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Asthmatikerin beim Arzt

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu wiederkehrenden Episoden mit Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust (Asthmaanfall) führt. Die von Asthma betroffenen Patienten werden als Asthmatiker bezeichnet.

Da es sich bei Asthma bronchiale um eine Krankheit handelt, die nicht heilbar aber sehr gut zu kontrollieren ist, müssen Asthmatiker im Alltag einige Dinge beachten. Wenn einige einfache Regeln befolgt und die verschriebenen Medikamente regelmäßig eingenommen werden, hat der Asthmatiker jedoch kaum mit Einschränkungen der Lebensqualität zu rechnen.

Besonders wichtig für die Patienten ist es zu wissen, wie bei einem Asthmaanfall reagiert werden muss und was man tun kann um diesen von vorne herein zu vermeiden. Aber auch in den beschwerdefreien Intervallen gibt es einige Punkte, die ein Asthmatiker beachten sollte.

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Was sind die Probleme, die Asthmatiker im Alltag haben?

Da Asthma bronchiale nicht heilbar ist und dementsprechend chronisch verläuft, müssen sich Asthmatiker auf eine lebenslange Therapie mit inhalativen Medikamenten wie Asthmasprays oder auch Tabletten einstellen.

Die zentralen Symptome von Asthma sind die anfallsartig auftretende Luftnot und laute Atemgeräusche beim Ausatmen, der sogenannte expiratorische Stridor. Je nach Ausprägung können diese Episoden von trockenem Husten und der Angst zu ersticken begleitet werden, was einen entsprechend hohen Leidensdruck hervorruft. Aufgrund der Luftnot sind körperliche Aktivitäten und Sport selten oder nur unter bestimmten Bedingungen im gewohnten Ausmaß weiter ausführbar.

Da ein Asthmaanfall unter Umständen lebensbedrohlich werden kann, ist es wichtig die notwendigen Notfallmedikamente immer dabei zu haben. Bei Kindern müssen die Aufsichtspersonen über Krankheit, Therapie und Medikamente informiert werden, um im Bedarfsfall adäquat reagieren zu können. Hier ist es besonders wichtig, dass die Medikamente schnell gefunden und angewendet werden können, auch wenn das Kind eventuell nicht mehr selbst dazu in der Lage ist.

Was muss im Zusammenhang mit Asthmatikern in der Nacht beachtet werden?

Da sich die Bronchialweite im Tagesverlauf ändert, treten Asthmaanfälle insbesondere nachts nach drei Uhr auf. Das kann zu Schlafproblemen sowohl beim Asthmatiker als auch beim Partner und der Familie führen. Aus diesem Grund ist eine Information der Angehörigen nach der Diagnose sehr wichtig.
Zusätzlich zu den akut auftretenden Episoden starker Luftnot kann sich ein chronischer Husten entwickeln.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es außerdem zu einer erhöhten Infektneigung, die vom Patienten als sehr belastend empfunden werden kann und die die Asthmasymptome verschlechtern kann. Somit werden unter Umständen häufigere Arztbesuche notwendig.

Welche Personengruppen entwickeln besonders schnell ein Asthma bronchiale?

Etwa jeder zwanzigste Deutsche hat die Diagnose Asthma bronchiale. Dabei variiert je nach Quelle die Geschlechtsverteilung.

Das Alter in dem die Krankheit zum ersten Mal diagnostiziert wird, unterscheidet sich abhängig vom Asthmatyp. Das allergische Asthma tritt meist bereits im Kindesalter auf, während das nicht-allergische Asthma eine Erkrankung jenseits des 40. Lebensjahres ist.

Bestimmte Berufsgruppen sind besonders häufig von Asthma bronchiale betroffen, da sie mit Stoffen in Berührung kommen, die ein allergisches Asthma besonders häufig auslösen. Dazu zählen zum Beispiel Bäcker (Mehlstaub), medizinisches Personal (Latex) und Industriearbeiter (Isozyanate).
Kinder, die regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt sind, erkranken schneller an Asthma als es Kinder in einer gesunden Umgebung tun.

Welche diagnostischen Verfahren werden bei Verdacht auf Asthma bronchiale durchgeführt?

