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Frau hat Akne durch Ernährungsweise

Die Frage, inwiefern Akne mit der Ernährung zusammenhängt, ist sehr umstritten. So gibt es einige Studien die belegen, dass Akne durch bestimmte Lebensmittel verstärkt werden kann, was die Lebensqualität mindert.

DrEd klärt darüber auf, welche Lebensmittel möglicherweise als sogenannte Risikofaktoren für Akne einzustufen sind.

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Kann Akne durch die Ernährung ausgelöst werden?

Akne entsteht durch eine übermäßige Talgproduktion der Talgdrüse, die sich in der oberen Hautschicht befindet. Durch die erhöhte Talgproduktion werden die Drüsen verschlossen und es entstehen Mitesser. Das Hormon Androgen fördert die Produktion von Talg.

Außerdem kann eine gesteigerte Talgproduktion durch die Talgdrüsen mit einer übermäßigen Vermehrung der sogenannten Keratinozyten verbunden sein. Keratinozyten sind Zellen, welche die Wand des Haarfollikels aufbauen. Vermehren sie sich übermäßig, verstopfen sie den Ausgang der Talgdrüse. Der Talg kann so nicht mehr normal abfließen.

Manche Lebensmittel könnten sich durch ihre Eigenschaften auf die Vermehrung der Keratinozyten oder den Hormonhaushalt auswirken und könnten somit bei einer Veranlagung zur Akne diese fördern.

Da wir Menschen individuell sind und auch unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel reagieren, können schwer pauschale Aussagen über Akne induzierende Lebensmittel getroffen werden. Bei bestimmten Lebensmitteln ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie in Verbindung mit Akne stehen.

Akne Betroffene sollten selbst ausprobieren, welche Lebensmittel bei ihnen die Akne verschlimmert. Dabei ist es wichtig, dass auf das in Verdacht stehende Lebensmittel einen längeren Zeitraum (ca. 3 Monate) verzichtet wird.

Wird Akne durch Lebensmittel mit hoher glykämischer Last gefördert?

Laut einiger Studien wird die Ausbildung von Akne bei manchen Menschen durch Lebensmittel mit hoher glykämischer Last (Glycemic Load, GL) gefördert. Lebensmittel wie beispielsweise Glukosesirup, Pommes frites oder Vollmilchschokolade haben einen hohen GL Wert.

Die Entstehung von Akne durch Lebensmittel mit hoher glykämischer Last wird durch folgenden Mechanismus erklärt: Nach der Aufnahme von Lebensmitteln mit hohem GL steigt der Blutzuckerspiegel an und als Reaktion darauf wird Insulin ins Blut ausgeschüttet. Durch das Insulin wird wiederum der Blutzuckerspiegel gesenkt, was ein natürlicher Mechanismus ist.

Insulin übt unter anderem aber auch einen Androgen-produzierenden Effekt aus. Hierbei muss darauf hingewiesen werden, dass der durch Insulin induzierte Androgen-bildenden Effekt nur in Thekazellen nachgewiesen ist. Thekazellen kommen in Ovarialfollikeln vor, welche eine Einheit aus weiblichen Eizellen bilden. Da Androgene für eine erhöhte Talgproduktion verantwortlich sind, wird hier der Zusammenhang mit Akne gezogen.

Zudem sollen Nahrungsmittel mit erhöhter GL einen Signalweg („PI3-K/Akt-Signalweg“) aktivieren, wodurch es zu einer Änderung der Regulation bestimmter Genabschnitte kommt. Durch den Signalweg bilden sich Keratinozyten, welche für das Verstopfen des Talgdrüsenausgangs verantwortlich sind. Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last sollen außerdem das IGF-Bindungsprotein-3 (IGFBP-3) hemmen, welches das Zellwachstum reguliert, was wiederum zu Akne führen soll.

Zwar gibt es einige Studien, die den Zusammenhang von Akne und Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last bestätigen. Dieser Zusammenhang könnte aber auch durch andere Faktoren zustande kommen, die in diesen Studien keine Beachtung finden. Aus diesem Grund ist es wichtig, weitere Studien durchzuführen, um den Einfluss von möglichen Faktoren wie beispielsweise Stress, Alter etc. herauszukristallisieren.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Milch und Akne?

Auch dieser Zusammenhang ist trotz vieler Studien eine Streitfrage. Bisher überwiegen aber die Hinweise, dass ein gemäßigter Milchkonsum unproblematisch sei. Jedoch gibt es mehrere Veröffentlichungen, die durch populationsbasierte Studien einen Zusammenhang zwischen Milch und Akne postuliert, weil Milch Wachstumsfaktoren enthält. Die Wachstumsfaktoren sind naturgemäß in der Milch enthalten, da die Milch Säuglingsnahrung für Kälber ist.

