Hervorragend 9.5/10
Patient mit Verdacht auf CPPS zur Untersuchung beim Arzt

Das chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS) ist ein langwieriges, bisher wenig verstandenes Krankheitsbild, das zu starken Schmerzen im Unterbauch und Rücken sowie verschiedenen anderen Symptomen führen kann. Betroffen sind meist Männer über 50 Jahre.

Rezept und Medikament gegen Erektionsstörungen
Schutzschild Deutsche Ärzte
Uhr Expressversand
Vorhängeschloss Sicher & diskret

Was ist das CPPS?

Das CPPS gehört zu den Prostataentzündungen (Prostatitiden). Es stellt den Subtyp III (abakterielle Prostatatenzündung) der insgesamt 4 Typen dar. Man unterscheidet den Typ IIIa (entzündliches oder inflammatorisches CPPS) und den Typ IIIb (nicht-entzündliches bzw. noninflammatorisches CPPS). Im Gegensatz zur akuten Prostatitis liegt beim CPPS keine akute bakterielle Entzündung vor, die ein sofortiges Handeln erforderlich macht.

Welche Beschwerden können bei einem CPPS auftreten?

Das CPPS kann eine Vielzahl verschiedener Symptome hervorrufen. Charakteristisch sind Schmerzen in Bereichen unterhalb des Bauchnabels bis hin zu den Oberschenkeln, für die ein Arzt zunächst keine Ursache findet. Die Schmerzen können sehr stark sein, permanent oder intermittierend auftreten. Häufig schmerzt auch der Hodensack, der Penis, der Damm oder der After. Ebenfalls können Rückenschmerzen im unteren Rücken auf ein CPPS hinweisen.

Andere mögliche Symptome sind Beschwerden beim Wasserlassen (unfreiwilliger Harnabgang, häufiger Drang zum Wasserlassen, wobei jeweils nur kleine Mengen Urin abgegeben werden können sowie Brennen beim Wasserlassen), Brennen in der Harnröhre, Druck am After mit Störungen beim Stuhlgang, sexuelle Unlust (Libidoverlust), Schmerzen bei der Ejakulation, Erektionsstörungen und Blutbeimengungen im Ejakulat.

Wer ist vom CPPS betroffen?

Das CPPS kann generell in jedem Alter auftreten, jedoch sind mehr Männer im Alter über 50 Jahre betroffen. Da viele Betroffene ihre Beschwerden lange für sich behalten, gibt es keine genauen Angaben über die Häufigkeit der Erkrankung.

Was sind die Ursachen eines CPPS?

Für das CPPS ist es charakteristisch, dass zunächst keine medizinische Ursache für die Beschwerden gefunden werden kann. Bis heute sind die Entstehungsmechanismen des CPPS nicht geklärt. Möglicherweise ist das CPPS multifaktoriell bedingt – ein Zusammenspiel von psychologischen, immunologischen, hormonellen (endokrinen) und neurologischen Faktoren führt zum Krankheitsbild des CPPS.

Eine langwierige bakterielle Entzündung der Prostata kann dazu führen, dass durch Immunzellen verschiedene Stoffe im betroffenen Gewebe produziert werden, die letztendlich einen Prozess anstoßen, bei dem der Körper körpereigenes Gewebe angreift im Sinne eines autoimmunen Geschehens. Stress und Depressionen können dazu führen, dass die Produktion entzündungsfördernder Stoffe weiter gesteigert wird. Niedrige Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron im Blut des betroffenen Mannes können ebenfalls eine erhöhte entzündliche Aktivität in der Prostata hervorrufen. Ein weiterer Auslöser für die beschriebenen Beschwerden können zudem überaktive Nerven oder nervale Spastiken sein.
Manche chronischen Beckenschmerzsyndrome werden allerdings auch zu Unrecht als solche klassifiziert, weil z.B. eine zu Grunde liegende Infektion mit langsam wachsenden Bakterien nicht erkannt wird.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Bei anhaltenden Schmerzen im Genitalbereich, Erektionsstörungen, Beschwerden beim Wasserlassen, schmerzhafter Ejakulation oder Blutbeimengungen im Ejakulat sollte ein Termin beim Urologen vereinbart werden. Die beschriebenen Symptome können verschiedene Ursachen haben und eine fachgerechte Therapie ist wichtig, um die Gesundheit und Funktion der Geschlechtsorgane zu erhalten.

Wie wird der Arzt vorgehen?

Nach einer gründlichen Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) mit ausführlicher Schilderung aller Symptome wird der Arzt den Patienten körperlich untersuchen. Die Geschlechtsteile und der After werden nach Auffälligkeiten abgesucht und es wird geprüft, wo ein Druckschmerz ausgelöst werden kann. Außerdem wird der Arzt eine Urinuntersuchung veranlassen, bei der vor allem nach Erregern einer Blasen- oder Prostataentzündung gesucht wird. Des Weiteren kann eine Untersuchung des Ejakulats, eine transrektale Sonografie (eine Ultraschalluntersuchung, bei der eine Ultraschallsonde in den After eingeschoben wird, um von dort aus die Prostata zu begutachten) sowie eine Blutuntersuchung notwendig sein. Die Untersuchungen dienen hauptsächlich dazu, andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. Somit kann das CPPS als eine Art „Ausschlussdiagnose“ angesehen werden, die gestellt wird, wenn andere Ursachen ausgeschlossen wurden. Nach der Zusammenschau aller Befunde wird der Arzt einen Therapievorschlag machen.

Welche Therapien können beim CPPS helfen?

Leider gibt es keine eindeutige Therapieempfehlung für das CPPS. Da die genauen Ursachen der Beschwerden unbekannt sind, kann das CPPS nicht zielgerichtet therapiert werden. Beim CPPS handelt es sich um ein chronisches Krankheitsbild, das durch fachgerechte Therapie gelindert, aber nicht geheilt werden kann. Mit der Zeit reduzieren sich die Beschwerden häufig auch von alleine. Wenn Zweifel bestehen, ob eine bakterielle Infektion die Beschwerden hervorruft, sollte eine antibiotische Therapie begonnen werden. Besonders Infektionen mit langsam wachsenden Keimen wie Chlamydien oder Mykoplasmen bleiben häufig lange Zeit unerkannt. Je nachdem, welches Keimspektrum vermutet wird, können mehrwöchige Antibiotikagaben indiziert sein.

Unter der Vielzahl an therapeutischen Möglichkeiten sollte nach und nach ausprobiert werden, welche dem betroffenen Patienten Linderung verschaffen. Medikamentös können nicht-steroidale Schmerzmittel wie Ibuprofen, anticholinerge Medikamente wie z.B. Buscopan oder sogenannte alpha-Blocker wie z.B. Tamsulosin eingesetzt werden. Konservativ können Prostatamassagen, bei denen der Behandler einen Finger in den After des Patienten einführt, von dort aus die Prostata massiert und dadurch das Prostata-Sekret in die Harnröhre „ausdrückt“, versucht werden.

Wenn gar keine Linderung erzielt werden kann und die Beschwerden auch mit der Zeit nicht abnehmen, kann eine operative Verkleinerung oder Entfernung der Prostata diskutiert werden.

Wie kann der Patient außerdem zur Linderung der Beschwerden beitragen?

Neben den medikamentösen Behandlungsoptionen kann eine Vielzahl weiterer Therapiemaßnahmen versucht werden. Warme Sitzbäder, möglicherweise auch mit entspannenden Zusätzen wie z.B. Kamille, bewirken eine Entspannung der Gewebe und Organe im kleinen Becken. Diskutiert wird ebenso, ob eine regelmäßige Ejakulation die Beschwerden des CPPS reduzieren kann.

In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, unter welchen Umständen die Schmerzen verstärkt werden. Möglicherweise lässt sich ein Zusammenhang mit niedriger sexueller Aktivität z.B. auf Geschäftsreisen, erkennen. Entsprechend kann dann gegengesteuert werden.

Das CPPS kann den betroffenen Mann sehr belasten, insbesondere, wenn begleitend sexuelle Funktionseinschränkungen auftreten. Frühzeitig sollte auch psychologisch-psychotherapeutische Hilfe gesucht werden. Die gebotene seelische Entlastung kann unter Umständen die sexuellen Funktionsstörungen lindern und auch die Schmerzen reduzieren.

Rezept und Medikament gegen Erektionsstörungen
Schutzschild Deutsche Ärzte
Uhr Expressversand
Vorhängeschloss Sicher & diskret

Quellen:

  • Hautmann, R., & Huland, H. (Eds.). (2006). Urologie. Springer-Verlag.
  • Snowdon, D. A., Phillips, R. L., & Choi, W. (1984). Diet, obesity, and risk of fatal prostate cancer. American journal of epidemiology, 120(2), 244-250.
  • Rider, J. R., Wilson, K. M., Sinnott, J. A., Kelly, R. S., Mucci, L. A., & Giovannucci, E. L. (2016). Ejaculation frequency and risk of prostate cancer: updated results with an additional decade of follow-up. European urology, 70(6), 974-982.
  • Stone, N. N., & Crawford, E. D. (2016). The Prostate Cancer Dilemma. Springer International Publishing. 
Empfehle diesen Artikel

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an [email protected] schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Standardversand

Lieferung in 1 bis 3 Werktagen

KOSTENLOS
Expressversand

Lieferung am nächsten Werktag

10,00 €
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen