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Frau mit Belstungsasthma

Laut einer Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. geben beinahe ein Drittel der Sportlehrer an, dass sich Schüler aufgrund ihres Asthmas vom Sportunterricht befreien lassen. Diese Zahlen sind laut Experten ungerechtfertigt.

Was genau verursacht Belastungsasthma? Ist Sport wirklich der alleinige Auslöser oder könnte regelmäßiges Training sogar Abhilfe verschaffen? Wenn gehäuft Asthma Attacken während des Trainings auftreten, muss die aktuelle Asthmabehandung eventuell neu angepasst werden.

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Was ist Belastungsasthma?

Unter Anstrengungs- oder Belastungsasthma versteht man eine Asthma Attacke während oder direkt nach intensiver körperlicher Belastung. Das Erkrankungsbild kann von verstärktem Husten direkt nach der physischen Anstrengung bis hin zur Atemnot reichen. 60-90 Prozent aller Asthmatiker leiden unter Anstrengungsasthma.

Da jedoch auch Menschen ohne manifestes Asthma Bronchiale daran leiden können, versucht man die Bezeichnung „Belastungsinduzierte Bronchokonstriktion“ für dieses Symptombild einzuführen.

Wie verursacht Sport Belastungsasthma?

Ein Asthmaanfall bei einem Patienten mit chronisch entzündlichem Asthma Bronchiale zeichnet sich im Wesentlichen durch eine Verengung der Atemwege aus.

Atemwege bezeichnet hier den Weg der Luft vom Einatmen durch Mund und Nase, über die Luftröhre in beide Lungenflügel bis hin in die Bronchien und kleiner werdenden Bronchiolen. Durch eine Verengung in diesen Bereichen kann die Luft bei einem Anfall nicht mehr ausreichend in die Lungenbläschen gelangen.

Das unterliegt im Wesentlichen drei Faktoren:

  • Die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur – Bronchospasmus
  • Die Schwellung der Schleimhaut, welche die Bronchien innen auskleidet
  • Die übermäßige Produktion von zähflüssigem Schleim, welcher der Schleimhaut aufliegt

Diese wiederkehrenden Veränderungen sind auf eine chronische Entzündung zurückzuführen, die durch zusätzliche Reize von außen verstärkt werden können und so zur Atemnot führen. Neben Allergien oder Stress können auch Sport oder anderweitig intensive physische Belastungen eine Asthma Attacke verursachen.

Den genauen Krankheitsmechanismus hinter Belastungsasthma als nicht-allergenen Reiz hat man allerdings noch nicht vollständig erforscht. Die zwei anerkanntesten Theorien sind die Austrocknungstheorie und die Kältetheorie.

Was besagt die Austrocknungstheorie im Zusammenhang mit Belastungsasthma?

Die Austrocknungstheorie geht davon aus, dass die beschleunigte Atmung während körperlicher Aktivität die Bronchialschleimhaut austrocknet. Man atmet hauptsächlich durch den Mund, um dem erhöhten Sauerstoffbedarf gerecht zu werden, und umgeht so die Befeuchtung durch die Nasenschleimhaut. Dies gekoppelt mit der rascheren Luftbewegung reizt die Bronchialschleimhaut. Diese reagiert mit Mehrdurchblutung durch Gefäßerweiterung (reaktive Hyperämie), was eine Verengung nach sich zieht.

Wie erklärt die Kältetheorie ein Belastungsasthma?

Die Kältetheorie hingegen macht die durch schnelles Ein- und Ausatmen nicht ausreichend angewärmte Luft für die Schleimhautreizung verantwortlich. Die ausgekühlte Bronchialschleimhaut führt auch hier zu einer reaktiven Hyperämie und somit zur Verengung der Bronchien.

Welche Symptome zeigt ein Anstrengungsasthma?

Die Symptomatik bei Anstrengungsasthma gleicht stark den Symptomen von chronischen Asthmatikern während einer Attacke. Hauptsymptome sind:

  • Engegefühl in der Brust
  • Rasselnde bis pfeifende Atemgeräusche (Verengung der Bronchien)
  • Trockener Husten
  • Kurzatmigkeit bis Atemnot

Durch Belastung hervorgerufene Symptome setzen in der Regel 5-20 Minuten nach Beginn einer Trainingseinheit ein; je intensiver die Anstrengung, desto eher treten die Beschwerden auf. Sobald solche Probleme einmal oder gar öfter auftreten, ist ein Besuch beim Lungenfacharzt ratsam.

