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Mann leidet unter Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz ist eine eher seltene Kopfschmerz-Form und gehört zu einer Gruppe Kopfschmerzen, die über den Trigeminus-Gesichtsnerv weitergeleitet werden. Insbesondere Männer sind von den Schmerzattacken betroffen und es gibt kein klassisches Erkrankungsalter.

DrEd erklärt, welche Symptome für den Cluster-Kopfschmerz typisch sind, wie er entsteht und was dagegen helfen kann.

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Woher kommt der Name Cluster-Kopfschmerz?

Das englische Wort „Cluster“ bedeutet „Häufung“. Der Name „Cluster-Kopfschmerz“ wurde gewählt, weil die Kopfschmerzattacken typischerweise gehäuft über einige Wochen bis Monate auftreten. Danach stellt sich für die Betroffenen meist eine längere Pause ein.

Wie äußert sich ein Cluster-Kopfschmerz?

Cluster-Kopfschmerz äußert sich in Schmerzattacken, die 15 bis 180 Minuten anhalten und vor allem nachts auftreten. Klassischerweise begrenzt sich der Clusterkopfschmerz streng auf eine Kopf- und Gesichtshälfte. Der sehr starke Schmerz wird als stechend oder zerrend beschrieben. Der Schmerz sitzt meist hinter oder über dem Auge und auch die Schläfe kann betroffen sein. Zusätzlich kommt es zum Tränen des Auges auf der betroffenen Seite sowie einer Sekretion aus der Nase. Außerdem kann ein vermehrter Speichelfluss auftreten. Betroffene können auf der Seite ebenso vermehrt Schwitzen und die Haut und die Bindehaut auf der schmerzenden Seite kann gerötet sein.

Bei manchen Betroffenen hängt während einer Attacke das Augenlid oder es ist angeschwollen. An einem Tag kann es zu mehreren Cluster-Attacken kommen. Oft gibt es Phasen, in denen die Attacken wochenlang gehäuft auftreten, während die Betroffenen dann wiederum Wochen bis Monate komplett davon verschont werden.

Wie wird Cluster-Kopfschmerz diagnostiziert?

Die Diagnose Cluster-Kopfschmerz kann allein aus der Schilderung der Symptome geschlossen werden, wenn die meisten Charakteristika zutreffen. Gelegentlich wird eine Untersuchung wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) empfohlen, um eine Gehirnschädigung durch eine Entzündung, Blutung oder Raumforderung auszuschließen. Bei einer Untersuchung vom Blut oder Nervenwasser (Liquor) lassen sich keine typischen Zeichen der Erkrankung erkennen.

Wie entstehen Cluster-Kopfschmerzen?

Die genaue Entstehung des Cluster-Kopfschmerzes ist bisher ungeklärt. Es gibt jedoch Theorien, dass der Hypothalamus, der im Gehirn eine wichtige Zentrale zur Steuerung der hormonellen Prozesse darstellt, fälschlicherweise aktiviert wird. Der Hypothalamus soll über den Trigeminus-Nerv, der die Gesichtshaut sensibel versorgt, Signale weiterleiten, die sich in den Cluster-Kopfschmerzen äußern. Auch die Entzündung von Kopfgefäßen könnte einen Einfluss auf die Krankheitsentstehung haben. Am Ende der Verkettung steht jedoch immer der Trigeminus-Nerv.

Wie unterscheiden sich Cluster-Kopfschmerzen von anderen Kopfschmerzformen?

Das typischste Charakteristikum für den Cluster-Kopfschmerz ist sein attackenartiges Auftreten. Während sich sowohl der Spannungskopfschmerz als auch die Migräne über Stunden und sogar Tage erstrecken können, hören die Cluster-Attacken meist nach maximal drei Stunden auf. Die Begrenzung auf eine Kopfseite ist neben dem Cluster- auch ein typisches Symptom von Migräne, jedoch treten hier seltener gleichzeitig Augentränen und Nasensekretion auf. In manchen Fällen kommt es jedoch am Ende einer Migräneattacke zu einer solchen Sekretion.

Oft gibt das Verhalten der Betroffenen während einer Schmerzattacke Aufschluss über den Schmerztypen: Migräne-Patienten reagieren oft sehr sensibel auf Licht und Geräusche. Bewegung verschlimmert die Beschwerden, so dass Migräne-Betroffene meist zurückgezogen in einem abgedunkelten Raum ruhen möchten. Der Cluster-Schmerz ist jedoch so aufreibend, dass Betroffene ruhelos durch das Zimmer laufen oder im Sitzen auf und ab wippen. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Halluzinationen, die zusammen mit einer Migräne auftreten können, sind für den Cluster-Kopfschmerz nicht typisch.

Was hilft gegen Cluster-Kopfschmerz?

Klassische Kopfschmerzmittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Ibuprofen haben bei Cluster-Kopfschmerzen eher keinen lindernden Effekt. Gute Erfolge konnten mit der Medikamentenklasse der Triptane gezeigt werden. Sie wurden erst in den letzten zehn Jahren als Wirkstoffe gegen Cluster-Kopfschmerzen zugelassen. Vorher waren sie nur als Migräne-Medikamente bekannt.

Triptane können sowohl als Nasenspray und Tabletten als auch als Injektionen unter die Haut angewendet werden. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Übelkeit und Schwindel, auch kann es in einigen Fällen zu einem Engegefühl in der Brust und Muskelschmerzen kommen. Werden Triptane in der Therapie genutzt, sollten regelmäßig die Blutdruckwerte kontrolliert und die Herzgesundheit überprüft werden. Nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall ist die Anwendung von Triptanen kontraindiziert.

Eine weitere, sehr effektive Therapie des Cluster-Kopfschmerz stellt die Gabe von Sauerstoff dar. Betroffene verbringen dafür meist ein bis zwei Nächte im Krankenhaus, um die Wirksamkeit zu testen und bekommen dann eine Sauerstoffflasche mit nach Hause, um im Schmerzfall durch Sauerstoff eine Schmerzlinderung zu erreichen.

Neben dieser Akuttherapie sollte gleichzeitig eine medikamentöse Prophylaxe begonnen werden, um das Auftreten neuer Schmerzattacken zu verhindern. Das Mittel der Wahl für diese Prävention ist Verapamil, ein Medikament, welches häufig in der Herz- und Kreislaufmedizin angewendet wird. Meist wird das Mittel gut vertragen, kann aber zu Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe) und Magen-Darm-Problemen führen. Andere Medikamente, die in der Clusterschmerz-Prophylaxe eingesetzt werden, sind Kortikosteroide und Lithium. Hier ist jedoch die Dosierung schwieriger, da die Nebenwirkungen insbesondere bei einer längeren Anwendung stärker ausgeprägt sind.

Wie ist die Prognose für Cluster-Kopfschmerz Betroffene?

Auch wenn es Anzeichen dafür gibt, dass die Kopfschmerzattacken im Alter seltener werden, sind Betroffene meist auch noch Jahre nach dem ersten Auftreten nicht vor den Attacken sicher. Noch immer wird die Krankheit zu selten erkannt und eine passende Therapie eingeleitet. Da das Schmerzerlebnis so stark ist, kommt es immer wieder zu Selbsttötungen, wenn die Krankheit nicht erkannt und behandelt wird. Mit der richtigen Therapie können Patienten jedoch die Häufigkeit der Schmerzattacken stark reduzieren.

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Quellen:

  • Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS). The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition (beta version). Cephalalgia 33(2013); S. 665-670. Online: www.ihs-classification.org, Aufgerufen am 29.10.2015
  • Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.: Clusterskopfschmerz. Online: www.dmkg.de, Aufgerufen am 29.10.2015
  • A.D. Nesbitt, P.J. Goadsby. Cluster headache. BMJ 344 (2012), e2407.

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