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Ein Arzt untersucht eine Aufnahme der Lunge

Bronchialasthma ist eine andere Bezeichnung für Asthma bronchiale oder einfach nur Asthma. Bei dieser dauerhaften entzündlichen Erkrankung der Atemwege handelt es sich um die häufigste Atemwegserkrankung weltweit.

Asthma ist nicht immer leicht zu erkennen, da die Beschwerden oft temporär ausbleiben oder unterschiedlich stark sind. Sie können manchmal wochenlang oder monatelang ausbleiben. Vor allem nachts, bei körperlicher und auch seelischer Belastung verschlimmern sie sich. Wer eine oder mehrere der typischen Symptome bei sich bemerkt, sollte einen Arzt zu Rate ziehen.

Falls Sie bereits ein Spray zur Behandlung von Bronchialasthma nutzen, können Sie auch direkt zu unserer Sprechstunde zur Behandlung von Asthma gelangen.

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Wie entsteht Bronchialasthma?

Allergische- und nichtallergische Variante

Bronchialasthma (Asthma bronchiale) wird in allergisches und nicht-allergisches Asthma unterschieden, wobei meistens Mischformen der beiden auftreten.

Allergisches Asthma wird durch Allergene ausgelöst, d.h. allergieauslösende Stoffe, die sich in der Umwelt befinden. Im Körper entstehen dabei Immunglobuline des Typs E. Dies sind Antikörper, die als Reaktion auf Allergene, die als Antigen fungieren, gebildet werden. Sie sind an der Ausschüttung der Botenstoffe Histamin, Leukotrien und Bradykinin beteiligt, die Allergie verursachend sind.

Die Anfälligkeit für allergisches Asthma wird vermutlich von den Eltern auf die Kinder vererbt. Auch Heuschnupfen kann zu Asthma werden, wenn die Entzündung des Nasen-Rachen-Raums auf die unteren Atemweger übergreift. Heuschnupfen ist - ebenfalls allergisch bedingt - durch eine Entzündung der Schleimhäute gekennzeichnet.

Wenn nicht Allergene sondern andere Reize das Asthma auslösen, nennt man es nicht-allergisches Asthma. Reize dieser Art können zum Beispiel Infektionen der Atemwege oder Medikamentenunverträglichkeiten, beispielsweise durch Schmerzmittel, sein. Außerdem kommen giftige Stoffe, Lösungsmittel oder auch Kaltluftempfindlichkeit in Frage. Auch große körperliche Anstrengung oder der Rückfluss der Magensäure sein können die Symptome auslösen.

Welche Schweregrade gibt es?

Man kann die Symptome von Bronchialasthma nach verschiedenen Schweregraden unterteilen:

  • Wenn die Beschwerden weniger als einmal pro Woche am Tag und weniger als zweimal pro Monat in der Nacht auftreten, nennt man den Schweregrad intermittierend. Dies ist die leichteste Form des Bronchialasthmas.
  • Wer die Symptome weniger als einmal täglich tagsüber, aber mehr als zweimal im Monat nachts verspürt, hat leichtes persistierendes Asthma.
  • Mittelgradig persistierendes Asthma nennt man es, wenn die Beschwerden täglich und in der Nacht mindestens einmal pro Woche erfolgen.
  • Bei tagsüber ständigen und nachts häufigen Beschwerden heißt der Schweregrad schwer persistierend.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Bei Bronchialasthma setzt man je nach Bedarf auf Akut- oder Langzeitmedikamente. Jede Asthmatherapie hat zum Ziel, dass die Betroffenen ihrem normalen Alltagsleben relativ ungehindert nachgehen können. Neben den klassischen Asthmasprays kommen auch Pulverinhalatoren und Tabletten zum Einsatz.

Kortison (Kortikosteroide) als Spray oder Tablette ist in vielen Fällen der Basisbestandteil einer erfolgreichen Asthmatherapie. Es wird nur zur Langzeittherapie verwendet, da es seine Wirkung nicht kurzfristig entfaltet. Die früher üblichen Nebenwirkungen treten heutzutage kaum noch auf, da die Dosis heute wesentlich niedriger ist und das Kortison als Spray örtlich eingesetzt wird.

Weitere kurz- und langwirksame Arzneimittel sind die Beta-2-Sympathomimetika. Sie erweitern und entkrampfen bei der Inhalation die Bronchien. Die kurzwirksame Form wirkt einige Stunden, andere Mittel wie Anticholinergika haben eine länger anhaltende Wirkung. Xanthinderivate gibt man oft als Ersatz für Beta-2-Sympathomimetika.

