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Hausmittel gegen Sodbrennen Banane, Brot, Milch

Sodbrennen macht sich besonders im Liegen oder nach Mahlzeiten mit den typischen Sodbrennen Symptomen wie brennender Schmerz in Brust und Speiseröhre bemerkbar. Hinzukommen kann Aufstoßen und ein Druckgefühl hinter dem Brustbein. Grund für die Beschwerden ist saurer Magensaft, der in die Speiseröhre hochsteigt (Reflux) und dort die Schleimhaut reizt.

DrEd erklärt, mit welchen Hausmitteln man Sodbrennen lindern kann und wann man lieber einen Arzt kontaktieren sollte. Die Ärzte von DrEd können über einen medizinischen Fragebogen Sodbrennen diagnostizieren und auch therapieren.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Welche Nahrungsmittel werden als Hausmittel gegen Sodbrennen eingesetzt?

Säuren werden durch Basen neutralisiert. Deshalb können vor allem basische Nahrungsmittel die Sodbrennen Beschwerden bessern. Manchmal reicht es schon, überhaupt etwas zu essen, etwa warmen Vanillepudding, eine Banane oder eine Scheibe kernloses Brot. Das regt die Speichelproduktion im Mund an, was die Säure in der Speiseröhre verdünnt. Den gleichen Effekt erreicht man durch das Kauen eines Kaugummies. Wer nach einer Mahlzeit eine halbe Stunde lang zuckerfreien Kaugummi kaut, kann damit nachweislich seinen Reflux mildern.

Auch ein Glas warme Milch oder Kartoffelbrei können im akuten Fall helfen. Die alternative Medizin empfiehlt bei Sodbrennen frisch gepressten Kartoffelsaft (etwa 100 ml) nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Von Sodbrennen Betroffene können es auch mit Leinsamen oder Heilerde probieren. Für den Leinsamentrunk gibt man eine Handvoll Samen drei Stunden lang in einen halben Liter kaltes Wasser, siebt die Körner anschließend ab und trinkt je nach Bedarf von der Flüssigkeit. Bei der Heilerde-Kur wird ein Teelöffel Heilerde in ein Glas warmes Wasser gegeben und getrunken. Individuell sollte ausprobiert werden, was gegen Sodbrennen am besten hilft.

Welche Pflanzen und Kräuter zählen zu den Hausmitteln gegen Sodbrennen?

An pflanzlichen Heilmitteln ist Mädesüß zu nennen. Als Tee soll das Rosengewächs die übermäßige Produktion von Magensäure drosseln. Den gleichen Effekt hat auch Kamillentee. In der Naturheilkunde wird eine vierzehntägige Rollkur empfohlen. Dabei sollen Betroffene frischen Kamillentee auf nüchternen Magen trinken und sich anschließend für ein paar Minuten auf den Rücken legen. Nach ein paar weiteren Schlücken legt sich der Betroffene für einige Zeit auf die linke Seite, trinkt erneut und legt sich danach auf den Bauch und nach weiteren Schlücken anschließend auf die rechte Seite. Das Ziel ist, dass die gesamte Magenwand mit Kamillentee benetzt sein soll. Auch Süßholz vermindert die Bildung von Verdauungssaft. Ein weiteres pflanzliches Mittel ist Ingwer, der – in Maßen genossen – die Entleerung des Magens anregt. Ein Übermaß dieser Knolle kann Sodbrennen jedoch sogar begünstigen.

Welche natürlichen Lebensmittel können sich negativ auf Sodbrennen auswirken?

Bei einigen Tees, etwa Grünem Tee, ist Vorsicht geboten. Eine japanische Studie fand einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Konsum von Grünem Tee und Refluxbeschwerden, da Grüner Tee die Säureproduktion im Magen ankurbelt. Für die gleiche Wirkung sorgen die in Tausendgüldenkraut und Wermut enthaltenen Bitterstoffe. Auch Pfefferminztee kann die Beschwerden bei Sodbrennen verschlimmern. Grund: Die ätherischen Öle mindern die Spannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels, wodurch Säure aus dem Magen zurückfließen kann.

