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Ein Mückenstich kann durch Malaria Impfung harmlos werden

Ob Afrika oder Asien, Süd- oder Mittelamerika: Besonders bei einer Reise in tropische und subtropische Gebiete ist mit einem erhöhten Risiko einer Malariainfektion zu rechnen. Um die Reise unbeschwert genießen zu können, ist es daher sinnvoll, sich bereits im Vorfeld zu informieren und sich vor einer Malariainfektion zu schützen. Forscher bemühen sich eine Malaria Impfung im klassischen Sinne zu entwickeln. Die derzeitige "Malaria Impfung" besteht in einer vorbeugenden Tabletteneinnahme.

DrEd erklärt die verschiedenen Möglichkeiten, einer Malariainfektion vorzubeugen und bietet geeignete Medikamente an.

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Wer ist besonders gefährdet, sich mit Malaria zu infizieren?

In Malariagebieten ist prinzipiell jeder nichtimmunisierte Reisende dem Risiko einer Infektion ausgesetzt, wenn er mit Anopheles-Mücken in Kontakt kommt. Dies gilt besonders innerhalb der für das Land geltenden Malariasaison, die durch Klimafaktoren bedingt ist. Temperaturen zwischen 25-30°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind optimale Voraussetzungen für das Heranwachsen der Mücken, sodass es innerhalb der Saison viel mehr Mücken gibt, die potentiell den Erreger übertragen können. Eine besondere Gefahr besteht dabei für Schwangere, Kinder, Personen mit Immunschwäche zum Beispiel durch HIV/Aids und Personen, die ihre einstige Malaria-Immunität wieder verloren haben.

Dies geschieht zum Beispiel durch einen längeren Aufenthalt (mehr als 6 Monate) an einem Ort, an welchem kein erhöhtes Malariarisiko besteht. Schwangere sollten eine Reise in entsprechende Gebiete möglichst auf einen Zeitraum nach der Schwangerschaft verschieben, da bei keinem der vorhandenen Medikamente bekannt ist, ob es eine schädigende Wirkung auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes hat. Da die Medikamente bei Kindern geringer dosiert werden müssen, sollte hier besonders auf die Expositionsprophylaxe Wert gelegt werden.

Welche Malaria Impfungen oder andere vorbeugende Maßnahmen stehen zur Verfügung?

An einer echten Malaria Impfung im klassischen Sinne wird unter Hochdruck geforscht. In der Zwischenzeit stehen die alten Maßnahmen zur Malariaprophylaxe zur Verfügung. Diese werden unterteilt in die Expositions- und die medikamentöse Malariaprophylaxe.

Die Expositionsprophylaxe zielt darauf ab, den Kontakt zur Malaria übertragenden Anopheles- Mücke zu vermeiden.

Die medikamentöse Prophylaxe ergänzt die Expositionsprophylaxe. Hierbei handelt es sich um die Vorsorgebehandlung mit Medikamenten, die je nach Reiseziel und dort vorherrschenden Resistenzen ausgewählt werden. Sowie die Mitnahme von Notfallmedikamenten, die im Falle einer Erkrankung eingenommen werden.

Welche Maßnahmen gehören zur Expositionsprophylaxe?

Den sichersten Schutz vor einer Infektion bietet die Vermeidung von Stichen durch die Malaria übertragende Anopheles-Mücke. Da die Insekten nachtaktiv sind, ist vor allem ab Einbruch der Dunkelheit mit ihrem Auftreten zu rechnen. Reisende können sich durch das Tragen langärmliger Kleidung, langer Hosen und Socken schützen, ebenso wie durch das Schlafen unter Moskitonetzen. Auch sind Kleidung und Moskitonetze erhältlich, die mit einem insektenabtötenden Mittel imprägniert sind. Da die Anopheles-Mücke in manchen Fällen trotz des Netzes sticht, sind besonders die imprägnierten Netze zu empfehlen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung sogenannter Repellents. Dabei handelt es sich um Mittel, die direkt auf die Haut gesprüht werden und somit einen effektiven Schutz für bis zu 8 Stunden bieten. Die Wirksamkeit beruht darauf, dass die Insekten durch den Geruch der Repellents abgeschreckt werden. Bei Schwangeren und Kindern ist die Anwendung jedoch nicht empfohlen. Das Imprägnieren der Kleidung und Moskitonetze sollte nicht mit einem für die Anwendung auf der Haut hergestellten Mittel erfolgen, da dieses auf Textilien nicht optimal haftet und daher keinen langanhaltenden Schutz bietet.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Insektizidsprays, die im Innenraum von Gebäuden versprüht werden und ein Mittel enthalten, das die Mücken abtötet und an der Vermehrung hindert. Sie können einen sechs- bis neunmonatigen Schutz gewährleisten.

Was ist bei medikamentöser „Malaria Impfung“ zu beachten?

Wichtig ist zunächst, dass eine medikamentöse Prophylaxe als sinnvolle Ergänzung zur Expositionsprophylaxe zu verstehen ist, diese jedoch nicht ersetzen kann. Auch müssen die jeweiligen Medikamente auf das spezifische Malariarisiko des Reiseziels, die Reisedauer und Reisezeit sowie mögliche Vorerkrankungen oder Kontraindikationen abgestimmt werden.

Eine Chemoprophylaxe kann keinen absoluten Infektionsschutz gewährleisten, senkt aber dennoch das Erkrankungsrisiko nach einem Stich deutlich. Bei einer Reise in ein Gebiet mit hohem Malariarisiko ist daher eine grundsätzliche "Malaria Impfung" in Form einer Chemoprophylaxe empfehlenswert. Bei mittlerem oder geringem Risiko sollte ein Notfallmedikament mitgeführt werden, welches beim Eintritt malariatypischer Symptome und der Abwesenheit sofortiger ärztlicher Hilfe eingenommen werden kann.

Welche Medikamente werden für die vorsorgliche Malariaprophylaxe angewendet?

DrEd bietet die Medikamente für die medikamentöse Malariaprophylaxe Malarone, Lariam und Doxycylin in Tablettenform an.

Malarone setzt sich aus den Wirkstoffen Atovaquon/Proguanil zusammen und wird sowohl zur Prävention, als auch zur Notfallbehandlung bei Malaria eingesetzt. Die vorbeugende Einnahme sollte 1-2 Tage vor der Einreise in ein Malariagebiet beginnen und 7 Tage nach der Ausreise enden. Daher ist es auch bei kurzfristig geplanten Reisen anwendbar. Zur Notfallbehandlung mit Malarone werden nach dem Auftreten erster Symptome an drei aufeinanderfolgenden Tagen je 4 Tabletten eingenommen. Die Einnahme sollte während oder nach dem Essen erfolgen.

Lariam enthält den Wirkstoff Mefloquin. Es ist zur Anwendung in Gebieten mit hohem Risiko zur Prophylaxe, jedoch nicht zur Notfalltherapie empfohlen. Es bestehen zahlreiche Kontraindikationen für die Anwendung von Lariam. Eine Langzeiteinahme ist möglich. Obwohl die Auswirkungen des Medikaments auf das Ungeborene nicht abschließend geklärt sind, wird Lariam zur Prophylaxe in der Schwangerschaft oder bei Kindern ab 4 Monaten mit ausreichendem Körpergewicht empfohlen. Die erste Dosis sollte mindestens eine Woche vor dem Eintreffen in ein Malaria-Risikogebiet eingenommen und die Einnahme erst 4 Wochen nach Verlassen des Gebiets beendet werden.

Doxycylin ist ein Antibiotikum, das den Vermehrungszyklus von Bakterien hemmt. Es kann alternativ zu Lariam oder Malarone zur Prophylaxe eingenommen werden, ist jedoch nicht für Notfallbehandlung geeignet. Bei der Einnahme sollte auf eine erhöhte Sonnenexposition verzichtet werden, da es zu unerwünschten Hautreaktionen kommen kann. Die Einnahme wird einen Tag vor Ankunft im Malariagebiet begonnen und 4 Wochen nach dem Verlassen beendet.

Wird nach einer klassischen Impfung gegen Malaria geforscht?

Bislang ist keine Impfung gegen Malaria zugelassen. Der Impfstoff RTS,S befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird in Studien erprobt. In diesen konnte nachgewiesen werden, dass die Anwendung des Impfstoffs bei Kindern und Kleinkindern die Erkrankungshäufigkeit deutlich senken konnte und diese Immunität für mindestens 3 Jahre nach der Impfung anhält. Über die Freigabe des Impfstoffes beraten sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Die Entscheidung über die Zulassung des Impfstoffs in Subsahara-Afrika ist gegen Ende 2015 zu erwarten.

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Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin. Empfehlungen und Leitlinien, Malariaempfehlungen. Online: www.dtg.org, Zugriff am 19.08.2015
  • Robert-Koch-Institut. Malaria. RKI-Ratgeber für Ärzte, Online: http://www.rki.de, Zugriff am 19.08.2015
  • Malaria Vaccinie Initiative. (2015) Malaria vaccine candidate has demonstrated efficacy over 3-4 years of follow-up. Online: www.malariavaccine.org, Zugriff am 19.08.2015
  • World Health Organisation. Malaria Fact Sheet (2015). Online: www.who.int, Zugriff am 19.08.2015
  • Tropeninstitut. Schutzmöglichkeiten vor Malaria. Online: www.tropeninstitut.de, Zugriff: 19.08.2015
  • M. van Lieshouta, R.S. Kovatsb , M.T.J. Livermorec , P. Martensa (2004). Climate change and malaria: analysis of the SRES climate and socio-economic scenarios. Elsevier. Online: http://www.sciencedirect.com, Zugriff am 16.09.2015
  • Reise- und Tropenmedizin GmbH, Fachinformation - Insekten: Mücken-Schutz, Imprägnierung von Moskitonetzen, Online: www.gesundes-reisen.eu, aufgerufen am 31.05.2016

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