So soll der Wachstumsfaktor Insulin-like growth factor 1 (IGF-I) Akne verursachen. Dies liegt daran, dass die Talgdrüsen Rezeptoren für den Wachstumsfaktor IGF-1 tragen. Somit sollen sie eine übermäßige Talgproduktion der Talgdrüsen induzieren und damit an der Entstehung von Akne beteiligt sein. Bei Akne kann daher ein mehrwöchiger Versuch mit einer milchproduktefreien Ernährung Aufschluss darüber geben, ob man zu den milchempfindlichen Menschen gehört.

Akne – Eine Allergie auf Iod in der Nahrung?

Das Spurenelement Iod steht im Verdacht Iodakne auszulösen. So ist belegt, dass eine orale Exposition gegenüber deutlich überschüssigem Iodid Hautveränderungen bewirkt. Diese wird als Iodakne bezeichnet. In der klinischen Literatur sind Fälle bekannt, in denen bei einer oralen Aufnahme von Iod mit 300–1000 mg pro Tag (5–14 mg pro kg Körpergewicht pro Tag), die Iodakne auftrat.

In vielen dieser Fälle können bereits bestehende Erkrankungen und die damit zusammenhängende medikamentöse Therapie zur Reaktion auf das Iod beigetragen haben. So bleibt das Dosis-Wirkungs-Verhältnis für Iodakne bei gesunden Menschen nach wie vor unsicher. Generell sollten jedoch darauf geachtet werden, die Werte für die empfohlene Menge an Iod nicht zu übersteigen.

Entsteht Akne durch dunkle Schokolade?

Es gibt eine Studie, der zufolge dunkle Schokolade einen fördernden Effekt auf Akne hat. Dafür wurden 25 Akne-anfällige männliche Probanden untersucht, denen 25 g einer 99-prozentigen dunklen Schokolade täglich für 4 Wochen verabreicht wurden. Statistisch signifikante Veränderungen der Akne-Werte und der Anzahl der Komedonen und entzündlichen Papeln wurden nach 2 Wochen festgestellt. Jedoch gibt es genauso viele Studien die keinen Zusammenhang zwischen dunkler Schokolade und Akne finden.

Was ist eigentlich eine gesunde Ernährung?

Diese Frage kann selbst von WissenschaftlerInnen nicht eindeutig beantwortet werden. Das liegt daran, dass die aufgenommenen Nährstoffe über unterschiedliche Stoffwechselwege abgebaut werden. Außerdem sind viele Stoffwechselwege im Körper noch nicht vollständig verstanden.

Zudem ist für jeden Menschen eine andere Ernährungsform die beste und somit auch die gesündeste. Jedoch gilt nach der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für jeden Menschen, dass er sich vielseitige und somit reich an lebensnotwendigen Nährstoffen ernähren sollte. Zu einer ausgeglichenen Ernährung gehören Vitamine, Kohlenhydrate, Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Eine Schlüsselrolle spielen hierbei vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Getreide, Obst und Gemüse. Durch sie erhält der Körper Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien. Tierische Lebensmittel liefern weitere Vitamine, Mineralien so wie Proteine. Dabei reichen geringe Mengen aus um den Bedarf zu decken. Wichtig ist auch die Zufuhr von genügend Flüssigkeit. So sollte im jeder Mensch pro Tag mindestens 1,5 Liter Wasser trinken.

Was ist noch wichtig im Zusammenhang mit Ernährung und Akne?

Zusammenhänge zwischen Ernährung oder auch speziellen Lebensmitteln und dem Auftreten von Akne sind sehr schwierig nachzuweisen, obwohl die erwähnten Studien in diese Richtung weisen. Es ist generell wichtig sich bewusst und vielfältig zu ernähren.

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Quellen:

  • W. P. Bowe, A. C. Logan, "Acne vulgaris, probiotics and the gut-brain-skin axis - back to the future?", 2011. 
  • F. Fiedler, G. I. Stangl, E. Fiedler, K.-M. Taube, Acta dermato-venereologica2017, 96, 7–9.
  • C. A. Adebamowo, D. Spiegelman, C. S. Berkey, F. W. Danby, H. H. Rockett, G. A. Colditz, W. C. Willett, M. D. Holmes, "Milk consumption and acne in adolescent girls", 2006.
  • S. Vongraviopap, P. Asawanonda, International journal of dermatology2016, 55, 587–591.
  • C. Keck, H. M. Behre (Hrsg.) Praxis der Frauenheilkunde, Vol. 1, Thieme, Stuttgart [u.a.], 2002.
  • C. A. Adebamowo, D. Spiegelman, C. S. Berkey, F. W. Danby, H. H. Rockett, G. A. Colditz, W. C. Willett, M. D. Holmes, "Milk consumption and acne in teenaged boys", 2008.
  • H. Aizawa, M. Niimura, "Elevated serum insulin-like growth factor-1 (IGF-1) levels in women with postadolescent acne", 1995.
  • J. F. Cara, "Insulin-like growth factors, insulin-like growth factor binding proteins and ovarian androgen production", 1994.

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