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Kondylome werden oft über Geschlechtskrankheiten übertragen.

Das Thema Genitalwarzen wird von vielen Menschen als sehr unangenehm empfunden. Die Symptome belasten den Betroffenen meist sowohl physisch als auch psychisch. Dabei können diese durch eine gezielte Behandlung vom Arzt schnell und effektiv bekämpft werden. Aus Scham wird jedoch oftmals ein Arztbesuch vermieden – mit der Folge, dass sich die Genitalwarzen weiter ausbreiten und gegebenenfalls eine Ansteckung auf den Sexualpartner erfolgt. Durch eine gezielte Behandlung können die Symptome allerdings schnell bekämpft werden.

Rezept und Medikament zur Behandlung von Genitalwarzen

Was sind Kondylome?

Das Wort Kondylom leitet sich aus dem griechischem Wort „kondylos“ ab, welches Faust oder Knolle bedeutet. Es bezeichnet eine Infektion der Geschlechtsorgane durch humane Papillomviren (HPV), die sich durch das Auftreten von gutartigen Wucherungen als Warzen (Kondylomen) zeigen kann. Man unterscheidet verschiedene Verlaufsformen:

  • Condyloma acuminata, meist Feigwarzen genannt, sind die häufigste Form und werden durch HPV 6 und 11 (LINK HPV) ausgelöst.
  • Condyloma gigantea, eine seltene Verlaufsform der Feigwarzen mit großen sich blumenkohlartig ausbreitenden Wucherungen.
  • Condyloma plana, kennzeichnen sich durch flache Knoten und werden durch HPV 16,18, 31 und 32 ausgelöst. Sie können sich im Verlauf zu Formen des Scheiden- und Peniskrebs entwickeln.
  • Keratotische Genitalwarzen, eine Verlaufsform, die mit starker Schuppung der Haut einhergeht.
  • Papulöse, warzenähnliche Hauterscheinungen, sind Warzen die nicht klar zugeordnet werden können.

Wie kann ich Kondylome erkennen?

Bei sichtbaren knotigen, warzenartigen Veränderungen der äußeren Genitalien sollte an ein Kondylom gedacht werden. Oft treten diese verbreitet auf. Die Symptome sind stecknadelkopfgroße, weiche rotbraune bis weißliche Knötchen. Es sind Verwechslungen mit Hämorrhoiden, Hautfalten (Marisken) oder Bindegewebswucherungen (Fibromen) möglich. Eine genaue Diagnose und Behandlung kann nur durch einen Arzt erfolgen.

An welchen Stellen können Kondylome auftreten?

Kondylome entstehen vor allem in der Intimregion. Besonders an Regionen mechanischer Beanspruchung nach Geschlechtsverkehr kommen sie am häufigsten vor. Beim Mann entstehen die Warzen im Bereich der Eichel, der Vorhaut, dem Harnröhreneingang oder des Penisschafts. Bei der Frau können die Scheide, die Schamlippen oder der Gebärmutterhals betroffen sein. In seltenen Fällen kann bei beiden Geschlechtern der After befallen sein, beispielsweise bei analem Geschlechtsverkehr oder Schmierinfektion.

Wie kommt es zur Entstehung von Kondylomen?

Kondylome werden hauptsächlich durch humane Papillomviren der Typen 6 und 11 ausgelöst. Es muss somit eine Ansteckung durch eine befallene Person oder einen Gegenstand erfolgen. Das HPV ist sehr widerstandsfähig gegenüber der Außenwelt und kann sich auch außerhalb des warmen Milieus der Genitalien über Finger oder Gegenstände übertragen. Durch kleine nicht sichtbare Verletzungen der oberen Hautschicht gelangt das HPV (humanes Papillomvirus) in die Haut. Dort kann es längere Zeit von Wochen bis zu Monaten ohne Beschwerden verbleiben. Erst durch Störungen des Immunsystems kann es zur Entstehung der Warzen kommen. Dabei kommt es zu überschießendem Wachstum der Hautzellen, die dann Hautwucherungen in Form von Warzen auslösen.

Welche weiteren Symptome sind bei Kondylomen möglich?

Kondylome sind meist asymptomatisch. Erst durch Schwierigkeiten der Intimhygiene können sich bakterielle Entzündungen entwickeln, die zu Juckreiz, Brennen oder Ausfluss führen können. In einigen Fällen kann es zu Verletzungen der Haut-und Schleimhaut mit begleitenden Blutungen kommen.  

