Hervorragend 9.5/10
Geschrieben von julia


Der DrEd Wochenrückblick soll über die neuesten Entwicklungen und Diskussionen der letzten Woche zu den Themen Gesundheit und Medizin informieren.

Jede Woche werden die interessantesten Themenschwerpunkte ausgewählt, zusammengefasst und publiziert.

Pille danach rezeptfrei - Bundestag diskutiert über Rezeptpflicht

Es war das Thema der Woche - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe spricht sich gegen eine Entlassung der Pille danach aus der Rezeptpflicht aus. Der CDU-Politiker empfindet eine Beratung durch einen Arzt vor der Einnahme des Medikaments als unerlässlich.




Gröhe hatte in einem Interview mit der Welt am Sonntag auf die vermeintlichen Nebenwirkungen der Pille danach hingewiesen, die in Einzelfällen sehr stark ausgeprägt sein könnten. Er plädiert für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen und will dieses mit einer ärztlichen Beratung in Einklang bringen. Anders als in anderen Ländern könnte man in Deutschland auch nachts und am Wochenende einen zügigen Zugang zu ärztlicher Beratung gewährleisten. Dem Gesundheitsminister ist ein vertrauliches Gespräch mit einem Arzt wichtig, dass der Schweigepflicht unterliegt. Dies würde jedoch nur durch die Verschreibungspflicht gewährleistet.

Gegenwind bekommt der CDU-Politiker derzeit von der Grünen- und Linksfraktion, die sich einheitlich für eine rezeptfreie Pille danach einsetzen. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis hofft, dass Gesundheitsminister Gröhe zur Einsicht kommt. Eine ideologische Vorstellung dürfe dabei nicht im Vordergrund stehen, denn Frauen sollten beim Thema Pille danach nicht auf ihr Selbstbestimmungsrecht verzichten müssen.

Die einzigen Länder in der europäischen Union, die an einer Rezeptpflicht festhalten, sind Italien, Polen und Deutschland. Bereits 2010 hatte sich die Weltgesundheitsorganisation WHO für eine Entlassung des Medikaments aus der Rezeptpflicht ausgesprochen. Zudem hat im November 2013 der  Expertenausschuss des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfohlen die Verschreibungspflicht für die Pille danach aufzuheben. 




Quelle: DAZ.online

In dem Antrag der Linken heißt es, dass das Präparat vor allem junge Frauen vor Schwangerschaften und Schwangerschaftabbrüchen bewahren kann. Wichtig sei dabei jedoch die rechtzeitige Einnahme des Medikaments am besten innerhalb der ersten 24-48 Stunden, die durch einen vorherigen Arztbesuch zusätzlich erschwert wird.

Die Pille danach enthält den Wirkstoff Levonorgestrel und kann eine Schwangerschaft nach dem ungeschützen Geschlechtsverkehr verhindern. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Abtreibung, wie von der katholischen Kirche behauptet, sondern lediglich um eine Verzögerung des Eisprungs. Dadurch wird eine mögliche Schwangerschaft verhindert. Die Einnahme sollte spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen. Je früher das Medikament eingenommen wird, desto besser wirkt es.

Untersuchungen haben gezeigt, dass über die Hälfte der Rezepte für die Pille danach Montags und Dienstags ausgestellt werden. Dies lässt darauf schließen, dass am Wochenende keine geeignete Beratung stattfindet, der Frauen in dieser Situation vertrauen. 


Quelle: Pro Familia

Die Pille danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel ist bereits seit 1966 auf dem Markt und ist derzeit in 79 Ländern rezeptfrei erhältlich. Die Weltgesundheitsorganisation empfindet das Präparat als sehr sicher und bestätigt, dass Nebenwirkungen nur selten vorkommen und in der Regel mild verlaufen.

Die Gegner der Rezeptfreiheit behaupten, dass eine ausreichende Beratung vor allem nachts und am Wochenende nicht durch einen Apotheker gewährleistet werden kann. „Durch eine Notdienstklappe oder die Lautsprecheranlage ist eine vertrauliche Beratung nicht möglich.“ behauptet Dr. Werner Harlfinger, der Chef der Frauenärzte in Rheinland-Pfalz, der sich vehement gegen eine Entlassung aus der Rezeptpflicht ausspricht. Der Präsident der Bundesapothekerkammer Dr. Andreas Kiefer sieht dies allerdings anders „Apotheker sind gesetzlich verpflichtet, über Medikamente zu informieren und die Patienten zu beraten. Im Zweifelsfall werden sie einen Patienten an einen Arzt verweisen.“

Die Aufhebung der Rezeptpflicht bedeutet nicht, dass eine Frau, die sich bei der Beratung durch einen Apotheker nicht ausreichend informiert fühlt, nicht die Möglichkeit hat einen Frauenarzt aufzusuchen. Jede Frau kann sich auch mit einer freiverkäuflichen Pille danach von einem Arzt zur Einnahme beraten lassen und mögliche individuelle Risiken und Nebenwirkungen abklären.

Quellen: Die Zeit, Pro Familia, Rhein Zeitung, DAZ.online


Brustkrebsvorsorge - jede zweite Frau ist ungenügend informiert

Eine Studie der Barmer Ersatzkasse und der Bertelsmann-Stiftung ergab, dass 30 Prozent der Frauen glauben, vor einer Erkrankung durch Brustkrebs sicher zu sein, wenn sie zur Mammografie gehen. Sie sind davon überzeugt, dass die Vorsorgeuntersuchung eine Krankheit verhindert.



Quelle: Barmer Gek

Die sogenannte Mammografie ist ein Brustkrebsscreening, das für Frauen über 50 Jahren in Deutschland regelmäßig angeboten wird. Der Nutzen ist international umstritten. Studien aus dem Ausland zeigen, dass die Brustkrebssterblichkeit weltweit zurückgeht - allerdings überwiegend bei Frauen unter 50 Jahren, die meist gar nicht an dem Screening-Programm teilnehmen. Vielmehr geht man davon aus, dass bessere Behandlungsmöglichkeiten für diese Entwicklung verantwortlich sind. 


Quelle: Barmer Gek

Ein besonderes Risiko sehen Fachleute in möglichen Fehldiagnosen, die bei den Röntgenaufnahmen häufig vorkommen. Dabei wird ein Tumor diagnostiziert und oft auch behandelt, obwohl gar keine Erkrankung vorliegt.

Experten sind sich in der Folge darüber uneinig, ob eine Mammografie überhaupt eine Auswirkung auf die Sterblichkeitsrate durch Brustkrebs hat. Denn eine erkannte Krebserkrankung bedeutet noch lange nicht, dass diese auch erfolgreich behandelt werden kann.

Quellen: Barmer Gek, Süddeutsche Zeitung, Ärztezeitung


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