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Mann leidet an Migräne mit Aura

Migräne ist eine häufige Form von Kopfschmerzen und wird in Deutschland relativ häufig diagnostiziert. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Formen der Migräne. Wenn zu den Kopfschmerzen neurologische Symptome auftreten, dann spricht man von der Migräne mit Aura. Diese „klassische Migräne“ mit Aura ist also eine Unterart der sogenannten „einfachen“ Migräne. 

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Wie entsteht die Migräne Aura?

Die Migräne Aura kann zusätzlich zu den typischen Migräne-Kopfschmerzen auftreten. Durch Erregung von Nerven in der Großhirnrinde treten die Aura-Erscheinungen meist schon vor einem Migräneanfall auf. Es kommt zu einem Ungleichgewicht von Erregung und Hemmung im Gehirn, wodurch das Sehen und Sprechen sowie Koordination und Sensibilität beeinträchtigt sein können.
Da die linke Gehirnhälfte für die rechte Körperseite zuständig ist und umgekehrt, treten die neurologischen Störungen auf der anderen Seite als die darauffolgenden Kopfschmerzen auf.

Welche Auren Symptome gibt es?

Am häufigsten tritt die visuelle Aura auf. Dabei kommt es zu Flimmern oder Lichtblitzen im Blickfeld. Meist tritt diese Form der Aura als Zackenkranz auf, der hell in der Mitte des Gesichtsfeldes beginnt und nach außen wandert. Dabei rahmen die Lichterscheinungen einen Bereich normaler bis verschwommener Wahrnehmung ein, außerhalb der Lichterscheinung fehlt die Wahrnehmung in den meisten Fällen. Diese Erscheinung ist beweglich und wandert meist von der Mitte nach außen, wo sie dann verschwindet. Oft wird dies wie das Sehen im Wasser beschrieben, manche Objekte können vergrößert, verkleinert, verzerrt oder unscharf erscheinen.

Auch Teilausfälle beim Sehen, sogenannte Skotome, sind häufige Aura-Formen. Diese können entweder als dunkles Feld oder auch als eine Art Halluzination erscheinen. In schweren Fällen kann es zu einem kurzzeitigen Ausfall einer kompletten Hälfte des Gesichtsfeldes kommen. Dabei sehen Betroffene auf der rechten oder linken Seite eine schwarze Fläche. Dies lässt nach maximal 30 Minuten nach und geht wieder in ein normales Sehen über.

Auch die Sprache kann betroffen sein: Bei der sogenannten "Aphasie" kommt es durch eine Störung der Nerven aus dem Sprachzentrum zu Wortbildungsstörungen. Betroffene können in diesem Zustand stottern, unzusammenhängende Sätze oder Laute hervorbringen oder aber kaum noch zum Sprechen in der Lage sein. Dann werden sie sehr ruhig und antworten meist kurz. Die Spracharmut kann auch durch vorübergehende Verständnisprobleme bedingt sein – je nach betroffenem Gehirnareal ist das Verstehen der Wörter und Sätze eingeschränkt, Aufforderungen beispielsweise werden nicht mehr verstanden. Diese Erscheinung kann als Veränderung der Persönlichkeit missverstanden werden, hat damit aber nichts zu tun und geht nach wenigen Minuten wieder vorbei, das Sprachverständnis und die Sprachbildung sind danach wieder wie zuvor.

Dazu kommen oft neurologische Ausfälle, die unterschiedlich auftreten: Leichtes Kribbeln, Gefühlsstörungen, Taubheit oder Lähmung können in verschiedenem Ausmaß vorhanden sein. Dabei handelt es sich meist um einseitige Erscheinungen, sie betreffen vor allem die Gliedmaßen.

Ein weiteres Aurensymptom ist der Schwindel, der ebenfalls plötzlich und heftig auftritt, meist aber ebenso schnell wieder verschwindet, er dauert selten länger als die gesamte Aura-Phase von maximal einer Stunde. Seltener, vor allem bei jungen Frauen, treten Koordinationsstörungen auf, die zu Gangunsicherheit mit sehr starkem Schwindel führen. Auch die Ohren können betroffen sein, es kommt vorübergehend zu Schwerhörigkeit und Tinnitus.

Wer ist von Migräne mit Aura betroffen?

Migräne ist in Deutschland relativ weit verbreitet, etwa 10 – 30 Prozent der Bevölkerung leiden unter den wiederkehrenden Kopfschmerzen. Es kann bereits im Kindesalter zu ersten Anfällen kommen, meist manifestiert sich die Migräne jedoch erst nach der Pubertät im jungen Erwachsenenalter. Dabei sind Frauen dreimal so häufig betroffen wie Männer. Aufgrund der genetischen Ursache sind hauptsächlich Menschen betroffen, bei denen in der Familie bereits Migräne aufgetreten ist. Auren erscheinen jedoch nicht bei allen Migränepatienten, etwa 15 Prozent von ihnen leiden an Migräne mit Aura.  

Kündigt sich jede Migräne eines Patienten mit der gleichen Aura an?

