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Mann überprüft seine Geheimratsecken im Spiegel

Geheimratsecken sind die erste sichtbare Stufe einer bestimmten Form des männlichen Haarausfalls. Dabei fallen zunächst die Haare an den äußeren Rändern der Stirn aus und es bildet sich die typische Stirnglatze. Die sogenannte androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern. Bis zu ihrem 70. Lebensjahr entwickeln etwa 80 Prozent der Männer mehr oder weniger ausgeprägte Geheimratsecken.

Zur Behandlung der ungefährlichen, aber kosmetisch störenden Erkrankung zählen medikamentöse Methoden mit Haarwuchsmitteln oder Tabletten. Auch der Einsatz passender Perücken oder das sehr kostspielige, aber effektive Verfahren bei Haartransplantationen können helfen.

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Was sind Geheimratsecken aus medizinischer Sicht?

Geheimratsecken sind die ersten Anzeichen der sogenannten androgenetischen Alopezie. Die androgenetische Alopezie wird häufig auch vereinfacht als männlicher Haarausfall bezeichnet. Der medizinische Begriff für die Geheimratsecken ist Calvities frontalis. Das bedeutet übersetzt Kahlheit der Stirn.

Die androgenetische Alopezie ist eine ungefährliche Erkrankung, die heutzutage vor allem wegen der kosmetischen Anforderungen Bestandteil vieler Forschungsprojekte ist.

Wer ist besonders häufig von Geheimratsecken betroffen?

Geheimratsecken spiegeln das männliche Bild des androgenetischen Haarausfalls wieder. Auch Frauen können unter androgenetischem Haarausfall leiden, bei ihnen fällt das Haar jedoch typischerweise zunächst im Scheitelbereich aus.

Jeder zwanzigste Mann zeigt bereits vor seinem 20. Lebensjahr erste Anzeichen von Geheimratsecken. Bei 80 von 100 Männern bilden sich diese bis zum 70. Lebensjahr. Im Laufe des Lebens entwickelt sich bei etwa jedem sechsten Mann aus den Geheimratsecken eine ausgeprägte Kopfglatze. Dabei bleibt meist ein hufeisenförmiger Haarkranz im seitlichen Kopfbereich bestehen, während auf der restlichen Kopfhaut kein Haarwachstum mehr stattfindet.

Warum möchten viele Menschen ihre Geheimratsecken verbergen?

Volles, dichtes Haar ist ein allgemein anerkanntes Schönheitsideal der europäischen Bevölkerung. Es steht unter anderem für Wohlstand, Jugend und eine intensive Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und der Körperpflege. Auch wenn der individuelle Geschmack durchaus unterschiedlich sein kann, geben die meisten Männer und Frauen normalerweise an, eine Vorliebe für gepflegte und volle Haare zu haben. Eine besonders große Rolle spielt dabei heutzutage die Bewahrung des jugendlichen Aussehens. Es steht gleichzeitig für einen gewissen Wohlstand, da es mittlerweile sehr viele Möglichkeiten für die künstliche Aufrechterhaltung des Haarwachstums gibt. Zumeist sind solche Maßnahmen jedoch relativ kosten- und zeitaufwendig.

Welche Ursachen gibt es für Geheimratsecken?

Geheimratsecken sind das erste Symptom von androgenetischem Haarausfall. Er kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten und stellt die häufigste Art des Haarausfalls dar. Bei der androgenetischen Alopezie spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Aktuell wird eine Kombination aus genetischen Faktoren, dem Lebensalter und dem Androgen-Stoffwechsel vermutet.

Genetisch bedingt sind insbesondere die Anlage der Haarfollikel und die Dauer ihrer Wachstumsphasen. Bei manchen Menschen dauert also die Wachstumsphase jedes Haares länger, bei anderen fallen die Haare deutlich früher aus. Wichtig bei der Entstehung von androgenetischer Alopezie ist außerdem der Testosteronstoffwechsel in den Haarfollikeln. Die genetische Veranlagung bestimmt die Aktivität eines bestimmten Enzyms in der Kopfhaut, das Testosteron in seine aktive Form DHT (Dihydrotestosteron) umwandelt. Das Androgen DHT ist direkt am frühzeitigen Ausfall der Kopfhaare beteiligt. Dabei spielt zum einen die genetisch bedingte Enzymaktivität und zum anderen die Testosteron-Konzentration im Blut eine Rolle.

Auch altersbedingt ändert sich das Haarwachstum. Einmal ausgefallene Haare wachsen mit steigendem Alter seltener wieder nach. So wird das Kopfhaar nach und nach dünner und lichter.

Kann es neben den Geheimratsecken weitere Symptome des Haarausfalls geben?

Neben dem Ausfall der Haare in den Randbereichen der Stirn und später im oberen Scheitelbereich kann es zu weiteren störenden Symptomen des Haarausfalls kommen. Da bei der androgenetischen Alopezie die Talgproduktion nicht nachlässt, erscheint die unbehaarte Kopfhaut oft fettig glänzend. Zusätzlich bilden sich bei manchen Betroffenen Schuppen, die durch die fehlende Kopfbehaarung besonders deutlich sichtbar werden. Ein starker Juckreiz kann den Haarausfall ebenfalls begleiten und für einen erhöhten Leidensdruck sorgen.

