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Progesteron ist ein Steroidhormon (Steroid, das wie ein Hormon wirkt) und bildet zusammen mit Östrogen die weiblichen Geschlechtshormone. Es wird als synthetisch hergestelltes Gestagen zusammen mit Östrogen als Kombinationspräparat zur Verhütung und bei starken Wechseljahrbeschwerden sowie Zyklusstörungen und Endometriose eingesetzt. Auch bei manchen Krebserkrankungen wird es verschrieben.

Das Hormon ist in zahlreichen Medikamenten, wie beispielsweise der "Pille danach" und der Minipille enthalten. Viele Patienten sorgen sich um mögliche Auswirkungen einer Hormontherapie auf die Gesundheit. Im folgenden Text können sie sich über die Nebenwirkungen gängiger Progesteron-Präparate informieren. Detaillierte Infomationen zu Verwendung und Wirkungsweise des Gelbkörperhormons finden sie auch auf unserer Informationsseite zu diesem Thema.

Falls Sie bereits ein Progesteronpräparat einnehmen, können Sie auch direkt zu unserer Sprechstunde für Verhütung gelangen.

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Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert, treten Nebenwirkungen des Gelbkörperhormons (auch Progesteron genannt) nicht bei allen Frauen in gleicher Weise auf. Progesteron bei einer Hormon-Ersatztherapie kann zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmierblutungen, Schwindelgefühl, depressiver Verstimmung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und Spannungsgefühl in der Brust führen. Daneben können Wassereinlagerungen im Gewebe, Akne, Herzrhythmusstörungen, Fettstoffwechselstörungen und Hautreizungen auftreten.

Sollte es zu plötzlicher Gelbsucht, starken Kopfschmerzen, Juckreiz sowie Seh- und Hörstörungen kommen, muss die Behandlung abgebrochen werden. Eine langjährige Hormonersatztherapie ist nicht empfehlenswert. Für starke Raucherinnen wird sie in der Regel nicht verschrieben.

Bei der „Pille danach“ kann es zu den gleichen Progesteron Nebenwirkungen kommen. Wenn man nach Einnahme innerhalb von drei Stunden erbricht sollte man mit einem Arzt sprechen, da die Behandlung möglicherweise wiederholt werden muss.

Progesteronsalbe zur Unterstützung der Schwangerschaft und bei Brustschmerzen

Wenn eine künstliche Befruchtung veranlasst wurde und der Embryo in die Gebärmutter eingesetzt wurde, wird Progesteronsalbe verwendet, um die Schwangerschaft in diesem Frühstadium zu unterstützen und zu erhalten. Bei zyklusbedingten Beschwerden wie ziehenden Schmerzen in der Brust wird oft eine Progesteronsalbe zur äußeren Anwendung auf der Haut verschrieben. Hier kommen als Nebenwirkungen hauptsächlich gelegentliche Hautreizungen vor.

Hat eine Hormonersatztherapie Nachteile?

Viele Frauen in den Wechseljahren klagen über die typischen Beschwerden, die ein Östrogenmangel auslösen kann, beispielsweise Hitzewallungen und Schlaflosigkeit. Da Östrogen für die Fortpflanzung, das heißt zur Reifung der Eizellen und zum Auslösen des Eisprungs, nicht mehr benötigt wird, stellt der Körper die Östrogenproduktion in der Zeit zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr ein. Er sinkt auf einen Wert von unter 20, während er vorher je nach Zyklusphase zwischen 30 und 400 lag.

Östrogen-Gestagen-Präparate werden auch unter dem Begriff Hormonersatztherapie zusammengefasst, weil sie die fehlenden Hormone im Körper bis zu einem gewissen Grad künstlich ersetzen sollen. Während früher hauptsächlich Östrogenpräparate angewendet wurden, wird nun absichtlich ein hoher Gestagenanteil (Progesteron) zugesetzt, da er das Risiko von Gebärmutterkrebs zumindest verringert. Eine solche Therapie erhöht allerdings gleichzeitig auch das Risiko für Brustkrebs und Gefäßerkrankungen. Dementsprechend werden diese Mittel nur unter Abwägung der Risiken und ausschließlich bei sehr starken Wechseljahrbeschwerden eingesetzt.

Wer darf kein Progesteron einnehmen?

Für manche Frauen ist Progesteron aufgrund möglicher Nebenwirkungen nicht geeignet. Bei Frauen, die an Brustkrebs sowie anderen Krebsarten der Geschlechtsorgane erkrankt sind ist von der Gestagen-Gabe abzusehen. Gleiches gilt, wenn ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln vorliegt. Schwere arterielle Durchblutungsstörungen und Schlaganfall sind ebenfalls Kontraindikationen. Auch bei Scheidenblutungen ohne erkennbare Ursache sollte zunächst ein Arzt aufgesucht werden. Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Fettstoffwechselstörungen, Herzmuskelschwäche und Diabetes mellitus ist Vorsicht geboten. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Porphyrie sind ein Ausschlusskriterium. Bei einer Schwangerschaft und während der Stillzeit darf grundsätzlich kein Progesteron eingenommen werden.

Es gibt bestimmte Präparate bei denen es bei gleichzeitiger Einnahme zu Wechselwirkungen mit Progesteron kommt. Barbiturate, Antiepileptika und Rifampicin (bei Tuberkulose) fallen in diese Kategorie. Antibiotika und Aktivkohle haben zusammen mit Progesteron eingenommen einen verstärkten Einfluss auf die Darmflora. Antidiabetika müssen eventuell neu eingestellt werden. Was individuell mögliche Nebenwirkungen und Risiken betrifft, ist es am Besten eine Therapie vorher mit einem Arzt genau abzuklären.

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