Ein junges Paar hält einen Schwangerschaftstest in die Kamera
Das Wissen über den eigenen Zyklus ist sowohl beim Kinderwunsch als auch für die Verhütung von großem Wert.

Unabhängig davon, ob Verhütungsmittel eingesetzt werden oder nicht, sollte jede Frau die Zeit ihrer Fruchtbarkeit innerhalb eines monatlichen Zyklus selbst kennen und bestimmen können. Die Informationen auf dieser Seite werden ihnen dabei helfen.

Falls Sie bereits eine Antibabypille zur Empfängnisverhütung einnehmen, können Sie auch direkt zu unserer Sprechstunde für Verhütung gelangen.

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Wie kann man die verschiedenen Phasen des Zyklus bestimmen?

Da der weibliche Eisprung immer circa 14 Tage vor dem Ende einer Zyklusphase liegt, kann man diesen bei regelmäßiger Beobachtung der individuellen Länge der eigenen Zyklusphase relativ genau bestimmen (sofern alles gleichmäßig verläuft). Es gibt jedoch auch zusätzliche Bestimmungsmöglichkeiten, wie die Temperaturmessung und die Beobachtung der Beschaffenheit des Gebärmutterhalsschleims.

Der Schleim im Gebärmutterhals wird mit dem Herannahen des Eisprungs immer dünnflüssiger. Manchmal kommt es rund um den Eisprung auch zum Ausfluss. Manche Frauen können ihren Muttermund selbst untersuchen und feststellen, wie er sich verändert. Zum Zeitpunkt des Eisprungs ist er etwas geöffnet.

Die drei Phasen

Erste Phase: Menstruelle Phase

Bei der monatlichen Blutung handelt es sich um das Ausscheiden der überflüssigen Schleimhaut (Endometrium) in der Gebärmutter, die sich aus Blut und Gewebe gebildet hat, um im Fall einer Schwangerschaft den sich aus dem Ei entwickelnden Fötus ernähren zu können. Wenn keine Schwangerschaft vorliegt, wandert diese Gebärmutterschleimhaut durch den Muttermund und die Scheide wieder nach außen. Es kommt zu einer mehrtägigen Blutung in unterschiedlicher Stärke, der monatlichen Periode (ca. sieben Tage).

Zweite Phase: Präovulatorische Phase

Diese Phase dauert circa 14 Tage und beginnt nach der Menstruation. Hier reifen einige Eibläschen heran, von denen am Schluss eine einzige Eizelle übrig bleibt. Außer Östrogen wird auch Progesteron gebildet. So kann sich die Eizelle in der vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut einnisten. Wenige Tage vor dem Eisprung steigt der Östrogenspiegel stark an. Er bewirkt die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons aus der Hirnanhangdrüse und damit den Eisprung, wenn das Ei reif ist.

Der Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) ist für den Eisprung verantwortlich. Eisprung heißt: Das Ei gelangt in den ihm am nächsten liegenden Eileiter und von dort schließlich in die Gebärmutter, unabhängig davon, ob es befruchtet wurde oder nicht. Während dieses Vorgangs entwickelt sich die Gebärmutterschleimhaut weiter und wird dickflüssiger. Der Eisprung erfolgt ungefähr am 14. Tag, je nach individueller Zykluslänge.

Phase 3: Lutealphase

Diese Phase beginnt nach dem Eisprung. Nun wandelt sich die Hülle des Eibläschens (Follikel) durch das luteinisierende Hormon in den Gelbkörper (Corpus luteum) um. Er produziert Östrogen und Progesteron, wobei letzteres die Gebärmutterschleimhaut aufrechterhält.

Wenn die Befruchtung ausbleibt, wird der Gelbkörper wieder zurückgebildet, so dass die Hormonspiegel sinken und die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr gefördert wird. Schließlich wird sie wieder als Regelblutung abgestoßen.

Kommt es hingegen zur Schwangerschaft, erfolgt diese innerhalb von 24 Stunden nach dem Eisprung. Das befruchtete Ei gelangt fünf Tage nach der Befruchtung in die Gebärmutterschleimhaut und es beginnen die typischen Prozesse einer Schwangerschaft.

Woran kann man die Zeit des Eisprungs erkennen?

Wer jeden Morgen seine Temperatur misst, kann feststellen, dass die Körpertemperatur zur Zeit des Eisprungs um einige Zehntelgrade ansteigt. Man misst immer vor dem Aufstehen, das heißt, wenn die Temperatur noch auf der nächtlichen Höhe (Basaltemperatur) liegt. Die Temperaturerhöhung liegt in etwa bei 0,3 bis 0,5 Grad. Zusätzlich kann man bemerken, dass der Gebärmutterhalsschleim flüssiger und durchsichtiger wird. Manchmal kommt es auch zu ziehenden Unterleibsschmerzen auf einer Bauchseite am Tag des Eisprungs.

Man kann außerdem mit Hilfe von sogenannten Ovulationstests prüfen, ob die fruchtbare Phase eingesetzt hat. Diese Urinstrahl-Teststreifen prüfen den Gehalt an luteinisierendem Hormon. Da eine Eizelle 24 Stunden für eine Befruchtung bereit ist, und Spermien bis zu vier Tage überleben, kann man als fruchtbare Tage einen Zeitraum von circa sechs Tagen ansehen.

Schwankungen in der Zyklusdauer

Die Dauer des monatlichen Zyklus ist bei jeder Frau verschieden und kann sich im Laufe des Lebens mehrfach ändern. Auch Stress und andere psychische Belastungen können den Rhythmus des monatlichen Zyklus durcheinander bringen. Frauen die im Schichtdienst arbeiten, haben zumeist einen unregelmäßigeren Rhythmus. Dies ist dann problematisch, wenn man versuchen möchte, die fruchtbare Tage durch Rückberechnung des Zyklus zu bestimmen, zum Beispiel, indem man zwölf Monate lang sowohl seine morgendliche Basaltemperatur misst als auch sonstige Beobachtungen (Schleim, Muttermund, Zwischenblutungen) notiert (Knaus-Ogino-Methode).

Zur Verhütung ist diese natürliche Methode der Beobachtung in solchen Fällen wenig geeignet. Dies gilt auch für junge Mädchen mit noch unregelmäßiger Periode sowie nach Absetzen der Pille oder in der Stillzeit. Hier ist es besser, einerseits sichere Verhütungsmethoden wie die Pille anzuwenden, andererseits zur Bestimmung des besten Fruchtbarkeitszeitraums für eine Schwangerschaft auf Messmethoden und Hilfsmittel zurückzugreifen, die in der Apotheke und im Fachhandel erhältlich sind.

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