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Mikroskopaufnahme von Blutfetten

Fette sind für den menschlichen Körper notwendig. Sie bilden neben den Kohlenhydraten die wichtigste Energiequelle. Neben ihrer Rolle als Energielieferant sind Fette an der Stabilisierung der Zellen beteiligt, transportieren fettlösliche Vitamine durch den Körper und schützen vor äußeren Einflüssen, indem sie eine isolierende Schicht bilden.

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Welche Fette gibt es im menschlichen Körper?

Triglyceride bilden mit über 90 Prozent den Hauptbestandteil der Fette, die aus der Nahrung aufgenommen werden und im Körper vorhanden sind. Sie bestehen aus dem Molekül Glycerin, dass drei lange Fettsäureketten trägt, daher auch das “Tri-” in ihrer Bezeichnung.

Triglyceride werden im Fettgewebe gespeichert und freigesetzt wenn Energiebedarf besteht. Ihr Transport erfolgt über die Blutbahn.

Neben den Triglyceriden ist das fettähnliche Molekül Cholesterin im menschlichen Körper von großer Bedeutung. Es dient als Stabilisator der Zellen sowie als Hormongerüst und ist daher lebensnotwendig. Zu viel Cholesterin kann jedoch einen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen darstellen.

Des Weiteren nimmt der Körper die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K mit der Nahrung auf. Er kann sie nicht selbst produzieren, sie sind aber essentiell und müssen deshalb von außen zugeführt werden.

Wie können Blutfette durch den Körper transportiert werden?

Der Körper muss aufgenommene Fette vom Darm zu den Geweben transportieren. Dies geschieht über den Blutweg. Fette sind jedoch schlecht wasserlöslich, und können daher nicht frei im Blutkreislauf zirkulieren. Die Fette müssen also transportabel gemacht werden. Dazu verbindet der Körper sie mit Molekülen, die im Blut löslich sind und kann sie so zum Zielgewebe transportieren. Es handelt sich dabei um Eiweiße, die in der Fachsprache auch als Proteine bezeichnet werden.

Solche Aggregate aus den zu transportierenden Fetten, den sogenannten Lipiden, und aus Proteinen, tragen den Fachbegriff “Lipoproteine”. Der Proteinanteil sorgt neben der Löslichkeit im Blut auch für die Stabilisierung des Aggregats, und lenkt ihn zu seinem Bestimmungsort im Körper.

Welche Lipoproteine gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Lipoproteinen im Blut. Sie werden größtenteils anhand ihrer physikalischen Dichte klassifiziert und benannt, die sich durch ihren unterschiedlichen Protein- und Lipidanteil ergibt. Je höher der Lipidgehalt, umso geringer ist die Dichte des Lipoproteins.

Man unterscheidet fünf verschiedene Hauptklassen solcher Blutfette, die zum Teil in weitere Unterklassen gegliedert werden.

Neben den Hauptklassen gibt es das IDL (Intermediate Density Lipoprotein), das aufgrund seiner kurzen Bestandszeit im Blut jedoch kaum nachgewiesen werden kann.

Chylomikronen:

Chylomikronen sind besonders große Lipoproteine, die hauptsächlich Triglyceride, aber auch über die Nahrung aufgenommene und nicht vom Körper selbst produzierte Vitamine durch das Blut transportieren. In den Zellen der Darmwand gebildet transportieren sie die Triglyceride über das Lymphsystem ins Blut und weiter in die Organe. Dort werden die Triglyceride gespalten und von Muskel-, Fett- und Leberzellen aufgenommen um sie zu speichern oder direkt zu verbrauchen.

VLDL (Very Low Density Lipoproteine):

VLDL dienen ebenfalls dem Transport von Triglyceriden in die Organe. Hierbei handelt es sich jedoch um vom Körper selbst gebildete Triglyceride die aus der Leber in andere Körperzellen transportiert werden.

LDL (Low Density Lipoproteine):

LDL wird in der Leber gebildet und dient hauptsächlich dem Transport von Cholesterin aus der Leber zu anderen Zellen des Körpers. Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel kann zu Arteriosklerose, also zu einer Verengung der Arterien durch Ablagerungen führen und in deren Folge zu drastischen Erkrankungen bis hin zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es wird daher auch oft als “schlechtes Cholesterin” bezeichnet.