Im Falle von allergischem Asthma kommen manchmal zusätzlich eine Hyposensibilisierung oder Antikörpertherapie in Frage.

Im Notfall hilft ein Asthma-Spray, das meist ein kurzwirksames Beta-2-Sympathomimetikum enthält. Die primäre Wirkung ist eine Entspannung der Bronchien. Es ist wichtig, die Inhaliertechnik richtig zu beherrschen. Man muss gleichzeitig tief einatmen und sprühen, da nur so der Inhalt des Aerosols in der Lunge optimal wirken kann. Nach dem Sprühvorgang muss man kurz die Luft anhalten. Bei schweren Anfällen reicht das Asthma-Spray manchmal nicht aus und es muss zusätzlich Sauerstoff oder ein Medikament von einem Notarzt gegeben werden.

Der Fünf-Stufen-Plan zur Behandlung

Die Behandlung des Brochialasthmas richtet sich heutzutage danach, wie gut die Symptome unter Kontrolle sind. Hierzu wurde ein Fünf-Stufen-Plan entwickelt, nach dem die meisten behandelnden Ärzte vorgehen.

  • In der ersten Stufe kommt es gelegentlich zu Asthma, allerdings nicht öfter als einmal in der Woche, in Form einer Atemnot. Die nächtliche Atemnot tritt höchstens zweimal im Monat auf. Dazwischen liegen Zeiten, die ohne Beschwerden verlaufen. Bei dieser Stufe benutzt der Patient nur bei Bedarf ein Beta-2-Sympathomimetikum in Form eines Asthmasprays oder Inhalators.
  • In der zweiten Stufe kommen die Symptome mehr als einmal wöchentlich vor, aber nicht täglich. Es wird regelmäßig mit einem niedrig dosierten Kortikosteroid inhaliert. Bei Bedarf wird ein Beta-2-Sympathomimetikum angewendet.
  • In der dritten Stufe kommt es zu mittelschwerem fortdauerndem Asthma. Die Beschwerden treten einerseits jeden Tag auf, und andererseits auch mehrmals in der Woche nachts, obwohl die Medikation aus Stufe 2 angewendet wurde. Man behandelt nun mit einem höher dosierten inhalativen Kortikoid und einem langwirksamen Beta-2-Sympathomimetikum. Theophyllin und Antileukotriene können zusätzlich eingenommen werden. Kurzfristig kann ein Bronchodilatator (kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika) helfen.
  • In der vierten Stufe spricht man von anhaltendem schwerem Asthma. Tagsüber und nachts treten trotz Medikamenteneinnahme Symptome auf. Hier ist die körperliche Belastbarkeit eingeschränkt. Man therapiert wie in Stufe drei.
  • In der fünften Stufe tritt schweres anhaltendes Asthma auf. Die Leistungsfähigkeit ist noch mehr reduziert, die Medikation ist wie Stufe vier. Zusätzlich kommt Kortison in Tablettenform in Frage.

In den letzten Jahren ist mit der Antikörperbehandlung eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von schweren Fällen entwickelt worden.

Eine dauerhafte Therapie ist wichtig

Das Therapieziel bei Asthma bronchiale ist, künftige Asthmaanfälle zu vermeiden, das Asthma zu kontrollieren, die Lungenfunktion zu verbessern und Betroffenen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Eine Beeinträchtigung der körperlichen und psychischen Verfassung soll vermieden werden.

Viele Patienten nehmen ihre Asthmamedikamente nur im Bedarfsfall, weil sie meinen, eine längerfristige Einnahme sei schädlich. Bei Bronchialasthma ist es aber wichtig, zur Vorbeugung langfristig wirksame Medikamente einzunehmen, entweder in Tablettenform oder als Inhalierspray, um Asthmaanfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Entzündungsneigung der Bronchien muss langfristig gemildert werden, damit es nicht zu Folgeschäden kommt.

Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie kann es sinnvoll sein, eine Psychotherapie zu machen, um Auslöser wie Stress zu vermeiden und mit dem Asthma besser zurechtzukommen. Wichtig ist, dass rauchende Asthmatiker das Rauchen aufgeben. Rauchen führt ohnehin zu einer Entzündung der Bronchien und ist daher kontraproduktiv für eine wirksame Behandlung.

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