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Mann versucht Hausmittel gegen Haarausfall

Es gibt neben medikamentösen Therapiemöglichkeiten gegen Haarausfall eine Vielzahl an weniger aggressiven Hausmitteln gegen Haarausfall, die allerdings nicht unbedingt bei jedem zu einer deutlich merkbaren Symptomverbesserung führen.

Der Therapieerfolg der Hausmittel hängt dabei insbesondere vom Grund für den gesteigerten Haarverlust ab. Sowohl Mangelerscheinungen, psychischer Stress, autoimmune Prozesse, Nebenwirkungen von Arzneimitteln oder Infektionen können zu Haarausfall führen.

Die angeborene Form der Alopezie ist dabei die sowohl durch Medikamente als auch durch Hausmittel am schwersten zu behandelnde Form des gesteigerten Haarausfalls.

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Ab wann spricht man von Haarausfall?

Nicht jeder Haarausfall ist automatisch pathologisch und bedarf einer Behandlung. So ist ein Verlust von bis zu 100 Haaren pro Tag vollkommen normal und bedarf keiner Therapie. Lediglich ein pathologisch gesteigerter Haarverlust (Effluvium) von dauerhaft mehr als 100 Haaren pro Tag oder eine bereits eingetretene Kahlheit der Kopfhaut (Alopezie) kann eine Indikation für eine Therapie darstellen.

Wann können Hausmittel gegen Haarausfall helfen und wann ist eine ärztliche Behandlung notwendig?

Grundsätzlich ist es im Zweifel immer ratsam, bei neu auftretenem und heftigem Haarausfall die Ursache ärztlich abklären zu lassen, da der Haarausfall unter Umständen nur das Symptom einer schwerwiegenderen Erkrankung sein könnte. Liegt eine gut therapierbare Ursache des Haarausfalls vor, kann ein schwerer Verlauf oftmals durch eine frühe und adäquate medikamentöse Therapie verhindert oder hinausgezögert werden.

Sollte jedoch die Ursache des Haarausfalls unklar oder keine gut wirksame Therapie vorhanden sein, kann man versuchen mit bewährten Hausmitteln gegen den vermehrten Verlust von Haaren vorzugehen.

Welche Vorteile haben Hausmittel gegenüber Medikamenten gegen Haarausfall?

Sogenannte Hausmittel sind meist gut und schnell verfügbar und weisen ein niedriges bis komplett fehlendes Risikoprofil auf. Sie verursachen in den seltensten Fällen oder nur bei falscher Anwendung Nebenwirkungen. Dementsprechend ist die Hemmschwelle für einen Therapiebeginn relativ niedrig.

Die medikamentöse Therapie von Haarausfall hingegen kann in Abhängigkeit vom jeweiligen Präparat zu unterschiedlichen, teilweise als sehr störend empfundenen Nebenwirkungen führen. Eventuell leidet der Patient unter den Nebenwirkungen mehr, als unter dem gesteigerten Haarausfall.

Beispielsweise kann es bei der Einnahme des bekannten Medikaments Propecia zu depressiven Verstimmungen, Libidoverlust und Erektiler Dysfunktion kommen. Andere immunmodulatorische Verfahren, wie PUVA („Psoralen plus UV-A“), können das Hautkrebsrisiko bedeutend erhöhen.

Welche Hausmittel gegen Haarausfall gibt es?

Für die Behandlung von Haarausfall gibt es neben den üblichen Arzneimitteln eine Reihe an Hausmitteln, deren Wirksamkeit nur eingeschränkt erwiesen ist. Sie wirken auch nicht für jede Form des Haarausfalls und sollten keine vom Arzt verordnete medikamentöse Therapie ersetzen oder angewendet werden, ohne die Ursache des vermehrten Haarverlustes von einem Arzt abklären zu lassen.

Welche Ernährungsweise hilft gegen Haarausfall?

In einigen Fällen kann der Haarverlust durch Mangelernährung des Patienten begründet sein. In diesem Fall kann eine Ernährungsumstellung oder die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Aufgrund ihres hohen Gehaltes an Proteinen und Omega-6-Fettsäuren, sowie Zink, Selen, Eisen, Kupfer, Kalium und einigen Vitaminen, eignen sich Nüsse und Samen hervorragend, um gegen einen ernährungsbedingten Haarverlust vorzugehen. Insbesondere Sonnenblumenkerne, Mandeln, Erdnüsse, Walnüsse sowie Cashewkerne und Chia-Samen sollen hierfür besonders gut geeignet sein.

