Hervorragend 9.5/10
Geschrieben von julia


Der Großteil der Krebserkrankungen wird nicht durch Viren, sondern durch andere Ursachen ausgelöst. Allerdings gibt es durchaus Viren, die eine Entstehung von Krebs begünstigen können. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ungefähr jede sechste Krebserkrankung auf eine Virusinfektion zurückzuführen ist.

Dies ergab eine Auswertung der internationalen Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 2012. Generell ist jedoch die Wahrscheinlichkeit an einem virusbedingten Tumor zu erkranken in westlichen Ländern um ein Vielfaches geringer als in ärmeren Ländern.

Spritze auf blauem Hintergrund

1951 gelang es Wissenschaftlern zum ersten mal Tumorzellen eines Gebärmutterhalskarzinoms im Labor zu züchten. Die sogenannten HeLa-Zellen stammten von der 1951 verstorbenen Henrietta Lacks. Diese hatte sich bereits Jahre zuvor mit Papillomaviren Typ 18 infiziert. Diese Erreger lösen den Krebs zwar nicht direkt aus, steigern aber das Risiko einer Erkrankung.

Für den menschlichen Organismus ist es wichtig, dass sich Zellwachstum und Zelltod in einem ständigen Gleichgewicht befinden. Ist dies nicht gegeben, kann es zu verschiedenen Erkrankungen kommen. Bei einer Infektion kann es zum Beispiel zu einer Verhinderung des Zelltodes kommen, wodurch sich die Zellen ungebremst teilen und eine Krebserkrankung entstehen kann.

Der Tod einer jungen Frau bringt neue Erkenntnisse

Die Viren, die Henrietta Lacks krank machten, bezeichnet man heute als humane Papillomaviren. Den Zusammenhang zwischen diesen Viren und dem Gebärmutterhalskrebs erkannte der deutsche Wissenschaftler Harald zu Hausen, wofür er 2008 den Nobelpreis in Medizin erhielt.

Nicht alle Virusinfektionen lösen jedoch Krebs aus. Außerdem sind sie nie der alleinige Auslöser für eine Erkrankung. In der Regel kommt es zu einer Ansammlung von mehreren Faktoren, die eine Entstehung der Krankheit begünstigen. Auch ist die Krebserkrankung infizierter Personen selbst nicht übertragbar. Lediglich die Infektion kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, dass Krebserkrankungen durch Viren allein ausgelöst werden. Es kommt immer auf die individuellen Umstände an.

Dennoch schätzen Wissenschaftler, dass es in Deutschland jährlich zwischen 70.000 und 100.000 teils durch Virusinfektionen verursachte Krebserkrankungen gibt. Die Virenarten die am häufigsten auftreten haben schwedische Wissenschaftler in einer Liste der Krebserkrankungen zusammengefasst.

Viren die eine Krebserkrankung auslösen können

Dazu gehören unter anderem das Epstein-Barr-Virus, Humanes Herpesviren, der Hepatitis-B-Virus, der Hepatitis-C-Virus und die Humanen Papillomviren (HPV). Dabei sind nicht nur Frauen von den Virusinfektionen betroffen. Besonders das gefährliche HPV Virus ist für 15 Prozent der Krebserkrankungen in Mund, Hals und Rachenraum verantwortlich. Bei einem von 20 Patienten gilt das Virus außerdem als Ursache für Darmkrebs. Besonders homosexuelle Männer sind davon betroffen.

Um einer Infektion vorzubeugen lassen sich heute immer mehr Menschen impfen. Für die mit einer Krebserkrankung in Verbindung stehenden Viren gibt es verschiedenen Schutzimpfungen, die meist flächendeckend verfügbar sind. Auf diese Weise, behaupten Virologen, lasse sich ein langfristiger Schutz gewährleisten. Nicht für alle Virusarten besteht jedoch eine geeignete Impfung. Bisher kann man sich nur vor Hepatitis-B und einigen humanen Papillomviren schützen.

Besonders gegen Papillomviren könnten sich ganze Generationen impfen lassen. Hauptsächlich junge Frauen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, haben damit die Möglichkeit sich bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr impfen zu lassen. Der Impfstoff schützt vor den meisten Erregern und kann damit 90 Prozent der Gebärmutterhalskarzinome verhindern.


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