Ein Mann misst seinen Blutdruck

Eine Blutdrucktabelle ist wichtig, wenn man herausfinden möchte, ob der eigene Blutdruck erhöht ist. Niedriger Blutdruck ist in einer Blutdrucktabelle nicht eigens aufgeführt, da niedriger Blutdruck nicht als Erkrankung angesehen wird. Er führt im Gegensatz zu hohem Blutdruck zu keinen Veränderungen an den Gefäßen und keinen kardiovaskulären Folgeerkrankungen.

Wer eine Blutdrucktabelle führt, kann selbst ermitteln ob ein erhöhter Blutdruck vorliegt und frühzeitig einen Arzt aufsuchen, bevor es zu einer ernsthaften Erkrankung kommt. Auf dieser Seite können sie nachlesen wie sie Ihren Blutdruck messen und bei welchen Messwerten ein Arztbesuch notwendig ist.

Wenn Sie bereits wissen, dass Ihre Blutdruckwerte zu hoch sind, können Sie direkt zu unserer Sprechstunde zur Behandlung von Bluthochdruck gelangen.

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Wie erstellt und interpretiert man eine Blutdrucktabelle?

Die WHO Definition von Bluthochdruck

Die Blutdrucktabelle ordnet die gemessenen Blutdruckwerte richtig ein, so dass man ablesen kann, ob man optimalen, normalen oder hohen Blutdruck hat. Blutdruck wird immer im Verhältnis von zwei Messwerten zueinander angegeben (eine genaue Erklärung der Werte finden sie auf unserer Blutdruckwerte-Informationsseite)

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Blutdruck in einem Grenzwertbereich liegt, sollten Sie die WHO Blutdrucktabelle zu Rate ziehen. Die WHO (World Health Organization - Weltgesundheitsorganisation) bietet mit dieser Tabelle eine verbindliche Leitlinie zu Normal- und erhöhten Werten:

Von einer isolierten systolische Hypertonie spricht man bei einem oberen Wert von 140 und einem diastolischen Wert von unter 90.

Anhand der Blutdrucktabelle kann man genau sehen, ob man von hohem Blutdruck betroffen ist. Dieser ist zu Anfang ohne Symptome, so dass die Betroffenen nur durch Messungen herausfinden können, ob sie Hypertoniker sind.

Wenn dies der Fall ist, muss der behandelnde Arzt entscheiden wie weiter vorzugehen ist.  Auch eine Umstellung der Lebensweise kann helfen. Wer Medikamente nehmen muss, sollte diese Ratschläge ebenfalls beherzigen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wichtig ist, dass man die gemessenen Blutdruckwerte (z.B. einmal täglich morgens vor dem Frühstück und gegebenenfalls der Medikamenteneinnahme) notiert, am Besten ebenfalls in einer handgefertigten Tabelle. So erhält man einen guten Überblick darüber, ob die Blutdruckwerte schwanken oder über einen längeren Zeitraum zu hoch sind.

Diese Blutdrucktabelle sollte man bei Fragen seinem Arzt vorlegen. Wenn dieser Medikamente für notwendig hält kann es sein, dass er eine Kombination aus Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und Calciumantagonisten wählt. Statt ACE-Hemmern kann man auch AT₁-Antagonisten in Erwägung ziehen. Mehr zu diesem Thema erfahren sie auf unserer Seite zu Blutdrucksenkern.

Wichtig ist, dass der Blutdruck dauerhaft gesenkt wird um die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes signifikant zu verringern. Entsprechende Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht und Bewegungsmangel sollten vermieden werden.

Wenn man einen grenzwertigen Blutdruckwert misst, muss ein Arzt entscheiden ob etwas dagegen unternommen werden muss. Es gibt auch akute Fälle, in denen der obere Wert im Bereich zwischen 210 und 240 liegt. Dies sind Krisensituationen, in denen man sofort einen Arzt zu Rate ziehen, beziehungsweise sich ins Krankenhaus einweisen lassen sollte. Manchmal kann es sich hierbei um einen akuten Schlaganfall handeln. Sofortige Behandlung ist in diesem Fall von größter Wichtigkeit.

Wie kommt es zu Schwankungen im Blutdruck?

Zu arterieller Hypertonie kommt es aufgrund von Vererbung, sowie als Folge einer ungesunden Lebensweise. Im Alter sind die Blutdruckwerte meist höher. Im Winter liegen die gemessenen Werte ebenfalls oft in einem höheren Bereich als im Sommer, was eventuell an den im Winter anderen Lebensbedingungen liegen könnte. Der behandelnde Arzt kann diese Schwankungen richtig einzuschätzen.

Heutzutage kann man den Blutdruck problemlos selbst messen, mit einem Blutdruckmessgerät aus der Apotheke. Es gibt Messgeräte für den Oberarm und für das Handgelenk. Beide sind leicht zu bedienen und vollautomatisch. Am Besten misst man nach fünf Minuten Ruhezeit, und ohne dabei zu sprechen, den Blutdruck. Wichtig ist dabei, die Regeln zur Blutdruckmessung zu beachten. Die Manschette muss beim Oberarmmessgerät richtig angelegt werden, denn wenn sie nicht richtig passt wird die Messung verfälscht.

Sowohl mit dem Oberarmmessgerät als auch mit dem Handgelenkgerät erfolgt die Messung auf Herzhöhe. Sollte man ein automatisches, digitales Gerät haben, kann man zusätzlich zu den Werten auch noch den Puls notieren. Manche Geräte zeigen weitere Messwerte an.

Es empfiehlt sich, über mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen, die gemessenen Blutdruckwerte in eine Tabelle einzutragen. Die Tabelle gibt dem behandelnden Arzt eine gute Basis für die Entscheidung über eine eventuelle Medikamentengabe. Möglicherweise sind weitere Tests nötig, bevor eine Behandlung eingeleitet werden kann.

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