Hervorragend 9.5/10
Allergene bringen Frau zum Niesen

Allergene sind Substanzen, die aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften vielseitige Auswirkungen beim Menschen auslösen können. Es stellt sich daher die Frage: Was macht ein Allergen eigentlich zu einem Allergen?

Allergiker kennen meistens die Allergene, die bei Ihnen die typischen allergischen Reaktionen wie zum Beispiel Heuschnupfen auslösen. Rezepte für Medikamente gegen Heuschnupfen können Sie bei den Ärzten von DrEd anfordern.

✓ Ausstellung des Rezepts kostet €19

✓ Medikament am nächsten Werktag

Was sind Allergene?

Allergene, die auch als Antigene bezeichnet werden, rufen bei einem Allergiker eine Immunantwort hervor. Diese Immunantwort richtet sich bei Gesunden in der Regel nur gegen parasitäre Erreger und Fremdstoffe im Körper. Das Immunsystem von Allergikern erkennt jedoch auch andere Substanzen als fremd und reagiert auf sie. Diese Reaktion macht sich dann in einer allergischen Reaktion bemerkbar.

Die genauen Symptome sind davon abhängig, welches Allergen mit welcher Körperregion in Kontakt kommt. Die Symptome reichen von einem Jucken auf der Haut, Magen-Darm-Problemen bis hin zum allergischen (anaphylaktischen) Schock.

Wie bewirken Allergene eine allergische Reaktion?

Bei einem Erstkontakt mit dem Allergen kommt es in der Regel noch zu keiner allergischen Reaktion des Körpers. Es findet das statt, was der Mediziner als Sensibilisierung bezeichnet. Jeder vom Körper aufgenommene Stoff wird vom Immunsystem überprüft. Wird er als fremd erkannt, versucht der Körper sich dagegen zu wehren. Bei dem Erstkontakt muss die betreffende Substanz erst als fremd eingestuft werden, damit es beim nächsten Kontakt als Allergen wirkt. In der Regel treten die typischen Symptome erst nach mehrmaligem Kontakt mit dem Allergen auf.

Am häufigsten tritt der Typ 1 Hypersensitivität auf, bei der eine überschießende Antwort mit dem Immunglobulin E (IgE) ausgelöst wird. Immunglobuline (oder auch Antikörper genannt) verbinden sich mit dem Allergen (Antigen) und binden anschließend an Zellen des Immunsystems. In diesem Falle binden sie an sogenannte Mastzellen, die zu den weißen Blutkörperchen gehören. Diese schütten Stoffe aus, die zu einer Gefäßweitstellung, Verengung der Bronchialmuskulatur oder einer lokalen Entzündungsreaktion führen können. Die genaue Symptomatik hängt von der Lokalisation ab, an dem die Mastzellen erregt werden.

Wie lassen sich Allergene einteilen?

Allergene haben keine gemeinsamen chemischen Eigenschaften. Um einen Überblick über die Allergene zu schaffen, werden sie nach der Art der Aufnahme in den Körper unterschieden:

  1. Inhalationsallergene: Inhalationsallergene sind natürlich vorkommende Stoffe, wie z.B. Pollen, Tierhaare, Pilzsporen oder die Exkremente von Hausstaubmilben. Sie werden über die Luft übertragen und über die Atemwege, sowie über die Schleimhäute der Augen aufgenommen. Durch Pollen wird der klassische Heuschnupfen ausgelöst. Dieser kann unter anderem mit Niesen, laufender Nase sowie tränenden oder juckenden Augen einhergehen. Durch andere Inhalationsallergene können asthmaähnliche Beschwerden wie Luftnot, Hustenreiz und pfeifendes Atmen auftreten.
  2. Perkutanallergene: Perkutanallergene werden über die Haut aufgenommen. Es kann sich um verschiedene Metalle wie Nickel oder Kobalt, aber auch um pflanzliche Stoffe wie Naturlatex oder Chemikalien wie Formaldehyd handeln. Auf der Haut kommt es zu einer allergischen Reaktion, welche als Kontaktekzem bezeichnet wird. Es äußert sich vor allem über Hautrötungen, Juckreiz und Bläschenbildung. Im schlimmsten Fall können durch länger anhaltenden Kontakt Wunden entstehen. Wird der Kontakt mit dem betreffend Allergen vermieden, heilt das Ekzem in der Regel vollständig ab.
  3. Ingestionsallergene: Ingestionsallergene sind Stoffe oder Bestandteile von Nahrungsmitteln. Sie werden vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Häufige Lebensmittelallergien werden zum Beispiel ausgelöst durch Erdnüsse oder Gluten. Im Mund- und Rachenraum kann es zu Schwellungen kommen. Die Reaktion des gesamten Magen-Darm-Traktes kann sich in Erbrechen, Übelkeit oder Durchfall äußern. In seltenen Fällen sind auch die Atemwege oder die Haut im weiteren Verlauf betroffen. Dann kommt es zu Atemnot durch eine Verengung der Atemwege bzw. Rötungen und Juckreiz der Haut.
  4. Injektionsallergene: Die Injektionsallergene zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch Injektion direkt in den Körper gelangen, demnach nicht zuerst auf, sondern direkt unter die Haut treffen. Als wichtigsten Vertreter dieser Allergene sind an erster Stelle die Insektengifte zu nennen. Häufig sind hierbei Allergien gegen die Gifte von Wespen, Bienen und Hornissen. Unter die Injektionsallergene fallen jedoch auch injizierte Medikamente, nach deren Gabe es zu einer allergischen Reaktion kommt.

