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Geschrieben von julia


In Deutschland tragen knapp 52 Millionen Menschen eine Brille oder Kontaktlinsen. Das ist weit über die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Mit einem operativen Eingriff hoffen viele ihre Fehlsichtigkeit beheben zu können. Doch eine Operation am Auge ist nicht immer risikofrei. Viele Patienten haben mit den Folgen des Eingriffs zu kämpfen.

schönes auge von frau

Die sogenannte Lasik-Operation wird mittlerweile allein in Deutschland mehr als 100 000 Mal im Jahr durchgeführt. Im Vergleich dazu lassen sich in den USA ungefähr eine Millionen Menschen pro Jahr die Augen auf diese Weise operieren.

Bei der sogenannten Lasik-Operation wird eine dünne Scheibe der Hornhaut im Auge lamellenförmig abgetrennt und weggeklappt. Anschließend wird die darunter befindliche Hornhaut gelasert. Dabei wird so viel Hornhaut abgetragen, dass sich die Lichtbrechung im Auge verändert. Auf diese Weise wird eine vorhandene Sehschwäche im Regelfall korrigiert. Danach wird der hochgeklappte Teil (Flap) der Hornhaut wieder angelegt und glattgestrichen. Bis der Flap wieder mit der darunter liegenden Hornhaut zusammenwächst, kann es Wochen bis Monate dauern. Oft wächst der Flap auch gar nicht mehr mit der Hornaut zusammen, was aber meist keine Beschwerden macht.

Die Operation dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist durch eine Betäubung mit Tropfen komplett schmerzfrei. Nach etwa 24 Stunden kann der Patient ohne Sehhilfe sehen, wenn der Eingriff gelungen ist. Für jeden ist die Operation dennoch nicht geeignet. Bei ungefähr 15 Prozent der Betroffenen kommt die Lasik-Operation wegen verschiedener Gegebenheiten im Auge nicht in Frage. Dazu zählen eine zu dünne Hornhaut, eine Fehlsichtigkeit mit über acht Dioptrien oder ein stark erhöhter Augeninnendruck (Glaukom).

Zu den Risiken einer solchen Operation gehören vor allem die Reaktionen des Immunsystems. Im Regelfall ist unser Immunsystem im Bereich der Augen wenig aktiv, wodurch die Funktion der Hornhaut sichergestellt werden sollen. Jede Entzündung im Auge kann unsere Sehfähigkeit trüben und wird deshalb von unserem Körper um jeden Preis verhindert. Bei einer Lasik-Operation entsteht eine große Wunde im Auge, wodurch das Immunsystem massiv eingreifen muss, um Entzündungen zu verhindern. Bei vielen Patienten kommt es auf diese Weise zu Narbenbildungen und daraus hervorgehenden Sehstörungen, wie Kontrastverlust oder Blendungseffekte. Beim Kontrastverlust nimmt der Patient seine Umwelt nur noch wie ein verblichenes Foto war, was eine Folge der Wundheilung sein kann. Sehr häufig kommt es zu einem stark beeinträchtigten Sehvermögen in der Dunkelheit.

Günstige Festpreise sollen die Massen anlocken

Die Operation kostet in Deutschland in der Regel 3000 bis 5000 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt dabei in der Regel keine Kosten. Da es gesundheitlich durchaus zumutbar ist eine Brille oder Kontaktlinsen zu tragen, wird der Eingriff in die Kategorie “kosmetisch” eingeordnet. Generell wird angeraten für eine Lasik-Operation immer einen Spezialisten aufzusuchen. In Osteuropa und der Türkei kann man die Prozedur schon für 1000 Euro durchführen lassen. Es sind sogar Festpreise mit Städtetour und Hotel vorhanden. Auch deutsche Kliniken folgen immer mehr diesem Beispiel und versuchen die Masse mit niedrigen Preisen zu locken. Da das Auge jedoch auch mit einer Fehlsichtigkeit ein gesundes Organ ist, kann ein solcher Eingriff immer zu Folgeschäden führen. Es ist daher ratsam, die Operation von einem Fachmann vornehmen zu lassen. Bedacht werden sollte, dass bei Komplikationen eventuell weitere Augenarzt-Konsultationen notwendig sind.

Bis 2017 können zertifizierte Augenlaserzentren das LASIK-TÜV Süd-Zertifikat führen. Anschließend wird die Zertifizierung eingestellt, das Zertifikat abgeschafft. Kriterien für die Zertifizierung sind Erfahrung, OP-Zahlen, Ergebnisqualität, Qualifikation der Operateure, Komplikationsrate und Hygiene-Standards. Die Kriterien wurden vom Robert-Koch-Institut und Fachpersonen aufgestellt und werden von einem objektiven Gutachter verifiziert. Ab 2017 wird es schwieriger, qualifizierte LASIK-Zentren zu erkennen. Für die Einführung eines Qualitätsmanagements können Laserzentren noch nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert werden.

Experten sind sich über die Risiken der Operation bis heute uneinig

Die Methode des Augenlaserns besteht in Deutschland seit gut 15 Jahren. Experten sind sich jedoch nach wie vor über die Risiken und Komplikationen der Operation uneinig. 1993 wurde die Methode erstmals im Universitätsklinikum Mannheim durchgeführt und erfreut sich seitdem immer größerer Beliebtheit. Dabei ist die Lasik-Operation in der Lage, Fehlsichtigkeiten bis zu 8 Dioptrien zu korrigieren. Obwohl der Patient danach in der Regel normal sieht, sollte man im Alter dennoch mit einer Sehhilfe für das Nahsehen rechnen. Andernfalls müssen weitere Operationen eingeplant werden.

Insgesamt gelingt die Operation bei rund 90 Prozent der Patienten ohne Komplikationen, sodass das Ergebnis weitgehend dem Sehvermögen eines normalen Menschen entspricht. Im Klartext bedeutet das jedoch, dass jeder Zehnte mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist. Besonders häufig kommt es dabei zu Blendeeffekten in der Nacht. Diese Nebenwirkung tritt bei beinahe allen Patienten auf. Desweiteren klagen einige Behandelte über trockene Augen oder das Gefühl einen Fremdkörper im Auge zu haben. Diese Beschwerden verschwinden jedoch in der Regel bei 95 Prozent der Patienten nach drei bis vier Monaten. Ausschließlich bei Sehschwächen mit mehr als fünf Dioptrien können Komplikationen bestehen bleiben.

Generell muss beachtet werden, dass eine Lasik-Operation ein medizinisch nicht notwendiger Eingriff ist. Kommt es bei der Operation zu Komplikationen, so kann der Patient im schlimmsten Fall sogar erblinden. Obwohl der Eingriff als sehr sicher gilt, kommt es selten, jedoch immer wieder zu Infektionen, Hornhautentzündungen, Bildverzerrungen und Verschiebungen der Hornhaut.


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