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Borreliose

Lyme Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Der Krankheitserreger sind Borrelien, eine Art spiralförmiger Bakterien. Falls eine Infektion mit Borrelien erfolgt, können diese zu unterschiedlichen Erkrankungen führen, wie z.B. Rückfallfieber und Lyme Borreliose.

Rückfallfieber wird meistens durch Borrelia duttonii verursacht und ist in Deutschland sehr selten, da die Erreger in Mitteleuropa nicht vorkommen. Die Ansteckung erfolgt in der Regel auf Reisen, zum Beispiel im Mittelmeerraum, auf der iberischen Halbinsel, in Afrika, Asien oder Amerika. Die Symptome ähneln denen einer Grippe. Der Verlauf ist gekennzeichnet durch Fieberschübe die immer wieder erneut auftreten. 

Der Begriff Lyme Borreliose wird oft synonym mit Borreliose verwendet (auch in diesem Text) und geht auf den Entdeckungsort der Erkrankung in Connecticut, USA, zurück. In Deutschland ist die Gattung Borrelia burgdorferi der häufigste Erreger der Krankheit. Als eigentlicher Wirt dienen kleine Nagetiere den Bakterien, jedoch werden sie von Zecken aufgenommen, wenn diese sie stechen. Auf diesem Weg können sie auch auf Menschen übertragen werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, also ist Borreliose nicht ansteckend. 

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Was sind die Symptome der Lyme Borreliose?

Lyme Borreliose kann verschiedene Organe betreffen und deshalb sehr unterschiedliche Symptome verursachen. Typisch ist die so genannte Wanderröte (Erythema migrans), eine rötliche Verfärbung der Haut, die von der Einstichstelle ausgeht. Sie kann sich in Größe und Form verändern, daher der Name. Dieses Symptom ist typisch für das erste Stadium der Borreliose und tritt typischerweise vier bis acht Wochen nach dem Zeckenstich auf. Allerdings kann die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Erreger und dem Auftreten der Symptome, stark variieren, sodass die Wanderröte auch schon nach einigen Tagen auftreten kann oder in manchen Fällen auch gar nicht. Vor allem Kinder und alte Menschen zeigen häufig früher Symptome. In diesem Stadium der Erkrankung können auch Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber und Schwellungen der Lymphknoten auftreten.

Im zweiten Stadium der Borreliose verteilen sich die Erreger über den ganzen Körper und können verschiedene Organe befallen. Am häufigsten ist die Neuroborreliose. Hier werden entweder periphere Nerven befallen oder es kommt zu einer Meningitis, einer Entzündung der Hirnhäute. Bei Erwachsenen kommt es oft zu so genannten radikulären Schmerzen, also Schmerzen, die von einer Nervenwurzel des Rückenmarks ausgehen und durch eine Reizung des Nervs entstehen. Die Schmerzen sind brennend und auf das Versorgungsgebiet des Nervs begrenzt. Oft sind sie nah an der Einstichstelle der Zecke. Diese Schmerzen beginnen mehrere Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich. In 90% der Fälle kommt es zusätzlich zu den Schmerzen zu schlaffen Lähmungen, bei 60% auch zu sensiblen Ausfällen, also zu Störungen in der Wahrnehmung von Berührung, Temperatur, etc. im entsprechenden Hautareal. Oft sind die Nerven, die Kopf und Halsbereich versorgen, von diesen Ausfällen betroffen. Am häufigsten ist die Lähmung des Nervs, der die Gesichtsmuskulatur ansteuert (Fazialisparese). Bei Kindern äußert sich dieses Stadium häufig in einer Hirnhautentzündung oder einer isolierten Fazialisparese.

Außerdem kann es in diesem Stadium zu Entzündungen am Herzen kommen. Hier kann die Herzmuskulatur, das Bindegewebe oder das ganze Herz betroffen sein. Die Entzündung äußert sich durch Herzrhythmusstörungen. Dies ist jedoch sehr selten. 