Die Begleitsymptomatik ist in der Regel gut behandelbar und sollte beim Besuch des Dermatologen gezielt angesprochen werden.

Wie können bereits bestehende Geheimratsecken medikamentös behandelt werden?

Die medikamentöse Behandlung von Geheimratsecken erfolgt zunächst mit einem minoxidil-haltigen Mittel zum Auftragen, wie zum Beispiel Regaine. Es verlängert die Wachstumsphase der Haare und sorgt so für volleres Haar.

Sollte die rein äußerliche Maßnahme nicht helfen, wird die Therapie mit Finasterid, beispielsweise eine Propecia-Behandlung begonnen. Der Wirkstoff stoppt die Umwandlung von Testosteron zu DHT und kann so den frühzeitigen Haarausfall reduzieren.

Das relativ neu entdeckte Thiocyanat gegen Haarausfall soll deutlich wirksamer sein als die bisher bekannten Medikamente. Bisher fehlen jedoch beweisende Studien. Weitere Medikamente sind aufgrund der stetig steigenden Nachfrage Bestandteil vieler Forschungsprojekte.

Wie schnell wirkt die medikamentöse Behandlung gegen Geheimratsecken?

Die Behandlung von Geheimratsecken mit Minoxidil ist nicht in jedem Fall zufriedenstellend. Die Anwendung muss zweimal täglich erfolgen, was einen hohen Zeitaufwand darstellt und nicht immer durchführbar ist. Bis die Wirkung eintritt, kann es bis zu drei Monate dauern. Sollte spätestens nach einem halben Jahr kein Therapieerfolg erreicht worden sein, wird die Behandlung für nicht wirksam erklärt. Ähnliches gilt auch für die Finasterid-Behandlung. Bis zum Eintritt einer sichtbaren Wirkung können mehrere Monate vergehen. Die Therapie ist jedoch in den meisten Fällen gerade im Anfangsstadium des Haarausfalls effektiver als Haarwuchsmittel zum Auftragen.

Welche nicht-medikamentösen Therapieoptionen gibt es?

Bei stärkerem Haarausfall zeigt sich oft kein Ansprechen mehr auf eine Behandlung mit Medikamenten oder die unerwünschten Nebenwirkungen sind ausgeprägter als die positiven Effekte.

Die kosmetisch besten Effekte hat eine chirurgische Haartransplantation. Haartransplantationen sind sehr kostspielig und aufwendig, zeigen jedoch die deutlichsten Effekte.

Auch moderne Lasertherapien können das Haarwachstum anregen. Laserbehandlungen sind jedoch ebenfalls teuer und erfordern regelmäßige Arztbesuche.

Gibt es Möglichkeiten zur Vorbeugung von Geheimratsecken?

Eine Möglichkeit zur Vorbeugung von Geheimratsecken oder dem androgenetischen Haarausfall gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Faktoren wie Ernährung und Stress wirken sich zwar während des gesamten Lebens ständig auf das Haarwachstum aus. Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung und Vermeidung von Stress kann somit das Haarwachstum und die Haardichte zwar langfristig verbessern. Beide Aspekte können jedoch die erblich bedingten Geheimratsecken auf Dauer nicht verhindern.

Wie entwickeln sich Geheimratsecken im Verlauf weiter?

Wird der androgenetische Haarausfall nicht frühzeitig erkannt und bestmöglich gestoppt, kann es nach einer deutlichen Ausprägung der Geheimratsecken zu einem Haarausfall am Hinterkopf bis hin zu einer kleinen Glatze kommen. Im weiteren Verlauf fallen die Haare im Scheitelbereich aus, bis die gesamte Oberseite des Kopfes nicht mehr ausreichend bedeckt ist. Die vierte Stufe des androgenetischen Haarausfalls ist der Haarkranz, der sich in Form eines Hufeisens am seitlichen Kopf von Ohr zu Ohr zieht.   

Geht das Ergrauen der Haare automatisch mit Geheimratsecken einher?

Das Grau-werden der Haare ist eine Folge verminderter Melanozyten-Aktivität. Die Melanozyten sind für Haut- und Haarfärbung verantwortlich. Ihre Aktivität ist unabhängig von Androgenen. Die Ergrauung der Haare ist ebenfalls genetisch festgelegt und hängt nicht mit der androgenetischen Alopezie zusammen. Denkbar ist also sowohl eine Kombination von Ergrauen und Geheimratsecken als auch das alleinige Ausfallen von (noch) farbigen Haaren oder das Ergrauen der Haare, ohne dass sie ausfallen.

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Quellen:

  • Moll I. Duale Reihe Dermatologie. Stuttgart: Thieme Verlag. 7. Auflage 2010
  • Graefe K-H, Lutz W, Böhnisch H. Duale Reihe Pharmakologie und Toxikologie. Stuttgart: Thieme Verlag, 1. Auflage 2011
  • Ellis, J. A., Sinclair, R., & Harrap, S. B. (2002). Androgenetic alopecia: pathogenesis and potential for therapy. Expert reviews in molecular medicine, 4(22), 1-11
  • Kaufman, K. D. (2002). Androgens and alopecia. Molecular and cellular endocrinology, 198(1), 89-95.  Online: www.sciencedirect.com, aufgerufen am 25.06.2017

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