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Mann erleidet einen Herzinfarkt

Vor einem Herzinfarkt wird stets gewarnt. Brustenge und Atemnot sind die häufigsten Anzeichen, bei denen sofort reagiert werden sollte. Besonders die sogenannten Risikopatienten müssen sehr auf Anzeichen des Körpers achten, denn ein Herzinfarkt ist eine ernste Situation, in der es um Sekunden geht.
Wichtige Fragen zum Thema Herzinfarkt und dessen Behandlung und Vorbeugung werden im Folgenden geklärt.

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Woran bemerkt man einen Herzinfarkt?

Die bekanntesten Symptome des Herzinfarktes sind das Gefühl von Enge in der Brust, meist in Kombination mit Atemnot. Das sind jedoch nur die klassischen Anzeichen, die zwar am häufigsten auftreten, subjektiv aber immer sehr unterschiedlich wahrgenommen werden.

Oftmals kommt es beim Herzinfarkt zu einem akuten Blutdruckabfall, der sich in einem Zittern der Hände und Schweißausbrüchen äußern kann. Immer wieder treten auch Übelkeit, mit oder ohne Erbrechen, und das Gefühl einer Todesangst auf. Wichtig ist auch, dass Frauen oftmals nicht die typische Brustenge, sondern eher ein Ziehen in der Bauchgegend spüren.
Je nach Gesundheitszustand des Betroffenen können sich die frühen Signale eines Herzinfarktes allerdings deutlich unterscheiden, deshalb ist diese Liste keinesfalls vollständig. Auch nur eines der Symptome allein kann auftreten und missverstanden werden, deshalb ist die Aufmerksamkeit besonders bei gefährdeten Patienten so wichtig.

Nicht selten kommt es zu „stummen“ Infarkten, also Herzinfarkten ohne jede Symptomatik. Diese werden erst erkannt, wenn der Betroffene das Bewusstsein verliert. In diesem Fall muss umso schneller gehandelt werden.

Welche Ursachen gibt es für einen Herzinfarkt?

Die häufigsten Ursachen für einen Herzinfarkt sind Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, allen voran die Arteriosklerose. Diese ist eine Erkrankung, bei der sich Ablagerungen aus Kalk, Fetten und anderem körpereigenem Material in den Blutgefäßen bilden. Solche Ablagerungen (Plaques) sind besonders deshalb gefährlich, weil sie sich von der Wand der Gefäße lösen und im Blut mitgeschwemmt werden können. Im Folgenden bleiben sie als sogenannte Emboli an einer anderen Stelle hängen und verstopfen das Blutgefäß – es kommt zu unter Umständen lebensgefährlichen Durchblutungsstörungen.

Arteriosklerose entsteht durch weitere Vorerkrankungen, hierzu gehören insbesondere die arterielle Hypertonie und der Diabetes mellitus. Weitere Risikofaktoren für die Arteriosklerose sind Nikotin, hohes Cholesterin im Blut und Übergewicht.

Eine spezielle Form der Arteriosklerose in den Gefäßen, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, ist die koronare Herzkrankheit (KHK). Tritt eine Verkalkung dieser sogenannten Herzkranzgefäße auf, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Verschluss in den Herzkranzgefäßen deutlich erhöht. Aus diesem Grund gilt die KHK als Hauptrisikofaktor für einen Herzinfarkt. Die Ursachen einer KHK wiederum sind also indirekte Ursachen für einen Herzinfarkt.

Was passiert bei einem Herzinfarkt im Körper?

Bei einem akuten Herzinfarkt bricht meist die Wand eines Plaques an der Gefäßwand eines Herzkranzgefäßes auf. Dies verursacht eine Blutgerinnung innerhalb der Gefäße. Bei offenen Wunden ist Blutgerinnung sinnvoll, um den Blutfluss zu stoppen. Im Inneren der Gefäße jedoch fließen die Blutgerinnsel als Klumpen im Blut mit, bis sie nicht mehr durch das Blutgefäß passen. Dann bleiben sie stecken und verhindern die Durchblutung an dieser Stelle im Körper. Je nachdem, wo das passiert, hat ein solcher Verschluss mehr oder weniger gravierende Auswirkungen: Ist das betroffene Blutgefäß ein Herzkranzgefäß, so kann der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. An dieser Stelle herrscht somit im Herz ein Sauerstoffmangel. Jeder Muskel, also auch das Herz, benötigt jedoch Sauerstoff für die Kontraktion.

Bei einem Sauerstoffmangel durch eine solche Minderdurchblutung kann der betroffene Anteil des Herzmuskels nicht mehr kontrahieren – im Folgenden wird weniger Blut angesaugt und wieder in den Kreislauf gepumpt. Das betroffene Herzmuskelgewebe stirbt je nach Dauer der Durchblutungsstörung ab. Es wird zu narbigem Gewebe, das seine kontraktile Funktion nicht mehr ausüben kann und elektrische Signale schlechter weiterleitet. Je größer dieser Anteil ist, desto gefährlicher ist der Infarkt.

Welche Maßnahmen müssen sofort eingeleitet werden?

Die erste Maßnahme ist immer der Ruf eines Notarztwagens. Bei einem Herzinfarkt kann es um Sekunden gehen und der einzige, der eine angemessene Behandlung durchführen kann, ist ein Arzt mit entsprechender Ausrüstung.

