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Arzt betrachtet Lungenemphysem eines Patiente

Die menschliche Lunge ist ein sehr fein aufgebautes Organ. Sie erfüllt die lebenswichtige Funktion der Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft. Deswegen ist es essentiell, dass sie intakt ist und ihre Funktion erfüllen kann. Durch verschiedene Einflüsse kann die Lunge geschädigt werden und dauerhafte Schäden davon tragen. So kommt es bei einem Lungenemphysem zu einer irreversiblen Erweiterung kleinster Lufträume in der Lunge. DrEd erklärt, welche Ursachen einem Lungenemphysem zu Grunde liegen können und welche Symptome das Lungenemphysem auszeichnen.

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Was passiert bei einem Lungenemphysem?

Das Lungenemphysem ist charakterisiert durch einen Entzündungsprozess, der zur Zerstörung der Alveolarwände (Septen) führt, die die einzelnen Lungenbläschen (Alveolen) voneinander trennen. Dadurch kommt es zur irreversiblen Erweiterung der terminalen Bronchiolen und der Alveolen. Dieser Umbau der Lunge führt dazu, dass der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, da die Gasaustauschfläche abnimmt. Zusätzlich entwickelt sich ein Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie). Gegen diesen erhöhten Druck muss auch das rechte Herz anpumpen und verändert sich dadurch. Diese pathologischen Veränderungsprozesse führen zum Cor pulmonale, einem überdehnten und verdickten rechten Herzen.

Wie kommt es zur Entstehung eines Lungenemphysems?

Die häufigste Ursache eines Lungenemphysems ist die COPD (chronic obstructive pulmonary disease). Meist durch Zigarettenrauch, seltener auch durch virale Infektionen oder schädliche Umwelteinflüsse (exogene Noxen) wie Feinstaub oder Gase hervorgerufen, kommt es zu einer Entzündungsreaktion, die eine übermäßige Ausschüttung von Proteasen mit sich bringt (z.B. Elastase). Proteasen sind Enzyme, die die Alveolarsepten abbauen. Ein Ungleichgewicht von Proteasen und ihren Gegenspielern, den Antiproteasen, tritt beim angeborenen α1-Antitrypsin-Mangel auf. α1-Antitrypsin verhindert, dass die Alveolarsepten zu stark abgebaut werden. Fehlt dieses Enzym kommt es ebenfalls zur Entstehung eines Lungenemphysems.

Welche Symptome treten bei einem Lungenemphysem auf?

Im Bereich der Alveolen findet normalerweise der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut in den Kapillaren statt. Durch den Abbau der Alveolarsepten wird die Austauschfläche stark reduziert und damit die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid eingeschränkt. Dadurch kommt es unter Belastung zu Atemnot. Der Sauerstoffmangel (Hypoxie) kann sich auch durch eine Blaufärbung der Lippen (Zyanose) bemerkbar machen. Ein weiteres Symptom, das auf die Hypoxie hinweist, sind Trommelschlegelfinger. Dabei sind die Finger bis kurz vor dem Nagelbett normal proportioniert und am Ende im Bereich des Nagels verdickt. Dadurch wird ihnen das Aussehen von Trommelschlegeln verliehen.

Ein ausgeprägtes Lungenemphysem führt zudem auf Dauer zu einem Fassthorax. Die Überblähung ist so stark, dass der Brustkorb fassförmig ausgedehnt wird. Die Rippen verlaufen fast horizontal und der Brustkorb bleibt in Einatmungsstellung fixiert. Die Schlüsselbeingruben können gebläht sein.

Die Erkrankung wirkt sich systemisch aus, da die permanente Unterversorgung mit Sauerstoff und auch die Entzündung den ganzen Körper belasten. Es kommt zur körperlichen Auszehrung (Kachexie).

Welche Untersuchungen werden für die Diagnose benötigt?

Meist fällt klinisch auf, dass der Brustumfang während Ein- und Ausatmung kaum variiert, sodass bereits durch diese Beobachtung die Verdachtsdiagnose nahe liegt. Die Atemgrenzen der Lunge, die sich durch Abklopfen (Perkussion) erfassen lassen, sind meist kaum verschieblich. Außerdem hat der Klopfschall im Vergleich zum Gesunden einen veränderten lauteren Klang, den man als hypersonor bezeichnet. Dieser veränderte Klang entsteht dadurch, dass sich durch die Überblähung der Lunge zu viel Luft im Brustkorb befindet. Die Überblähung lässt sich außerdem im Röntgen-Thorax sichtbar machen. Die Lunge ist vermehrt strahlentransparent und durch die Überblähung wird häufig das Zwerchfell nach unten gedrängt. Um zusätzlich das Emphysem auch zu quantifizieren, kann eine Lungenfunktionsuntersuchung eingesetzt werden. Die charakteristisch veränderten Werte sind das thorakale Gasvolumen, die totale Lungenkapazität und das Residualvolumen. Vor allem letzteres ist erhöht, da zu viel Luft dauerhaft in der Lunge verbleibt.

Wie kann ein Lungenemphysem behandelt werden?

Das Wichtigste ist, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Oftmals geht dem Emphysem eine COPD als Grunderkrankung voraus, die durch das Rauchen verursacht wurde. Daher steht die Rauchentwöhnung oft an erster Stelle. Um die Lunge vor zusätzlicher Schädigung zu schützen, werden außerdem Impfungen gegen Influenzaviren und Pneumokokken empfohlen. Bei Vorliegen eines schweren α1-Antitrypsin-Mangels kann das fehlende Enzym ersetzt werden. Da eine vollkommende Heilung nicht möglich ist, stehen ansonsten nur symptomatische Behandlungsmethoden zur Verfügung. 

Liegt eine COPD vor, wird diese entsprechend dem Behandlungsschema medikamentös therapiert. Die Hypoxie kann zudem bei stark verminderter Sauerstoffsättigung durch eine Langzeitsauerstofftherapie behandelt werden. Bei akuter Atemnot kann auch eine nichtinvasive intermittierende Beatmung eingesetzt und bei schweren Fällen auch invasiv mit Intubation beatmet werden.

Da bei der Ausatmung durch die zerstörten Alveolarsepten die Gefahr besteht, dass die kleinen Luftwege kollabieren, wird eine Atemtherapie zum Erlernen bestimmter Atemtechniken empfohlen. Der Emphysematiker lernt dabei, beim Ausatmen eine Lippenbremse zu bilden. Dadurch entsteht ein Widerstand, durch den der Innendruck in den Bronchien hoch bleibt und einen Kollaps der Atemwege verhindert. Wird die Technik der Lippenbremse gut beherrscht, kann sie im Fall einer akuten Luftnot helfen, wieder eine Kontrolle über die Atmung zu erlangen und die Bronchien offen zu halten.

Zudem stehen auch operative Methoden zur Verfügung. Im Zuge einer Lungenvolumenreduktionsoperation wird vom Emphysem betroffenes Gewebe entfernt. Dies kann in Form einer Bullektomie ablaufen, bei der einzelne große Emphysemblasen entfernt werden. Eine Lungenvolumenreduktion kann auch durch bronchoskopische Ventilimplantation erfolgen. Beide Verfahren können bei einigen Patienten eine Verbesserung der Lungenfunktion bewirken.

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Quellen:

  • Renz-Polster, H., Krautzig, St. (Herausgeber): Basislehrbuch Innere Medizin. Elsevier 2013. S. 401-404
  • Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin 2015. S. 356-360

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