Hervorragend 9.5/10
Patientin möchte Herpes vorbeugen

Etwa 90 Prozent aller Deutschen sind mit einem Herpes-Virus infiziert. Eine Infektion bedeutet aber nicht, dass die Erkrankung immer von außen sichtbar ist: Das Virus versteckt sich in Nervenenden und kommt nur dann in Form der typischen Herpes-Bläschen zum Vorschein, wenn bestimmte individuelle Triggerfaktoren gegeben sind. Welche Faktoren dies sind, wie man sie beeinflussen kann und wie einem Herpes vorzubeugen ist, erklärt DrEd. 

Die Ärzte von DrEd können ein Rezept für ein Herpes Medikament ausstellen.

✓ Erfahrene deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin und Wartezimmer
✓ Vertraulich

Wie kommt es zur Ansteckung mit einem Herpes-Virus?

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Herpes-Typen, von denen das sogenannte Herpes simplex Virus Typ 1 (HSV 1) dasjenige ist, das am häufigsten den sogenannten Lippenherpes verursacht. Das Herpes simplex Virus Typ 2 (HSV 2) dagegen ist zumeist für den Genitalherpes verantwortlich. Oft kommt es schon im Kindesalter zu einer Infektion mit dem Lippenherpes, z.B. wenn das Kind Kontakt zur Mutter, zu Freunden, Verwandten oder anderen Kindern hat, die an einem Lippenherpes leiden. Das Genitalherpes-Virus wird im Gegensatz dazu erst später und meist durch Geschlechtsverkehr mit infizierten Personen übertragen.

Welche Gefahren birgt eine Herpes-Infektion?

Ein Herpes-Ausbruch mit den typischen Bläschen im Lippen- oder Genitalbereich ist zunächst einmal sehr unangenehm. In den meisten Fällen klingen diese aber nach einigen Tagen wieder ab. Darüber hinaus kann das Virus in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen unter anderem eine Infektion größerer Hautregionen, eine Entzündung der Netzhaut (Herpes im Auge), die zur Erblindung führen kann, eine Entzündung des Gehirns oder Nervenlähmungen im Gesicht.

Kann man einem Herpes vorbeugen?

Zunächst einmal muss eine Herpes-Infektion von einem Herpes-Ausbruch unterschieden werden. Ein sicherer Schutz vor einer Lippen- oder Genitalherpes-Infektion, das heißt einer Neuansteckung mit Herpes-Viren, ist nur durch die Vermeidung von Menschenkontakt bzw. Geschlechtsverkehr gegeben. Ist man in seiner Kindheit noch nicht mit Lippenherpes infiziert worden, so lässt sich das Risiko dadurch reduzieren, dass man auf eine ausreichende Händehygiene achtet, keine Gegenstände mit anderen Personen teilt, bei denen Mundkontakt gegeben ist (z.B. Trinkgläser, Zahnbürsten) und engen Körperkontakt wie Küssen, Oralsex oder Kontaktsportarten vermeidet. Da das Herpes-Virus aber nicht nur über direkten Haut- oder Schleimhautkontakt, sondern auch über die Luft in Form von Tröpfchen übertragen werden kann, ist es sehr schwierig, einer Infektion zu entgehen.

Die höchste Herpes Ansteckungsgefahr besteht bei Kontakt zu einer Person mit einem aktiven Herpes-Ausbruch. Der Infizierte kann das Virus aber auch ausscheiden (und so jemanden anstecken), ohne dass eine sichtbare Erkrankung in Form von Bläschen besteht. Ist ein Mensch infiziert, ruht das Virus lebenslang in dessen Nervenzellen. Auf der anderen Seite gibt es bestimmte individuelle Auslöser, die einen Herpes-Ausbruch fördern können: Das Virus wird hierbei reaktiviert und es bilden sich die typischen Herpesbläschen. Zwischen diesen Ausbrüchen können allerdings Wochen oder sogar Jahre der Beschwerdefreiheit liegen.

Welche Faktoren führen zu einem Herpes-Ausbruch?

Bislang ist noch nicht abschließend geklärt, was einen Herpes-Ausbruch auslösen kann. Viele Betroffene können jedoch individuelle Triggerfaktoren angeben. Dazu zählen z.B. Stress, Fieber, ein geschwächtes Immunsystem, Sonnenlicht, Hormonschwankungen im Rahmen des Monatszyklus („Herpes menstrualis“) oder einer Schwangerschaft, Ekelgefühle oder auch Zahnarztbehandlungen.

Gibt es Nahrungsmittel, die einem Herpes-Ausbruch vorbeugen können?

Erwiesen ist, dass fieberhafte Erkrankungen häufig mit Lippenbläschen einhergehen. Daher stammt auch der Begriff der „Fieberbläschen“. Grundsätzlich sind also zur Vorbeugung eines Herpes-Ausbruchs solche Lebensmittel zu empfehlen, die das Immunsystem allgemein stärken. Es sollte auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung geachtet werden, die durch eine ausgewogene Ernährung sichergestellt werden kann. Insbesondere sind hier Nahrungsmittel zu nennen, die viel Eisen, Zink und Selen sowie die Vitamine A, E, B6 und C enthalten.
Lebensmittel, die diese Elemente enthalten, sind unter anderen hochwertiges Fleisch, Hülsenfrüchte, Ölsaaten wie Sesam, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Zitrusfrüchte, Aprikosen, Karotten, Paprika, Paranüsse, Hefe(flocken) und Vollkornprodukte.