Genitalwarzen können vor allem beim Vorliegen von HPV 16 und 18 in seltenen Fällen entarten und sich zu Krebsformen entwickeln. Bei Frauen kann es zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und bei Männern zu Peniskrebs kommen.

Ein Schutz bietet die HPV-Impfung, die von der STIKO (Ständige Impfkommission) für Mädchen zwischen 9-14 Jahren empfohlen wird. Sie besteht aus zwei Teilimpfungen, die mit einem Abstand von sechs Monaten erfolgen sollen.

Wie häufig treten Kondylome auf?

Infektionen durch HPV mit Kondylomen im Genitalbereich gehören zu den häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Erkrankungen. Ca. 1% der sexuell aktiven Erwachsenen in den USA und Europa zwischen 15 und 45 Jahren haben genitale Warzen. Am häufigsten treten sie zwischen 20 und 24 Jahren auf. Eine HPV-Infektion muss sich jedoch nicht durch Kondylome äußern, sondern kann vollkommen asymptomatisch verlaufen. Man bezeichnet sie daher als latente HPV-Infektion. Latente HPV-Infektionen können bei ca. 15-20% der 20 bis 25-Jährigen nachgewiesen werden. Jedoch sollte beachtet werden, dass eine latente Infektion meist zu 60-90% von allein verschwindet, dennoch besteht auch bei latenten Infektionen immer die Gefahr der Ansteckung.

Wie können Kondylome diagnostiziert werden?

Kondylome können meist einfach per Blickdiagnose erkannt werden. Das Erscheinungsbild ist dem geschulten Facharzt bekannt und er kann es demnach schnell diagnostizieren. Auch bei DrEd kann bei Verdacht auf Genitalwarzen eine Fotodiagnose erfolgen. Sollte die Diagnose bestätigt werden, kann eine gezielte Behandlung verschrieben werden.

Was muss ich bei Kondylomen in der Schwangerschaft beachten?

In der Regel sind Genitalwarzen in der Schwangerschaft komplikationslos. Selten kann es durch große Warzenherden zu Verlegungen des Geburtskanals kommen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit der Virusübertragung von der Mutter aufs Kind während des Geburtsvorganges. Es kann beim Neugeborenen zur Ausbildung einer Larynxpapillomatose kommen. Hierbei handelt es sich um gutartige Wucherungen der Schleimhaut des Kehlkopfes. Diese kann zu Heiserkeit und Atemnot führen.

Können Feigwarzen auch bei Kindern auftreten?

Das Auftreten von Kondylomen bei Kindern ist in seltenen Fällen möglich. Durch den häufigen Übertragungsweg über Geschlechtsverkehr sollte ein sexueller Missbrauch ausgeschlossen werden. Allerdings kann auch die Übertragung von eigenen Fingerwarzen durch Schmierinfektion eine mögliche Ursache sein.

Welche Behandlungsmaßnahmen gibt es?

Meist heilen Kondylome spontan allein wieder ab. Eine vollständige Beseitigung des humanen Papillomvirus ist jedoch nicht möglich. Es kann lediglich eine Behandlung der meist störenden sichtbaren Warzen erfolgen. Die Behandlung lässt sich einteilen in eine Selbsttherapie. Diese beinhaltet eine lokale Anwendung von Salben und Cremes wie Wartec oder Aldara, die von einem Arzt verschrieben werden müssen. Sollte diese Therapie nicht ausreichend sein, können die Kondylome durch den behandelnden Arzt mittels Trichloressigsäure, Kälteanwendung oder einen operativen Eingriff entfernt werden.

Rezept und Medikament zur Behandlung von Genitalwarzen

Quellen:

  • Vogeler, Gottschalk, Wilhelm, Schaps, Vogeler, F.-C, Gottschalk, Klaus, . . . Schaps, Klaus-Peter. (2007). Dermatologie Mit ... 44 Tabellen ; [GK2] / F.-C. Vogeler ..., XXXII, 240 S. : zahlr. Ill., graph. Darst.-XXXII, 240 S. : ; zahlr. Ill., graph. Darst.
  • Dirschka, Achenbach, Dirschka, Thomas, & Achenbach, Alexander. (2011). Klinikleitfaden Dermatologie Hrsg.: Thomas Dirschka ... Weitere Autoren: Alexander S. Achenbach ..., XVI, 1024 S. : Ill., graph. Darst.-XVI, 1024 S. : ; Ill., graph. Darst.
  • Leitlinie: Condylomata acuminata und andere HPV-assoziierte Krankheitsbilder von Genitale, Anus und Harnröhre www.dstig.de
  • www.urologielehrbuch.de
  • www.rki.de
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