Lipoprotein a:

Lipoprotein a ähnelt vom Aufbau stark dem LDL, trägt jedoch ein spezifisches Protein, das im LDL nicht vorhanden ist. Es gilt als zusätzlicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und kann außerdem Thrombosen fördern. Seine normalen Aufgaben im Organismus sind noch nicht abschließend geklärt, es wird jedoch angenommen, dass es eine Rolle bei Wundheilung und Blutgerinnung spielt. Der Blutgehalt von Lipoprotein a wird selten bestimmt, da er im Regelfall genetisch festgelegt ist. Er wird daher nur in bestimmten Fällen gemessen, zum Beispiel bei häufigem Auftreten einer kardiovaskulären Erkrankung oder einer bekannten genetischen Vorbelastung.

HDL (High Density Lipoproteine): 

HDL werden zwar, wie auch LDL, in der Leber gebildet, transportieren das Cholesterin aber hauptsächlich aus den übrigen Körperzellen und aus den Gefäßwänden wieder zur Leber hin. Ein gesunder HDL-Cholesterinspiegel ist daher ein entscheidender Faktor, um das Arterioskleroserisiko einzudämmen. Ein verringerter Wert würde zu einem erhöhten Krankheitsrisiko führen.

Warum werden Blutfettwerte bestimmt?

Eine Erhöhung oder Störung der Blutfettwerte hat keine merklichen Symptome und man kann sie daher von selbst nicht bemerken. Im schlimmsten Fall merkt man erst nach einer längeren Zeit die Folgen der erhöhten Fette im Blut.

Eine Messung der Blutfettwerte ermöglicht die Diagnose einer Fettstoffwechselstörung und die Beurteilung des Risikos für gefährliche Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose. Diese können im weiteren Verlauf zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Eine frühe Risikoerkennung durch die Bestimmung der Blutfette ermöglicht daher eine Therapie und das Auftreten einer Erkrankung kann somit zurückgedrängt werden.

Welche Blutfettwerte werden bestimmt?

Lipoproteine können im Blut individuell nachgewiesen werden. HDL und LDL werden einzeln bestimmt und ihre Höhe, beziehungsweise ihr Verhältnis liefert eine Aussage über das Erkrankungsrisiko. Ein geringer LDL und gleichzeitig hoher HDL-Wert sind für ein geringes Arterioskleroserisiko am günstigsten.

Triglyceride sind die eigentlichen Fette im Blut, und ihr Wert kann in Kombination mit dem HDL-Wert ebenfalls Aufschluss über das Arterioskleroserisiko geben. Bei dauerhaft erhöhten Triglyceriden, und gleichzeitig niedrigem HDL, liegt ein größeres Risiko für Arteriosklerose vor. Ob das Risiko auch bei einer alleinigen Erhöhung der Triglyceride stärker ist, ist nicht eindeutig belegt. Der Wert unterliegt außerdem starken Schwankungen. Er steigt zum Beispiel durch das Trinken von Alkohol oder zuckerhaltiger Limonade. Aber auch erbliche Faktoren oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus können Grund eines zu hohen Werts sein.

In vielen Fällen lassen sich erhöhte Blutfettwerte durch eine gesunde Lebensweise und eine ballaststoffreiche und fettarme Diät korrigieren. Im Falle einer Erkrankung oder einer erblichen Belastung kann jedoch eine medikamentöse Therapie notwendig sein, um die Werte nachhaltig zu senken.

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Quellen:

  • Cox RA, García-Palmieri MR. Cholesterol, Triglycerides, and Associated Lipoproteins. In: Walker HK, Hall WD, Hurst JW, editors. Clinical Methods: The History, Physical, and Laboratory Examinations. 3rd edition. Boston: Butterworths; 1990. Chapter 31. Available from: www.ncbi.nlm.nih.gov
  • Talayero BG, Sacks FM. The Role of Triglycerides in Atherosclerosis. Current cardiology reports. 2011;13(6):544-552. doi:10.1007/s11886-011-0220-3.
  • Maranhão RC, Carvalho PO, Strunz CC, Pileggi F. Lipoprotein (a): Structure, Pathophysiology and Clinical Implications. Arquivos Brasileiros de Cardiologia. 2014;103(1):76-84. doi:10.5935/abc.20140101.
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