Eier sind ebenfalls reich an Proteinen und einigen B-Vitaminen, weshalb empfohlen wird, zwei Eier pro Tag zur Besserung von Haarausfall zu essen. Hier sollte jedoch das persönliche Risikoprofil nicht außer Acht gelassen werden, da der hohe Cholesteringehalt das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis erhöhen kann.

Weitere Nahrungsmittel, die als besonders gesund bei Haarausfall gelten, sind Lachs, Möhren und Spinat. Insbesondere Möhren und Spinat können gut in Form von Säften oder Smoothies eingenommen werden.

Eine Übersäuerung des Körpers, und damit eine erhöhtes Risiko für Haarausfall, kann durch das Vermeiden von tierischen Fetten, Weißmehlprodukten, Zucker, Kaffee, schwarzer Tee und Nikotin vermieden werden. Kohlensäurehaltiges Wasser, fette Milchprodukte und zu viele gesüßte Getränke können ebenfalls Grund für eine Übersäuerung sein.

Welche Hausmittel gibt es zur äußeren Anwendung?

Neben einer ausgewogenen und protein- und vitaminreichen Ernährung haben sich einige Tinkturen und Shampoos zur äußeren Anwendung bewährt.

Tinkturen:

Eine Haarkur mit Petersilie ist aufgrund des hohen Mineralstoff-, Chlorophyll- und Vitamingehalts sinnvoll. Um die Tinktur herzustellen, wird heißes Wasser über zerkleinerte Petersilie gegossen und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Tag das Gemisch mit 900 ml Wasser aufgießen und für 20 Minuten durchköcheln lassen und die Petersilienstücke abseihen. Die Tinktur wird daraufhin sanft in das gewaschene Haar einmassiert.

Eine andere Tinktur besteht aus Jojobaöl (ein Teelöffel), Rosmarinöl (15 Tropfen), Zedernholzöl (10 Tropfen) und Aloe-Vera-Gel (60 ml) und kann einfach selbst hergestellt werden. Jeden Abend in die Kopfhaut einmassiert, soll diese Tinktur den Haarwuchs fördern und die Haare gesund und stark halten.

Außerdem sollen Tinkturen mit verschiedenen Zutaten wie Bockshornspänen, Huflattichblüten, Bier, Zitronen- und Essiglösung und Hühnereiern oder Zwiebeln und Honig einen positiven Effekt bei vermehrten Haarverlust haben.

Shampoo:

Um Haarausfall vorzubeugen sollten Shampoos mit einem hohen Parfümanteil nicht verwendet werden. Stattdessen scheint Shampoo mit Rosmarin-, Lavendel- und Thymianöl gut gegen Haarverlust zu sein. Dazu das Shampoo sanft in die Kopfhaut einmassieren und etwa drei Minuten einwirken lassen und daraufhin mit viel Wasser auswaschen.

Welche weiteren natürlichen Maßnahmen können den Haarausfall verringern?

Durchblutung:

Um Haarausfall zu stoppen oder vermindern scheint eine gute Durchblutung der Kopfhaut wichtig zu sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich die Haare mehrmals am Tag in unterschiedliche Richtungen zu Bürsten. Wenn die Bürste dabei etwas kräftiger auf die Kopfhaut gedrückt wird, kommt es so zu einer besseren Durchblutung und einer Anregung der Zellen. Die Folge soll ein vermehrtes Wachstum der Haare sein.

Entspannung:

Da einige Quellen psychischen Stress als eine der Hauptursachen für frühzeitigen Haarausfall sehen, senken eine gute Work-Life-Balance und eine ausgeglichene Lebensweise das Risiko für Haarausfall. Prinzipiell ist aus diesem Grund alles von Vorteil, was das Stresslevel reduziert.

Wie gut wirken Hausmittel gegen Haarausfall?

Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist nicht mit ausreichend wissenschaftlichen Studien belegt. Im Gegensatz zu Medikamenten, für die im Rahmen des Zulassungsprozesses eine Reihe von Studien hoher Qualität durchgeführt werden müssen, unterliegen Hausmittel keiner Wirksamkeitskontrolle. Ob ein entsprechendes Mittel also wirkt oder nicht, kann nicht garantiert werden. Viele Erfahrungsberichte sprechen jedoch für einen guten Erfolg der Hausmittel und da sie keine oder kaum Nebenwirkungen haben, kann jeder Betroffene entscheiden, ob und welches Hausmittel gegen Haarausfall er ausprobieren möchte.

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Quellen: 

  • Ingrid Moll: Duale Reihe Dermatologie, 7. komplett überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2010
  • K. Arastéh, H. Baenkler et al.: Duale Reihe Innere Medizin, 3. Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2013

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