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Frau tastet ihre Brust ab

Brustkrebs ist in Deutschland mit 70.000 Neuerkrankungen jährlich die bei weitem häufigste Krebserkrankung der Frau. Etwa jede Achte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran, wobei fast ein Drittel aller Frauen zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 55 Jahre ist. Aber auch Männer können in seltenen Fällen Brustkrebs entwickeln. Risikofaktoren für Brustkrebs sind vor allem die hormonelle Situation der Frau, Übergewicht und bei einigen wenigen auch die Genetik. DrEd erklärt, wie Brustkrebs entsteht, wie man ihn erkennt und wie er behandelt werden kann.

Rezept und Medikament zur Verhütung

Was ist Brustkrebs?

Man spricht von Brustkrebs, wenn sich im Drüsengewebe der Brust von Frau oder Mann ein bösartiger Tumor, also eine Geschwulst, gebildet hat. Die meisten Tumoren in der Brust sind allerdings gutartig. Bösartig ist ein Tumor dann, wenn er sich ohne Kontrolle durch den Körper, in dem er wächst, immer weiter vergrößert, umliegendes Gewebe zerstört und Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet. Ein solcher Tumor, auch Karzinom genannt, entsteht, wenn die ursprünglichen Drüsenzellen in der Brust ihr Aussehen und ihre Fähigkeiten verändern, also „entarten“. Durch diese Veränderungen können sie die Regulationsmechanismen des Körpers, der normalerweise eine zu schnelle Vermehrung von Zellen verhindert, umgehen und sich ungehindert ausbreiten.

Wie entsteht Brustkrebs?

Die Entartung der Zellen im Brustgewebe wird durch verschiedene Faktoren gefördert. Nur etwa 5% aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt, d.h. auf spezielle Mutationen im Erbgut zurückzuführen, die über die Eltern weitergegeben werden. Wer diese Mutationen im Erbgut trägt, hat ein sehr hohes Lebenszeitrisiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Der Großteil entsteht jedoch durch äußere Faktoren. Insbesondere Hormone spielen bei der Brustkrebsentstehung eine große Rolle, denn bestimmte Formen von Brustkrebs werden durch die weiblichen Sexualhormone Östrogen oder Gestagen zum Wachstum angeregt. Daher kann eine mehrjährige Hormonersatztherapie in den Wechseljahren mit diesen Hormonen zur Entstehung von Brustkrebs beitragen. Relevant ist auch, wie lange der Körper einer Frau hormonell aktiv ist: Je länger die Zeit zwischen der ersten Regelblutung und der Menopause ist, desto größer ist auch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, da die weiblichen Hormone in dieser Zeit auf das Wachstum des Brustgewebes einwirken können. Wer viele Kinder bekommt und lange stillt, hat dagegen ein geringeres Brustkrebsrisiko, da diese Hormonlage vor einer Entartung der Brustzellen zu schützen scheint. Ungünstig ist auch Übergewicht, vor allem in den Wechseljahren, denn Fettzellen produzieren ebenfalls Östrogen.

Neben den Hormonen ist auch vermehrter Alkoholkonsum ein Faktor, der zur Entstehung von Brustkrebs beitragen kann. In seltenen Fällen kann zudem eine Bestrahlung der Brust in jungen Jahren, z.B. im Rahmen einer Behandlung von Lymphdrüsenkrebs dazu führen, dass die Zellen in der Brust entarten.

Woran erkennt man, ob man Brustkrebs hat?

Befindet sich der Krebs in einem frühen Stadium, finden sich oft keine Symptome. Dennoch können manchmal bestimmte leichte Veränderungen der Brust festgestellt werden. Ist das der Fall, sollte der oder die Betroffene dies vom Arzt abklären lassen. Zu den Veränderungen zählen z.B. neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder in der Achselhöhle, Absonderungen aus der  Brustwarze, vorher nicht dagewesene Größenunterschiede beider Brüste, Veränderungen der Haut wie z.B. Rötungen, Einziehungen, „orangenhautartige“ Dellen oder Schuppen sowie brennende oder ziehende Schmerzen.

Etwa 80 bis 90 Prozent aller Tumoren werden von Frauen durch das Abtasten der eigenen Brust entdeckt. Davon ist allerdings nur etwa jeder Zwölfte tatsächlich Brustkrebs. Umgekehrt kann nicht jede Art von Brustkrebs auch ertastet werden, vor allem nicht in den frühen Stadien.

Wie kann der Arzt Brustkrebs diagnostizieren?

Besteht der Verdacht auf eine Veränderung in der Brust, stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um Brustkrebs zu diagnostizieren. Zum einen bietet die sogenannte Mammographie eine Möglichkeit zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Mammographie ist vergleichbar mit einer Röntgenaufnahme der Brust. Sie wird auch für das bundesweite Brustkrebs-Screening eingesetzt, zu dem alle Frauen in Deutschland von 50 bis 69 Jahren auch ohne Verdacht eingeladen werden. Diese Untersuchungsmethode kann jedoch nicht alle Tumore entdecken. Insbesondere bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe kommt die Mammographie an ihre Grenzen. Bei diesen Patientinnen wird daher ergänzend ein Ultraschall oder manchmal auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust durchgeführt.

