G, Montorsi F, Martin-Morales A, Raillard P. (2010) Safety of sildenafil citrate: review of 67 double-blind placebo-controlled trials and the postmarketing safety database. International Journal of Clinical Practice    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2810448/
  • Liang Chen et al. (2015) Phosphodiesterase 5 Inhibitors for the Treatment of Erectile Dysfunction: A Trade-off Network Meta-analysis. European Urology http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25817916 
  • Culley C. Carson et al. (2004) Erectile response with vardenafil in sildenafil nonresponders: a multicentre, double-blind, 12-week, flexible-dose, placebo-controlled erectile dysfunction clinical trial. BJU International http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15610110