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Weltweit sind etwa 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen, davon sterben jährlich ungefähr 250.000 an dieser Erkrankung. Asthma erfordert eine regelmäßige und konsequente Therapie, unter der ein (fast) symptomfreies Leben erreicht werden kann. Eine Heilung ist bisher nicht möglich.

Rezept und Medikament zur Behandlung von Asthma

Was ist Asthma?

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die zunächst anfallsartig auftritt. Die Erkrankung beruht auf einer erhöhten Empfindlichkeit der Atemwege, die schnell zu entzündlichen Reaktionen führen kann (bronchiale Hyperreagibilität). Asthmaanfälle zeigen häufig Symptome wie pfeifende Atmung, Husten und ein Engegefühl in der Brust bis hin zu Luftnot. Unbehandeltes Asthma kann letztendlich Überlappungen mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) entwickeln und zu Lungenfunktionseinschränkungen führen.

Wer bekommt Asthma?

Asthma kann in jedem Lebensalter neu auftreten, jedoch werden Neuerkrankungen häufiger bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren Menschen diagnostiziert. Etwa zwei Drittel aller Asthmadiagnosen werden vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Grund dafür ist, dass die Atemwege bei sehr jungen und sehr alten Menschen empfindlicher auf (Umwelt-)Reizen reagieren als bei Menschen im mittleren Lebensalter. Während im Kindesalter mehr Jungen als Mädchen erkranken, gleicht sich dies mit zunehmendem Lebensalter aus, und im hohen Erwachsenenalter erkranken schließlich mehr Frauen als Männer. In den Industriestaaten sind die Menschen häufiger von Asthma betroffen als in den Entwicklungsländern.

Wie wird Asthma therapiert?

Die Asthma-Therapie ist eine Stufentherapie, die auf den Säulen einer dauerhaften Entzündungshemmung sowie Atemwegs-erweiternden Medikamenten im Bedarfsfall basiert. Zur Anwendung kommen unter anderem Glukokortikoide sowie sogenannte beta-2-Mimetika. Die Intensität der Therapie wird der Schwere der Asthma-Erkrankung angepasst. Regelmäßige Kontrollen der Krankheitsaktivität durch einen (Fach-)Arzt sind wichtig, um einzuschätzen, ob die aktuelle Therapie weiterhin ausreicht oder ob die Therapie intensiviert (oder abgeschwächt) werden kann. Wenn begleitend Allergien vorliegen, kann es sinnvoll sein, eine Desensibilisierung durchzuführen.

Welche Prognose hat die Asthma-Erkrankung?

Die Prognose der Asthma-Erkrankung ist unter anderem abhängig von der Therapietreue des Patienten sowie vom Alter des Patienten beim ersten Auftreten der Erkrankung und dessen Geschlecht. Etwa die Hälfte aller Kinder, bei denen Asthma diagnostiziert wird und die konsequent therapiert werden, leiden im Erwachsenenalter kaum oder gar nicht mehr unter Asthma-Symptomen. Diese Besserung betrifft häufiger Jungen als Mädchen.

Patienten, die die verordneten Medikamente nicht regelmäßig anwenden oder gar keine Therapie gegen ihre Erkrankung erhalten, haben – neben der Gefahr häufiger Asthmaanfälle – ein großes Risiko, dauerhafte strukturelle Änderungen in ihrem Atemwegssystem zu erleiden. Die Erkrankung kann sich dann ähnlich wie eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickeln. Die Lungenkapazität nimmt ab und der Gasaustausch (Kohlenstoffdioxid wird abgegeben und Sauerstoff aufgenommen) wird beeinträchtigt. Wenn erst einmal ein solches „Mischbild“ zwischen Asthma und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung erreicht ist, können durch eine fachgerechte Therapie nicht mehr alle Spuren des Asthmas beseitigt werden. Das Atemsystem und damit der Patient bleiben dauerhaft beeinträchtigt. Die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, da die Lungen in ihrer Funktion beeinträchtigt sind. Husten und Atemnot können folgen. Im Gegensatz dazu müssen Betroffene mit einem fachgerecht und gewissenhaft behandelten Asthma nicht befürchten, große Anteile ihrer Lungenfunktion zu verlieren.