Ein Ultraschall der Brust wird auch immer dann zusätzlich gemacht, wenn in der Mammographie Veränderungen deutlich geworden sind. Durch diese Methode können ohne Strahlenbelastung gutartige Zysten von bösartigen Wucherungen unterschieden werden.

Um eine Aussage treffen zu können, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, ist meist eine Gewebeprobe, eine Biopsie vonnöten. Unter dem Mikroskop kann beurteilt werden, ob die Brustzellen entartet sind und auf welche Therapie sie am besten ansprechen.

Um auszuschließen, dass der Krebs Tochtergeschwülste, also Metastasen gestreut hat, werden weitere Untersuchungen wie z.B. eine Röntgenaufnahme der Lunge, ein Ultraschall der Leber oder eine Aufnahme des Skeletts durchgeführt.

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Die Therapie von Brustkrebs ist abhängig vom Erkrankungsstadium und besteht je nach Stadium aus einer Operation, einer Chemo-, Hormon- und/oder Strahlentherapie. Da die Behandlung auf vielen Ebenen erfolgt, wird über die Therapie meist in einer sogenannten Tumorkonferenz entschieden, in der Ärzte verschiedener Fachrichtungen wie etwa Frauenärzte, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen zusammenkommen.

Ist der Brustkrebs noch im Frühstadium, zielt die Behandlung auf eine Heilung ab. Im Stadium, bei dem bereits Tochtergeschwülste vorliegen, geht es meist um eine Lebensverlängerung.

Eine Operation ist für die Heilung von Brustkrebs unumgänglich. Hierbei kann der Tumor im günstigsten Fall brusterhaltend entfernt werden. Das bedeutet, dass nur der Tumor mit dem umliegenden Gewebe herausoperiert wird, die Brust aber insgesamt bestehen bleibt. In diesem Fall muss die Brust nach der Operation immer bestrahlt werden, um ein Wiederauftreten des Tumors so unwahrscheinlich wie möglich zu machen.

Ist der Brustkrebs empfindlich für eine Chemo- oder Hormontherapie, kann diese zusätzlich zur Operation durchgeführt werden. In manchen Fällen führt eine Chemotherapie vor der Operation auch schon zur Verkleinerung des Tumors und verbessert so die Operationsbedingungen.

Kann die Brust nicht erhalten werden, etwa weil der Tumor eine gewisse Größe erreicht hat, stehen verschiedene Möglichkeiten zum Wiederaufbau der Brust zur Verfügung. Dazu zählen z.B. Silikonimplantate oder auch eine Nachbildung der Brust durch körpereigenes Gewebe.

Kann man das Auftreten von Brustkrebs verhindern?

Generell kann man die Entstehung von Krebs nicht zuverlässig verhindern. Es ist jedoch möglich, einige Dinge zu berücksichtigen, um das Risiko für Brustkrebs zu verringern.

Dazu zählt vor allem ein gesunder Lebensstil, der viel Bewegung beinhaltet und nur einen eingeschränkten Alkoholkonsum zulässt. Zudem besteht eine Verbindung zwischen der Einnahme von Hormonen und einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Insbesondere Östrogene können zu einer Vermehrung von Krebszellen beitragen. Präparate zur Hormonersatztherapie während der Wechseljahre sollten deshalb nur über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden. Dies gilt vor allem für Medikamente die eine Kombination aus Östrogen und Gestagen enthalten.

Rezept und Medikament zur Verhütung

Quellen:

  • Aiello, Erin J.; Buist, Diana S. M.; White, Emily; Seger, Deborah; Taplin, Stephen H. (2004): Rate of breast cancer diagnoses among postmenopausal women with self-reported breast symptoms. In: The Journal of the American Board of Family Practice 17 (6), S. 408–415.
  • Brustkrebszahlen: www.krebsdaten.de; zuletzt abgerufen am 31.08.2017
  • Cardoso, Fatima; Loibl, Sibylle; Pagani, Olivia; Graziottin, Alessandra; Panizza, Pietro; Martincich, Laura et al. (2012): The European Society of Breast Cancer Specialists recommendations for the management of young women with breast cancer. In: European journal of cancer (Oxford, England : 1990) 48 (18), S. 3355–3377. DOI: 10.1016/j.ejca.2012.10.004.
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz). Krebsinformationsdienst: Brustkrebs. Online www.krebsinformationsdienst.de, zuletzt abgerufen am 31.08.2017
  • Hamer, Julia; Warner, Ellen (2017): Lifestyle modifications for patients with breast cancer to improve prognosis and optimize overall health. In: CMAJ : Canadian Medical Association journal = journal de l'Association medicale canadienne 189 (7), E268-E274. DOI: 10.1503/cmaj.160464.
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org  
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