Kann man durch die Vermeidung von Sonnenstrahlung Herpes vorbeugen?

UV-B-Strahlung wird in Studien zur Reaktivierung von Herpes-Bläschen eingesetzt. Starke Sonneneinstrahlung gilt als ein bedeutsamer Triggerfaktor für Lippenherpes. Sonnencreme, auf die betroffenen Stellen aufgetragen, schützt vor einem Ausbruch, der durch UV-Licht verursacht wird. Vor einer starken Sonnenexposition empfiehlt sich daher die Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Kann man durch sofortiges Handeln Herpes vorbeugen?

Im Handel sind zahlreiche Cremes und Salben zur Behandlung eines Lippenherpes erhältlich. Sie helfen meist nicht, einen Ausbruch der Erkrankung vollständig zu verhindern, können aber die Symptome lindern und die Krankheitsdauer verringern. Eine Creme mit Zinkoxid oder Zinkglycin kann die Dauer des Ausbruchs um mehr als einen Tag verkürzen, wenn sie bei den ersten Symptomen (Kribbeln, Brennen) tagsüber alle zwei Stunden aufgetragen wird. Auch Cremes mit Aciclovir oder Penciclovir können die Krankheitsdauer reduzieren, wenn sie konsequent direkt beim Auftreten der ersten Symptome angewendet werden.

Wird Aciclovir-Creme vor einer erhöhten Sonnenexposition ähnlich einer Sonnencreme an den individuell meist betroffenen Hautarealen aufgetragen, kann das zudem bei einigen Betroffenen das Risiko für einen Herpes-Ausbruch senken.

Welche weiteren Strategien gibt es, um Herpes vorzubeugen?

Erwiesen ist, dass emotionaler Stress einen Herpes-Ausbruch verursachen kann. Es empfiehlt sich daher, die Stressbelastung im Alltag so weit wie möglich zu reduzieren. Einen wichtigen Beitrag leisten hier Entspannungstechniken, die die Stressresistenz erhöhen. Hilfreich, um das Immunsystem zu stärken sind sportliche Betätigung, ein Verzicht auf Nikotin und andere Genussmittel und genügend Schlaf. Unerlässlich für das Immunsystem ist auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Kann dieses nicht ausreichend gebildet werden, z.B. weil direkte Sonneneinstrahlung gemieden wird, so sollte es bei einem Mangel in Form einer Nahrungsergänzung eingenommen werden.

✓ Erfahrene deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin und Wartezimmer
✓ Vertraulich

Quellen:

  • Rooney, J. F.; Bryson, Y.; Mannix, M. L.; Dillon, M.; Wohlenberg, C. R.; Banks, S. et al. (1991): Prevention of ultraviolet-light-induced herpes labialis by sunscreen. In: Lancet (London, England) 338 (8780), S. 1419–1422.
  • Schmidt, D. D.; Zyzanski, S.; Ellner, J.; Kumar, M. L.; Arno, J. (1985): Stress as a precipitating factor in subjects with recurrent herpes labialis. In: The Journal of family practice 20 (4), S. 359–366.
  • Opstelten, Wim; Neven, Arie Knuistingh; Eekhof, Just (2008): Treatment and prevention of herpes labialis. In: Canadian family physician Médecin de famille canadien 54 (12), S. 1683–1687.
  • Martin, Emily T.; Krantz, Elizabeth; Gottlieb, Sami L.; Magaret, Amalia S.; Langenberg, Andria; Stanberry, Lawrence et al. (2009): A pooled analysis of the effect of condoms in preventing HSV-2 acquisition. In: Archives of internal medicine 169 (13), S. 1233–1240. DOI: 10.1001/archinternmed.2009.177.
  • Van Vloten, W A; Swart, R. N.; Pot, F. (1983): Topical acyclovir therapy in patients with recurrent orofacial herpes simplex infections. In: The Journal of antimicrobial chemotherapy 12 Suppl B, S. 89–93.
  • Spruance, S. L.; Rea, T. L.; Thoming, C.; Tucker, R.; Saltzman, R.; Boon, R. (1997): Penciclovir cream for the treatment of herpes simplex labialis. A randomized, multicenter, double-blind, placebo-controlled trial. Topical Penciclovir Collaborative Study Group. In: JAMA 277 (17), S. 1374–1379.
  • Robert Koch Institut. Herpes simplex-Virus Typ 1 (HSV1) und Typ 2 (HSV2). Seroprävalenz in der deutschen Bevölkerung: Veränderungen über die Zeit und Vergleich zwischen den alten (ABL) und neuen (NBL) Bundesländern. Online: www.rki.de; abgerufen am 23.05.2016

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an kontakt@dred.com schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Medikamentenlieferung

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Lieferung Ihres Medikaments:

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Lieferung Ihrer Antibabypille:

KOSTENLOS
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen