Hervorragend 9.5/10
Frau mit chronischer Blasenentzündung liegt mit Schmerzen im Bett

Die meisten Frauen haben in ihrem Leben eine oder mehrere Blasenentzündungen. Diese auch als Harnwegsinfekt bezeichneten Blasenentzündungen lassen sich in den meisten Fällen gut behandeln und heilen in wenigen Tagen aus. Manche Personen leiden jedoch immer wieder an Blasenentzündungen, man spricht dann von einer chronischen Blasenentzündung. Doch auch hier sind die Behandlungsmöglichkeiten gut. Zusätzlich zur Therapie sollten weitere Untersuchungen eingeleitet werden, um die Ursache für die chronische Blasenentzündung zu finden. Wie bei der akuten Blasenentzündung sind von der chronischen Blasenentzündung bevorzugt Frauen betroffen. Die Ärzte von DrEd können verschiedene Antibiotika gegen Blasenentzündungen verschreiben.

Medikament und Rezept zur Behandlung einer Blasenentzündung
Schutzschild Deutsche Ärzte
Uhr Expressversand
Vorhängeschloss Sicher & diskret

Was passiert bei einer Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung, etwas weiter gefasst als Harnwegsinfekt bezeichnet, entsteht, wenn Bakterien die Harnblase und die Harnröhre besiedeln. Die Bakterien stammen meist aus dem Darm und können die Harnausscheidungsorgane beispielsweise beim Toilettengang erreichen. Auch beim Geschlechtsverkehr können Bakterien in die Harnröhre gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Zumeist sind Frauen von diesen Entzündungen betroffen, da bei ihnen die Harnröhre kürzer ist und so die Bakterien schneller die Harnblase erreichen. Der Nachweis eines Harnweginfekts erfolgt meist durch eine Untersuchung des Urins, in dem die Bakterien selbst, Entzündungszellen, Abbauprodukte des Bakterienstoffwechsels oder rote Blutkörperchen nachgewiesen werden können.

Ab wann ist eine Blasenentzündung als chronisch zu bezeichnen?

Von einer chronischen Blasenentzündung wird gesprochen, wenn zwei oder mehr Blasenentzündungen in sechs Monaten bzw. drei oder mehr Infektionen pro Jahr auftreten. Dabei ist es teilweise schwer zu unterscheiden, ob es sich um einen Rückfall einer ehemaligen Infektion oder um eine Neuinfektion handelt. Da sich jedoch die Behandlung einer chronischen Blasenentzündung nicht grundlegend von der einer akuten Infektion unterscheidet, ist die Definition eher für die Entscheidung zu weiteren diagnostischen Maßnahmen relevant.

Was sind die Symptome einer chronischen Blasenentzündung?

Die Symptome einer chronischen Blasenentzündung unterscheiden sich nicht maßgeblich von denen einer akuten Entzündung. Führend treten Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen auf, oft ist außerdem schon bei einer gering gefüllten Blase der Harndrang sehr stark; die Blase entleert sich dabei nur tröpfchenweise. Betroffene können einen teilweise krampfhaften Schmerz im Unterbauch oder zwischen den Beinen verspüren und es kann Blut im Urin nachweisbar sein.

Ist eine chronische Blasenentzündung gefährlich?

Eine Blasenentzündung selbst ist zwar für die Betroffenen sehr belastend, muss jedoch zunächst nicht gefährlich sein. Dies ist unabhängig davon, ob die Entzündung akut oder chronisch verläuft. Wird die Infektion jedoch nicht behandelt, können Bakterien in den Harnleitern hinauf bis in die Nieren steigen und dort eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) auslösen. Diese verläuft zumeist mit starken Schmerzen in der Flanke und Fieber, es kann zu einer allgemeinen Entzündungsreaktion des Körpers (Urosepsis) kommen. Um dies zu verhindern, sollte auch bei einer chronischen Blasenentzündung immer eine Behandlung eingeleitet werden. Insbesondere bei einer Blasenentzündung während der Schwangerschaft ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Welche Untersuchungen werden bei einer chronischen Blasenentzündung durchgeführt?

Der erste Schritt ist die mikroskopische und laborchemische Untersuchung des Urins. Bei einer chronischen Infektion wird außerdem meist eine Urinkultur angelegt, um den Erreger genauer bestimmen zu können und das passende Antibiotikum zu finden. Weitere Untersuchungen werden abhängig von den Nebenerkrankungen des Betroffenen und anhand der Krankengeschichte ausgewählt. Es kann zum Beispiel ein Ultraschall der Blase vor und nach dem Wasserlassen erfolgen. Auch kann es sich im Verdachtsfall lohnen, auf einige typische Geschlechtskrankheiten zu testen, da zum Beispiel auch eine Chlamydieninfektion zu chronischen Blasenbeschwerden führen kann.

Wie kann eine chronische Blasenentzündung verhindert werden?

