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Ärztin berät junge Frau über die Pille

Die Antibabypille, meistens nur die Pille genannt, zählt in Deutschland und anderen Industrieländern zu den beliebtesten Verhütungsmitteln. Die Pille gibt Frauen die Möglichkeit, allein – ohne „Mitarbeit“ des Sexualpartners – für eine wirksame Schwangerschaftsverhütung zu sorgen. Das und die einfache Anwendung bei guter Verträglichkeit macht die Pille so beliebt. Häufig treten Fragen rund um die Pille auf, von denen einige in diesem Text beantwortet werden sollen

DrEd stellt umfangreiche Informationen rund um die Pille bereit und die Ärzte von DrEd beantworten Frage zur Pille und stehen den Patientinnen beratend zur Seite. Über einen ärztlichen Fragebogen können Frauen bei DrEd ihre Pille anfordern, ganz ohne auf einen Termin oder anschließend im Wartezimmer warten zu müssen.

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Ab welchem Alter kann man die Pille nehmen?

Es gibt in Deutschland keine bindende gesetzliche Einschränkung, ab welchem Alter die Pille verschrieben werden darf. Normalerweise wird ein verantwortungsvoller Frauenarzt aber frühestens nach der ersten Regelblutung (Menarche) ein Rezept für die Pille ausstellen. Bei Mädchen unter 14 Jahren ist der Gebrauch der Pille umstritten, insbesondere aufgrund der Befürchtung, dass die Pille das Größenwachstum hemmen kann. Mittlerweile kann allerdings durch mehrere klinische Studien davon ausgegangen werden, dass die Pille keinen oder allenfalls einen sehr geringen Einfluss auf das Wachstum von Jugendlichen hat.

Ob die Knochendichte von Jugendlichen durch die Pilleneinnahme nachhaltig negativ beeinflusst wird, ist noch unklar. Aktuell geht man jedoch davon aus, dass lediglich sehr geringe Effekte auftreten können. Trotzdem sollte die Verschreibung der Pille bei Mädchen unter 14 Jahren genau abgewogen werden. Langzeitverhütungsmittel wie Hormonimplantate sind für Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet.

Andere Faktoren, die eine Rolle bei der Erstverschreibung spielen, sind die sexuelle Aktivität und sportliche Betätigung. Junge Mädchen und Jungen haben häufiger Probleme bei der Anwendung von Kondomen und anderen, teilweise weniger sicheren Verhütungsmitteln wie Verhütungsschaum, sodass die Pille als einziges zuverlässiges Verhütungsmittel in Frage kommen kann.

Leistungssportlerinnen wiederum besitzen häufig sehr niedrige Östrogenspiegel, wodurch die Menarche komplett ausbleiben kann. Da aber angenommen wird, dass dies ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Knochendichte haben kann, wird Leistungssportlerinnen oft die Pille verschrieben, um so den Östrogenspiegel anzuheben und einer Osteoporose (Brüchigkeit der Knochen) vorzubeugen. Ob die Pille in solchen Fällen einen positiven Effekt auf das Knochenwachstum und die Knochendichte hat, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die Ärzte von DrEd können keine Pillenrezepte für junge Frauen unter 18 Jahren ausstellen.

Welche Untersuchungen macht der Frauenarzt, wenn eine Frau die Pille nehmen möchte?

Es gibt keine speziellen Untersuchungen, die vor der Verschreibung der Pille zwingend notwendig sind. Trotzdem sollte idealerweise die letzte reguläre frauenärztliche Untersuchung noch nicht allzu lange her sein. Am wichtigsten ist ein ausführliches Beratungsgespräch. In diesem Gespräch wird der Frauenarzt unter anderem nach dem allgemeinen Gesundheitszustand, Lebensstil, relevanten Vorerkrankungen bei der Patientin und in ihrer Familie und nach der sexuellen Aktivität fragen. Außerdem wird er die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pillenarten erklären. Nur so ist gewährleistet, dass die Patientin eine Pille verschrieben bekommt, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

Gibt es verschiedene Arten von Pillen?

Wenn man im Alltag von „der Pille“ spricht, meint man damit in der Regel eine sogenannte Kombinationspille (kombiniertes hormonelles Verhütungsmittel). Kombinationspillen enthalten zwei Wirkstoffe, nämlich ein Östrogen sowie ein Gestagen. Das Östrogen ist bei fast allen Pillen Ethinylestradiol, während es bei den Gestagenen mehrere Möglichkeiten gibt. Neben solchen Kombinationspillen existieren außerdem noch sogenannte Minipillen, die lediglich ein Gestagen enthalten. Zudem gibt es noch hormonelle Langzeit-Verhütungsmittel wie die Drei-Monats-Spritze oder den Verhütungsring, die beide ungefähr genauso sicher wie Kombinationspillen sind.

Wie groß ist die Auswahl an Pillen?

In Deutschland sind einige Dutzend Kombinationspillen zugelassen und es werden immer mehr. Allerdings besitzen viele Pillen die gleichen Wirkstoffkombinationen und werden lediglich von verschiedenen Firmen hergestellt. Ein wichtiger Unterschied ist das enthaltene Gestagen, weil dadurch die Nebenwirkungen und zusätzliche Effekte wie beispielsweise das Thromboserisiko, eine Verbesserung des Hautbildes oder Gewichtszunahme maßgeblich beeinflusst werden. Die gängigsten Gestagene sind momentan Dienogest, Levornorgestrel, Chlormadinon, Norgestimat, Norethisteron, Desogestrel und Drospirenon. Die Frage, welches Gestagen am besten geeignet ist, kann nicht allgemein beantwortet werden. Gerade Frauen, die erstmals mit der Pille verhüten wollen oder bislang wenige verschiedene Pillen ausprobiert haben, sollten sich deshalb ausführlich von ihrem Frauenarzt beraten lassen.

Kann man bei Unverträglichkeit einfach zu einer anderen Pille wechseln?

Es kommt häufig vor, dass Frauen aufgrund von Nebenwirkungen mit ihrer momentanen Pille unzufrieden sind. In solch einem Fall sollte sie am besten in einem Beratungsgespräch mit ihrem Frauenarzt besprechen, ob eine andere Pille eher ihren Bedürfnissen entspricht. Falls keine medizinischen oder sonstigen Gründe dagegensprechen, sollte der Wechsel einer Pille immer nach dem Ende eines Monats-Blisterstreifens erfolgen. Während der Einnahme des ersten Blisterstreifens der neuen Pille sind manchmal zusätzlich andere Verhütungsmethoden wie Kondome notwendig, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. Der Frauenarzt kann entscheiden, ob eine zusätzliche Verhütungsmethode für einige Zeit nach dem Pillenwechsel nötig ist oder nicht. Um die Verträglichkeit einer neuen Pille ausreichend bewerten zu können, sollte die neue Pille mindestens drei Monate lang regulär eingenommen werden. In dieser Zeit verschwinden die meisten leichten Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Schwindel.

Wie wahrscheinlich ist eine Thrombose bei Einnahme der Pille?

Die europäische Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) hat in einer breit angelegten Untersuchung die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer venösen Thrombose während der Einnahme der Pille berechnet. Je nach dem enthaltenen Gestagen erhöht die Pille das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, um das Zwei- bis Zehnfache. Anders ausgedrückt, bekommen ohne die Einnahme der Pille zwei von 10.000 Frauen pro Jahr eine Thrombose, während es mit der Pille ungefähr fünf bis zwölf von 10.000 Frauen sind. Dies stellt zwar einerseits eine deutliche Risikosteigerung dar, andererseits erhöhen andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder genetische Veranlagungen das Thromboserisiko teilweise deutlich stärker.

Eine Schwangerschaft erhöht beispielsweise das Risiko für venöse Thrombosen um ungefähr das Sechsfache im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen. Dennoch sollte der Frauenarzt vor der Erstverschreibung der Pille mit Patientinnen das individuelle Thromboserisiko abklären. Bei Vorliegen anderer Risikofaktoren ist die Anwendung alternativer Verhütungsmethoden wie Kondomen gegebenenfalls der Verschreibung einer Pille vorzuziehen.

Sind neben Thrombosen noch andere schwerwiegende Nebenwirkungen möglich?

Thrombosen sind die häufigste und wichtigste schwerwiegende Nebenwirkung der Pille. Daneben können bei bestimmten Pillen in seltenen Fällen Stimmungsveränderungen bis hin zu depressiven Verstimmungen auftreten. Außerdem kann die Pille den Blutdruck erhöhen, was bei Frauen, die bereits vor Einnahme der Pille einen erhöhten Blutdruck oder zusätzliche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, zu Gesundheitsschäden führen kann. Auch das Risiko für Gebärmutterhalskrebs wird durch die Pilleneinnahme geringfügig erhöht. Falls eine Pillenanwenderin schwerwiegende Nebenwirkungen bei sich beobachtet, sollten sie umgehend mit einem Arzt über einen möglichen Pillenwechsel oder das Absetzen der Pille sprechen.

Verändert die Pille das sexuelle Verlangen?

Obwohl es mittlerweile einige klinische Studien zu dieser Frage gibt, ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Verwendung der Pille Auswirkungen auf das sexuelle Verlangen (Libido) hat. Es scheint aber so zu sein, dass bei manchen Frauen ein häufiger Pillenwechsel die Abnahme der Libido begünstigt. Demgegenüber berichten andere Anwenderinnen von einer gesteigerten sexuellen Lust während der Pilleneinnahme. Insgesamt gesehen ist wohl die Reaktion von Frau zu Frau und von Pille zu Pille unterschiedlich. Falls eine Frau bei sich eine unerwünschte Veränderung in ihrem sexuellen Verlangen oder ihrer sexuellen Erregbarkeit durch die Pilleneinnahme beobachtet, kann sie sich jederzeit in einem vertraulichen Gespräch von ihrem Frauenarzt beraten lassen.

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Quellen:

  • Franchini, M. (2006). Haemostasis and pregnancy. Thrombosis and haemostasis, 95(3), 401-413.
  • Stauber, M. (2013). Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. T. Weyerstahl (Ed.). Georg Thieme Verlag.
  • Rabe, T., Bettendorf, M., Friedmann-Bette, B., Hadji, P., & Strowitzki, T. (2009). Einfluss von hormonellen Kontrazeptiva auf das Größenwachstum und den Knochenbau von 12-14-jährigen Mädchen: Stellungnahme der DGGEF. Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie-Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology, 6(5), 204-213.
  • Boozalis, A., Tutlam, N. T., Robbins, C. C., & Peipert, J. F. (2016). Sexual Desire and Hormonal Contraception. Obstetrics & Gynecology, 127(3), 563-572.
  • Kohlhapp, C., & Rowland, K. (2015). Do patients on combined oral contraceptives (COCs) experience a change in libido compared with patients not on COCs?. Evidence Based Practice 18 ()
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