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Geschrieben von julia


Immer mehr Menschen fahren in Großstädten mittlerweile mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto. Dieser Trend lässt sich auf zwei Gründe zurückführen - zum einen die Möglichkeit, Geld zu sparen, und zum anderen der Wunsch nach einer gesünderen Lebensweise. Doch wie gesund ist das Radfahren in einer Großstadt wirklich?

Radfahrer sind im Straßenverkehr den Abgasen der Autos hilflos ausgeliefert. Besonders im dichten Verkehr, wartend an Ampeln oder Kreuzungen, kommt es zu engem Kontakt mit den schädlichen Stoffen. Man befindet sich in direkter Nähe zu schmutzigen, rauchenden Auspuffen und hat keine Möglichkeit, frische Luft zu atmen.

Autos stehen im stau und es sind Abgase zu sehen

Besonders Dieselabgase von LKWs und Bussen, aber auch von normalen Autos sind hochgradig gesundheitsschädigend. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nun einen direkten Zusammenhang zwischen Dieselabgasen und Krebserkrankungen festgestellt. Die bisher nur als potentiell krebserregend eingestuften Abgase sind allerdings nicht nur für Radfahrer schädlich.

Autofahrer, die im Innenraum des Fahrzeuges mit den schädlichen Stoffen in Kontakt kommen, verzeichnen durch den begrenzten Raum ebenfalls eine sehr hohe Belastung. Die Abgase, die sonst in der Luft verdünnt werden, werden so in höherer Konzentration an den Fahrer abgegeben.

Der Unterschied zu Radfahrern besteht allerdings in der körperlichen Anstrengung, die dafür nötig ist. Radfahrer atmen schneller und tiefer, da sie einer höheren Belastung ausgesetzt sind. Dadurch wird der Körper mit einer größeren Menge von giftigen Stoffen in Verbindung gebracht.

Welche Schadstoffe entstehen jedoch tatsächlich im Straßenverkehr?

Nur wenige wissen, was wirklich aus dem Auspuff eines Autos kommt und in welchem Maße diese Abgase für den Menschen schädlich sind. Trotz moderner Technik gelangen immer noch hohe Anteile von Abgasen in die Luft. Schwefeldioxid, Feinstaub und Ruß sind nur einige von ihnen. Viele kommen in sehr niedrigen Konzentrationen vor und sind deshalb für den Menschen ungefährlich. Andere gelten jedoch als kritisch. Ein kurzer Überblick:

Feinstaub

Feinstaub als Teil des Schwebstaubs kann einen natürlichen oder einen von Menschen verursachten Ursprung haben. Feinstaubteilchen sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sie sinken durch ihr geringes Volumen nur sehr langsam zu Boden. Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Straßenverkehr und Elektrizitätswerke.

Allein im Straßenverkehr werden jährlich bis zu 64.000 Tonnen Feinstaub ausgestoßen. Verantwortlich sind in der Regel besonders die Partikel, die bei der Verbrennung von Kraftstoff und beim Bremsen entstehen. Das Gefährliche an Feinstaub ist die Größe der Teilchen. Durch ihr geringes Volumen gelangen sie leicht in die Lunge und können sich über die sogenannten Lungenbläschen leicht im Blut ausbreiten.

Rußpartikel

Ruß besteht zu 80 bis 95 Prozent aus Kohlenstoff. Der schwarze, pulverartige Stoff entsteht bei der Verbrennung von Holz, Heizöl, Kohle und Dieselkraftstoff. Die Höhe der Rußpartikelmasse konnte in den letzten Jahren bereits um mehr als 95 Prozent reduziert werden. Kritisch sind jedoch besonders die kleinsten Partikel, die aufgrund ihrer Größe besonders schnell vom Menschen aufgenommen werden können.

Auf diese Weise kann es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und in einigen Fällen sogar zu Krebs kommen.

Kohlenmonoxid

Bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Benzin und Öl entsteht der Stoff Kohlenmonoxid. Das giftige Gas ist geruchs- und geschmacklos und kann, wenn es in die Atemwege gelangt, den Transport von Sauerstoff in den Blutbahnen verhindern.

Kommt es zu einer Vergiftung, hat dies direkte Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem. Es entstehen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall führt eine Kohlenmonoxidvergiftung zum Tod. Dies kann bei Bränden und Rauchvergiftungen der Fall sein.

Deutsche Städte haben zum Schutz vor zu hohen Kohlenmonoxidwerten gesetzlich festgelegt, dass der Gehalt in der Luft 10 Milligramm pro Kubikmeter Luft innerhalb von acht Stunden nicht überschreiten darf.

Aus diesem Grund erreicht die Kohlenmonoxid-Konzentration im Straßenverkehr lediglich einen Wert, der für Menschen unbedenklich ist.

Kohlendioxid

Kohlendioxid wird auch als CO2 bezeichnet und in Deutschland hauptsächlich von Autos produziert. Der Straßenverkehr hat in Deutschland etwa einen Anteil von 19 Prozent am Gesamtausstoß von Kohlendioxid. Der hohe Kraftstoffverbrauch der Autos schlägt sich deutlich im CO2-Austoss in die Umwelt nieder. Da Kohlendioxid nur in sehr hohen Konzentrationen toxisch ist, stellt es in unserem normalen Lebensumfeld allerdings keine größere Gefahr dar.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid ist ein farbloses, sauer schmeckendes giftiges Gas, dass in Verbindung mit Wasser zu Schwefelsäure wird. Es entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und enthält bis zu vier Prozent Schwefel. Das Gas ist für den Menschen nur in sehr hohen Konzentrationen direkt gefährlich, gelangt es in die Umwelt, entsteht allerdings der sogenannte saure Regen. Dieser kann die Umwelt in hohem Maße schädigen.

Benzol

Benzol ist eine flüssige chemische Verbindung, die aus Kohlenwasserstoff und Benzin besteht. Gase werden vor allem an Tankstellen und beim Betanken des Autos eingeatmet. Dabei verdunstet Benzol und entweicht aus dem Tank. Die entweichenden Abgase können in hoher Konzentration das Knochenmark, die Nieren und die Leber schädigen. In niedrigen Konzentrationen sind die Gase allerdings ebenfalls schädlich und können die Ursache von Krebserkrankungen sein.

Die Menge an Benzol in der Luft wurde in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich reduziert. Während 1995 die Belastung im Straßenverkehr noch bei 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag, konnte man 2011 lediglich 2 Mikrogramm pro Kubikmeter messen.

Wie kann man sich als Radfahrer vor den Abgasen schützen?

Bereits seit Jahren gibt es sogenannte Atemmasken, die es Radfahrern ermöglichen im Straßenverkehr die meisten Abgase zu vermeiden. Diese Masken sind besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen wie z.B. Asthma sinnvoll, da viele Betroffene berichten, dass sich der Zustand der Krankheit durch das Einatmen von schädlichen Abgasen verschlechtert hat.

Wichtig ist allerdings, dass die Masken korrekt verwendet und die Filter regelmäßig ausgetauscht werden, um eine vollständige Wirkung zu erzielen.

Eine weitere Möglichkeit, starke Abgas-Einwirkungen zu verhindern, ist das Ausweichen auf weniger befahrene Strecken. Die Abgas-Konzentrationen sind stark davon abhängig, wie stark befahren die Gebiete sind, durch die man fährt.


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