Wie kommt es zu der Ausbildung einer Hypersensibilisierung gegenüber einem Allergen?

Der genaue Mechanismus, wie es zu der Ausbildung einer Allergie kommt, ist bis heute nicht bekannt. Es ist lediglich klar, dass verschiedene Faktoren eine wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung spielen. Zum einen spielt die Genetik eine wichtige Rolle. Es sind mittlerweile bestimmte Gene nachgewiesen worden, die in direktem Zusammenhang mit der Ausbildung einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Allergenen stehen.

Zum anderen ist die Entwicklung des Immunsystems in der Kindheit von entscheidender Bedeutung. Das Immunsystem muss lernen, auf bestimmte Erreger zu reagieren. Kommt es jedoch nicht in einem ausreichenden Maße zu einem Kontakt mit solchen Erregern, kann das Immunsystem nicht richtig reifen. Dann kann es dazu kommen, dass es eine hohe Empfindlichkeit gegenüber an sich harmlosen Substanzen entwickelt - so die Theorie. Auch eine erhöhte Umweltbelastung kann das Immunsystem beeinträchtigen.
Bei vielen Allergikern ist eine Dysfunktion der Kontrollfunktion der Entzündungsmechanismen im Körper zu beobachten. Dies wirkt sich begünstigend auf die Entstehung einer Allergie aus.

Wie kann man sich vor Allergenen schützen?

Um die Auswirkungen der Allergie einzudämmen wird oft eine Allergenkarenz angewendet. Dabei wird der Kontakt mit dem Allergen so weit es geht minimiert bzw. ganz verhindert. Dies lässt sich je nach Art der Allergie unterschiedlich leicht umsetzen. Bei einer Nahrungsmittelallergie werden die betreffenden Lebensmittel gemieden. Das ist vergleichsweise gut umsetzbar, da es eine Kennzeichnungspflicht für die bekannten Allergene auf allen Lebensmitteln gibt.

Bei Pollenallergien ist der Schutz schwieriger zu gewährleisten. Mit Hilfe eines Pollenkalenders lässt sich zumindest regional im Vorfeld feststellen, wann die Allergenbelastung besonders hoch ist. Bei einer Hausstauballergie sollte die Wohnung oft gereinigt werden. Der Kontakt mit dem Allergen ist jedoch nicht ganz zu vermeiden. Treten dabei weiterhin Symptome auf, sollte mit dem Arzt über eine Behandlung der Symptome beraten werden.

Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung mit Allergenen?

Die Hyposensibilisierung ist die einzige kausale Therapie der Allergie. Hierbei wird das Immunsystem des Betroffenen über einen längeren Zeitraum (Jahre) dem Allergen ausgesetzt. Das Allergen wird subkutan (in das Unterhautfettgewebe) oder über die Mundschleimhaut verabreicht. Bei erfolgreicher Therapie entwickelt das Immunsystem dadurch eine Toleranz gegenüber dem Allergen. Diese Therapie zeigt besonders gute Ergebnisse bei Insektengiften, Hausstaubmilben und Pflanzenpollen.

✓ Ausstellung des Rezepts kostet €19

✓ Medikament am nächsten Werktag

Quellen:

  • Lowenstein, H., Gravesen, S., Larsen, L. and Schwarte, B., 1986. Indoor allergens. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 78(5), pp.1035-1039. Online: www.jacionline.org, aufgerufen am 12.11.2015
  • Hof H., Dörries Rüdiger: Duale Reihe: Medizinische Mikrobiologie. Thieme Verlag 5. Auflage 2014.
  • Holländer A.: Immunologie. Grundlagen für Klinik und Praxis. Urban & Fischer 1. Auflage 2006.

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an kontakt@dred.com schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Medikamentenlieferung

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Lieferung Ihres Medikaments:

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Lieferung Ihrer Antibabypille:

KOSTENLOS
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen