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Reisfeld in Kambodia, einem Malariagebiet

Informationen über Malariagebiete geben Reisenden einen Hinweis darauf, in welchen Ländern mit einem besonderen Risiko für Malaria zu rechnen ist. Ob in Südafrika, in Kenia, in Indien oder in Südamerika: Je nach individuellen Risikofaktoren, Jahreszeit, Resistenzen und Reiseprofil ist eine Malariaprophylaxe mehr oder weniger wichtig für diese Länder.

Auch wenn die Malaria übertragende Anophelesmücke auf allen Kontinenten außer der Antarktis vorkommt, kann man davon ausgehen, dass als Malariagebiete nur diejenigen Länder gelten, die offiziell als Risikogebiet für Reisende deklariert sind.

In über 100 Ländern tritt Malaria dauerhaft in nennenswerter Häufigkeit auf. Hierzu gehören vor allem die Tropen und Subtropen.

Wer aus einem Malariagebiet zurückkehrt und innerhalb von drei Monaten oder später an Fieber erkrankt, sollte seinem Arzt unbedingt von der Tropenreise erzählen, damit dieser gegebenenfalls Malaria durch eine Blutuntersuchung ausschließen kann.

Besonders in Afrika und Teilen Asiens gibt es einen Malaria-Erreger, der einen sehr kurzen Entwicklungszyklus hat und bereits innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome sehr gefährlich werden kann. Wer nicht in der Lage ist, innerhalb dieser Zeit einen Arzt aufzusuchen, sollte mit der Selbstbehandlung (Notfallmedikation) beginnen.

Falls Sie bereits wissen, dass Sie eine Prophylaxe mit Malarone oder Doxycyclin benötigen, können Sie hier direkt zu unserer Sprechstunde für Malariaprophylaxe gelangen.

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Welche Länder sind von Malaria betroffen?

Ein wichtiger Grundsatz ist:

  • Für alle Malariagebiete wird immer ein ausreichender Mückenschutz empfohlen.

Eine ergänzende Chemoprophylaxe wird für fast alle Länder des mittleren und südlichen Afrika als notwendig angesehen. Das Gleiche gilt für einige Länder Südamerikas. In Südostasien gibt es ebenfalls Länder mit Prophylaxe-Empfehlung. Die übrigen Länder in Asien und Südamerika gelten in der Regel als Gebiete mit beschränktem Malariarisiko.

Hier gibt es Empfehlungen zur Notfalltherapie (Stand-by-Therapie), d.h. Reisende führen von Deutschland aus Medikamente mit sich, die im Bedarfsfall gegen Malaria wirken. Der behandelnde Arzt kann vorab für jedes Reiseland das jeweilige Malariarisiko und die empfohlene Therapieform anhand einer Malaria Karte ermitteln.

Während Malaria in Afrika weitflächig - außer im Norden - vorkommt, ist dies in Südafrika anders. Nur der nördlichste Teil ist ein Malariagebiet, allerdings mit niedrigem Risiko.

Malaria Südafrika

Malaria-Risikogebiete in Südafrika

Insbesondere in den Gebieten der Provinz Mpumalanga im östlichen Teil des Landes mit dem Krüger Nationalpark, im Norden und Nordosten von Limpopo sowie im Nordosten von Kwazulu-Natal mit insbesondere Tembe-und Ndumu Nationalpark ist das Risiko für eine Malariainfektion erhöht.

Ein geringes Risiko besteht im Norden bis zum Tugela Fluss, Nordwesten bis Swartwater und im Hluhluwe und Umfolzi-Park.

Übertragungsmonate in Südafrika

Es besteht das gesamte Jahr über das Risiko an Malaria zu erkranken. Ein sehr hohes Risiko für Malaria besteht von Oktober bis Mai im Nordosten des Landes. Ein mittleres Risiko besteht von Juni bis September in den Risikogebieten im Norden und Osten.

Malaria in Indien wird so eingeschätzt, dass man je nach Lage des Reisegebietes von einem leichten bis mittleren Risiko sprechen kann.

Auch für Kinder ist eine Malariaprophylaxe möglich, sogar schon im Säuglingsalter. Schwangeren Frauen wird von Reisen in Malariagebiete allerdings grundsätzlich abgeraten. Malaria stellt ein hohes Risiko für die Mutter und das ungeborene Kind dar. In zwingenden Fällen kann der Arzt über eine mögliche Prophylaxe entscheiden.

Migranten, die zu Besuch in ihre ehemalige Heimat reisen, nehmen dies oft nicht als Risikogebiet für Malaria wahr. Hier besteht erhöhte Infektionsgefahr. Bei Personen, die sich auf längere Zeit im Auslandseinsatz in Malariagebieten befinden, sollte eine Langzeitprophylaxe stattfinden. Auch sollten sich Kinder unter fünf Jahren nur in zwingenden Fällen in Gebieten mit hohem Malariarisiko aufhalten. Für Rucksackreisende, kurzzeitreisende Geschäftsleute und Personen auf „Weltreise“ gelten jeweils andere Empfehlungen.

Malaria Kenia

Malaria-Risikogebiete in Kenia

Es besteht im gesamten Land ein hohes Risiko für eine Malariainfektion. Auch die Tourismusgebiete an den Küsten und am Victoriasee, Städte und Wildparks sind betroffen. Lediglich in den höheren Regionen über 2500 m wie Nyanza Rift Valley, Central, Eastern und Western besteht ein geringeres Risiko. Die Hauptstadt Nairobi sowie die Wüsten im Norden gelten als unbedenklich.

Übertragungsmonate in Kenia

Das ganze Jahr über besteht ein Risiko an Malaria zu erkranken. Während der Regenzeiten von März bis Juni und Oktober bis Dezember besteht in Kenia ein erhöhtes Risiko.

Malaria-Vorbeugung in Kenia

Das ganze Jahr über ist eine Vorbeugung mit Medikamenten (Chemopropylaxe) über das gesamte Landgebiet unter 2500 m Höhe empfohlen.

Auf eine medikamentöse Vorbeugung kann in Nairobi und im Hochland über 2500 m Höhe wie den Provinzen Wester, Central, Eastern und Nyanza Rift Valley verzichtet werden.

Malaria Tansania

Malaria-Risikogebiete in Tansania

Es besteht im gesamten Land Tansania unter 1.800 m Höhe ein hohes Risiko an Malaria zu erkranken. Davon betroffen sind auch die Städte und Nationalparks. Das Risiko ist geringer in Gebieten von 1.800-2.500 m Höhe, auf der Insel Sansibar und Pemba und in der Stadt Dar es Salaam.

Übertragungsmonate in Tansania

Es besteht das ganze Jahr über ein hohes Risiko in Tansania an Malaria zu erkranken. Ein erhöhtes Risiko herrscht in der Regenzeit von November bis Mai.

Malaria Thailand

Malaria-Risikogebiete in Thailand

Ein erhöhtes Malariarisiko besteht im nordwestlichen Grenzgebiet zu Myanmar in den Regionen Mae Hong Son, Tak. Des Weiteren betroffen ist die westliche Grenze bei Ranong, Chumphon, Khiri Khan, Prachuab, Petchaburi und Kanchanaburi sowie der Süden bei Yala, Songkhala und Narathiwat. Auch betroffen sind Gebiete im Südosten an der Grenze zu Kambodscha bei den Provinzen Chantaburi und Trat und einige Inseln wie Ko Chang bei Ranong sowie die Wälder von Phuket und Phang Nga.

Ein niedrigeres Risiko an Malaria zu erkranken herrscht in den Wäldern im Norden und Osten und auf den Inseln Similian, Ko Mak vor Trat und vor dem Gebiet Phang Nga im Südwesten.

Die Gebiete im Zentrum des Landes sowie Touristikzentren und Großstädte wie Bangkok, Hua Hin, Pattyaya, Ko Samui, Hat Yai, Chiang Mai, Cha Am und die Stadtgebiete von Krabi, Phuket und Songkhala gelten als unbedenklich und malariafrei.

Übertragungsmonate in Thailand

Abhängig von der Region tritt Malaria in Thailand das ganze Jahr über auf. Jedoch besteht ein erhöhtes Risiko in der Regenzeit von Mai bis Oktober.

Malaria-Vorbeugung in Thailand

Es wird empfohlen, eine Notfallmedikation mitzuführen und anzuwenden wenn innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt der typischen Symptome für Malaria kein Arzt zu erreichen ist. Die Medikation sollte das ganze Jahr über in den nördlichen Grenzgebieten sowie der Touristengegenden im Goldenen Dreieck, im Süden des Landes mitgeführt werden.

Keine medikamentöse Vorsichtsmaßnahme ist in den zentralen Gebieten im Norden, Bangkok, Chiang Mai, Pattaya, Phuket, Ko Samui, Chanthaburi und Chiang Rai nötig, da diese Gebiete als malariafrei gelten.

Medikamente von Deutschland aus mitnehmen

Bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen, Herzerkrankung, Epilepsie, Autoimmunkrankheiten und anderen Grunderkrankungen muss der Arzt sorgfältig abwägen, wie mit der Prophylaxe oder der Notfall-Behandlung vor Ort umgegangen werden sollte.

Reisende sollten ihre Malariamedikamente wegen der möglicherweise unbekannten Herkunft und unbekannter Wirkweise nicht im Ausland kaufen, sondern von Deutschland aus mit sich führen. Reisende in Malariagebieten müssen allerdings wissen, dass Malaria auch trotz Chemoprophylaxe auftreten kann.

Wer in Ländern mit Malariarisiko unterwegs ist (siehe Malaria Karte der WHO oder der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG)), muss einige Maßnahmen beachten, die ihn vor Mückenstichen schützen können.

Wichtig ist Kleidung, die sowohl die Arme, als auch die Beine vollständig bedeckt. Zusätzlich kann man diese mit Insektenspray einsprühen. Da die Anophelesmücke als Überträger der Malaria in der Dämmerung und nachts aktiv ist, sollte man zu dieser Zeit besonders aufpassen. In Räumen ist es wichtig, Mücken abwehrende Maßnahmen wie Steckdosengeräte und Insektizide einzusetzen, wenn man nicht über eine Klimaanlage oder dichte Fliegengitter verfügt. Obligatorisch ist ein gut schließendes Moskitonetz.

Ist Malaria einmal ausgebrochen – erkennbar an den typischen Symptomen - muss man sofort einen Arzt aufsuchen, der dann eine Blutuntersuchung durchführt. Einige Malariavarianten haben typische Fieberformen, die als Wechselfieber bekannt sind. Hier tritt das Fieber immer in einem bestimmten Rhythmus auf, der einen oder zwei fieberfreie Tage beinhalten kann. Bei Malaria tropica kann dieses Symptom fehlen. Fieber, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Rückenschmerzen und ein in Stadien verlaufender Fieberanfall über Stunden hinweg mit anschließendem Abfiebern (Frösteln, hohes Fieber, Temperaturnormalisierung mit Schweißausbruch) sind Signale für Malaria.

Diese malariatypischen Stadien nennt man Froststadium (circa eine Stunde), Hitzestadium (circa vier Stunden) und Schweißstadium (circa drei Stunden). Auch in Malariagebieten mit niedrigem Risiko, kann schwere Malaria ausbrechen.

Medikamentöse Prophylaxe eine Woche vor der Abreise

Wer in hochrisikoreichen Malariagebieten (vgl. Malaria Karte auf der Website der DTG) unterwegs ist, kann normalerweise mit Medikamenten wie Malarone, Doxycyclin oder Lariam vorbeugen.

Wenn ein Malariagebiet ein geringes Risiko verzeichnet, wird in der Regel nur ein Notfallmedikament mitgeführt, dass bei Bedarf zum Einsatz kommt.

Malaria tropica kann zu den schwersten Verlaufsformen führen, da bei ihr im Gegensatz zu Malaria tertiana und Malaria quartana wesentlich mehr Blutkörperchen infiziert sind (bis zu 50 Prozent und mehr). Unbehandelt führt sie in 20 bis 30 Prozent der Fälle zum Tod. Es treten rasch schwere Komplikationen auf. Organbeeinträchtigungen in den Nieren, in der Milz und in der Lunge, aber auch Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen sind möglich. Bei Malaria quartana können die Nieren stark beeinträchtigt werden. Ödeme im Bindegewebe und im Bauch sind häufige Folgeerkrankung. Bei DrEd können Sie ein Rezept für eine Malariaprophylaxe anfordern. Lariam, Malarone und Doxycyclin ohne Rezept sind nicht verfügbar. erst nach einer genauen Diagnose kann ein Rezept von einem unserer Ärzte ausgestellt werden.

Rückkehrer aus Malariagebieten sollten bei Fieber einen Arzt aufsuchen

Die Malariagebiete und ihre Risikoeinschätzung kann der Arzt in Deutschland vor Reisebeginn anhand einer stets aktualisierten Malaria Karte feststellen. Hier sind auch die jeweiligen Erregerformen verzeichnet und die entsprechend wirksamen Medikamente.

Wer aus Malariarisikoländern nach Deutschland zurückkehrt und Symptome bei sich feststellt, kann dem Arzt mit dem Hinweis auf das Reiseland einen wichtigen Anhaltspunkt dazu geben, wie behandelt werden sollte. Wenn man Malaria Symptome hat, sollte man innerhalb von 24 Stunden einen Arzt aufsuchen und mit einer Therapie beginnen.

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