Einige Veränderungen im Alltag können helfen, das erneute Auftreten von Blasenentzündungen zu reduzieren. Um ein Festsetzen der Bakterien an der Blasenwand zu vermeiden, kann die Trinkmenge erhöht und damit das vermehrte Wasserlassen begünstigt werden, um die Blase “durchzuspülen“. Positive Ergebnisse zeigen sich außerdem bei der regelmäßigen Einnahme von Preiselbeer- oder Cranberry-Saft. Die darin enthaltenen Zucker machen es den Bakterien schwerer, an der Blasenwand festzuhalten. Es besteht jedoch zu dieser vorbeugenden Maßnahme noch keine endgültige wissenschaftliche Empfehlung, so dass individuell getestet werden muss, ob sich der regelmäßige Saftkonsum als hilfreich und gut verträglich herausstellt.

Da Bakterien beim Geschlechtsverkehr leicht in die Harnröhre gelangen können, wird empfohlen, nach dem Verkehr die Blase zu entleeren. Zudem sollten Frauen, die Spermizid-Cremes oder Spermizid-beschichtete Kondome verwenden, eine Veränderung der Verhütungsmaßnahmen in Betracht ziehen, da diese Stoffe eine Blasenentzündung begünstigen.

Ist der Leidensdruck sehr hoch, kann eine medikamentöse Prophylaxe eingeleitet werden. Hierfür eignen sich die Antibiotika Trimethoprim oder Nitrofurantoin, die täglich eingenommen werden. Gegebenenfalls kann diese Prophylaxe auch nur nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden (postkoitale Prophylaxe).

Als individuelle Gesundheitsleistung für Selbstzahler (IGeL) wird zurzeit eine Impfung gegen Blasenentzündungen angeboten, die aus abgetöteten Bakterien besteht. In Studien konnte bisher jedoch kein langfristiger Effekt dieser Impfung nachgewiesen werden, die Wirkung lässt nach mehreren Wochen nach. Weitere Impfungen sind jedoch in Entwicklung.

Gibt es Wege, eine chronische Blasenentzündung ohne Medikamente zu therapieren?

Auch wenn schon erste Symptome einer Blasenentzündung bemerkbar sind, kann eine großzügige Flüssigkeitszufuhr die Entwicklung aufhalten. Ist jedoch bereits Blut im Urin zu sehen, bestehen Fieber, Schüttelfrost oder Schmerzen in der Flanke, sollte spätestens dann eine antibiotische Behandlung begonnen werden, um eine fortschreitende Nierenbeckenentzündung zu verhindern.

Welche Medikamente helfen gegen chronische Blasenentzündung?

Da der Großteil der Blasenentzündungen durch Bakterien ausgelöst wird, werden als Standardtherapeutika Antibiotika eingesetzt. Insbesondere Trimethoprim, Nitrofurantoin und Fosfomycin haben sich in der Behandlung von akuten Harnwegsinfekten bewährt. Die Einnahme reicht je nach Präparat von einer einmaligen Gabe bis zu einer Behandlung über sieben Tage. In der sogenannten Prophylaxe werden Trimethoprim oder Nitrofurantoin eingesetzt.

Welche Nebenwirkungen und Risiken haben die Medikamente?

Einige Menschen reagieren auf bestimmte Antibiotika allergisch. Fällt während der Einnahme ein Ausschlag, Juckreiz oder Atemnot auf, sollte das Medikament abgesetzt und der verschreibende Arzt kontaktiert werden.

Nitrofurantoin sollte nicht angewendet werden, wenn die Nierenfunktion nachweislich reduziert ist. Außerdem sollte das Medikament nicht mehr genutzt werden, wenn bereits Hinweise auf eine Nierenbeckenentzündung bestehen. Letzteres gilt auch für das Antibiotikum Fosfomycin. Viele der bei einer Blasenentzündung angewendeten Antibiotika können außerdem Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Da Antibiotika auch die natürliche bakterielle Besiedlung der Scheide beeinflussen, leiden einige Frauen nach einer Blasenentzündungs-Behandlung vermehrt an vaginalem Juckreiz, Ausfluss aus der Scheide oder einer Pilzinfektion. Dem kann mit der gleichzeitigen Anwendung von Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien entgegengewirkt werden.

Was sollte bei der Antibiotika-Therapie beachtet werden?

Um die Entstehung von Bakterien mit Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden, sollte das Antibiotikum gegen chronische Blasenentzündung immer über den verschriebenen Zeitraum eingenommen werden und nicht frühzeitig, beispielsweise nach Verschwinden der Symptome, abgesetzt werden. 

Medikament und Rezept zur Behandlung einer Blasenentzündung
Schutzschild Deutsche Ärzte
Uhr Expressversand
Vorhängeschloss Sicher & diskret

Quellen:

  • S-3 Leitlinie AWMF-Register-Nr. 043/044: Epidemiologie, Diagnostik, Therapie und Management unkomplizierter bakterieller ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten. (Stand 17. Juni 2010), Online: www.dggg.de, aufgerufen am 28.09.2015
  • R.G. Jepson,J.C. Craig: Cranberries for preventing urinary tract infections. In: Cochrane Database of Systematic Reviews. 2008, doi:10.1002/14651858.CD001321.pub4, PMID 18253990.
  • E. Tanagho, J.W. McAninch: Smiths Urologie, Springer-Verlag Heidelberg, 2013, S. 260f

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an [email protected] schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Standardversand

Lieferung in 1 bis 3 Werktagen

KOSTENLOS
Expressversand

Lieferung am nächsten Werktag

10,00 €
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen