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Spedra ist der Handelsname des Wirkstoffes Avanafil. Avanafil ist ein Mittel zur Steigerung der männlichen Erektionsfähigkeit. Somit ist Spedra ein Medikament gegen die sogenannte erektile Dysfunktion und zählt zu den PDE-5-Hemmern. Hier erklärt DrEd die möglichen Dosierungen von Spedra und hilft die richtige individuelle Wirkstärke zu finden.

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In welcher Dosierung ist Spedra erhältlich?

Spedra wird in drei verschiedenen Dosierungen angeboten: Spedra 50 mg, Spedra 100 mg und Spedra 200 mg. Gemeint ist jeweils die Menge des Wirkstoffs Avanafil pro Spedra-Tablette in Milligramm. Die gängige Dosis für Patienten, die Spedra zum ersten Mal einnehmen, liegt bei 100 mg. Je nachdem wie die Wirkung bei der ersten Anwendung war, kann die Dosis schon bei der nächsten Einnahme von Spedra nach unten oder oben angepasst werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen die einzelnen Spedra Dosierungen vor.

Welche Dosierung eignet sich für mich?

In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass Spedra deutlich zur Erektionsfähigkeit des Mannes beiträgt. Folgende Punkte wurden hierbei bei der Bewertung der Spedra Wirkung berücksichtigt:

  • Das erfolgreiche vaginale Eindringen des Penis
  • Abschließend geglückter Geschlechtsverkehr
  • Ein Fragebogen, der die Erektionsfähigkeit von Männern ermittelt.

Spedra 50 mg

Spedra 50 mg ist die niedrigste erhältliche Dosis und kann für Menschen geeignet sein, die bereits Kreislauf beeinflussende Medikamente nehmen. Dazu zählen neben einigen anderen Medikamenten beispielsweise Alpha-Blocker.

Die meisten Studien, die zu Spedra durchgeführt wurden, befassen sich mit den Dosierungen von 100 mg und 200 mg. Eine systematische wissenschaftliche Übersichtsarbeit (Metaanalyse) der wichtigsten bis 2014 verfassten Studien bemerkt zusammenfassend, dass Spedra 50 mg deutlich milder wirkt, als die beiden höheren Vergleichsdosen. Trotzdem wirkt die Spedra Dosierung von 50 mg nachweislich besser als Präparate ohne Wirkstoff (Placebos) und ist damit beispielsweise nach ärztlicher Risikoabschätzung möglicherweise eine Alternative für Männer mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Spedra 100 mg

Spedra 100 mg entspricht einer mittleren Dosierungsstärke von Avanafil, dem Wirkstoff von Spedra. Die gut verträgliche Dosis dient bei gesunden Patienten ohne bekannte Wechselwirkungen und Gegenanzeigen häufig als Einstieg, um die Wirkintensität zu ermitteln.

In einer 2013 veröffentlichten Studie mit 686 Probanden, berichteten 83 von 100 Teilnehmern über eine erfolgreiche vaginale Penetration und 68 von 100 Teilnehmern über abschließend geglückten Geschlechtsverkehr. Die 100 mg Dosierung ist sehr wirksam und hilft den meisten Anwendern.

Spedra 200 mg

Spedra 200 mg entspricht der höchsten Dosierung vom Spedra Wirkstoff Avanafil und wird in der Regel erst dann eingenommen, wenn Spedra 100 mg nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Wissenschaftler haben den Therapieerfolg von Spedra 200 mg untersucht und konnten zeigen, dass sich die Wahrscheinlichkeiten durch Spedra 200 mg für eine erfolgreiche vaginale Penetration und für abschließend geglückten Geschlechtsverkehr im Vergleich zur Einnahme eines Placebo-Präparats signifikant steigern lässt. Auch konnte gezeigt werden, dass mehr als die Hälfte der Menschen, die nicht auf Spedra 100 mg ansprechen, nach der Einnahme von Spedra 200 mg eine Erektion bekommen können.

Was kann ich tun, wenn ich zu viel Spedra eingenommen habe?