Selten ist auch das Borrelien-Lymphozytom, bei dem sich rötliche Knoten in der Haut bilden. Typische Stellen sind Brustwarze, Hoden und Ohrläppchen (vor allem bei Kindern).

Heutzutage werden Stadium I und II meist als Frühstadium der Borreliose zusammengefasst, da die Symptome sich überlappen können.

Wo im Körper siedeln sich Borrelien an?

Borrelien können sich in Fresszellen des menschlichen Körpers verstecken und so über Monate und Jahre im Körper bleiben. Deshalb wird das dritte Stadium heutzutage auch "chronisches Stadium" genannt. Hier kommt es typischerweise zu Gelenkentzündungen und Hautveränderungen. Die Gelenkentzündung befällt am häufigsten das Knie und tritt schubweise oder regelmäßig wiederkehrend auf. Sie kann auch mehrere Gelenke betreffen. Kommt es zu Hautveränderungen, sind meistens die Akren (Hände, Füße, Nase, Ohren und Kinn) und der Streckseiten der Arme und Beine betroffen. Die Haut wird papierdünn und verfärbt sich. Weitere typische Symptome sind chronische Erschöpfung und schnelle Ermüdbarkeit. Eine seltene Spätfolge ist eine chronische Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks, die auch mit Querschnittslähmungen einhergehen kann. 

Wie wird Borreliose diagnostiziert?

Die Diagnose einer Borreliose ist zum Teil kompliziert, weil kein eindeutiger Test existiert. Beim Arzt erkundigt sich dieser vor allem nach den genauen Beschwerden und nach Zeckenstichen in der Vergangenheit. Oft ergibt sich daraus bereits der Verdacht auf eine Lyme Borreliose. Außerdem können Antikörper gegen Borrelien im Blut nachgewiesen werden. Allerdings kann der Bluttest in frühen Stadien negativ sein, obwohl eine Borreliose vorliegt. Ein positiver Nachweis von Antikörpern gegen Borrelien bedeutet nicht zwingend, dass eine Therapie mit Antibiotika durchgeführt werden muss. Antikörper können auf eine überwundene Infektion in der Vergangenheit hindeuten oder auf eine aktuelle Infektion, die symptomlos verläuft. Daher ist von einem Arzt abzuwägen, ob eine Therapie notwendig ist. Eine Behandlung ist erforderlich um Spätfolgen zu vermeiden.

Viele Patienten mit Borreliose erinnern sich nicht daran, von einer Zecke gestochen worden zu sein. Auch die Wanderröte tritt nicht bei jeder Infektion auf. Daher sollte bei Symptomen wie den oben beschriebenen an das Risiko einer Borreliose Infektion gedacht werden und ein Arzt aufgesucht werden.

Mit einem Borreliose-Test kann bei einem Zeckenstich der Borrelienbefall der Zecke selbst nachgewiesen werden, indem die Zecke untersucht wird. Die Bakterien befinden sich im Darm der Zecke, daher bedeutet der Nachweis von Borrelien an der Zecke lediglich, dass die Zecke befallen ist und nicht, dass ein Übertragung auf den Menschen stattgefunden hat. Vor allem wenn die Zecke schon nach wenigen Stunden entdeckt und die Zecke entfernt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung sehr gering.

Wie hoch ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit?

Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, vor allem wenn die Zecke frühzeitig entdeckt und vollständig entfernt wurde, nicht besonders hoch. Bis zu 30% der Zecken sind mit Borrelien infiziert, beim Kontakt mit einer infizierten Zecke bilden 10% der Menschen Antikörper gegen den Erreger. Nach einem Stich durch eine infizierte Zecke zeigen 2-4% der Menschen Symptome. Borreliose tritt gehäuft im Frühsommer und im Herbst auf.

Weitere Informationen zu Borreliose vom Robert Koch Institut: www.rki.de

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