Welche homöopathischen Arzneimittel werden gegen Sodbrennen eingesetzt?

Homöopathen empfehlen bei saurem oder bitterem Aufstoßen und Sodbrennen die Globuli Acidum sulfuricum und Lycopodium. Auch Nux vomica, Capsicum, Magnesium carbonicum oder Pulsatilla können Beschwerden abschwächen.

An welche Verhaltensweisen sollte man sich halten, um Sodbrennen zu vermindern?

Wichtig ist, sogenannte Säurebildner zu meiden oder zumindest nur in geringeren Maßen zu genießen. Zu den Lebensmitteln, die Sodbrennen fördern, gehören süße Speisen und Schokolade, Knoblauch, Alkohol, Kaffee und Nikotin. Säurehaltige Getränke wie Zitrussäfte, Wein und Kohlensäurehaltiges allgemein können Beschwerden begünstigen. Auch Fastfood steht im Verdacht, Sodbrennen auszulösen.

Empfehlenswert ist außerdem der Verzehr von kleinen und fettarmen Mahlzeiten. Ein erhöhter Druck im Bauch, etwa durch abdominelles Fett oder eine Schwangerschaft, fördert Reflux. Deswegen sollten Betroffene Normalgewicht anstreben. Außerdem ist auf weite Kleidung zu achten, die den Bauch nicht einschnürt.

Laut den Leitlinien zur Refluxkrankheit kann zu wenig Schlaf die Empfindlichkeit der Speiseröhre gegenüber Säure deutlich erhöhen. Neben einer ausreichenden und erholsamen Nachtruhe ist es ratsam, den Oberkörper beim Schlafen hoch zu lagern, etwa durch das Anheben des Bettes durch Unterlegen von Holzbrettern am Kopfende. Auch das Liegen auf der linken Körperseite beugt Reflux vor, da sich der Magenausgang dann unter der Speiseröhre befindet. Zudem sollte man sich nicht sofort nach dem Essen zur Ruhe legen und keine Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen verzehren.

Von welchen Hausmitteln gegen Sodbrennen wird abgeraten?

Abzuraten ist von Selbstversuchen mit Natron, also Backpulver. Es ist zwar basisch, kann in größeren Mengen aber zu einem Basenüberschuss des Körpers (Alkalose) führen, was die Atmung verlangsamen und die Pumpkraft des Herzens schwächen kann.

Wann sollte man die Hände von Hausmitteln lassen und einen Arzt aufsuchen?

Die meisten Maßnahmen zielen darauf ab, die schädliche Wirkung der Säure zu verringern. Bei längerdauernden Beschwerden oder sehr starken Schmerzen ist es jedoch wichtig, die Ursachen für den Reflux ausfindig zu machen. Denn die Säure kann die Schleimhaut der Speiseröhre so schädigen, dass sich die Schleimhaut verändert (Barrett-Ösophagus), was unter Umständen zu Speiseröhrenkrebs entarten kann. Patienten mit längerfristigen Beschwerden sollten daher ihren Hausarzt aufsuchen oder den Sodbrennen Service von DrEd nutzen.

Der Arzt kann sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Pantozol oder Antra MUPS verschreiben, die die Säurebildung im Magen verhindern. Allerdings werden PPIs nur bei häufigen Beschwerden empfohlen, da ihre Einnahme Nebenwirkungen wie Durchfall, Schwindel oder einen Vitamin B12-Mangel verursachen kann. In seltenen Fällen ermöglicht die fehlende Säure auch die Besiedelung des Magens mit Bakterien. Bei gelegentlichem Sodbrennen, etwa nach einer üppigen Mahlzeit oder dem Genuss von Wein („physiologischer Reflux“), können Hausmittel daher eine hilfreiche Alternative sein, um die Beschwerden zu lindern.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Quellen:

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  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. AWMF – Leitlinien. Gastroösophageale Refluxkrankkheit unter Federführung Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Register Nr. 021/013.
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  • Yeh, A. M., & Golianu, B. (2014). Integrative treatment of reflux and functional dyspepsia in children. Children, 1(2), 119-133.

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