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Süßstoffe wurden lange als gesunde Alternative zu Zucker vermarktet. Vielen Menschen kommen sie als Ersatz für den kalorienhaltigen Zucker sehr gelegen – gleichzeitig herrscht große Skepsis gegenüber den „künstlich“ hergestellten Stoffen, wohl nicht zuletzt, weil manche erst seit Kurzem auf dem Markt sind.

Was bedeuten Süßstoffe für die Gesundheit? Sind sie gesund oder gibt es Risiken? Wer sich auf die Suche nach einer Antwort auf diese Fragen begibt, wird sich schnell widersprüchlichen Informationen ausgesetzt finden. Unterschiedliche Quellen verweisen auf vermeintliche Vorzüge und Nachteile des Zuckerersatzes, dabei ist die Argumentation allerdings keineswegs immer wissenschaftlich.

Aspartam und Zucker auf einem Tisch

Welche Süßstoffe gibt es?

Die in der EU am häufigsten verwendeten Süßstoffe sind Aspartam (E951), Acesulfam (E950), Saccarin (E954), Sucralose (E599) und seit 2011 auch Steviosid (E960), auch unter dem Markenname Stevia erhältlich. Der Hauptvorteil von Süßstoffen besteht zunächst in ihrem verminderten Kaloriengehalt. Wem der Verzicht auf Zucker und Süßigkeiten schwerfällt, der hat mit Süßstoffen die Möglichkeit, seine Kalorienaufnahme zu reduzieren. Entsprechend ist die künstliche Süße besonders bei Menschen beliebt, die gerne abnehmen möchten. Für Diabetiker bieten Süßstoffe eine Alternative zum problematischen Zucker, da sie nicht zum Anstieg des Blutzuckers führen. Süßstoffe finden in vielen Lebensmitteln Anwendung, von Milchprodukten, Desserts und Konfitüren zu Fleischsalaten und Konserven.

Sind sie gesundheitsschädlich?

Während die Vorteile des Süßstoffgenusses recht offensichtlich sind, schätzen Experten die Nachteile und Risiken unterschiedlich ein. Eine Theorie zu möglichen Gesundheitsrisiken besteht darin, dass die zuckerfreie Süße zu einer vermehrten Nahrungsaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt führen könnte. In anderen Worten: Aufgrund des süßen Geschmacks erwartet der Körper eine Zufuhr von Zucker. Da diese aufgrund des zuckerfreien Süßstoffes ausbleibt, kommt es nach kurzer Zeit zu Heißhunger, der Aufnahme unnötig vieler Kalorien und letztendlich Gewichtszunahme.

Manche Ernährungswissenschaftler befürchten des Weiteren, dass die regelmäßige Einnahme von Süßstoff es dem Körper erschwert, den Kaloriengehalt beim Essen richtig einzuschätzen. Süße Speisen werden mit einem geringen Kaloriengehalt assoziiert und es kann zu einem veränderten Essverhalten kommen, da der Körper den süßen Geschmack mit kalorienarmer Kost verbindet. So kann es dazu kommen, dass beim zukünftigen Verzehr süßer Speisen mehr gegessen wird, da der Körper von einem geringen Nährwert ausgeht.

Momentan gelten beide dieser Hypothesen als widerlegt. Nach Informationen der deutschen Gesellschaft für Ernährung ließ sich bei der Analyse vorliegender Studien nachweisen, dass die Aufnahme von Süßstoffen nicht mit einer Gewichtszunahme einhergeht. Zwar scheint es den zuvor beschriebenen Kompensationsmechanismus zu geben, wer Süßstoff konsumiert, nimmt also zu einem späteren Zeitpunkt geringfügig mehr Nahrung zu sich. Dabei werden jedoch weniger zusätzliche Kalorien konsumiert als beim Genuss von Zucker aufgenommen würden und so bleibt eine Einsparung von Kalorien bestehen.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung verweist auf die aufwendige Überprüfung aller Zusatzstoffe für Lebensmittel und betont die Sicherheit sowie den Nutzen der Süßstoffe für die Prävention von Übergewicht. Da Süßstoffe kalorienärmer sind als Zucker, so die Gesellschaft, könnten sie einen wertvollen Beitrag zur Vorbeugung von Übergewicht leisten. Insbesondere verweist die DGE auf den problematischen Einfluss süßer Getränke wie Limonade auf das Körpergewicht. Zuckerfreie Alternativen, so die DGE, enthalten stattdessen Süßstoffe und können vielen Menschen bei der Reduzierung ihres Gewichts helfen. Gleichzeitig tragen sie so auch zu einer Reduzierung des Risikos für Diabetes und Herzkrankheiten bei.

Ein drittes Risiko bei der Verwendung künstlicher Süßstoffe besteht, wie auch bei Zucker, schlichtweg in der geschmacklichen Gewöhnung. Süßstoffe haben oft einen stärkeren süßen Geschmack als gewöhnlicher Zucker. Wer übermäßig häufig oder viel Süßstoff zu sich nimmt – und dies gilt insbesondere für Kinder, deren Geschmackssinn noch nicht vollständig entwickelt ist – gewöhnt sich so an die Süße. Diese Gewöhnung kann zur Folge haben, dass weniger süße sowie bittere und saure Lebensmittel gemieden werden, was einer ausgewogenen und gesunden Ernährung widerspricht.

Sind Süßstoffe krebserregend?

Andere Quellen berichten gar von Krebsrisiko und schweren Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Genuss von Süßstoffen – dabei ist jedoch zu beachten, dass sich diese Vermutungen keineswegs belegen lassen. Betrachtet man solche Berichte näher, so lässt sich meist feststellen, dass auf der Grundlage einzelner Fälle argumentiert wird. Auch Versuche an Mäusen, welche eine schädliche Wirkung unterschiedlicher Süßstoffe belegen sollen, sind problematisch, da sich das Mengenverhältnis in keiner Weise auf Menschen übertragen lässt. Schließlich ist in einer sehr hohen Dosierung fast jeder Stoff schädlich.

Was ist denn nun besser?

Letztendlich gilt beim Verzehr von Süßstoff wohl das Gleiche wie auch beim Konsum anderer Genussmittel – es kommt auf die Menge an. Wer gerne Diätlimonade trinkt oder süßstoffhaltige Milchprodukte zu sich nimmt, muss sich nicht um seine Gesundheit sorgen. Zur Orientierung gibt es Richtlinien für die tägliche Aufnahme der verschiedenen Süßstoffe, die Gefahr den jeweiligen Richtwert zu überschreiten oder auch nur zu erreichen ist jedoch gering. Wissenswert ist auch, dass Zucker, wenn in geringen Mengen genossen, ebenfalls gesundheitlich unbedenklich ist. Wer abnehmen möchte oder viel Süßes zu sich nimmt, findet in Süßstoffen eine gute Alternative zum Zucker. Wer sich nur gelegentlich den Tee oder Kaffee versüßen möchte, dem wird allerdings auch ein Stück Würfelzucker nicht schaden.


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