Wie wird Belastungsasthma behandelt?

Eine belastungsinduzierte Bronchokonstriktion sollte man wie eine reguläre Asthma Attacke behandeln. Man sollte versuchen möglichst ruhig zu bleiben und sein Asthmaspray wie vom behandelnden Arzt vorgeschrieben benutzen, um die Symptome zu lindern.

Wenn sich die Beschwerden nicht verbessern und Atemnot einsetzt, sollte man nicht zögern und den Notruf wählen.

Wie kann man Belastungsasthma vorbeugen?

Für chronische Asthmatiker sind gelegentliche Asthma Attacken teilweise unausweichlich. Jedoch gibt es einige Asthmaanfälle begünstigende Faktoren, die man mit bekanntem Asthma vermeiden sollte:

  • Kalte Temperaturen
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Schlechte Luftqualität durch Verschmutzung
  • Hohe Pollenkonzentration bei allergischem Asthma
  • Bestehender Atemwegsinfekt

Tritt Belastungsasthma gehäuft auf, kann das darauf zurückzuführen sein, dass die laufende medikamentöse Behandlung nicht ausreichend eingestellt ist. Nach Absprache mit dem behandelnden Arzt kann diese angepasst werden oder alternativ auch vor dem Training durch einen präventiven Inhalationsstoß aus dem Asthmaspray ergänzt werden. Dieser kann 10-15 Minuten vor dem Training eingesetzt werden, um die Entzündung vor der Anstrengung zu lindern, wodurch die Reizschwelle für einen Anfall hinaufgesetzt wird.

Kann man mit Belastungsasthma dennoch trainieren?

In keinem Fall sollte man sich durch Asthmaanfälle bei Belastung vom Training abhalten lassen. Anstrengungsasthma nimmt nachgewiesen bei regelmäßiger körperlicher Belastung ab. Dies mag auf den ersten Blick kontrovers wirken, lässt sich jedoch einfach begründen.

Regelmäßige körperliche Betätigung kräftigt die Atemmuskulatur sowie die Atemhilfsmuskulatur, wodurch sich Atemtiefe und Belastbarkeit steigern. Schonverhalten und Bewegungsmangel verschlechtern die Belastbarkeit hingegen.

Außerdem wirkt sich Bewegung positiv auf das Immunsystem aus, wodurch die chronisch-entzündlichen Prozesse bei Asthma gemindert werden. Das Training fördert dessen Belastungsfähigkeit und verbessert somit die Toleranz.

Wann sollte man einen Facharzt aufsuchen?

Bei Verdacht auf Belastungsasthma sollte vor dem Handeln auf eigene Faust immer ein Lungenfacharzt herangezogen werden. Dieser kann andere Ursachen ausschließen und gegebenenfalls die Medikamente anpassen, die bei schlecht eingestellten Asthmatikern am häufigsten Grund für eine Anstrengungssymptomatik sind.

Des Weiteren kann der Arzt dabei helfen, eine geeignete sportliche Aktivität zu finden, die Risiken und Asthma-begünstigende Faktoren ausschließt. Zu empfehlen sind hierbei Sportarten, die zu einer leichten bis mittleren Ausdauerbelastung führen. Unter anderem eignen sich Schwimmen, Fahrradfahren, Joggen oder Walken. Ein besonders geeignetes Angebot stellt der spezielle Lungensport dar, der bei Lungen- und Atemwegserkrankungen verordnet werden kann.

Abzuraten ist von Sportarten, die mit einer plötzlichen und starken Anstrengung verbunden sind, wie beispielsweise Kraftsport ohne Anleitung. In jedem Fall sollten sich Betroffene aus Sicherheitsgründen einen Trainingspartner zu suchen oder zumindest für den Notfall ein Mobiltelefon bereit zu haben.

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Quelle:

  • Badtke, G. (2007). Sportmedizin für Ärzte: Lehrbuch auf der Grundlage des Weiterbildungssystems der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP); mit 109 Tabellen. H. H. Dickhuth (Ed.). Dt. Ärzte-Verlag.
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