Wenn aufgrund der klinischen Symptome, wie spontan und anfallsartig einsetzende Luftnot und Husten, der Verdacht auf ein Asthma bronchiale besteht, muss sich der Patient zur Abklärung einer Reihe einfacher diagnostischer Maßnahmen unterziehen.

In erster Linie folgt auf die rein klinische Untersuchung eine Durchführung einer Lungenfunktionstestung oder eines Methacholin-Provokationstests. Zusätzlich kann ein Allergietest und eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um mehr über die Art des Asthmas zu erfahren. Auch ein Röntgenbild des Brustkorbes kann wegweisend für die Asthmadiagnose sein.

Alle diese Untersuchungsmethoden gehen schnell und sind schmerzlos.

Wie kann ein Asthmatiker selbst den Krankheitsverlauf und die Therapiewirksamkeit kontrollieren?

Damit die Therapie und das Fortschreiten der Krankheit regelmäßig überprüft werden kann, wurde ein Gerät entwickelt, mit welchem der Patient selbstständig seine Lungenfunktion ermitteln kann. Das sogenannte Peak-Flow-Meter ist kostengünstig in jeder Apotheke erhältlich und sehr einfach zu bedienen.

Um seinen Maximalfluss (in L/Min) zu bestimmen, atmet der Asthmatiker in Ruhe maximal ein und umschließt das Mundstück komplett mit den Lippen, so dass keine Luft entweichen kann. Dann atmet er kräftig aus und notiert das auf der Skala des Peak-Flow-Meters angegebene Ergebnis.

Die Messwerte werden täglich vom Patienten dokumentiert, so dass ein plötzlicher Abfall der Atemflussgeschwindigkeit sofort auffällt. In diesem Fall kann eine Anpassung des Therapieschemas erfolgen und eine rasche Verschlechterung der Symptome wird effektiv verhindert.

Um jedoch zuverlässige Werte zu erhalten, ist eine gewissenhafte und regelmäßige Durchführung der Messungen sowie ein schneller Kontakt zu einem Arzt im Fall einer Verschlechterung der Atemflussgeschwindigkeit sehr wichtig.

Wodurch kann ein Asthmaanfall ausgelöst werden und was können Asthmatiker dagegen tun?

Ein Asthmaanfall ist eine akute, umkehrbare Verengung der Bronchien, die im Rahmen eines bestehenden Asthma bronchiale auftritt und teilweise sehr schwere Folgen haben kann.

Je nach Art der Asthmas kann solch ein Anfall durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden.

Grundsätzlich kann kalte Luft zu einer Verengung der unteren Atemwege führen, die aufgrund der Hyperreagibilität eines Asthmatikers zu einem Anfall führen kann. Genauso werden körperliche Anstrengung (Anstrengungsasthma) und psychogene Auslöser als Faktoren angesehen, die einen Asthmaanfall begünstigen.

Bei einem allergischen Asthma bronchiale muss der Asthmatiker darauf achten, dass er nicht mit Stoffen in Berührung kommt, auf die er allergisch reagiert. Insbesondere sind auf saisonale Ereignisse wie Pollenflug und jahreszeitenunabhängig Tierhaare, Schimmelpilze und Hausmilben zu achten. In einigen wenigen Fällen können allergene Stoffe aus der Arbeitswelt den Patienten in die Arbeitsunfähigkeit führen.

Patienten, die unter einem nicht-allergischen Asthma bronchiale leiden, müssen jedoch ebenfalls auf einige Dinge achten. Insbesondere im Falle eines sogenannten Analgetika-Asthmas müssen Nicht-steroidale Antirheumatika, wie Aspirin (ASS) oder Ibuprofen, dringend vermieden werden. Zusätzlich sollten Tabakrauch, Lösungsmittel und Luftschadstoffe, wie Ozon, Schwefeldioxid und offene Kaminfeuer, gemieden werden.

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Quellen:

  • MIAMED AMBOSS - Nachschlagewerk für Mediziner. Online: www.amboss.miamed.de, aufgerufen am 30.12.2016
  • K. Arastéh, H. Baenkler et al.: Duale Reihe Innere Medizin, 3. Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2013

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