Wie lange muss Asthma behandelt werden?

Asthmatiker müssen in der Regel ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung lebenslang in Behandlung bleiben. Durch eine fachgerechte und konsequente Therapie kann in der Regel eine Symptomfreiheit erreicht werden. Vorsichtig können dann auch die Medikamente angepasst und ggf. reduziert werden, wenn die Symptome nicht erneut wieder auftreten. Vor allem Betroffene, bei denen bereits in der Kindheit Asthma festgestellt wurde, haben eine Chance darauf, dass vielleicht eines Tages keine dauerhafte Asthma-Therapie mehr benötigt wird. Dennoch sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, damit bei einer möglichen Verschlechterung der Erkrankung erneut mit der Behandlung begonnen werden kann. Asthma-Betroffene müssen so ihr ganzes Leben über mit der Diagnose Asthma bronchiale leben und sich ggf. ihr ganzes Leben über an die verschriebene Therapie halten.

Ist Asthma heilbar?

Mit einer so großen Zahl an Betroffenen weltweit, den drohenden schwerwiegenden Folgen der Asthma-Erkrankung sowie der Notwendigkeit, dauerhaft eine Therapie zu etablieren, gibt es große Forschungsanstrengungen, um eine dauerhafte Heilung der Asthma-Erkrankung zu bewirken. Auch wenn immer wieder Meldungen verbreitet werden, dass endlich der große „Durchbruch“ in der Forschung erreicht sei, gibt es leider bisher noch keine Möglichkeit, Asthma zu heilen. Eine leitliniengerechte Therapie jedoch kann ein symptomfreies Leben ermöglichen. Menschen, die in jungem Lebensalter erkranken, haben eine Chance, im Erwachsenenalter dauerhaft keine Asthma-Therapie mehr zu benötigen. Dennoch sollten sich auch diese Patienten in regelmäßigen Abständen bei einem (Fach-)Arzt vorstellen, um zu kontrollieren, ob die Asthma-Erkrankung weiterhin nicht aktiv ist.

Was können Asthmatiker selbst für ihre Gesundheit tun?

Bei Vorliegen einer Asthma-Erkrankung können Betroffene einige Dinge selber umsetzen, um die Erkrankung zu lindern. Dabei ist es am wichtigsten, die verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und den Vorgaben des Arztes gemäß anzuwenden. Wenn der Patient die Anwendung der Medikamente oder weitere Anordnungen des Arztes nicht verstanden hat, so sollte in jedem Fall nachgefragt werden, bis die Anordnungen klar und verständlich erklärt wurden. Verschiedene Änderungen des Lebensstils können ebenfalls zu einer Linderung der Asthma-Erkrankung führen. Der Rauchstopp ist – wie in fast allen gesundheitlichen Fragen – sehr zu empfehlen. Regelmäßiges körperliches Training und eine abwechslungsreiche Ernährung sind weitere Säulen einer Allgemeintherapie. Das Asthma sollte so gut eingestellt werden, dass sich der Betroffene sehr gut körperlich belasten kann, ohne Angst haben zu müssen, damit einen Asthma-Anfall zu provozieren. Der Aufenthalt in sogenanntem reizarmen Klima, z.B. am Mittelmeer oder an der Nordsee, kann helfen, ein gereiztes Atemwegssystem zu beruhigen.

Rezept und Medikament zur Behandlung von Asthma

Quellen:

  • Tarlo, S. M., Balmes, J., Balkissoon, R., Beach, J., Beckett, W., Bernstein, D., ... & Harber, P. (2008). Diagnosis and management of work-related asthma: American College of Chest Physicians Consensus Statement. CHEST Journal, 134(3_suppl), 1S-41S.
  • Bateman, E. 1., Hurd, S. S., Barnes, P. J., Bousquet, J., Drazen, J. M., FitzGerald, M., ... & Pizzichini, E. (2008). Global strategy for asthma management and prevention: GINA executive summary. European Respiratory Journal, 31(1), 143-178.
  • Informationswebsite für Ärzte und Fachärzte: www.emedicine.com (aufgerufen am 14.05.2017)
  • Matthys, H., & Seeger, W. (Eds.). (2008). Klinische Pneumologie. Springer Science & Business Media.
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