Beim Warten auf den Rettungsdienst geht es in erster Linie darum, den Betroffenen zu beruhigen, falls er ansprechbar ist. Er sollte am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper bequem gelagert werden und gut Luft bekommen.

Falls der Betroffene nicht atmet und das Herz aufhört zu schlagen, muss eine Wiederbelebung erfolgen: Dabei ist die Herzdruckmassage wichtiger als die Beatmung. Hierfür wird mit ausreichend Kraft 100 – 120 Mal pro Minute auf das Brustbein gedrückt, um die Durchblutung zu unterstützen.

Wie erfolgt die Behandlung eines Herzinfarktes?

Im Rettungswagen wird ein wacher, ansprechbarer Patient mit Beruhigungsmitteln und gerinnungshemmenden Medikamenten versorgt, um ein vorhandenes Blutgerinnsel aufzulösen und das Entstehen weiterer Blutgerinnsel zu verhindern. Außerdem bekommt er eine Sauerstoffmaske angelegt. Der Notarzt überwacht den Herzschlag mit einem EKG, um die Funktion des Herzens ständig zu überprüfen.

Die weitere Behandlung muss den Schaden am Herzmuskel möglichst klein halten, um Narbenbildung im Herz zu verhindern. Dazu ist wichtig, dass die Blutversorgung des gesamten Herzens schnell wieder gewährleistet wird. Operativ wird hierfür ein Ballon-Katheter und möglicherweise einen Stent (ein kleines Drahtgerüst) in das betroffene Herzkranzgefäß eingeführt, um es zu erweitern und offen zu halten. Der von diesem Gefäß versorgte Bereich des Herzmuskelgewebes wird so wieder mit ausreichend Sauerstoff versorgt und kann wieder normal kontrahieren.

Langfristig muss die Behandlung in erster Linie die Prävention eines weiteren Infarkts sein. Dazu werden gerinnungshemmende Medikamente vom Patienten täglich eingenommen, was das Risiko eines erneuten Gefäßverschlusses am Herzen senkt. Gerinnungshemmer oder im Volksmund „Blutverdünner“ sind beispielsweise ASS oder Prasugrel.
Je nach Grunderkrankung werden häufig auch Medikamente zur Senkung der Blutfettwerte, die Statine, eingesetzt. Gegen die Hypertonie werden Blutdrucksenker wie Nebivolol (Betablocker), Micardis (Sartan) oder Captopril (ACE-Hemmer) eingesetzt. Dadurch wird das durch einen hohen Blutdruck steigende Risiko, dass eine Ablagerung an der Gefäßwand aufplatzt, gesenkt. Diabetiker müssen ihre Blutzuckerwerte stets gut kontrollieren und nach einem Herzinfarkt gegebenenfalls die Medikation erneut einstellen.

Kann es Langzeitfolgen eines Herzinfarkts geben?

Wenn die Behandlung eines Herzinfarktes aus verschiedenen Gründen nicht schnell genug abgelaufen ist, kommt es zum irreversiblen Absterben von Herzmuskelgewebe. Dadurch bilden sich Narben im Gewebe, die die Erregungsleitung stören. Der Herzmuskel kontrahiert auf ein elektrisches Signal hin, welches durch das Herzgewebe in alle Teile des Herzens weitergeleitet wird. Ein solches Signal wird durch Narbengewebe schlechter geleitet, was zu Herzrhythmusstörungen führt. Patienten die bereits einen Herzinfarkt hatten, sind hierfür also besonders gefährdet und sollten deshalb ihren Blutdruck, Puls und allgemeinen Gesundheitszustand stets gut beobachten. Außerdem kann Narbengewebe die regelrechte Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen und zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen.

Was kann man tun, um einen Herzinfarkt zu vermeiden?

Die beste Prävention ist eine Vermeidung der Risikofaktoren: Rauchen, Übergewicht und ungesunde Ernährung fördern die Entstehung von Arteriosklerose.

Für Patienten mit Bluthochdruck ist eine gute Einstellung des Blutdrucks wichtig, um die Schädigung der Gefäßwände gering zu halten. Aus dem gleichen Grund sollten Diabetiker eine Entgleisung des Blutzuckers vermeiden. Insgesamt ist ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung optimal, um das Risiko eines Herzinfarktes zu senken. Patienten mit Vorerkrankungen sollten jedoch in jedem Fall ihre Ernährung und Bewegung mit einem Arzt absprechen.

Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, sollten etwaige Risiken vorher ebenfalls mit dem behandelnden Arzt besprechen. Die Pille bewirkt Veränderungen im Körper, von denen einige positiv, andere jedoch negativ sind. Außerdem gibt es bei der Einnahme der Pille Kontraindikationen: Frauen, die ohnehin als Risikopatientinnen für einen Herzinfarkt gelten, sollten die Pille nicht einnehmen.

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Quellen:

  • Arastéh, K., Bieber, C., Brandt, R., & Chatterjee, T. T. (2012). Duale Reihe Innere Medizin. H. W. Baenkler (Ed.). Georg Thieme Verlag.
  • Greten, H. (2005). Innere Medizin. 12. Thieme: Stuttgart New York, 1218, 843.

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