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Ärztin bei Blutdruckmessung

Jedes Jahr sterben fast 10 Millionen Menschen an den Folgen eines hohen Blutdrucks. Damit gilt der Bluthochdruck als eine der häufigsten Todesursachen im Erwachsenenalter. Nach einer Studie des Robert Koch Instituts hat sogar jeder Dritte in Deutschland einen diagnostizierten Bluthochdruck. Im Gegensatz zu den nicht-beeinflussbaren Risikofaktoren wie Alter, männliches Geschlecht und Erbanlagen, gilt der Risikofaktor Bluthochdruck als beeinflussbar.

Eine Lebensstiländerung und eine medikamentöse Therapie beeinflussen beispielsweise Bluthochdruck entscheidend. Bei den Ärzten von DrEd können Folgerezepte für Medikamente gegen hohen Blutdruck angefordert werden. Anhand eines medizinischen Fragebogens beurteilen die Ärzte von DrEd, ob sie ein Folgerezept per Fernbehandlung ausstellen können.

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Was ist eigentlich der „Blutdruck“ genau?

Der Druck, der in unseren Blutgefäßen (Arterien und Venen) herrscht, bezeichnet man als Blutdruck. Durch ihn wird eine Umverteilung des Blutes auf die verschiedenen Organe gewährleistet. Damit ist in der Regel der arterielle Blutdruck gemeint, also der Druck, der in den Blutgefäßen herrscht, die von unserem Herzen in Richtung Körperperipherie führen. In den Arterien ist der Blutdruck höher als in den zum Herzen führenden Venen. Bei einer
Blutdruckmessung wird deshalb grundsätzlich der arterielle Blutdruck gemessen.

Der hohe Blutdruck in den Arterien belastet das Wandmaterial der Blutgefäße. Diese verändern sich mit steigendem Blutdruck zunehmend. Die Arterienwände verlieren dabei zunehmend an Elastizität, verhärten und verdicken. Diese krankhaften Veränderungen der Arterien bezeichnet man als Atherosklerose. In der Folge kann dies zur Entstehung von Blutgerinnseln und Thrombosen und damit letztendlich zu kardiovaskulären Störungen führen. Dies trifft insbesondere auf Menschen zu, deren Blutdruck dauerhaft erhöht ist.

Was ist der Unterschied zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck?

Es wird zwischen dem systolischen und diastolischen Blutdruck unterschieden. Der systolische Blutdruck entsteht während der Phase, in der das Herz Blut in die Arterien pumpt. Er wird als sogenannter „oberer“ Blutdruckwert angegeben.

Der diastolische Blutdruck („unterer“ Wert) entspricht dem minimalen Druck, der beim Abströmen des Blutes in Richtung Organe herrscht.

Wie kann man den Blutdruck messen?

Die Blutdruckmessung gehört zu den wichtigsten Untersuchungen des Herz-Kreislauf-Systems. Sie gilt als essenziell bei der Prüfung der Vitalzeichen und wird desweiteren routinemäßig durchgeführt. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Methoden der Blutdruckmessung: Die direkte und die indirekte Methode.

Wie funktioniert die indirekte Blutdruckmessung (nach Riva-Rocci)?

Bei dieser, auch als „unblutige Methode“ bezeichneten Blutdruckmessung, ermittelt man den arteriellen Blutdruck mittels einer Oberarmmanschette und eines Stethoskops. Diese Methode ist nicht-invasiv und wird in der Regel im klinischen Alltag verwendet. Dabei wird eine Oberarmmanschette angelegt und schließlich aufgepumpt, bis der Druck, der in der Manschette ist, größer ist als der systolische Blutdruck. Man merkt dies, indem man gleichzeitig den Puls am Handgelenk tastet und dieser beim Überschreiten des systolischen Blutdrucks nicht mehr zu tasten ist. Der Druck in der Manschette ist nun so hoch, dass kein Blut mehr in die Armarterie fließen kann.

Anschließend wird der Druck in der Manschette um weitere
10 mmHg erhöht und dann langsam (2-4mmHg/s) wieder abgelassen. Der Untersucher kann beim gleichzeitigen Abhören der Armarterie mittels Stethoskop unterhalb der Manschette auf Höhe der Ellenbeuge charakteristische Strömungsgeräusche hören. Diese werden auch als sogenannte „Korotkoffgeräusche“ bezeichnet. Sie entstehen, wenn das Blut wieder ins Blutgefäß einströmt und aufgrund von Turbulenzen Geräusche erzeugt. Der Zeitpunkt ab dem die Korotkoffgeräusche (man nennt sie aufgrund ihres akustischen Charakters auch Klopfgeräusche) erstmalig auftauchen markiert den systolischen Blutdruck. Sind sie nicht mehr wahrnehmbar, so ist die Arterie wieder völlig geöffnet und man kann den diastolischen Blutdruck vom Manometer ablesen.

Im ambulanten Bereich wird häufig ein elektronisches Blutdruckmessgerät verwendet, das entweder an der Handgelenkinnenseite oder am Oberarm angelegt weird und den Blutdruck digital misst.

Außerdem wird ambulant die 24-Stunden Blutdruckmessung zur Diagnostik der arteriellen Hypertonie (=arterieller Bluthochdruck) eingesetzt. Der Blutdruck ist nämlich nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit identisch. Er unterliegt Schwankungen und sinkt beispielsweise nachts deutlich ab. Bei manchen Hypertonikern sinkt der Blutdruck nachts nicht mehr so stark ab. Man nennt diese Patienten dann „Non-Dipper“ und man beobachtet, dass diese Patientengruppe häufiger Endorganschäden aufweist und ein erhöhtes kardiovaskuläres Mortalitätsrisiko hat. Deshalb ist es wichtig, diese Patienten zu diagnostizieren, um sie entsprechend behandeln zu können.

Wie geht die direkte Blutdruckmessung?

Bei dieser sogenannten „blutigen“ Methode wird eine Arterie punktiert und anschließend ein Gefäßkatheter eingeführt und mit einem Druckmessgerät verbunden, welches den Druck direkt im Blutgefäß misst. Diese invasive Methode der Blutdruckmessung ist präziser als die indirekte
Blutdruckmessung. Außerdem ermöglicht sie eine kontinuierliche Messung des Drucks über einen längeren Zeitraum. Aus diesem Grund wird diese Methode in besonderen Situationen, beispielsweise im OP oder bei Überwachungen des Kreislaufs auf Intensivstationen angewendet.

Worauf muss man bei der Blutdruckmessung achten, damit keine Messfehler entstehen?

Der Messort sollte immer auf Herzhöhe liegen. Dies wird beispielsweise erreicht, indem der sitzende Patient den Arm auf eine Armlehne ablegt oder die Messung im Liegen durchgeführt wird. Vor der Messung sollte der Patient bereits fünf Minuten zuvor die jeweilige Position eingenommen haben, damit der Ruheblutdruck gemessen werden kann. Erfolgt eine Messung oberhalb der Herzhöhe ergeben sich niedrigere Werte. Dementsprechend erfolgen bei Messungen unterhalb der Herzhöhe höhere Werte.

Außerdem ist darauf zu achten, dass eine optimale Manschettenbreite gewählt wird. Diese sollte circa dem halben Armumfang entsprechen. In der Regel beträgt dies 12 cm. Bei zu schmalen Manschetten muss mehr Druck aufgebracht werden, um sie aufzublasen, was zu verfälscht hohen Werten führt. Bei zu breiten Manschetten ergeben sich analog verfälscht niedrige Werte.

Eine Blutdruckmessung soll bestenfalls immer an beiden Armen erfolgen. Dabei können Differenzen auf Gefäßerkrankungen, sogenannte Stenosen (=Verengungen), hinweisen. Wichtig ist dies bei der Diagnose der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK).

Was muss man bei der Blutdruckmessung zu Hause beachten?

Die ambulante Selbstmessung ergibt in der Regel etwas niedrigere Blutdruckwerte, die etwa 5 mmHg unter dem Messergebnis in der ärztlichen Praxis liegen. Erhöhte Blutdruckwerte, die nur in der Arztpraxis, nicht aber im häuslichen Umfeld auftreten, sind keine Seltenheit. Dieses
Phänomen wird auch als „Weißkittelhypertonie“ bezeichnet. Oft sind Patienten beim Betreten der Praxis aufgeregt, was einen Anstieg des Blutdrucks erklärt. Aus diesem Grund sind ambulante
Blutdruckmessungen zu Hause zur Verifizierung eines hohen Blutdrucks wichtig.

Wann sollte man keine Blutdruckmessung über eine Manschette durchführen?

Kontraindiziert ist eine Blutdruckmessung mittels Oberarmmanschette, falls am betroffenen Arm eine Lähmung besteht, ein Gefäßzugang liegt oder Wunden vorhanden sind. Ebenfalls ist eine Blutdruckmessung nach erfolgter Lymphknotenentfernung in Folge von Brustkrebs kontraindiziert. Durch die entfernten Lymphknoten kann es am betroffenen Arm zu einem Lymphstau kommen, welches durch das Aufpumpen einer Oberarmmanschette gefördert werden kann. Dementsprechend ist bei einem bestehenden Lymphödem ebenfalls von einer Blutdruckmessung abzuraten.

Wann wird nach einer Blutdruckmessung die Diagnose „Bluthochdruck“ gestellt?

Die ärztliche Diagnose „Hypertonie“ wird bei einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks gestellt. Dabei muss der systolische Ruheblutdruck einen größeren Wert als 140 mmHg und der diastolische Wert größer als 90 mmHg betragen. Bei einem Verdacht auf einen dauerhaft erhöhten Bluthochdruck muss eine Messung drei Mal täglich an zwei unterschiedlichen Tagen erfolgen und gegebenenfalls durch eine 24-Stunden-Messung ergänzt werden.

Der Hypertoniegrenzwert liegt also bei 140/90 mmHg. Allerdings können bereits niedrigere Werte ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeuten. Zwischen einem optimalen (120/80 mmHg) und einem hypertensiven (ab 140/90 mmHg) Blutdruck findet keine medikamentöse Einstellung statt. Der Blutdruck muss trotzdem nicht „harmlos“ sein und kann
bereits in diesem Bereich gesundheitliche Risiken anzeigen.

Daten des Robert-Koch-Instituts ergeben, dass seit 1998 die Zahl der Blutdruckerkrankungen abgenommen haben. Dieser medizinische Erfolg ist einem verbesserten Blutdruckmanagement zuzuschreiben. Dabei haben insbesondere die unbekannten und damit nicht behandelten Hypertonien abgenommen. Dies belegt, dass eine regelmäßige Messung des Blutdrucks im
hausärztlichen Umfeld von großer Bedeutung ist, um erhöhte Werte zu erkennen und anschließend behandeln zu können. Mit einer guten Einstellung des arteriellen Blutdrucks lassen sich Folgeerkrankungen vermeiden. 

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Quellen:

  • Robert Koch Institut. DZHK (deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung). Online: www.rki.de, aufgerufen am 07.09.2016
  • Robert Koch Institut. Zahlen und Trends aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Online: www.rki.de, aufgerufen am 07.09.2016
  • Physiologie Silbernagel. Thieme Verlag Stuttgart 2005. S. 176-182
  • Duale Reihe Pharmakologie und Toxikologie. Thieme Verlag.
  • Duale Reihe Physiologie. 2. Auflage. Thieme Verlag. S. 129-131

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