Bei Migränepatienten mit Aura können sich die Symptome im Laufe ihres Lebens verändern, dies ist allerdings nicht immer der Fall. Eine Neigung zu einem bestimmten Symptom bleibt meist bestehen. Manche Patienten haben ausschließlich visuelle Auren, andere neigen zusätzlich zu sprachlichen oder anderen neurologischen Ausfällen.
Die Patienten kennen diese Symptome und sind so bereits auf die kommenden Kopfschmerzen vorbereitet, noch bevor sie auftreten.
Wenn die Symptome jedoch mit dem Alter stärker werden, sollten sie mit einem Arzt besprochen werden, da die Schlaganfall-Symptomatik Auren sehr ähnlich sein kann und ein Schlaganfall ausgeschlossen werden muss. Auch bei neu auftretenden, bisher nicht vorhandenen Auren-Erscheinungen sollte dies mit einem Arzt abgeklärt werden.

Wie verändern sich die Symptome während eines Aura Anfalls?

Die Entwicklung der Aura-Symptome ist charakteristisch und läuft immer sehr ähnlich ab: Die Symptomatik beginnt anschwellend und vergeht innerhalb einer Stunde, woraufhin die Kopfschmerzen eintreten.

Die klassische Abfolge beginnt mit dem Flimmern im Gesichtsfeld, das nach 5 – 20 Minuten maximal ist. Wenn es abklingt, kann darauf ein Ausfall des Gesichtsfeldes, halbseitig oder nur fleckenförmig, folgen. Nach etwa 20 Minuten kommt es zu Empfindungsstörungen. Auch diese werden nach und nach schlimmer, es kann bis zur Taubheit von Gliedmaßen kommen. Bis dahin sind jedoch die visuellen Ausfälle meist bereits wieder abgeklungen. Nach maximal einer Stunde beginnen im Allgemeinen die Kopfschmerzen, die Aura ist dann zu Ende.

Die meisten Patienten, die die Aura-Symptome rechtzeitig erkennen, suchen dann bereits Ruhe, da so die anschließenden Kopfschmerzen oft weniger stark ausgeprägt erscheinen. Je nach Ausprägung der Aura ist ein sofortiges Hinsetzen oder –legen wichtig, da es durch die Ausfälle der visuellen und sensiblen Wahrnehmung zu schweren Unfällen kommen kann.
Werden die Medikamente (Schmerzmittel) sofort eingenommen, vermindern sie die folgenden Kopfschmerzen, auch die Aura-Symptome können bei rechtzeitiger Einnahme gelindert werden. Dennoch ist die Leistungsfähigkeit auch unter Medikation eingeschränkt, worauf Rücksicht genommen werden muss – beispielsweise im Straßenverkehr oder bei der Arbeit.

Treten nach der Aura immer die Migräne Kopfschmerzen auf?

Nein, es gibt auch die sogenannte „migraine sans migraine“, der französische Ausdruck für „Migräne ohne Kopfschmerzen“. Es kann nach den typischen Aura-Symptomen auch zu einem Abklingen ohne folgende Kopfschmerzen kommen.
Besonders bei älteren Migräne-Patienten nimmt die Intensität der Kopfschmerzen oft ab – es kommt mit zunehmendem Alter immer häufiger zu Auren ohne folgende Kopfschmerzen.

Was kann gegen die Aura Symptome helfen?

Im Allgemeinen hilft bei Kopfschmerzen, besonders bei Migräne, Ruhe in einem abgedunkelten Raum und Schlaf. Auch die Auren-Symptome können dadurch gelindert werden.
Medikamentös wirken gegen die Schmerzen die bekannten Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sowie ASS (Acetylsalicylsäure) und andere Migräne Tabletten (Triptane) wie Sumatriptan oder Imigran. Ob dies jedoch auch bei Auren-Symptomen helfen kann, muss individuell entschieden werden.
Dazu ist es wichtig, die Einnahme und Wirkung genau zu dokumentieren. Die Medikamenten-Einnahme sollte außerdem von einem Arzt überprüft werden.

Zur Prophylaxe sind Stressabbau und Vermeidung von Alkohol und Nikotin am wirksamsten. Auch Akupunktur kann helfen, die Wirksamkeit ist jedoch nicht nachgewiesen.
Bei sehr häufiger Migräne kann zusätzlich prophylaktisch ein Betarezeptorenblocker eingenommen werden, ein Beispiel hierfür ist Bisoprolol.

Kann die Aura andere Folgen mit sich bringen?

Ja, es hat sich in Studien gezeigt, dass besonders ältere Patienten mit Migräne Aura ein höheres Risiko haben, einen Schlaganfall zu erleiden. Besonders, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, sollten die Symptome genau beobachtet werden. Vor allem Raucher, die unter Migräne mit oder ohne Aura leiden, sind stark gefährdet. Sobald sich die Aura verändert, also beispielsweiser stärker ausgeprägt ist oder deutlich länger als sonst andauert, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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Quellen:

  • Duale Reihe Neurologie, Thieme Verlag, 6. Auflage 2007, Dr. med. Karl F. Masuhr / Dr. med. Marianne Neumann
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, De Gruyter Verlag, 260. Auflage 2004
  • Duale Reihe Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Thieme Verlag, 4. Auflage 2012, Michael M. Kochen
  • Klinische Pharmakologie, Thieme Verlag, 2005, Martin Wehling (Hrsg.)

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