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Mann informiert sich über Hodentorsion

Bei der Hodentorsion wird die Blutzufuhr des Hodens abgeklemmt, was sehr schmerzhaft ist und zum Absterben des Hodens führen kann. Um den Organverlust zu verhindern, ist eine schnelle Diagnose und Therapie absolut notwendig. Betroffen sind bei einem von 4000, überwiegend Kinder und junge Erwachsene unter 25 Jahren. Mit fortschreitendem Alter tritt eine Hodentorsion dann zunehmend seltener auf. Die Therapie erfolgt durch eine Operation.

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Was ist eine Hodentorsion?

Der Hoden befindet sich anatomisch unterhalb des Penis im Hodensack (Skrotum), umgeben von einer Gewebehülle (Tunica albuginea). Die versorgenden Gefäße befinden sich im Samenstrang und verlaufen durch den Leistenkanal letztlich zu den großen Bauchgefäßen. Der Hoden verfügt im Hodensack über eine relativ hohe rotationsbeweglich um die eigene Achse. Bei einer Hodentorsion verdreht sich der Hoden innerhalb des Hodensacks, man kann die Verdrehung also von außen nicht sehen. Die Verdrehung kann z.B. beim Sport oder wenn sich der für das Anheben der Hoden zuständige Kremastermuskel kontrahiert, auftreten. Durch die Rotation werden zunächst die Blut abführenden Gefäße (venöse Gefäße) abgeklemmt, es kommt zu einem Blutstau im Hoden, der das Organ anschwellen lässt und auch zu einer Abklemmung der Blutzufuhr über die arteriellen Blutgefäße führt. Der Hoden wird dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das und die Schwellung führen zu starken Schmerzen, und schnelles Handeln ist notwendig, damit der Hoden nicht abstirbt.

Welche Folgen kann eine Hodentorsion haben?

Wenn der reguläre Blutzufluss und -abfluss des Hodens nicht innerhalb von vier bis sechs Stunden nach Beginn der Symptome wiederhergestellt wird, droht der Verlust des Organs, weil es unter der mangelnden Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen beginnt abzusterben. Wenn der Hoden abstirbt, gefährdet dies die Zeugungsfähigkeit des Betroffenen. Zudem werden 95% der männlichen Geschlechtshormone wie Testosteron im Hoden gebildet. Die ausreichende Hormonproduktion und Bildung von Samenzellen müsste dann der Hoden auf der Gegenseite übernehmen. Wenn auch dieser Hoden verloren wird (z.B. durch eine Torsion auch auf der Gegenseite), ist der Patient nicht mehr zeugungsfähig und die männlichen Hormone müssten durch Medikamente ersetzt werden. Ein nicht medikamentös ausgeglichener Testosteronmangel kann ansonsten diverse Folgen wie Erektionsstörungen, Libidoverlust oder Konzentrationsstörungen verursachen.

Wer ist besonders gefährdet für eine Hodentorsion?

Die Wahrscheinlichkeit, eine Hodentorsion zu erleiden, nimmt zu, je beweglicher der Hoden in seinen Hüllen ist. Faktoren, die mit einer erhöhten Rotationswahrscheinlichkeit einhergehen, sind folgende: 

  • Hodenhochstand: Der Hoden befindet sich irgendwo im Leistenkanal und ist nicht vollständig in den Hodensack hinabgewandert (deszendiert); dieser Prozess ist normalerweise bis zur Geburt abgeschlossen
  • Verspätet deszendierte Hoden
  • Pendelhoden: Bei Kontraktion des Kremastermuskels wird der Hoden ein Stück in den Leistenkanal zurückgezogen
  • Die sogenannte Bell-Clapper-Anomalie, bei der der Hoden mit horizontal gelegener Längsachse im Skrotum liegt, und dadurch weniger fixiert wird)
  • Jüngere Männer bzw. männliche Jugendliche haben häufiger eine Hodentorsion als ältere.

Welche Symptome macht eine Hodentorsion?

Die Hodentorsion führt zu plötzlichen, starken Schmerzen im Bereich des Hodens mit Ausstrahlung bis in den Unterbauch. Möglicherweise sind die Schmerzen so stark, dass selbst die Berührung des Hodensacks unmöglich ist. Der betroffene Hoden steht oft im Vergleich etwas höher. Nach einiger Zeit wird der Hoden rot und schwillt stark an. Wenn der Hoden sich gar nicht im Hodensack, sondern im Leistenkanal befindet, kann es auch sein, dass es nur zu starken Unterbauchschmerzen kommt. Letztlich können die Schmerzen in den gesamten Bauch und in den betroffenen Oberschenkel ausstrahlen. Begleitend auftreten können weitere körperliche Symptome wie Übelkeit, Herzrasen, Kaltschweißigkeit oder generelles Unwohlsein, da der unterversorgte Hoden den gesamten Körper in Stress geraten lässt.

Wann sollte man zum Arzt?

Betroffene mit plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen im Bauch, Unterbauch, in der Leistengegend oder im Hodensack sollten so schnell wie möglich die Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen, da möglicherweise eine Hodentorsion vorliegen könnte. Je mehr Zeit verstreicht zwischen Beginn der Beschwerden und Therapie (Wiederherstellung der Blutversorgung des Hodens), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen Organverlust.

Wie wird eine Hodentorsion diagnostiziert und therapiert?

In der Notaufnahme wird ein Arzt die Symptome und wie es zu diesen gekommen ist in einem Anamnesegespräch genau abfragen. Zudem erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Bauch und der Hoden abgetastet werden. Urinwerte und andere Laborparameter sind in der Regel unauffällig. Mittels einer Ultraschalluntersuchung wird die Durchblutung des Hodens beurteilt (Duplexuntersuchung). Sofern keine andere sichere Ursache für die Beschwerden gefunden und eine Hodentorsion nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ist in der Regel eine Operation notwendig, bei der der Hoden freigelegt und ggf. zurückgedreht wird (Detorquierung). Anschließend wird der Hoden im Hodensack fixiert, sodass es auf der betroffenen Seite nicht erneut zu einer Hodentorsion kommen kann. Gegebenenfalls wird vorbeugend auch auf der Gegenseite eine Fixierung des Hodens vorgenommen. Falls eine Therapie der Hodentorsion schnell genug erfolgt, werden in der Regel keine bleibenden Schäden davongetragen. Wenn zu viel Zeit verstreicht, kann jedoch der Verlust des Hodens die Folge sein.

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Quellen:

  • Hautmann, R., & Gschwend, J. E. (Eds.). (2014). Urologie. Springer-Verlag.
  • S2k-Leitlinie Akutes Skrotum im Kindes- und Jugendalter. Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH), Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU). Stand August 2015.
  • Hausmann, R. (2003). Hodentorsion-Ein Drittel dreht nach lateral. Aktuelle Urologie, 34(04), 188-190.
  • Huck, N., Roll, M., Zahn, K., & Stein, R. (2017). Operatives Management des akuten Skrotums. Aktuelle Urologie, 48(01), 45-53.
  • Beck, V., Grabbert, M., Apfelbeck, M., Schulz, G., Stief, C. G., & Tritschler, S. (2016). Akutes Skrotum sofort abklären! The acute scrotum—primary diagnostic approach and treatment. MMW-Fortschritte der Medizin, 158(17), 49-50. 
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