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Glutenunverträglichkeit Symptome

Die Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie oder einheimische Sprue genannt, ist eine Autoimmunerkrankung des Darms gegen das Klebereiweiß Gluten, welches in vielen Getreidesorten vorkommt. Die hervorgerufene Entzündungsreaktion führt zu einer Reizung der Darmschleimhaut und zur Zerstörung von Darmzotten.

Dies zeigt sich durch verschiedene gastrointestinale Symptome, wie Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen, und andere körperliche Beschwerden. Die Symptome treten nach dem Verzehr von glutenhaltigen Speisen auf. Die einzige Maßnahme gegen eine Glutenunverträglichkeit ist eine strikte und lebenslange glutenfreie Diät.

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Anzeichen einer Zöliakie sind körperliche Beschwerden, die nach dem Verzehr von glutenhaltigen Speisen auftreten und sich bei Verzicht von Gluten wieder bessern. Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen können bereits einige Stunden nach der Aufnahme von Gluten auftreten.

Was sind die Symptome einer Zöliakie bei Kindern?

Bei Kleinkindern können sich die ersten Symptome bereits drei bis sechs Monate nach der Umstellung auf feste Nahrung zeigen, da diese oft Gluten enthalten. Die Symptome treten dann zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr auf. Eine Glutenunverträglichkeit zeigt sich oft erstmals mit gastrointestinalen Problemen, wie

  • Appetitlosigkeit

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Durchfall oder Verstopfung

  • Blähungen und ein aufgeblähter Bauch

  • Bauchschmerzen

Als direkte Konsequenz dieser Verdauungsstörungen kann ein Gewichtsstillstand oder sogar eine Gewichtsabnahme erfolgen. Dies kann unbehandelt bei Kindern zu Wachstumsstörungen mit langfristigen Folgen führen.

Weitere Symptome bei Kleinkindern können auch Wesensveränderungen sein, wie

  • Weinerlichkeit

  • Missmutigkeit

  • Mangelndes Interesse am Spielen

Was sind die Symptome einer Zöliakie bei Erwachsenen?

Bei Erwachsenen sind Beschwerden des Verdauungstraktes am häufigsten vertreten. Es finden sich ähnliche gastrointestinale Beschwerden wie bei Kindern beschrieben. Auch hier kann ein ungewollter Gewichtsverlust auftreten. Die typischen gastrointestinalen Beschwerden einer Zöliakie sind

  • Bauchschmerzen

  • Durchfall

  • Übelkeit

  • Gewichtsverlust

  • Blähungen

Oft können jedoch auch nicht-gastrointestinale Beschwerden erste Anzeichen einer Glutenunverträglichkeit sein, wie

  • Hautausschläge und Rötungen

  • Muskelkrämpfe

  • Kopfschmerzen

  • Chronische Müdigkeit

  • Taubheitsgefühl in Händen und Füßen

  • Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen)

  • Gelenkschmerzen

  • Osteoporose (“Knochenschwund”) und Zahnschmelzveränderungen

  • Aussetzen der Menstruation bei Frauen

Obwohl seltener, können sich auch folgende Symptome als Zeichen einer Glutenunverträglichkeit zeigen, wie

  • Depression

  • Aufmerksamkeitsdefizit

  • Hyperaktivität

Die Symptomatik der Zöliakie kann sehr individuell ausfallen. Es können unterschiedliche Kombinationen der oben genannten Beschwerden auftreten, oder auch nur ein einziges Symptom als Zeichen der Glutenunverträglichkeit. Aus diesem Grund kann bei Verdacht auf Zöliakie ein Test Gewissheit schaffen.

Welche anderen Krankheitsbilder gibt es?

Abgesehen von der Zöliakie können auch andere Krankheitsbilder im Zusammenhang mit Gluten stehen.

Bei der Weizenallegie ruft Gluten eine allergische Reaktion hervor. Findet die Reaktion in den Luftwegen statt (z.B. durch eingeatmetes Weizenmehl), entsteht Asthma. Wird die Allergie durch den Verzehr von Gluten ausgerufen, entzündet sich der Darm und es treten gastrointestinale Beschwerden auf.

Bei der Zöliakie und der Weizenallergie ist die Überempfindlichkeit auf das körpereigene Immunsystem zurück zu führen, das auf Gluten reagiert. Bei der nicht-zöliakischen Glutensensitivität ist das Immunsystem nicht beteiligt, obwohl ähnliche Symptome auftreten. Sie wird dann diagnostiziert, wenn eine entzündliche Immunreaktion wie bei der Zöliakie und der Weizenallergie ausgeschlossen wird.

Die genaue Ursache der Unverträglichkeit ist noch ungeklärt, es finden sich jedoch ähnliche Verdauungsprobleme und gastrointestinale Beschwerden wie bei der Zöliakie wieder. Außerdem berichten Patienten mit Glutensensitivität von Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit und einem Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen. In der Regel sind Durchfälle jedoch seltener und das Krankheitsbild ist weniger schwerwiegend als bei der Zöliakie. Dies liegt daran, dass die Darmschleimhaut nicht langfristig geschädigt wird wie bei der Zöliakie.

Wie häufig treten diese Krankheiten auf?

Die ersten klinischen Berichte von Beschwerden und Symptomen in Zusammenhang mit einer Glutenunverträglichkeit wurden vor 30 Jahren verfasst. Erst im Jahr 2012 wurde jedoch die Abgrenzung zwischen Zöliakie, Weizenallergie und nicht-zöliakische Glutensensivität eingeführt. Wenn diagnostische Tests eine Zöliakie oder Weizenallergie ausschließen können, wird die nicht-zöliakische Glutensensivität als eine mögliche Diagnose in Erwägung gezogen.

Die Verbreitung von glutenbedingten Krankheitsbildern ist in den letzten 50 Jahren gestiegen und wird nun auf 5 Prozent weltweit geschätzt. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit europäischen Ursprung, wie Europäer, Nord- und Südamerikaner und Australier. Ein Grund für diese Verbreitung wird in der hohen Menge glutenhaltiger Gerichte vermutet, die typisch für eine westliche Diät ist. So beträgt in Europa die durchschnittliche Glutenzufuhr über die Nahrung 10 bis 20 Gramm pro Tag. Durch die „Verwestlichung“ von Ernährungsgewohnheiten in Entwicklungsländern steigt jedoch die Glutenzufuhr auch in anderen Teilen der Welt, sodass auch hier ein Anstieg der Verbreitung von Glutenunverträglichkeit erwartet wird.

Einige Studien zeigen auch, dass die Krankheitsbilder vermehrt unter Frauen und unter Personen im jüngeren Erwachsenenalter aufzutreten scheinen. Eine konkrete Zahl zur Verbreitung ist jedoch schwierig zu benennen. Dies liegt zum Teil daran, dass viele Betroffene mit Symptomen selbstständig auf eine glutenfreie Diät umsteigen, ohne vorher eine ärztliche Diagnose anzustreben. Hiervon ist abzuraten: Eine glutenfreie Diät sollte immer in Absprache mit einem Arzt begonnen werden. 

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