Die empfohlene Maximaldosis von Spedra liegt bei 200 mg pro Tag. Eine Überdosierung über 200 mg Spedra innerhalb von 24 Stunden führt zunächst zu verstärkten Nebenwirkungen und kann auch gefährlich sein. Falls Sie Spedra versehentlich überdosiert haben und Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. 

Wie schnell wirken die verschiedenen Spedra Dosierungen?

Die durchschnittliche Zeit, bis der Spedra-Wirkstoff in seiner maximalen Konzentration im Blut ankommt, beträgt 15 bis 30 Minuten. Dieser Zeitrahmen gilt für Patienten, die vor der Einnahme von Spedra keine größere Mahlzeit zu sich genommen haben. Anwender, die Spedra zusammen mit einer sehr fettigen Mahlzeit einnehmen, müssen damit rechnen, dass die maximale Wirkung des Medikaments erst nach etwas mehr als einer Stunde erreicht wird.

Zu beachten ist, dass nicht immer die maximale Wirkstoffkonzentration im Blut nötig ist, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Im Verlauf der Zulassungsstudien für Spedra konnte gezeigt werden, dass sich bei der Mehrzahl der Probanden eine zufriedenstellende Wirkung im Zeitfenster zwischen 20 und 40 Minuten einstellte. Dieses im Vergleich mit anderen Phosphodiesterase-5-Hemmern sehr gute Ergebnis konnte für alle zugelassenen Dosierungen von Spedra (50 mg, 100 mg, 200 mg) nachgewiesen werden. 

Hilft Spedra auch Patienten, die an Diabetes leiden oder sich die Prostata entfernen lassen mussten?

Ja, die Wirksamkeit von Spedra konnte auch bei Menschen nachgewiesen werden, die neben Erektionsproblemen zusätzlich an Diabetes mellitus leiden oder sich die Prostata entfernen lassen mussten. Diese beiden Erkrankungen gehen häufig mit erektiler Dysfunktion einher, da sie die Erektionsfähigkeit des Mannes durch Beschädigung der Nervenbahnen (Prostataentfernung) oder Kalkablagerung in den Blutgefäßen des Penis (Diabetes mellitus) beeinträchtigen.

Aufgrund dieses Zusammenhangs wurden in weiterführenden Studien Menschen untersucht, die neben erektiler Dysfunktion zusätzlich an Diabetes mellitus leiden. Hier konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Spedra 100 mg und 200 mg die Wahrscheinlichkeit für erfolgreichen Geschlechtsverkehr steigert.

Männern, die an erektiler Dysfunktion leiden und sich in einem operativen Eingriff die Prostata entfernen lassen mussten (nervenschonende radikale Prostatektomie), kann ebenfalls durch Spedra geholfen werden. Studien zeigen, dass diese Männer schon nach 15 Minuten von der Wirkung von Spedra in den Dosierstärken 100 mg und 200 mg profitieren können.

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Quellen:

  • Cui, Y.-S., Li, N., Zong, H.-T., Yan, H.-L., & Zhang, Y. (2014) Avanafil for male erectile dysfunction: a systematic review and meta-analysis. Asian Journal of Andrology, 16(3), 472–7. Online: www.doi.org, Zugriff am 22.07.2015.
  • Rosen, R. C., Cappelleri, J. C., & Gendrano, N. (2002). The International Index of Erectile Function (IIEF): a state-of-the-science review. International Journal of Impotence Research, 14(4), 226–44. Online: www.doi.org, Zugriff am 22.07.2015.
  • Belkoff, L. H., McCullough, A., Goldstein, I., Jones, L., Bowden, C. H., DiDonato, K., Day, W. (2013). An open-label, long-term evaluation of the safety, efficacy and tolerability of avanafil in male patients with mild to severe erectile dysfunction. International Journal of Clinical Practice, 67(4), 333–41. Online: www.doi.org, Zugriff am 22.07.2015.
  • Mulhall, J. P., Burnett, A. L., Wang, R., McVary, K. T., Moul, J. W., Bowden, C. H., Day, W. 2013). A phase 3, placebo controlled study of the safety and efficacy of avanafil for the treatment of erectile dysfunction after nerve sparing radical prostatectomy. The Journal of Urology, 189(6), 2229–36. Online: www.doi.org, Zugriff am 22.07.2015.